The REAL Change


Damit mal jedem unzweideutig klar wird, warum die Obama-Jünger ihrem Erlöser so begeistert zujubeln:

Anders als Bush nannte er nicht den Aufbau von Demokratie, Zivilgesellschaft oder die Garantie, dass Mädchen Schulen besuchen dürfen, als Kriegsziel.

Mit anderen Worten: Krieg ist nicht falsch, so lange er nur nicht aus den richtigen Gründen geführt wird.

~ von Paul13 - Donnerstag, 2. Juli 2009.

26 Antworten to “The REAL Change”

  1. @ Paul

    „Mit anderen Worten: Krieg ist nicht falsch, so lange er nur nicht aus den richtigen Gründen geführt wird.“

    Na ja. Im Artikel steht: „Er verglich die Aufgabe in Afghanistan mit der Gründung der Nato. „Unsere eigene Sicherheit hängt davon ab – es geht um die Grundidee, dass freie Nationen für ihre gemeinsame Sicherheit sorgen.““

    Das ist erstens nicht falsch und zweitens sogar ziemlich ehrlich. Es ist sogar wahrscheinlich, dass er so begründet mehr Befürworter für Afghanistan-Einsätze findet als mit vagen menschenrechtlichen Begründungen, bei denen zwar alle eifrig mit dem Kopf nicken, es dann aber vorziehen, sich vornehm zurückzuhalten. Stichwort Sudan.
    Noch wahrscheinlicher ist allerdings, dass Europa so oder so zu mehr Engagement nicht bereit sein wird.

  2. Und er möchte einzelne Gruppen aus dem Widerstand herausbrechen; das hatte im Irak zur Wende beigetragen.

    Hatte The One nicht gegen diese Taktik gestimmt? Nun passt sie und es ist „seine“. Change… ;-)

  3. @ S1IG

    Das ist eh nur „Surge II“. Da setzt er jetzt auch in Afghanistan alles um, was Bush im Irak bereits begonnen hatte. Wobei man leider festestellen muß, daß das auch so ziemlich das einzige ist, was er richtig macht.

  4. @ Chewey

    Das Problem ist, daß auch die NATO kein Erfolg geworden wäre und früher oder später wie CENTO oder SEATO geendet hätte, wenn sie sich ebenfalls überwiegend aus fragwürdigen Diktaturen zusammengesetzt hätte. Wenn die Strategie nicht stimmt, hilft auch die beste Taktik nichts.

  5. @ Paul

    Das verstehe ich nicht ganz, Obama wendet sich mit seiner Rede doch hauptsächlich an den Westen. Welche fragwürdigen Diktaturen siehst du denn in der Liste der ISAF-Nationen, die eine westliche Sicherheitsstrategie torpedieren wollten oder könnten?

  6. @ Chewey

    Das war so gemeint, daß wenn die NATO nur ein Verteidigungsbündnis gegen eine äußere Bedrohung, aber ohne eine gemeinsame demokratische Basis gewesen wäre, sie früher oder später auseinandergebrochen wäre. Und genauso geht der Kampf um Afghanistan schief, wenn unsere Soldaten sterben, nur damit dort ein anderer Herrscher seine Landsleute unterdrücken kann.

  7. @ Paul

    Ach so ja, da hast du natürlich recht. Der Gedanke, dass Obama versuchen könnte, in Afghanistan nur einen „Hurensohn“ zu installieren, ist mir noch gar nicht gekommen. Ich glaub schon, dass er den Aufbau einer Demokratie dort präferiert. Bloß sagen kann er das z.Zt. nicht so, das wäre wohl zu bushisch ;-)

  8. @Paul

    Wobei man leider festestellen muß, daß das auch so ziemlich das einzige ist, was er richtig macht.

    Es ist schon etwas mehr und er hält damit sogar sein Wahlkampfversprechen ;-) Yes he can!

  9. @ paul

    „Und genauso geht der Kampf um Afghanistan schief, wenn unsere Soldaten sterben, nur damit dort ein anderer Herrscher seine Landsleute unterdrücken kann.“

    Interessant. Welcher – vom Westen untertützten – afghanischen Regierung wird es denn Deiner Meinung nach in den kommenden Jahren gelingen, in Afghanistann ein (halbwegs) demokratisches und (einigermaßen) rechtsstaatliches Regimes zu etablieren. DEnn um eine Regierung unter Karsai kann es sich kaum handeln:

    http://www.globalresearch.ca/index.php?context=va&aid=13611
    http://www.rawa.org/hrw_crimes.htm
    http://www.historycommons.org/context.jsp?item=KarzaiFahimRunningMate09#KarzaiFahimRunningMate09
    http://www.ictj.org/en/news/press/release/1122.html
    http://kabulpress.org/my/spip.php?article2851
    http://www.voanews.com/english/archive/2009-03/2009-03-04-voa36.cfm?CFID=246393772&CFTOKEN=61558627&jsessionid=00302388c8014e12b7726946f5143e4d186b

  10. @ paul

    Bitte SPAM-filter checkebn.

  11. @S1IG

    Kein großes Geschrei deswegen, oder? So etwas hätte Bush sich mal erlauben sollen. Aber ich vermute, sowas wird von Obama-Jüngern einfach ausgeblendet.
    Irgendwie verstehe ich ja nicht ganz, warum, wenn ihm der Rest der Welt relativ egal ist, er eigentlich unbedingt in Afghanistan aufräumen will. Denkt er wirklich, nur dort kann er AQ in den Griff bekommen?

  12. @Chewey
    Was erwartest Du von einem Provinzpolitiker? ;-)

  13. @ chewey

    „Irgendwie verstehe ich ja nicht ganz, warum, wenn ihm der Rest der Welt relativ egal ist, er eigentlich unbedingt in Afghanistan aufräumen will.“

    Das ist leicht zu erklären: er hält ein Wahlversprechen ein -genau wie das über den Rückzug aus Irak. Die außenpolitische Verpflichtung die Taliban (und AQ) in Afghanistan zu bekämpfen nahm der republikanischen Polemik, Obama wäre „soft on terror“, den Wind aus den Segeln. Nur so konnte er Mc „a hundred years“ Cain schlagen. Schon vor der Wahl war klar, dass ihn dieses Versprechen einiges kosten würde, und ich bleibe skeptisch gegenüber der These, dass eine veränderte Kriegsführung dem Westen eine realistische Chance bietet, Afghanistan militärisch zu kontrollieren und mittelfristig politisch zu stabilisieren – von Demokratie und Menschenrechten wollen wir lieber gar nicht reden.

    Aber immerhin waren die Taliban diejenigen, die AQ (Du erinerst Dich: Bin Laden, 9/11) Unterschlupf gewährt haben – anders als der Irak unter Saddam.

  14. @ a new era

    Das solltest Du doch allmählich wissen, daß Kommentare, die aus mehr Links als Aussage ebstehen, im Spam-Filter hängenbleiben. ;-)

  15. @ a new era

    Das ist leicht zu erklären: er hält ein Wahlversprechen ein -genau wie das über den Rückzug aus Irak.

    Stimmt, er hatte ja versprochen, das von Bush mit der irakischen Regierung ausgehandelte Rückzugsabkommen brav umzusetzen.

    Die außenpolitische Verpflichtung die Taliban (und AQ) in Afghanistan zu bekämpfen nahm der republikanischen Polemik, Obama wäre “soft on terror”, den Wind aus den Segeln. Nur so konnte er Mc “a hundred years” Cain schlagen.

    Wieso, Du hast uns doch damals erklärt, daß der Irakkrieg so unpopulär war, daß Obama mit einem klaren und unzweideutigen „Amerika ist doof und wir haben verloren und rennen deshalb jetzt zurecht in heilloser Flucht davon, um für Vietnam Buße zu tun“-Mea Culpa McCain um einiges leichter hätte schlagen können. Oder hab ich da was falsch verstanden?

    Schon vor der Wahl war klar, dass ihn dieses Versprechen einiges kosten würde, und ich bleibe skeptisch gegenüber der These, dass eine veränderte Kriegsführung dem Westen eine realistische Chance bietet, Afghanistan militärisch zu kontrollieren und mittelfristig politisch zu stabilisieren – von Demokratie und Menschenrechten wollen wir lieber gar nicht reden.

    Na, dann laß Dich mal überraschen.

    Aber immerhin waren die Taliban diejenigen, die AQ (Du erinerst Dich: Bin Laden, 9/11) Unterschlupf gewährt haben – anders als der Irak unter Saddam.

    9/11? War das nicht die Sache, die fast so viele Menschenleben gekostet hat wie Saddams Terror an einem durchschnittlichen Routinemassenmordsarbeitstag?

  16. @ Paul

    Durch Al Quaeda wurden 9/11 fast 3.000 Menschen getötet. Überwiegend amerikanische Staatsbürger = richtige Menschen aus der Ersten Welt. Die Reaktion der USA auf diesen mörderischsten Terrorangriff auf amerikanischen Boden war die Eroberung und Besetzung von Afghanistan und dem Irak (dessen damaliges Regime mit 9/11 bekanntlich nichts zu tun hatte).

    Resultat dieser Kriege und der folgenden Besatzung durch westliche Truppen (im wesentlichen USA und NATO) sind mörderische Bürgerkriege – sorry: militärische Stabilisierungsoperationen im Rahmen des WOT – die bisher zehntausende (Afghanistan) bzw. hunderttausende (Irak) Opfer gefordert haben. Aber dabei handelt es sich natürlich überwiegend um Angehörige dieser Staaten = weniger wichtige Menschen aus der Zweiten Welt. Dies zum Thema Kriegsziele.

  17. @ a new era

    Phantasiezahlen werden nicht dadurch Realität, daß man sie dauernd wiederholt. Davon mal abgesehen ist jemand, dem die Millionen Opfer der Saddam-Ära am Arsch vorbeigehen, kaumm in der Position, so zu tun, als ob es gerade ihn stören würde, daß es Opfer 1. und 2. Klasse gibt. Vor allem, wenn er immer noch nicht zur Tatsache Stellung bezogen hat, daß die allermeisten Opfer der Kriege in Afghanistan und im Irak auf das Konto seiner „Widerstandkämpfer“ gehen, und zwar nicht bei Kampfhandlungen, sondern durch vorsätzlichen Mord.

  18. @ Paul

    Die Leugnung der Realität ändert diese nicht. Auch dies ist ein Grund für den Niedergang der NeoCons. Du bist auch nicht in der Position, hier den Oberguru zu spielen, der entscheidet, wer wann zu was/wem Stellung zu beziehen hat. Wenn Dir keine gute Entgegnung einfällt, so akzeptiere Deine Widerlegung – und schweige doch einfach.

    Ansonsten: was ist denn nun mit meinem Beitrag zur den demokratischen / rechtsstaatlichen Qualitäten von Karsai und seiner Regierung. Zuviel Wahrheit auf einmal für Dich? Dann lass ihn im Spamfilter.

  19. @ a new era

    Mit anderen Worten: Du leugnest nicht, daß es die Rebellen, Guerrilleros, Widerstandskämpfer, Milizionäre, Terroristen oder wie immer man sie nennt, sind, die die große Mehrheit der Menschen ermordet haben, die Du den USA in die Schuhe schieben willst. Und daß Du es nicht mal mehr leugnest, sagt bereits alles.

    P.S.: Meines Wissens hängt derzeit nichts von Dir im Spamfilter. Sofern Du also nicht eine derartige Linkorgie veranstaltet hast, daß Akismet mich nicht mal mehr fragt, ob es sich um Spam handelt, sondern es gleich entsorgt, kriege ich das mit und schalte es auch immer brav frei. ich werde Dich doch nicht zensieren! Du hast sogar das Recht, einen kompletten Artikel zu veröffentlichen, da Du der letzte „Mitarbeiter des Monats“ warst. Mit so vielen Links, wie Du möchtest!

  20. „Du bist auch nicht in der Position, hier den Oberguru zu spielen, der entscheidet, wer wann zu was/wem Stellung zu beziehen hat. Wenn Dir keine gute Entgegnung einfällt, so akzeptiere Deine Widerlegung – und schweige doch einfach.“

    Du hast ja wohl einen Sockenschuss! Am Klingelschild steht immer noch Paul13. Dementsprechend ist das hier Pauls Sandkasten und da darf er schreiben was er will, oder sich virtuell in den Finger in den Po stecken.
    Wenn dir das nicht passt, dann bleib weg und mach dein eigenen Blog auf, da kannst du Links setzen bis der Server explodiert.

  21. @taylor1944

    Du hast ja wohl einen Sockenschuss!

    Wahrscheinlich schon – als er sich hier das letzte Mal blamiert und wieder ins virtuelle Knie geballert hat, muss er auch seinen Hax getroffen haben. Die Jagers von heute sind auch nicht mehr das, was die mal waren ;-)

  22. @ taylor 1944

    Auch wenn es Dir jetzt ganz doll weh tut: ein blog wie NBFS lebt davon, dass dem mainstream ab und zu jemand widerspricht, damit man die Gegenargumente zumindest zur Kenntnis nehmen kann. Dazu wären Jubelperser wie Du oder S(-1) eher ungeeignet. Sollte Paul also anfangen die paar Gegenstimmen abzuwürgen – was er bisher noch nie getan hat !!! – würde er sich nur selbst schaden.

    Denn aufrechte Gläubige wie ihr – mit einem festen Mantra und einem kleinen Gehirn – sind eher langweilig …

  23. @ ANE,

    selten so einen Stuss gelesen. Spinner wie dich kann man nicht mal periphär Ernst nehmen, von daher verursachst du bei mir, außer gelegentlichen Lachanfällen und ungläubigen Kopfschütteln auch keine Schmerzen.
    Das mit dem Jubelperser lass mal stecken, denn Typen die völlig ungebildet jedem Diktator in den A.. kriechen, dazu unfähig sind Links, die sie setzen, auch nur annähernd zu verstehen, sollten sich mit solchen Begriffen besser zurückhalten und hier nicht mit Beleidigungen rumprollen.

    „Sollte Paul also anfangen die paar Gegenstimmen abzuwürgen – was er bisher noch nie getan hat !!! – würde er sich nur selbst schaden.“
    Ach eine narzistische Persönlichkeitsstörung. Na das erklärt ja dann alles, da wundert der letzte Satz dann nicht wirklich.
    Da muß man sich Diktatoren an die Brust werfen, damit einem wenigstens ein Plätzchen in der virtuellen Ruhmeshalle sicher ist.
    Hat man dir aus Caracas und Pjöng Jang schon gratuliert, oder gar eine Einladung geschickt? -ANE der letzte aufrechte Antiimperialist-

  24. Die Marionette Obama macht das, was ihm aufgetragen wird.
    EWr hat die selben Berater wie Bush, und macht dieselbe Politik,
    allerdings mit gnadenloser CO2-Zertifikaten-Abzocke.
    Der wahre Klimawandel:

    „Man muss eine gewisse Panik schüren, und dann fließt das Geld.“

    – Prof. John Christy, Lead author for IPCC reports

    http://klima-ueberraschung.de

  25. @ Paul

    Sag mal – ist gerade Woche der Gestörten?

  26. @ a new era

    Ist die Katze aus dem Haus, tanzen die Mäuse auf dem Tisch. ;-)

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