Guido jetzt mit Pickelhaube?


Dieser Mann darf nicht Außenminister werden:

Pickelhaube

Nach solch einer megapeinlichen Vorstellung sollte Westerwelle zurücktreten, bevor er sein Amt überhaupt angetreten hat. Ich möchte im Urlaub jedenfalls nicht permanent für meinen Außenminister angeraunzt werden.

~ von Paul13 - Dienstag, 29. September 2009.

31 Antworten to “Guido jetzt mit Pickelhaube?”

  1. Einen Moment, irgendwo im Auto hab ich noch ne grosse Kiste Mitleid liegen……
    Und wenn sie im Urlaub mit den Leuten über den Ausserminister reden sind sie einfach mal selber schuld ;)

  2. Ein international agierender Reporter sollte vielleicht seine Fragen in der jeweiligen Landessprache stellen. In Frankreich bekäme der BBC-Mann jedenfalls überhaupt keine Antwort.

  3. @ Zaphod
    Soso – ich wusste gar nicht, dass z.B. deutsche Israelkorrespondenten hebraeisch koennen…

    @ Paul13
    Das Foto ist fehl am Platze. Wilhelm Zwo war des Englischen maechtig (http://de.wikipedia.org/wiki/Daily-Telegraph-Aff%C3%A4re)
    Und einen Beitrag ueber eien FDP Politiker sollte man nicht gerade unter Liberalismus kategorisieren ;-)

  4. looool
    naja, immerhin könnte er mit so einer Pickelhaube einen Ahmadinedschad in einem diplomatischen Friedensgespräch aufspießen. Er kann es ja als Unfall aussehen lassen. Wie genau das funktionieren soll weiß ich noch nicht, aber das soll sich das Ministerium überlegen :D

  5. @Peter
    dann mach Dich eben kundig…

    Die BBC hat wohl den falschen Mann geschickt, oder er wollte sich einfach den Overdub sparen.

  6. @ Zaphod

    Das ist zwar auch nicht ganz falsch, aber die Reaktion Westerwelles bleibt für einen angehenden Außenminister, der bei seinen ersten international bemerkten Gehversuchen um Sympathie werben sollte, trotzdem erstaunlich unsouverän.

    Ganz besonders, da nicht davon auszugehen ist, daß sie anders ausgefallen wäre, wenn der Europakorrespondent der Fidschi-Inseln die Frage gestellt hätte, und ob der zwingend deutsch kann – oder auch nur können muß -, wage ich mal zu bezweifeln.

    Was die Frogs angeht, nur weil die bezüglich der Lage des Weltnabels gehörig einen an der Waffel haben, müssen die Krauts noch lange nicht jeden Scheiß mitmachen. Englisch ist nun mal DIE Weltsprache, und je schneller das akzeptiert wird, desto besser für alle Beteiligten.

  7. Westerwelle hat zwar ueberraschend unbeholfen reagiert, in der Sache hat er aber doch Recht. Gerade als Regierungsmitglied sollte man vorsichtig mit Fragen in einer Fremdsprache sein, selbst wenn man diese sehr gut beherrscht. Aussenminister ist er noch nicht (ich gehe auch, mit etwas Bauchschmerzen, davon aus, dass er es wird), aber falls er es mal sein wird, werden ihm immer vereidigte Dolmetscher zur Verfuegung stehen (und es hat schon seinen Sinn, dass Dometscher nur in ihre Muttersprache uebersetzen duerfen).

    (Amateur-?)Uebersetzer waren anscheinend anwesend, von daher haette der Reporter auf deren Hilfe zurueckgreifen koennen. Aus der Perspektive wuerde ich soger eher noch dem Reporter Vorwuerfe machen ;)

  8. Dann also lieber wieder Joschka Fischer? Der konnte seine Pressekonferenzen souverän auf Englisch führen…..;-)

  9. @ Alex

    Also im direkten Vergleich mit Westerwelle ist mir selbst Joschka um Längen lieber. Den einzigen Pluspunkt erzielt Guido, weil er auf internationalen Empfängen reaktionären arabischen Potentaten seinen Mann vorstellen kann statt einer Frau, die seine Tochter sein könnte. Für diese Szene wäre es vielleicht doch einen Versuch wert. ;-)

  10. @ Alex

    Man sollte auch nicht vergessen, daß Fischer – und die Grünen überhaupt! – im Kosovokrieg wesentlich entschlossener reagiert haben als die Liberalen sowohl mit Genscher wie mit Kinkel wenige Jahre zuvor im Bosnienkrieg, und da wäre ein Eingreifen noch weit notwendiger gewesen.

  11. Was ist der Unterschied zwischen Guido und einem Kühlschrank?

    Ein Kühlschrank furzt nicht, wenn man die Wurst rauszieht.

  12. Na ja, ich habe auch so meine Problemchen mit der FDP und vor allem ihrer Offenbarung zum Datenschutz:

    Post von der FDP 2 – Die Antwort!

    Gruß

    AMUNO

  13. @ Benedikt Ratzenberger

    Was mal wieder zeigt, daß nicht nur arabische Potentaten Schwulenhasser sind. So welche gibt’s offenbar auch in Deutschland. Aber mehr Niveau hatte ich von dir eigentlich auch gar nicht erwartet.

  14. Ei gugge! Zwei Beiträge vorher sich bei Anspielungen auf die Hautfarbe des US-Präsidenten vor Vergnügen auf die Schenkel klopfen, aber bei einem Schwulenwitz moralinsaure Repliken absondern?

    LMAO

  15. Guido im AA? Aua… Aber in der Sache hat er natürlich recht. Zumal es schlauer ist, so zu antworten, als sich zur Vollwurst zu machen. Auf youtube kursiert ja noch ein anderes Video, wo Guido tatsächlich Englisch spricht…wenn man das als Englisch bezeichnen kann.

  16. Na ja. Ohne jetzt an das aeltere Video denken, wo er eine englische Frage anfaengt auf englisch zu beantworten („there is a dynamic…“ – auch ein bischen furchtbar: das ist zwar auch im englischen ein Nomen, wird aber nicht wie ‚Dynamik‘ alsseudointelligentenwort benutzt) und dann mit „jetzt kommt der aufschwung“ fast lachend endet, was wohl auf mangelndes aktives Englischkoennen (entschuldigend) hinweist:

    Die Frage, ob er auf Englisch gefragt werden kann und auch so antworten koennte, hat er auf jeden Fall verstanden. Er haette auch klar und deutlich froehlich-verschmitzt sagen duerfen, dass er nicht auf Englisch antworten kann. Er haette sogar, statt „das ist eine Pressekonferenz in D“ zu sagen, nach Uebersetzung r engl. Frage fuer das dt. Publikum fragen duerfen, und die haette ein normal Schulenglisch-befaehigter dt. Reporter auch wohl flott getan.
    Die Frage nach dem Zinnober dann noch kategorisch abzulehnen, haette er auch ohne Uebersetzung geschafft.

    Es ist so, als ob ein Formfehler bei einem Formular beanstandet wird, und nach der aufwendigen Neueinreichung wird einem erst der (direkt am Anfang offensichtliche) gundlegende Grund fuer totale Ablehung erklaert.

    Und bei beiden Vorgaengen noch eine Moralpredigt dazu – als waeren der BBC-Reporter und der dt. Politiker da in der Balance (als haetter Guido schon mal in GB ein Interview gefuehrt).

    Und all das mit dem leichten Rheinland-Akzent, der eigentlich Gelassenheit impliziert. Und dann das Laecheln dazu — waehrend er total knallhart abweisend spricht. Sehr unschoen.

    Aber das ganze „darf ich sie bitten“ ist doch wie Anmotze im Kaufhaus oder Zwang von der Polizei.

    Und dann nach dem ganzen noch mit „es ist Deutschland hier“ nachtreten. Mann.

  17. @ Benedikt Ratzenberger

    Na, da kannst du mir die Stelle, wo ich mir zwei Beiträge vorher wegen Obamas Hautfarbe auf die Schenkel geklopft habe, sicher ganz schnell zeigen.

  18. @ Parsa

    Das kann man aber anders ausdrücken als mit Sprüchen wie „Wir sind hier in Deutschland“.

  19. @ Paul

    Sicher. Die FDP hatte historisch immer nen leichten nationalistischen Turn. Am krassesten zeigt sich das aktuell in Sachsen. Aber auch Guido redet gern von „Deutschland“. Wir werden noch sehen, was wir an den Joschkas und Frank-Walters hatten. Der Kinkel davor war ja auch nicht grade der Knaller.

  20. http://twitter.com/westerwave

    Guido zwitschert…auf Englisch.

  21. Amüsant, wie Du jetzt herumeierst, Paul, denn natürlich weißt Du genau, wovon ich rede. Nicht zwei Beiträge vorher, sondern direkt davor, habe mich nur ein wenig verguckt.

    Die Unterstellung, ein Farbiger würde auf die leiseste Form der Kritik mit hysterischen Rassismusvorwürfen reagieren, ist in der Tat selbst bereits rassistisch und darüber Witze zu machen, so nach der Art „Hach, was bin ich heute wieder für ein pöser Rassist, was?“, erst recht.

    Jedenfalls wenn man es verbissen sieht, um nicht zu sagen verschwuchtelt stutenbissig, was doch so gänzlich unpassend ist für einen Warblogger, auch wenn ihm, kurze Hose Schießgewehr, die siegreichen Präsidenten so gänzlich abhanden gekommen sind.

    Ich bin da ganz anders. :P

  22. Der Beitrag und viele Komentare hier zeigen, daß wenig Kenntnis herrscht über Gepflogenheiten auf internationalem Parkett. Warum darf der Korrespondent der Xinhua seine Frage nicht auf chinesisch stellen? Der von EFE auf spanisch?

    Warum redet Wladimir Putin, der sehr gut deutsch spricht, in Berlin russisch?

    Aber immer das Maul aufreißen, DAS könnt Ihr gut. Gem Özdemir hat ja sogar auf YouTube die BBC getröstet, sie möge vier Jahre durchhalten, dann könne man sich wieder verständigen.

    Bleh!

  23. @Paul
    Die Pickelhaube ist super. Denn der Guido kann ja Englisch und mag England auch… aber seine Landsleute, die Deutschen halt, die wollen halt in ihrer Sprache und so… ich lach‘ mich kaputt…
    Ich glaube aber nicht dass die FDP, außenpolitisch blass wie sie ist, den Posten des Außenministers zu mehr braucht, als als Verhandlungsmasse um irgendein Westerwelle Steuer-Finanz-Bürokratie-Wirtschafts-Reicheleute-Megaministerium. Und wenn ich „glaube“ schreibe, meine ich eine Mischung aus „hoffe“ und „befürchte“…

    Was die Sache angeht: Hier antwortet nicht der Außenminister, kein Regierungsmitglied und nicht die außenpolitische Stimme Deutschlands. Im Moment ist er Westerwelle (FDP, 37) und mehr nicht. Dass er zu mehr nicht in der Lage ist, erschreckt hier. Vom ‚zukünftigen Außenminister‘ kann man mehr empathisches und diplomatisches Geschick erwarten. Das sollte zumindest für ein „Ich verstehe Ihre Frage soundso und antworte darauf dasunddas“ reichen.

  24. […] bloggerInnen hatten sich zurecht (1, 2, 3 …) über das durchaus ungewöhnliche deutsche reinheitsgebot auf einer internationalen […]

  25. @ Benedikt Ratzenberger

    Mal ganz davon abgesehen, daß der Artikel gar nicht von mir ist, weshalb Du Dir mit Deinen nur sehr beschränkten Lesefähigkeiten den „Goldenen Rene“ verdient hast, richtet sich der von Dir monierte Artikel nicht gegen die Hautfarbe des Präsidenten, sondern im Gegenteil umgekehrt gerade jene Idioten, die jede Kritik an Obama als rassistisch diffamieren und damit selber die Hautfarbe zu einem Thema machen. Womit du zum „Goldenen Rene“ auch gleich noch das Eichenlaub mit Schwertern und Brillianten kriegst.

  26. Was ist denn peinlich daran in Deutschland deutsch zu sprechen?Macht der Selbsthass hier nicht mal mehr vor der Sprache halt?

  27. @ Peter

    Erstens kam das von jemandem, der gerne Außenminister werden möchte, und zweitens kann man das auch anders, also souveräner und weniger arrogant rüberbringen. Und wer den deutschen Stammesdialekt mit der Weltsprache Englisch auf eine Stufe stellen möchte, sollte eigentlich nicht mal Bildungsminister werden dürfen.

  28. @Paul: Korrekt. Nur darf bezweifelt werden, dass britische Journalisten auf einer spanischen Pressekonferenz ihre englisch gestalten Fragen auch in dieser Sprache beantwortet bekommen. Westerwelle hat völlig unsouverän und tatsächlich hochnotpeinlich reagiert. Aber das Trara, das darum veranstaltet wird, ist völlig unnötig und zum Teil wirklich verlogen.

  29. Tja Paul aber Guido will doch unser A-minister werden,oder ist er Guido Internationale? Ist es so schwer sich vorzustellen dass nicht alle Leute in Deutschland Englisch sprechen
    Auch wenn er Aussenpolitik machen sollte wird es immer noch für D. sein und seine Wähler sprechen nun mal deutsch oder wie Du ja sagst Stammesdialekt.Wie du darauf kommst dass er deutsch mit englisch auf eine Stufe stellen wollte? Müssem wir uns wirklich rechtfertigen dass wir hier deutsch sprechen?

  30. Paulchen kommt doch bestimmt aus der antideutschen Ecke. Das ist alles, was im entferntesten mit *doitsch* zu tun hat, faschistoid.

    Ich mag die deutsche Sprache und sehe auch kein Problem darin, wenn Guido deutsch spricht. Ich finde Guido eher aus anderen Gründen peinlich. Nein, nicht weil er schwul ist. Sondern weil er keine Ahnung von Außenpolitik hat, und es einfach scheisse ist, sich von dieser Fresse vertreten lassen zu müssen. Gerade als Deutscher möchte man sich im Ausland nicht mehr als ohnehin schämen müssen.
    Steinmeier war grundsolide, Fischer war irgendwie aufregend und vordenkerisch, Kinkel, naja, und Genscher halt Genschman. Guido passt da nicht rein. Dann doch lieber Karl-Theodor.

  31. @ Parsa

    Irrtum, auch wenn der Blogtitel das nahezulegen scheint, habe ich keinen „antideutschen“ Hintergrund.

    Meine Skepsis gegenüber Deutschland ist weder das Ergebnis marxistischer Analyse, noch hasse ich alles was oder gar nur weil es aus Deutschland kommt.

    Mir gefällt nur halt vieles hier nicht so besonders. Anderes wiederum finde ich durchaus gut, was Antideutsche meines Wissens nicht tun.

    Das ändert aber nichts daran, daß Westerwelles Deutschstunde peinlich und unpassend war.

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