Thank you again, Mr. President!


Ja, das ist ja mal eine schöne Geburtstagsüberraschung! Pünktlich zum 5-jährigen NBFS-Jubiläum stolpere ich über diese Meldung:

Der US Präsident […] hat pro-demokratischen Demonstranten im Iran Unterstützung zugesagt und ihre Proteste als einen positiven Schritt auf dem Weg zur Freiheit bezeichnet. Teheran wirft ihm im Gegenzug Einmischung in die inneren Angelegenheiten Irans vor.

[…] „Dies ist der Beginn eines Bekenntnisses der Menschen zu einem freien Iran, was meiner Meinung nach positiv ist […] Ich glaube, dass sich eines Tages die Freiheit überall durchsetzen wird, weil die Freiheit eine mächtige Antriebskraft ist“, fügte er hinzu.

[…] Die USA hatten die Gewaltanwendung gegen die Demonstranten verurteilt. „Die Vereinigten Staaten sehen den Einsatz von Gewalt gegen iranische Studenten, die friedlich ihre politische Meinung äußern, mit großer Besorgnis“, hatte es in einer Erklärung des Präsidialamtes geheißen. „Die Iraner haben wie alle Menschen das Recht, ihr eigenes Schicksal zu bestimmen und die Vereinigten Staaten unterstützen ihr Streben nach einem Leben in Freiheit.“

Ist diese eindeutige Solidaritätsbekundung zugunsten der Demonstranten im Iran am Ende der langersehnte Kurswechsel des amtierenden US-Präsidenten? Sozusagen der Change hin zum Regime Change?

Nein, leider nicht. Nur eine Zeitreise in eine im Rückblick geradezu goldene Ära. Aber selbst bloße Erinnerungen sind ja schon mehr, als man in der Gegenwart geboten kriegt.

~ von Paul13 - Mittwoch, 17. Juni 2009.

14 Antworten to “Thank you again, Mr. President!”

  1. Herzlichen Glückwunsch zum Jubiläum. Daniel Finkelstein findet in der Times die richtigen Worte:

    The protests in Iran show the neocons were right. No people, whatever their culture, want to live under despotism

    Auf weiter fünf Jahre, in denen Du Recht behalten wirst ;)

  2. „Aber selbst bloße Erinnerungen sind ja schon mehr, als man in der Gegenwart geboten kriegt.“

    wie war das noch gleich?

    …george bush, man of peace.

  3. @ Paul

    Der 17. Juni ist ein wirklich passendes Geburtstagsdatum für ein Blog, das dem Freiheitsgedanken verflichtet ist. Happy Birthday!
    Ich hab auch einen Geburtstagskuchen für dich :)

  4. Herzlichen Glückwunsch!

    Ob der Spiegel jetzt auch was vom Krieg der Worte schreibt? Wohl kaum, denn da läuft ja schon der Krieg gegen iranische Studenten.

  5. Glückwunsch zum Jubiläum! Am Ende war das mit der Demokratie doch ne gute Idee! ;-)

    Democracy, Whiskey, Sexy!

  6. @Paul13

    Erst mal HAPPY BITHDAY!

    ———
    Gehe jede Wette ein, dass Obama und sein Team Mussawi sogar noch für einen Reformer halten, dabei hat er als damaliger Ministerpräsident den pakistanischen Atomforscher Khan angespitzt, das Atomprogramm des Iran mit seinem Know-How für die Gaszentifugen zu versorgen und die Studenten niederknüppelt lassen.

    Im Westen schreien jetzt alle Mussawi-Besoffenen, dass die Menge sich hinter ihm geschart hätte.

    Pustekuchen!

  7. […] im Iran unterstützte und das Mullah-Regime für die gegenüber den Demonstranten ausgeübte Gewalt kritisierte, hat sich der derzeitige US-Präsident Barack Hussein Obama anlässlich der Unruhen im Iran bislang […]

  8. Ok, zu spät dran. Trotzdem: Happy Birthday!

  9. @ Paul

    As you said: the asshole is gone. Get used to it.

  10. Herzlichen Glückwunsch!
    Zwar sind die meisten Menschen auf der Welt dumm, glauben der Masse und halten deshalb nichts von Bush. Mich hast du jedenfalls überzeugt.

    Die ganzen schönen Zitate von Bush gerade in diesen Tagen zu nennen, macht einen noch wütender auf den feigen Obama.

  11. @ Fabian

    Der heldenhafte Bush hat in acht Jahren Amtszeit genau so viel (oder so wenig) zum Sturz des iranischen Regime beigetragen, wie der „feige Obama“ so far – nämlich nichts. Aber den meisten auf NBFS gilt ja schon ein großes Maul – „bring them on“ – als Ersatz für eine außenpolitische Strategie.

  12. @ a new era

    Man kann sicher bezweifeln, ob 120 Mio. Dollar ausreichend sind, um ein Regime wie das des Iran zu stürzen, aber selbst wenn es nur Worte gewesen wären, wäre das immer noch mehr als nicht mal eben diese Worte zu finden und zwischen Unterdrückern und Unterdrückten neutral zu bleiben. Wobei Du derjenige bist, der am lautesten geschrien hätte, wenn Bush die Mullahs tatsächlich zum Teufel gejagt hätte.

  13. @Paul
    Hersh sprach im New Yorker sogar von 400Mio USD – wie „sicher“ diese Quelle ist, zeigen die Geschichten über die angeblichen Plänen den Iran zu bombardieren. So oder so rum – die Freunde der Mullahs werden immer wieder Worte finden die Diktatoren zu verteidigen. BDS hält meist ein ganzes Leben – sie wissen es nicht besser ;-)

  14. Auf SPON haben die Mullah-Beführworter (zahlenmäßig) wieder die Oberhand gehabt – ich schätze mal‘, etwa 70%.

    Deshalb finde ich es wichtig, dass ich in den nächsten Tagen und in Zukunft dort intensiver ein wenig mitmische:
    http://forum.spiegel.de/showthread.php?t=7567&page=170

    Besonders bewegend fand ich den Kommentar von Isabel Shayani am 17. Juni. Ich denke, dass man ihn allen Feinden der Freiheit unter die Nase halten sollte – nein, besser an die Stirn kleben:

    http://iranbato.wordpress.com/2009/06/17/ein-kommentar-der-tagestehmen-zur-aktuellen-situation-im-iran/

    Danke, Isabel!

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