Der Finger des W.


Nachdem sich ein profaner Tintenklecks auf der Fingerkuppe in der arabischen Welt offensichtlich als Zeichen der Demokratisierung durchgesetzt hat, ist es Zeit daran zu erinnern, wem wir diese Tatsache überhaupt verdanken.

Denn als Symbol der Freiheit erfunden wurde es weder im Libanon noch hat Barack Obamas Rede in Kairo irgendetwas damit zu tun, sondern es tauchte in den Medien erstmals 2005 im Zusammenhang mit den Wahlen in Afghanistan und im Irak auf.

Dort aber fiel das Tintenfaß nicht einfach vom Himmel, sondern es wurde von den Streitkräften der Vereinigten Staaten gegen den erbitterten Widerstand gewisser Friedenskanzler und Präsidentschaftskandidaten in spe hereingerollt, um die Machthaber in Baghdad und Kabul plattzuwalzen.

Und so wie wir heute die zum Victory-V gespreizte Hand mit Winston Churchill verbinden, so dürfte die farbige Variante dereinst mit George W. Bush assoziiert werden. Zumal sich beides ganz wunderbar verbinden läßt.

~ von Paul13 - Dienstag, 9. Juni 2009.

14 Antworten to “Der Finger des W.”

  1. War ja klar dass man Bushs Erfolge an einem Finger abzählen kann.

  2. „War ja klar dass man Bushs Erfolge an einem Finger abzählen kann.“
    unqualifizierte aussage ohne jeden inhaltlichen sachbestand oder jegliches hintergrundswissen. was tun sie hier?

  3. Großbuchstaben benutzen. Fugen-S vermeiden. Scherze nicht verstehen. Das übliche halt. ^^

  4. Diese Fugen-S-Vermeidung ist sowas von grausig! Was hat nur alle Welt seit einigen Jahren gegen diesen Buchstaben?

  5. Das Fugen-S ist das W. der Laute. Es macht aus Grundschulen phonetische Grunzschulen! Das kann keiner mögen, nicht mal im Ernst!

    Im Ernst: Fugen-S-Vermeidung erweckt den Eindruck der Hochsprache. Wahrscheinlich, weil die meisten Dialekte mit Fugenlauten sehr großzügig umgehen. Vielleicht auch, weil die meisten Behörden wie auch öffentliche und juristische Quellen das Fugen-S meiden. (Meine Vermutung: Dort wird Schriftsprache geschrieben) Grausig ist es!

  6. Fugen – S

    ich weiss grade nicht was gemeint ist, grammatikalisch bin ich trotz bester deutyschnoten wohl farmal unbedarft, bitte helfen Sie mir ! :)

  7. Fugen-s?
    Ist das dieses „s“ das mein ehemaliger Deutschlehrer (seines Zeichen haengengebliebener POW) gerne mit dem „s“ in Puffsmutter oder Bratskartoffeln meinte, wenn wir von Essensmarken sprachen?

  8. Altertumsforschung, Frühlingserwachen, Kommunionsfest, Realitätsverlust, Einheitsfeier, Heiterkeitsanfall, Eigenschaftswort, Ansichtskarte, Erinnerungsvermögen,
    Essensreste, Lebensfreude, Leidensweg, Redensart, Schlafenszeit, Sehenswürdigkeit, Sterbenswörtchen, Wissenslücke! :-)

  9. @ Daniel

    War ja klar dass man Bushs Erfolge an einem Finger abzählen kann.

    :-))) Chapeau! Der war wirklich gut!

    Mal ganz unabhängig davon, daß dieser eine Finger weit bedeutender ist als all die Hände, die die Appeaser den Tyrannen reichen, zusammengenommen.

  10. achso, die besonderheit des Deutschen woerter gegebenensfals erfindenskoennen zu tun :)

    jetzt ist mir klar was gemeint ist, mein Auffassungvermoegen ist sonst besser.

  11. @ Paul

    Ohne Worte:
    http://news.bbc.co.uk/2/hi/middle_east/8097556.stm

  12. @ a new era

    Na, wenn das mal nicht die langersehnte Wende ist! Nach Roosevelts Tod haben die Amis den II. Weltkrieg ja auch verloren.

  13. @ Paul

    Let´s say – it´s back to normal:
    http://news.bbc.co.uk/2/hi/middle_east/8092678.stm

  14. @ a new era

    Nicht zu vergessen die Autounfälle!

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