Was tun?


Auf die Frage, wie der Westen auf die Repression im Iran reagieren könnte, gibt es sicherlich mehrere Antworten.

Das hier ist eine davon:

Actually, this regime is really dependent on importing gasoline. More than 85% of Iran’s gasoline is imported from foreign countries. I think international communities must sanction exporting gasoline to Iran and that might shut down the government.

Das hingegen definitiv nicht:

The United States said Monday its invitations were still standing for Iranian diplomats to attend July 4 celebrations at US embassies despite the crackdown on opposition supporters.

(Hat tip: Mr. Moe)

~ von Paul13 - Dienstag, 23. Juni 2009.

3 Antworten to “Was tun?”

  1. Hm…sonst ist die EU bzw. auch NGOs doch viel schneller mit effizienten Maßnahmen. Man kann nicht behaupten, die wären immer untätig.
    Beispiel Österreich: im Jahr 2000 stellte die EU binnen weniger Stunden nach der Nationalratswahl eine schmerzhafte Blockade zusammen, die weit über alles hinausgeht, was die EU jemals gegenüber Iran zustandebrachte…
    Beispiel Shell: nach dem Todesurteil gegen einen nigerianischen und der drohenden Versenkung einer Ölplattform in der Nodsee entfesselte Greenpeace einen weltweiten Boykott, der den Konzern an jedem Werktag fast 100 Mio. Dollar kostete….
    Beispiel Frankreich: wegen Atomtests auf dem Mururoa-Atoll entfesselten NGOs (u.a. Greenpeace) eine weltweite Kampagne gegen französische Waren. In Deutschland halbiert sich der Absatz französischer Weine.

    Sie können es also, oder? Man hat bewiesen, dass es geht, wenn man will. Also bleibt die Frage: warum WILL man nicht?

  2. @ ahs

    Österreich ist ein interessantes Beispiel. Vor allem wenn man bedenkt, daß die religiöse Rechte, die den Iran allein beherrscht, nicht weniger rechts ist als die nationale Rechte, die damals nur Juniorpartner der ÖVP war.

  3. Richtig…und auch wenn Jörg Haider ein populistischer Querschuß war, so konnte doch niemand tatsächlich erwarten, dass mit seiner Regierungsbeteiligung tausende Regimegegner ermordet würden. Ich denke, das haben nicht einmal seine linksextremistischsten Gegner in ihren kühnsten Träumen befürchten können…
    Während im Iran…die reden nicht nur, die handeln auch.

    Wo liegt also der Unterschied? Warum Boykott gegen Österreich und Frankreich? Warum Proteste gegen die Todesstrafe in den USA – aber nicht gegen China, den Sudan oder Iran?

    Ich fürchte die Antwort lautet: weil man sich in den ersteren Fällen keiner Gefahr aussetzt. Weil man lieber offene Türen einrennt, als mit dem Kopf gegen die Wand zu laufen.

    Ich erinnere mich noch, als ich 1990/91 vor der irakischen Botschaft demonstriert habe. In Paris hatte man aus der Botschaft auf die Menschen geschossen…kein angenehmes Gefühl. Und: die anderen Schüler haben für ihre Anti-USA-Demo frei bekommen und sind mit den Lehreren zusammen vormittags demonstrieren gegangen. Ich mußte abends und nachts demonstrieren…

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