Who baby, who do you think, who cares?


Im Nahen Osten tobt seit Wochen ein Krieg (so richtig das volle Programm mit Panzern, Artillerie und Jagdbombern) und niemanden interessiert’s. Da kämpft eine komplette und zunehmend wachsende Allianz arabischer Staaten, aber zur Abwechslung mal nicht gegen Israel, sondern gegen eine weitere Stellvertretermiliz des Iran. Und Amman, Riad, Sanaa oder Teheran sind ja bekanntlich weder auf der Landkarte des UN-Sicherheitsrats vorhanden, noch haben unsere Qualitätsmedien irgendwelche Korrespondenten in der Region.

Aber wer weiß, vielleicht feuert ja ein US-Kriegsschiff demnächst ja einen Schuß auf einen iranischen Waffenschmuggler ab. Spätestens dann werden wir auch im GEZ-Fernsehen davon erfahren, und sei es nur, daß die tumben Amis mal wieder unbedacht Öl ins Feuer gießen und durch eine derartige Eskalation die Lunte an ein Pulverfaß legen, wodurch sie Gefahr laufen einen Flächenbrand im Mittleren Osten auszulösen. Was Otto Normalzuschauer vorbehaltlos glauben wird, denn zur Zeit herrscht dort ja Frieden.

~ von Paul13 - Donnerstag, 26. November 2009.

18 Antworten to “Who baby, who do you think, who cares?”

  1. Sind doch nur „Araber“…. Who cares!
    Die Erfolgsgeschichte geht ja weiter:
    · Iran brüskiert den Westen mit neuen Uran-Plänen
    · Cuba conducts war games with U.S. invasion in mind

    Change(?)!

  2. Da hat sich der Jägermeister diesmal gerade noch rechtzeitig ausgeklinkt. Diese „Erfolgsgeschichte“ Obamas dürfte selbst er noch schwerlich schönreden können.

  3. Er konnte scheinbar die bitteren Wahrheiten nicht ertragen. Er wird schon wiederkommen – er muss ja sein BDS pflegen ;-)

    Übrings noch ein Erfolg für TO: The recruits gather in scorching desert hideouts in Somalia, use portraits of President Barack Obama for target practice […]

    Jeden Tag ein Volltreffer!

  4. Ja es ist zu spassig.
    VP Biden macht den Sec. Rumsfeld (SF und verdeckte Operationen selbst bis nach Pakistan, wie war das noch mal mit dem Voelkerecht? ) und keiner merkt es oder es stoert sie ploetzlich nicht mal.
    Ja wenn zwei das gleiche tun ist es noch lange nicht das gleiche ;-)

  5. Auf den hier stehe ich ja auch

    Provokation aus Teheran beschädigt Obama
    http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,664378,00.html

    Halten wir also fest, sollte es (was ich fuer unwahrscheinlich halte) den Einsatzbefehl fuer einen Einsatz gegen den Iran geben dann ist es die Schuld des Irans. Denn die haben zu hoch gepokert.
    Waere der CIC noch President Bush dann waere es dessen schuld.
    Denn wir alle wissen seine Heiligkeit macht grundsaetzlich nichts falsch. Entweder war es sein Vorgaenger oder er wird boese provoziert. Lol

  6. @ auslaender2009

    Wo steht denn in dem Artikel, dass ein Einsatzbefehl gegen Iran ihre eigene Schuld wäre, weil sie zu hoch gepokert haben?
    M.E. würden sie Obama dafür international in Stücke reißen, nicht anders, als sie es auch mit Bush getan hätten. U.a. deshalb wird Obama nichts dergleichen tun.

  7. @Chewey
    Habe den Ironiebutton nicht gefunden ;-)
    Aber mal im ernst kannst Du dir vorstellen das es sowas bei Pres. Bush gegeben haette?

  8. dieses obama bashing ist soo langweilig!
    ich habe gerade diese beiden artikel mit offenem mund gelesen..!
    aber es ist leider nur ein kurzer report.
    ich wuerde mich ueber eine analyse dieser vorgaege freuen.
    klar, wer diese Yemeni rebels sind koennte ich auch mal selbst recherchieren, aber.. ganz dumm gefragt: warum macht iran das? was versprechen sie sich zum jetzigen zeitpunkt davon, „rebellen“ zu helfen, einen teil saudi arabiens einzunehmen? ist eine solch offene konfrontation mit SA und jordanien zu diesem zeitpunkt nicht unklug? es wird SA wohl kaum destabilisieren.
    ich tappe im dunkeln und komme mir reichlich bloed vor ;)
    warum ist koenig abdullah so verzweifelt und warum schafft seine teure armee das nicht alleine? von wievielen invadern sprechen wir ueberhaupt, und mit was fuer waffen werden sie vom iran ausgeruestet??
    ich wuerde zu gerne die strategischen nutzen des iran fuer diese aktion kennen um zu kapieren was das ganze soll.
    someone help? :)

  9. @ Ulf

    Ja, was könnte der Iran nur davon haben, Feinden und Konkurrenten Sand ins Getriebe zu streuen? Hätte er was davon, hätte er sicher längst auch die Hizbollah bewaffnet, die Hamas gefördert sowie die diversen Terrorgrüppchen im Irak unterstützt. Aber die haben ja bekanntlich keine Connections nach Teheran, wieso also sollte ein Regime, nur weil es die eigene Bevölkerung bekämpft, dies auch mit einen außenpolitischen Gegnern tun? Fragen über Fragen…

  10. oje, du hast mich voellig falsch verstanden!
    was habe ich denn geschrieben? doch nicht, dass ich den kriegskurs der mullahs bezweifle oder dass der iran (in erster linie anti-israelische) terror-rackets nicht unterstuetze!
    ich gebe zu dass mein post etwas dilletantisch geschrieben ist und zu verwirrung fuehren kann, aber ich bin was ideologie und absichten der mullahs betrifft voellig mit dir daccord!

    dass der iran seinen feinden damit „sand ins getriebe streuen“ will weiss ich doch auch, aber das ist eben sehr wenig konkret!
    ich hatte gehofft, dass jemand hier genauer versteht was dieser strategische move bedeutet, naemlich saudi arabien, zu diesem zeitpunkt, mit einem (mir vorher noch nicht bekannten) „proxy“ anzugreifen! naja, ist vll. bescheuert das zu fragen wenn ich laenger drueber nachdenke. denn man koennte ja auch fragen: warum nicht? mir fehlt da wohl einfach eine gewisse bildung, dass ich nicht weiss was das nun alles bedeutet fuer saudi arabien, was da fuer sand ins getriebe gestreut wird. gibts da wichtige verkehradern, handelswege, oelfelder? gehts primaer um psychologie? ..den saudis zeigen wie unterlegen ihre high tec armee der iranischen achse ist?
    mich hat diese news gestern in bekifftem zustand umgehauen, und auch auf CNN gestern..kein wort darueber!

  11. @ulf
    Der Daily Star geht naeher auf dieses Thema ein und gibt eine Analyse ab
    http://www.dailystar.com.lb/article.asp?edition_id=10&categ_id=2&article_id=109301

    CSM berichtet ebenso
    http://www.csmonitor.com/2009/1111/p99s01-duts.html

  12. @ Ulf

    Na, sie werden sich halt im Grenzgebiet zu Saudi-Arabien auch eine Art Hisbollah schaffen wollen. Wenn sie meinen, mit sowas Israel von einem Angriff abhalten zu können, werden sie das bei den Saudis, die sogar auf jordanische Hilfe angewiesen sind, erst recht annehmen. Wenn sie versuchen, in der Golfregion Chef im Ring zu werden, macht das ja auch aus ihrer Sicht Sinn. Ob es funktioniert, hängt hingegen an der Reaktion.

  13. alles klar, vielen dank

  14. @Ulf
    Das ist kein Obama-Bashing, sondern simple Fakten über den Uber-President. Mittlerweile wird er Kriegsnobelpreisträger genannt und die Taliban kündigen Obama erbitterten Widerstand an.

    Das ist dann Hope and Change!

  15. @ S1IG

    Jetzt mal ohne Scheiß – ich finde Obama ja genauso lusch und lau wie ihr. Aber man sollte beim Bashen schon differenzieren, wo er es verdient hat. Um den albernen Friedensnobelpreis hat er sich nicht beworben, und dass er dennoch 30.000 zusätzliche Soldaten nach Afghanistan schicken will, spricht ja eher für als gegen ihn. Dass die Taliban Obama erbitterten Widerstand ankündigen, ist keine Überraschung und wäre bei Bush auch nicht anders gewesen.
    Ich meinte meinen Beitrag zu Auslaender auch durchaus ernst und nicht ironisch. Die Weltöffentlichkeit (mit Ausnahme Israels) würde keinerlei Aktionen gegen den Iran goutieren. Niemand würde sagen, das hätten sich die Mullahs selbst zuzuschreiben. Man würde Obama genauso verurteilen (oder gleich vierteilen? ;-) wie man das bei Bush getan hätte.

  16. @Chewey

    Aber man sollte beim Bashen schon differenzieren, wo er es verdient hat.

    Ich sehe das nicht als TO-Bashing, sondern vielmehr als Galgenhumor. Wenn es nicht so traurig wäre, würde ich drüber laut lachen! Das wird vielleicht falsch verstanden.

    Um den albernen Friedensnobelpreis hat er sich nicht beworben, […]

    Stimme ich Dir zu – er hätte ihn aber ablehnen können. Das spielt aber keine Rolle, denn es geht doch eher um die Verlogenheit seiner Anhänger und Anbeter. Die TO-Gläubigen haben über den Nobelpreis gejubelt und nun sabbeln die gleichen Gestalten was von „Kriegsnobelpreisträger“.
    Er gibt den Bush und die Bush-„Kritiker“ klatschen. Wahrscheinlich könnte er den Iran in Schutt und Asche bomben – man würde ihm nichts übel nehmen. Die Leute sind doch blind vor Glauben. BTW: Bush wollte ja nicht bomben – er hat vielmehr die Opposition unterstützt. TO will nicht mal das – Obowma würde sich wahrscheinlich vor den Mullahs in den Dreck werfen (und seine Anhänger würden applaudieren!).

    PS: Du musst nur mal TO Ansagen aus 2007 und 2008 zuhören und schauen, was er jetzt macht. Da sind so viele Differenzen – kein klare Linie.
    Eigentlich muss heißen: Hope for change!

  17. @ S1IG

    „Er gibt den Bush und die Bush-“Kritiker“ klatschen. Wahrscheinlich könnte er den Iran in Schutt und Asche bomben – man würde ihm nichts übel nehmen.“

    Das sehe ich absolut nicht so. Die Sprüche über den „Kriegsnobelpreisträger“ sind schon beginnende Distanzierungen einer pazifistischen Basis, denen Obama schon zu „buschig“ ist. Bei einem Angriff gegen Iran wäre Feierabend, davon bin ich überzeugt.

    „Obowma würde sich wahrscheinlich vor den Mullahs in den Dreck werfen (und seine Anhänger würden applaudieren!)“

    Das auf jeden Fall. Das entspricht ja ihren Vorstellungen von „Multilateralismus“.

    Man muss sich entscheiden, wofür man Obama kritisieren will. Natürlich hat er im Wahlkampf Anti-Bush geredet – sonst wäre er ja nicht gewählt worden. Wenn er dann später aus Einsicht doch Teile der Bush-Politik übernimmt, ist das mir persönlich lieber als wenn er seine „Ich male mir die Welt widde widde wie sie mir gefällt“-Nummer durchzieht.
    Dass er aber keine klare Line hat: volle Zustimmung.

  18. @Chewey
    Wenn der pazifistischen Basis Obama schon zu „buschig“ (LOL -cool!) ist, dann zeigt es nur, was für Idioten die sind. TO hatte immer von einer Konzentration auf Afghanistan gesprochen und wollte dort durchgreifen. Auch mit seinen Angriffen auf Taliban und AQ in Pakistan. Haben die Trottel seiner Heiligkeit nicht zugehört? Es war auch klar, dass er die Verbündeten um Hilfe bitten würde. Warum jetzt jammern?

    Beim Iran bin ich mir nicht sicher – das würde er schon so verkaufen, dass es passt. ;-)

    Man muss sich entscheiden, wofür man Obama kritisieren will.

    Stimmt – ich halte es mit seiner Inkompetenz als POTUS in allen Bereichen. „Kriegsnobelpreisträger“ war – wie schon gesagt – auf seine depperten Anhänger und die Pazifisten-Heulsusen gemünzt. Für den Preis und die Bezeichnung kann er nichts – SPON muss aber sein Zielgruppe bedienen, ohne TO vollkommen zu beschädigen.

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