Ahnungslos und Spaß dabei – Abenteuerurlaub in Schlaraffia


Ich habe keine Ahnung, wie die Welt/eine Nation funktionieren würde, gäbe es einzig freie Märkte. Ich weiss wirklich nicht, wer die Strassen bauen würde, wer wie dafür bezahlen würde, wie die militärische Verteidigung gehandhabt würde. Ich kann nicht sagen, wie ein marktwirtschaftliches Rechtssystem funktionieren würde, ob es Richter gäbe, Rechtsversicherungen, wie die Strafen aussehen würden.

Dieses wunderschöne Zitat lädt ja eigentlich zu einer Neuauflage des allseits beliebten Streits mit den Libertären über die Vorteile des urwüchsigen Lebens in Somalia ein, aber erstens wird diese – übrigens ausgesprochen lesenwerte! – Diskussion bei dem betreffenden FdoG-Artikel bereits geführt und da zweitens hier gerade ohnehin die linke Konkurrenz dran ist, richtet sich das diesmal ausdrücklich primär an mitlesende Marxisten. Denn wenn man im Original da weiterliest, wo der Text hier rücksichtsvoll ausgeblendet wurde, und dabei den Begriff „freier Markt“ durch „Kommunismus“ oder „Anarchie“ ersetzt, dann wird es erst richtig interessant:

Doch das ist der kritische Punkt. Das zentrale Argument für einen freien Markt ist, dass niemand solche Dinge wissen kann und eine zentrale Planung daher nicht funktionieren kann.

Wenn du als Etatist mich als Anarchokapitalisten also fragt, wie das Bildungswesen in einem freien Markt funktionieren würde, dann hast du meinen Standpunkt nicht begriffen.

Ich kann mir nicht helfen, aber so wie es aussieht, legen radikale Systemgegner, selbst wenn es sich um so völlig unterschiedliche und untereinander verfeindete Gruppen wie religiöse Fundamentalisten, libertäre Anarchokapitalisten und undogmatische Kommunisten handelt, irgendwie immer auffällig viel Wert darauf sicherzustellen, daß der Kunde aufgrund des Bilderverbots im Katalog am besten erst gar keine Fotos vom Zielort einsehen oder aber wenigstens durch die ausschließliche Buchung von One-Way-Tickets niemand zurückkehren kann, um die Nachwelt von etwaigen Diskrepanzen zwischen dem angepriesenen Urlaubsziel und dem realexistierenden Paradies in Kenntnis zu setzen. Hauptsache der Urlaub von der Wirklichkeit wird schon mal eingereicht.

Und genau deswegen ziehe ich gewisse Beeinflussungen meiner Entscheidungsfreiheit wie beispielsweise von anderen erstelltes Kartenmaterial, ein fremdprogrammiertes GPS-Navigationssystem, Erfahrungsberichte früherer Urlauber oder vorherige Diskussionen mit Freunden über eine mögliche Routenplanung dem selbstbestimmten, unvoreingenommenen, mit einer schwarzen Augenbinde und einem über den Kopf gezogenen Kartoffelsack durchgeführten Nachtmarsch bei Neumond durch eine unbekannte Wildnis deutlich vor. Man hat dann am Ende einfach weniger blaue Flecken.

~ von Paul13 - Donnerstag, 28. Mai 2009.

36 Antworten to “Ahnungslos und Spaß dabei – Abenteuerurlaub in Schlaraffia”

  1. Jetzt wirds lang und schmerzvoll: Vorab an meine Genossen, sorry Jungs, es ist nicht gegen euch gerichtet. Ich bin lediglich daran interessiert das Konzept des Kommunismus, der ja eine Bewegung ist, welche Zustände aufheben soll, wo der Mensch „ein erniedrigtes, verächtliches Wesen ist“, weiterzuentwickeln, d.h. zu aktualisieren und an den derzeitigen Kenntnisstand anzupassen. Also nicht persönlich nehmen.

    In einem in der Bahamas 57 veröffentlichten Vortrag von Clemens Nachtmann, geht es neben einer doch recht genialen soziologischen Analyse des NS und des politischen Islams als progressive Bewegungen, einen Ausblick wie das Paradies zu erreichen wäre. Nachtmann führt am Beispiel des Buches „Der Mann ohne Eigenschaften“ von Musil mit seinem Hauptcharakter Ulrich und seiner Schwester Agathe vor, was zu tun wäre um eine Befreite Gesellschaft zu erreichen. Er benennt den Weg dazu als „entgrenzung des Individuums“, soll heißen, Kama sutra, kiffen, hochphilosophische Gespräche führen. Mit verlaub: WTF? Ist das ALLES? Nachtmann definiert den befreiten Zustand an dem jeder nach gutdünken über seine Arbeitskraft und über seine Faulheit verfügen kann wie er will. Was für ein Bullshit. Man merkt hier schon, dass die gesamte Konzeption von Intellektuellen stammt, die A. von Anfang am versorgt waren und B. ihr ganzes Leben lang keinen Finger krümmen mussten. Nichts gegen ein solches Leben, das klingt alles gut und schön, aber ist gleichzeitig so subjektiv und nostalgisch, dass es mir grundnaiv vorkommt, kindisch ( nein nicht kindlich ) nahezu. Der gesamte Grundgedanke stammt von Menschen, die es schon als Kränkung des eigenen Ichs ansehen in ein geregeltes Arbeitsverhältnis zu gelangen. So sympathisch das auch ist, so lobenswert das ist, dass diese großen Individuen allen das Leben von Künstlern ermöglichen wollen, so unglaublich töricht ist das. So brutal das klingen mag, mir sind meine 3 warmen Mahlzeiten, meine Privatsphäre, die ich nach den 8 std. Arbeit eh habe und fließend Wasser wichtiger als das Bedürfnis Kandinskys Bilder nachzumalen, was ich eh am WE tun könnte.
    Was mich zu meinem Kerngedanken führt: Es gibt gesellschaftlich notwendige Arbeit, komme was da wolle. Die Einsicht in die Notwendigkeit existiert vllt. bei mir, aber nicht beim Klempner oder Hausmeister meines Hauses. Die wollen was fürs Scheißeschaufeln haben, sie sind bereit das zu tun, ich dagegen nicht. Egal was sie dafür haben wollen, Tauschgesellschaft ist Kapitalismus. Punkt. Tausch = Wert. Punkt. Wert = Masseinheit. Punkt. Masseinheit = Geld. Punkt. Was wert ist, darüber lässt sich zwar streiten, aber mir ist n käuflicher Arzt lieber, alsn empathischer Trapper/Hobbybastler/Zahnarzt.

  2. Kommen wir nun zu punkt 2 unserer Tagesordnung: Der Kommunismus als Bewegung die Zustände aufheben soll, wo der Mensch unterdrückt, verachtet etc. wird. Ahm, wenn das kein Neo-Con-Programm ist, dann weiß ich auch nicht. Wenn das die Bewegung sein soll, dann ist das USMC die Commietruppe schlechthin. De oppresso liber. Hu-a.

  3. @ Analytics

    zu Punkt 1: Ganz genau, sehr treffend formuliert! Es wäre schön, wenn sich diese Erkenntnis unter den (Mit-)Marxisten rumsprechen würde.

    zu Punkt 2: :-)))

  4. Paul, noch was kritisches zum Kapitalismus. Die kapitalistische Produktionsweise ist Krisenanfällig. Wenn so eine Krise aber länger anhält, ist nicht nur verelendung die folge, sondern auch so Wahlergebnisse wie das von Obama letztes Jahr. Und das ist noch mit das beste. Hitler war auch das Produkt einer Krise. Eine krisenfreie kapitalistische Produktion kann es nicht geben, da es doch rasch zur Überproduktion kommt. Diese Erkenntnis muss man Marx anrechnen. Wie dem beizukommen wäre, das frag lieber nicht…

  5. @ Analytics

    Das wäre aber eher ein Argument gegen die Demokratie als gegen den Kapitalismus, denn der Kommunismus bietet das niedrige Niveau, was wir im Kapitalismus Krise nennen, als normalen Dauerzustand, der Wähler hingegen reagiert auf die kurzfristige Entwicklung vor der Wahl.

    Wer immer nur Lohnerhöhungen hatte und dieses Jahr erstmals auf unter 3.000 Euro zurückfällt, ist nun mal unzufriedener als jemand, der auch dieses Jahr Zuwachs bekommt und die Hoffnung hat, nächstes Jahr endlich mal ein vierstelliges Einkommen zu erreichen.

    Während des Wirtschaftswunders waren die Leute, weil es immer vorwärts und nach oben ging, halt subjektiv vermutlich glücklicher als jetzt, obwohl wir inzwischen objektiv ein vielfaches des damaligen Lebensstandards haben, und das zu einem Bruchteil der Anstrengungen.

    Vielleicht sollte man sich deshalb besser überlegen, wie man beim Wahlsystem auch die langfristige Entwicklung berücksichtigen könnte, anstatt aus Stabilitätsgründen auf Entwicklung als solche zu verzichten. Also lieber den Überbau verbessern als die Basis abschaffen. ;-)

  6. Mjah, ja…. aber allein schon das NPD-Verbotsverfahren zeigt schon, wie schwierig sowas ist.

  7. Und die Lösung des Problems: http://www.1215.org/lawnotes/lawnotes/repvsdem.htm

    USA! USA! USA!

  8. „radikale Systemgegner, selbst wenn es sich um so völlig unterschiedliche und untereinander verfeindete Gruppen wie religiöse Fundamentalisten, libertäre Anarchokapitalisten und undogmatische Kommunisten handelt“

    Letztlich handelt es sich bei ihnen allen um chiliastische Bewegungen: Sie kennen den Weg ins irdische Paradies, die ultimative Lösung für alle Probleme, die Antwort auf alle Fragen.

    Gut, und so würde ich unser Leben in einer rechtssstaatlichen Demokratie bezeichnen, ist ihnen nicht gut genug. Unter dem Paradies machen sie es nicht. Die Gefährlichen unter ihnen pflastern den vermeintlichen Weg dahin mit Leichen. Mir sind Menschen, die das absolut Gute zu kennen meinen unsympathisch. Ich sehe immer die roten Fahnen (ob mit Swastika oder Hammer&Sichel) durchscheinen, wenn sie ihre Ideen ausbreiten.

  9. @ Lalibertine

    Ja, das ist schon seltsam, weil sie sich teilweise so betont rational geben. Und so unverständlich, weil Marxisten und Libertäre anders als die Religiösen ja egentlich ein Interesse daran haben müßten, auch die diesseitige Welt zu verbessern.

  10. @ Paul / lalibertine

    Ich vermute mal, da es ihnen allen ja vor allem um die Durchsetzung ihrer Ideen geht und die anschließende Überprüfung des Erfolgs eher nachgeordnet ist (wenn überhaupt), dass es sich schlicht und ergreifend um eine Machtfrage handelt. Menschheitsbeglückung war dafür schon immer ein brauchbarer Vorwand.

  11. Paul,

    wir können solche Fragen durchaus anhand von bereits existierendem Bildmaterial beantworten. Tun wir das, dann sehen wir, dass es anarchokapitalistische Länder gab, die äusserst gut funktioniert haben. Beim Kommunismus haben wir sehr viel mehr Beispiele und sie alle zeigen uns, dass der planwirtschaftliche Ansatz nur scheitern kann.
    Innerhalb von demokratischen Staaten können wir auch beobachten, dass je freier eine Gesellschaft ist, je geringer der Staatseinfluss ist, der Staat umso stabiler ist, der Wohlstand umso grösser ist.

    Aber worauf ich in meinem Artikel hinaus wollte, war, dass man in Abwesenheit der Planwirtschaft nie sagen kann, wer wie welches Gut herstellt. (Man kann einzig sagen, dass es hergestellt wird, wenn die Nachfrage da ist und die Herstellung möglich.) Dies gilt für Kartoffeln ebenso wie für Sicherheit oder Rechtsschutz.

    Analytics,

    die derzeitige Wirtschaftskrise ist ein Produkt verfehlter Geldpolitik. Der Kapitalismus hat damit nur sehr wenig zu tun.

    lalibertine,

    ich kenne keinen Anarchokapitalisten, der eine anarchokapitalistische Gesellschaft als Paradies bezeichnen würde oder behaupten würde, die Antworten auf alle Fragen zu besitzen. Dies ist ja der Kern dieser Weltanschauung: Die Erkenntnis, dass eine Gesellschaft nicht geplant werden kann.

    Dazu erscheint es mir ein recht zweifelhaftes Argument zu sein, zu sagen, man solle doch mit dem zufrieden sein, was man hat und nicht nach etwas Besserem streben. Zumal es etliche Staaten gibt, die ‚besser‘ sind als Deutschland, d.h. höheren Wohlstand haben.

  12. @ Benjamin B.

    “ … die derzeitige Wirtschaftskrise ist ein Produkt verfehlter Geldpolitik. Der Kapitalismus hat damit nur sehr wenig zu tun.“

    Also ich finde ja, dass der real existierende Kapitalismus sehr viel mit dieser verfehlten Geldpolitik zu tun hat. Weil diese auf Interessenkonflikten innerhalb der USA und zwischen den führenden Industriestaaten – früher nannte man diese mal „kapitalistische Hauptmächte“ – beruht und nicht allein auf der Blödheit des amerikanischen (vorigen) ZB-Chefs und des (vorigen) Präsidenten.

    Oder dreht sich die Debatte hier um einen abstrakten „Kapitalismus an sich“ außerhalb unseres Raum-Zeit-Kontinuums?

  13. @Benjamin B: „man solle doch mit dem zufrieden sein, was man hat und nicht nach etwas Besserem streben.“

    Leider hast Du eben nichts Besseres zu bieten, sondern nur sehr viel BlaBla und tonnenweise libertarian magic dust.

    Aber so ist das bei Euch Ideologen: Ihr strebt nach „Höherem“. Ist leider auch keine Entschuldigung.

  14. a new era,

    Unter Kapitalismus verstehe ich die Marktwirtschaft, d.h. der freie Markt. Dieser basiert auf den Eigentumsrechten, welche völlige Vertragsfreiheit und Gewaltlosigkeit als Konsequenz haben.
    Schon allein die Existenz eines plawirtschaftlichen Geldmonopols verletzt die Grundsätze des Kapitalismus.
    Dazu ist der Kapitalismus streng individualistisch, er kennt keine Gruppen wie ‚die USA‘ oder ‚führende Industriestaaten‘, er kennt einzig und allein selbständig agierende Individuen.

    lalibertine,

    Du willst aber nicht sagen, dass das Beste, was du zu bieten hast, Deutschland sei? Zumal ich das Leben in dieser ‚rechtsstaatlichen‘ Demokratie nicht unbedingt als gut bezeichnen würde. Nicht bei diesem hohen Steuersatz und der wirtschaftlichen Unfreiheit.

  15. @ benjamin b.

    Also ich will ja nicht behaupten, dass ich „lalibertine“ in allem zustimme, aber in diesem Fall …

  16. @BB: „Zumal ich das Leben in dieser ‘rechtsstaatlichen’ Demokratie nicht unbedingt als gut bezeichnen würde. Nicht bei diesem hohen Steuersatz und der wirtschaftlichen Unfreiheit.“

    Der Begriff „Luxusproblem“ sagt Dir was?
    Leuten wie Dir ist nicht zu helfen, Du imaginierst Dir Deine „Unterdrückung“ und Deine „Unfreiheit“ einfach herbei. Naja, jeder braucht ein Hobby.

    Ich hör die Somalis schon lachen, solche Probleme wie einen „hohen Steuersatz“ hätten die gerne.

  17. a new era,

    dies bleibt deine einzige Erwiderung?

    lalibertine,

    ich glaube dir wirklich nicht, wenn du so tust, als wäre mit Deutschland alles in Ordnung. Aber du darfst dich ruhig freuen ob der deutschen Planwirtschaft im Schul-, im Gesundheits- und im Geldwesen. Wenn du zudem gerne einen Krieg in Afghanistan finanzierst und dich über die Vorratsdatenspeicherung freust, dann bitte schön.
    Aber nenn‘ mich nicht einen Fantasten, wenn ich diese Dinge nicht einfach hinnehmen will.

  18. @BB: Siehst Du, es verhält sich bei Dir genauso wie ich vermutet habe: Du denkst es wäre ein Skandal, wenn nicht ALLES in Ordnung ist. Du akzeptierst nur die (Deiner Meinung nach) 100% perfekte Gesellschaft, alles andere gehört bekämpft und abgeschafft. Wie immer bei Euch Ideologen. Perfekt gibt es wenn überhaupt erst oben im Himmel, hier unter müssen wir uns mit Annäherungen zufrieden geben.
    Ausnahmslos jeder Versuch von Chiliasten, hier auf Erden die perfekte Gesellschaft zu erreichten endete mit Leichenbergen.

    Ich empfehle: Raus aus Deuschland! Aufenthalt in Entwicklungsländern und/oder Krisengebieten, nicht-touristisch sondern im Rahmen von Studium/Praktikum/ als freiwilliger Helfer. Da relativiert sich so einiges.

    Dann reden wir noch mal über die Qualität der Leiden des jungen B. im hardcore sozialistisch-faschistischen Mafiastaat Deutschland ;)

  19. lalibertine,

    Nein, eine hundertprozentig perfekte Gesellschaft ist ein Ding der Unmöglichkeit. Aber ich möchte gerne so nahe dran kommen wie möglich. (Eben diese Annäherung an die Perfektion.) Dazu gehört es auch, Dinge abzuschaffen, die so unnötig wie schädlich sind.

    Ich weiss, dass das Leben in Deutschland schöner ist als in Entwicklungsländern und in Krisengebieten. Genauso wie das Leben in der Schweiz (wo ich übrigens wohne) schöner, da freier, ist als in Deutschland.
    Mir ist auch klar, dass die Probleme hier recht andere sind als die einer Person in ‚Afrika‘, was aber nichts daran ändert, dass man auch diese Probleme hier ändern kann und auch ändern sollte.

    Ja, ich akzeptiere nur, was ethisch und legitim ist, alles andere möchte ich bekämpfen und abschaffen. (Lass‘ dir jedoch gesagt sein, dass ich (wie auch die andern Anarchokapitalisten) Gewalt lediglich dann als legitim betrachte, wenn sie der Selbstwehr dient. Mein Streben nach Libertarismus kann also gar nicht in einem Blutbad enden, da ich die Initiierung von Gewalt per se verurteile.)

    Und nun zu dir: Willst du nicht bekämpfen, was du als unethisch betrachtest?

  20. @Benjamin B.
    „Mein Streben nach Libertarismus kann also gar nicht in einem Blutbad enden, da ich die Initiierung von Gewalt per se verurteile.“
    Das halte ich für zweifelhaft. Nehmen wiran Du überzeugst die
    Geselschaft in Land A, das eine nationale, staatliche Armee etwas schlechtes ist, worauf diese abgeschafft und die Verteidigung dezentral organisiert wird. Nachbarland B, das noch nicht von der libertären Idee, dafür aber vom Spaghettismus überzeugt ist, gibt viel Steuergeld für sein Militär aus, zwingt viele Bürger in Uniformen und überfällt nun Land A, um es zu vernichten.
    „Nein, eine hundertprozentig perfekte Gesellschaft ist ein Ding der Unmöglichkeit. Aber ich möchte gerne so nahe dran kommen wie möglich.“
    Welches Problem findest Du eigentlich dringender AIDS oder die Steuern in Deutschland?

  21. @ Benjamin B.

    wir können solche Fragen durchaus anhand von bereits existierendem Bildmaterial beantworten. Tun wir das, dann sehen wir, dass es anarchokapitalistische Länder gab, die äusserst gut funktioniert haben.

    Was für Länder sind das denn? Oder genauer gesagt waren das denn? Denn wegen irgendwas müssen sie ja einen Wettbewerbsnachteil gehabt haben, sonst gäbe es sie ja noch.

    Beim Kommunismus haben wir sehr viel mehr Beispiele und sie alle zeigen uns, dass der planwirtschaftliche Ansatz nur scheitern kann.

    Es geht hier ja nicht darum zu bestreiten, daß eine freie Wirtschaft einer zentral gelenkten überlegen ist. Sondern darum, daß auch dann ein Staat notwendig ist, und zwar um sowohl die freie Wirtschaft wie auch ihre Kunden zu schützen.

    Innerhalb von demokratischen Staaten können wir auch beobachten, dass je freier eine Gesellschaft ist, je geringer der Staatseinfluss ist, der Staat umso stabiler ist, der Wohlstand umso grösser ist.

    „Je – umso“ klingt aber eher nach evolutionärer Verbesserung des Existierenden als nach revolutionärer Abschaffung und dem Ersetzen des Vorhandenen durch etwas völlig anderes.

    Aber worauf ich in meinem Artikel hinaus wollte, war, dass man in Abwesenheit der Planwirtschaft nie sagen kann, wer wie welches Gut herstellt. (Man kann einzig sagen, dass es hergestellt wird, wenn die Nachfrage da ist und die Herstellung möglich.) Dies gilt für Kartoffeln ebenso wie für Sicherheit oder Rechtsschutz.

    Also die Nachfrage nach Schutz vor Raubüberfall und Hungertod besteht seitens der meist zahlreichen, aber nur selten zahlungskräftigen Opfer immer: Dazu muß man nicht wissen, ob die Leute lieber Reis als Kartoffeln essen. Also kann man es durchaus skizzieren.

    […] ich kenne keinen Anarchokapitalisten, der eine anarchokapitalistische Gesellschaft als Paradies bezeichnen würde oder behaupten würde, die Antworten auf alle Fragen zu besitzen. Dies ist ja der Kern dieser Weltanschauung: Die Erkenntnis, dass eine Gesellschaft nicht geplant werden kann.

    Also so wie es bisher aussieht, erwartet uns eher ein Somalia. Da kann von Paradies nicht die Rede sein. Letztlich muß das, was die Anarchokapitalisten wollen, aber sogar besser sein als das, was wir hierzulande bereits haben. Und da sollte es schon ein paar schlüssige Überlegungen geben, wie das zu erreichen ist, sonst klappt das nicht mit der Nachfrage.

    Dazu erscheint es mir ein recht zweifelhaftes Argument zu sein, zu sagen, man solle doch mit dem zufrieden sein, was man hat und nicht nach etwas Besserem streben. Zumal es etliche Staaten gibt, die ‘besser’ sind als Deutschland, d.h. höheren Wohlstand haben.

    Da ist aber kein anarchokapitalistisches System dabei. Das sind alles Länder, die auf den klassischen Prinzipien eines Staates aufbauen und ihn nur teilweise effinzienter organisieren. Oder aber auf einem Ölfeld sitzen und die Arbeit von rechtlosen Heloten aus der III. Welt machen lassen.

  22. @ Benjamin B.

    Schon allein die Existenz eines plawirtschaftlichen Geldmonopols verletzt die Grundsätze des Kapitalismus.

    Was ist daran planwirtschaftlich? Eine gemeinsame Währung ist ein immenser Vorteil, der sogar so groß ist, daß sich Gesellschaften freiwillig zu einer Währungsunion zusammenschließen bevor es eine politische Vereinigung gibt. Niemand hindert im übrigen die Anarchokapitalisten daran, sich gegenseitig in Glasperlen zu bezahlen. Die scheinen sich beim Ölerwerb am Golf oder beim Aktienkauf an der Wall Street aber irgendwie nicht so recht durchsetzen zu wollen.

    […] Aber du darfst dich ruhig freuen ob der deutschen Planwirtschaft im Schul-, im Gesundheits- und im Geldwesen.

    Die Kritik an einem zuviel an Planwirtschaft und zuwenig freien Markt in Deutschland ist sicher berechtigt. Aber das sagt noch lange nichts darüber aus, ob da eine Verbesserung nun leichter mit oder ohne Staat zu erreichen ist.

    Wenn du zudem gerne einen Krieg in Afghanistan finanzierst und dich über die Vorratsdatenspeicherung freust, dann bitte schön.

    Auch das hat nichts mit der Frage Staat oder nicht Staat zu tun, sondern mit einer der richtigen oder falschen Politik. Wobei gerade hier noch zwei zusätzliche Anmerkungen notwendig sind:

    Erstens wird es wohl nirgends so eine flächendeckende und umfassende Vorratsdatenspeicherung geben wie in Ancapistan, denn dort gibt es kein Gesetz mehr, daß Microsoft, Google, die Telekom, aber auch Neckermann oder das Securityunternehmen Deines Lieblingsfeindes daran hindert, nicht nur alles so lange zu speichern wie sie wollen, sondern die zu speichernden Informationen auch mit allen von ihnen als richtig erachteten Mitteln zu erwerben. Dann wirst Du Dir die Zeiten, in denen Viren und Trojaner noch von intellektuell unterforderten Scriptkiddies oder unterbezahlten bulgarischen Informatikern geschrieben wurden, zurückwünschen. Und einen Schäuble, der das ganze stoppt, noch dazu.

    Zweitens darfst Du uns gerne mal erklären, wie Du Dir die die Organisation des Schulbesuchs kleiner afghanischer Schulmädchen gegen den Willen der Taliban vorstellst, denn wenn es ein Land gibt, daß fast noch mehr als Somalia traditionell für den Vorrang lokaler Warlords vor der Zentralgewalt steht, dann ist das Afghanistan.

    […] Lass’ dir jedoch gesagt sein, dass ich (wie auch die andern Anarchokapitalisten) Gewalt lediglich dann als legitim betrachte, wenn sie der Selbstwehr dient. Mein Streben nach Libertarismus kann also gar nicht in einem Blutbad enden, da ich die Initiierung von Gewalt per se verurteile.

    Blutbäder werden nicht verhindert, indem eine Seite sie verurteilt. Sie werden verhindert, indem man diejenigen, die sie anrichten wollen, rechtzeitig stoppt. Womit wir wieder bei den kleinen Mädchen in Afghanistan wären, denn die fallen ja nicht unter Deine Selbstverteidigung. Sollen die sich selber gegen die Taliban wehren?

  23. @Paul

    „Was ist daran planwirtschaftlich? Eine gemeinsame Währung ist ein immenser Vorteil, der sogar so groß ist, daß sich Gesellschaften freiwillig zu einer Währungsunion zusammenschließen bevor es eine politische Vereinigung gibt.“

    Dass der Staat bestimmt, wieviel das Geld wert ist (Leitzins, etc.) und dass jeder verpflichtet ist, die Nominalwährung als Zahlungsmittel zu akzeptieren kann man schon planwirtschaftlich nennen.
    Und dass sich die Gesellschaften freiwillig zu einer Währungsunion zusammengeschlossen haben kann man auch nicht so einfach behaupten. Ich bin mir nicht sicher, ob wir den Euro heute hätten, wenn man die Leute darüber hätte abstimmen lassen.

    Ich bin eigentlich ein Befürworter des Euros, aber ich bin gegen die Rumspielereien an der Währung von Seiten der Politik.
    Ich finde den Vorschlag Milton Friedmans, dass die erlaubte Menge des Geldes und der jährliche Geldzuwachs gesetzlich festgelegt werden, ganz interessant.
    Aber das gehoert nicht mehr zum Thema…

    PS (zur Klarstellung): Ich bin natürlich kein Anacap. Ein funktionierender Staat ist m.E. Voraussetzung für eine liberale Gesellschaft.

  24. Schmock,

    wie kommst du auf die Idee, dass eine anarchokapitalistische ‚Landes’verteidigung schlechter sei als eine zentralstaatliche?
    Ganz im Gegenteil, Guerillas sind Heeren zumeist überlegen.

    Aids ist ein grösseres Problem, da es Menschenleben kostet. Das Steuern Zahlen hingegen bringt niemandem um. Allerdings ist das zweite Problem mE einfacher zu lösen.

    Der_SP,
    und wie wäre es mit einem freien Bankenwesen und einer freien, d.h. marktbestimmten Währung?
    Besser noch als Friedmans System wäre der Goldstandard (wenn es denn ein Zentralbankensystem sein muss).

  25. @ Der_SP

    Man kann natürlich jedesmal eine Volksabstimmung machen, aber selbst die wird von Anarchokapitalisten kaum akzeptiert werden, weil auch die ja von Staaten durchgeführt wird.

    Was das Rumspielen an Zinsen und so angeht, so stört die AKs nicht der Umgang mit der Zentralwährung, sondern selbige als solche. Da hätte es nicht nur der Euro, sondern auch auch eine noch so unabhängige Deutsche Mark schwer.

    Wobei auch das noch nicht erklärt, wieso sie keine Parallelwährung einführen, wenn die dem schwerfälligen Monopol so überlegen ist.

  26. Paul,

    1: das gälische Irland und der irische Commonwealth. (Hier ein paar Links: http://en.wikipedia.org/wiki/List_of_anarchist_communities
    http://en.wikipedia.org/wiki/Icelandic_Commonwealth
    http://en.wikipedia.org/wiki/Anarchocapitalism#Historical_precedents_similar_to_anarcho-capitalism
    http://www.lewrockwell.com/rothbard/rothbard81.html
    http://www.mises.org/rothbard/newlibertywhole.asp#p215)
    Der Nachteil der beiden war, dass ihre Nachbarn sie aufgrund ihrer schieren Grösse in blutigen Kriegeb besiegten.

    2: Stimmt.

    3: Wenn die Evolution lange genug andauert, kann jedoch etwas ganz anderes entstehen.

    4: Nur sehr grob, d.h. man kann einzig sagen, dass Sicherheitsfirmen und vermutlich Gerichte existieren würden, nicht aber wie diese genau aussehen würden. Genau wie man bei den Kartoffeln einzig sagen kann, dass irgendjemand die anbauen und andere dann verarbeiten werden. Man kann aber nicht vorher sagen, wer die in welchen Mengen zu welchen Preisen anbauen/anbieten wird.

    5: Du siehst aber schon, dass Somalia ganz und gar keine anarchokapitalistische Nation ist, geschweige denn ein Minimalstaat? Es gibt dort nicht einmal Anarchie, sondern Warlords und andere Führer herrschen.

    6: Stimmt natürlich auch.

    7: Das Gut wird völlig willkürlich von ein paar Staatsbeamten hergestellt und angeboten, das Angebot richtet sich nicht etwa nach der Frage, sondern wird in Beamtenbüros bestimmt. Jeglicher Markt ist zudem per Gesetz verboten (ich kann also keine eigene Währung gründen!). Das ist doch ziemlich genau das Prinzip der Planwirtschaft, nicht wahr?
    Dazu ist eine gemeinsame Währung in Zeiten der elektronischen Überweisungen nicht mehr ein allzu grosses Problem. Besonders nicht bei Goldstandard-Währungen.

    8: Aber wenn mehr Markwirtschaft im Gesundheitswesen gut ist, wieso dann nicht auch im Sicherheits- und Rechtwesen? Wieso ist dort plötzlich ein Monopol gut?

    9: Wenn die Nachfrage nach Anonymität besteht, dann wird sie auch angeboten werden. (D.h. vollkommene Anonymität ist auch heute schon möglich.) Wieso sollte es auch in diesem Bereich anders sein als z.B. im Fertigpizzamarkt?

    Existierte in Afghanistan Anarchokapitalismus, herrschten also nicht die Taliban, dann könnten die Mädchen dort beruhigt in die Schule gehen. ;-)

    10: Eine anarchokapitalistische Gesellschaft kann sich auch sehr gut gegen Aggressoren wehren. Da braucht es keine Wehrpflicht oder teure und ineffiziente Staatsarmeen.
    Du willst also sagen, der Afghanistankrieg habe etwas Gutes gebracht? Ich bin gespannt auf deine Begründung, und deine Rechtfertigung all dieser ermordeten Soldaten und Zivilisten!

  27. @ Benjamin B.

    Ganz im Gegenteil, Guerillas sind Heeren zumeist überlegen.

    Jetzt wird’s vollends abstrus. Wie kommst Du darauf, daß eine Guerilla einer regulären Armee überlegen ist? Eine Guerilla kann gegen eine moderne Armee kaum militärisch gewinnen, selbst dann, wenn sie von anderen Staaten (also nicht anarchikapitalistischen Garagen) mit halbwegs tauglichen Waffen ausgestattet wird.

    Selbst in Vietnam hat ja nicht „die Guerilla“ gewonnen. Die hat sich im Gegenteil bereits mehrere Jahre vor Kriegsende im größten Selbstmordattentat der Geschichte selbst in die Luft gejagt. Den heute so gefeierten Sieg hat dann eine stinknormale konventionelle Armee gegen eine andere erzielt, anchdem eine dritte Armee vorher abgezogen war.

    Eine Guerilla kann höchstens versuchen, lange genug zu überleben, damit der Gegner die Lust am Krieg verliert. Und wenn der Gegner keine nette Demokratie mit Livefernsehberichterstattung von der Front ist, sondern ein skrupelloses Völkermörderregime, dann hat sich’s was mit Deiner Guerilla.

    Davon mal abgesehen sind Guerillakriege die blutigsten überhaupt. Warum aber ein jahrelanges Gemetzel mit hunderttausenden von Toten auf der eigenen Seite erstrebenswerter sein soll als zwei Armeen, die binnen weniger Wochen mit Panzern in der Wüste auskämpfen, wer Chef im Ring ist, bleibt mir schleierhaft.

  28. @ Benjamin B.
    Eine marktbestimmte Währung wäre der Nominalwährung natürlich in vielen Punkten überlegen. Auch wertgedeckte (es muss ja nicht unbedingt Gold sein) Währungen halte ich im Prinzip für besser.
    Ich sehe aber auch die Vorteile einer flächendeckenden Währungseinheit.
    Friedmans Vorschlag sehe ich als eine Art Kompromiss, der Stabilität ins Geldwesen bringt, ohne auf die Vorteile einer Nominalwährung zu verzichten und ohne dass man die Währung teilweise oder ganz durch Gold decken muss, was in der Vergangenheit ja auch zu Problemen geführt hat.

    @Paul13
    Mir ging es ja eher um den Begriff „planwirtschaftlich“, der m.E. von Benjamin B. richtig benutzt wurde :)
    Das mit der Parallelwährung ist natürlich ein Argument. Ich kenne die Gesetzeslage nicht genau, weiß also nicht ob man einfach so eine Währung „erfinden“ darf. Sicher ist jedoch, dass man die Nominalwährung bei Geschäften akzeptieren muss, selbst wenn man Murmeln bevorzugen würde ;)

  29. Paul,

    deswegen feierten die westlichen Truppen auch derart grosse Erfolge in Afghanistan und im Iran? Weil grosse Heere Guerillas stark überlegen sind?
    Was meinst du, wer in einem Stadtkampf überlegen ist? Der Fremde im Panzer oder der Heckenschütze mit modernster Ausrüstung?
    Guerillakriege sind blutiger als klassische Kriege zwischen Staaten? Blutiger als die Weltkriege samt Hiroshima und Nagaski?

    Der_SP,
    Klar, es kann auch Silber oder Platin sein ;-)
    Die Golddeckung macht bloss dann Probleme, wenn sich Staaten stark verschulden oder in den Krieg ziehen wollen. Tatsächlich lässt sich kaum ein Krieg ohne Papiergeld finanzieren.
    Für den Konsumenten ist die Golddeckung wunderbar. Oder auf welche Probleme spielst du an?

    Flächendeckende Währungen liessen sich auch auf dem freien Markt realisieren. Du hättest dann halt im Aldi die Wahl, ob du mit Berliner Goldmünzen, Frankfurter Silbermünzen oder der Zürcher platingedeckten Währung zahlen möchtest. Ähnlich wie es heute mit den Kreditkarten funktioniert.

  30. Paul,

    natürlich kann es auch im Anarchokapitalismus kleinere ‚Heere‘ geben, d.h. Verbände aus gepanzerten Fahrzeugen, evtl. Kampfjets. Diese Dinge sind alle prinzipiell möglich.

    Anarchokapitalistische ‚Heere‘, resp. Soldaten, resp. Verteidigende hätten vermutlich sehr gute Waffen, da auch dort der gänzlich freie Markt spielen würde. Zumal das Wirtschaftswachstum recht beeindruckend wären (und damit auch der Wohlstand).

    Dann gib‘ mir noch ein Beispiel, wo sich ein Staatenkrieg je innerhalb weniger Wochen in der Wüste ausgetragen hat!

  31. […] Ancapistan – Teil I Während sich die kommunistische Gegenwehr beim Nachtgefecht um die verdunkelte Ferienanlage in Schlaraffia dann doch als überraschend schwach entpuppt hat, haben sich die Kämpfe gleichzeitig nach […]

  32. @ Benjamin B.

    Hab den ersten Teil der Antwort eben als Artikel gepostet, mußte ihn aus Zeitgründen aber splitten. Teil II mit dem Rest der Antwort folgt hoffentlich bis morgen mittag. Schon mal Danke für die Diskussion, das ist ein sehr interessantes und viel zu selten behandeltes Thema!

  33. Paul,

    danke auch dir.
    Sobald du Teil 2 gepostet hast, werde ich auf meinem Blog auf deine Argumente etwas näher eingehen. Hier in der Kommentarspalte ist der Platz etwas eng, um derart umfangreiche Diskussionen zu führen.

  34. @ Benjamin B.

    Stimmt, das ist eine gute Idee! Macht auch Sinn mit der Antwort zu warten, weil einige Fragen sich dann vielleicht schon erledigt haben und andere dazu kamen.

  35. […] um Ancapistan – Teil II …und weiter gehts mit unserem kritischen Blick auf die anarchokapitalistischen Vorstellungen von einem militärischen Widerstand ohne Staat: deswegen feierten die westlichen […]

  36. „Aids ist ein grösseres Problem, da es Menschenleben kostet. Das Steuern Zahlen hingegen bringt niemandem um. Allerdings ist das zweite Problem mE einfacher zu lösen.“
    Ich denke AIDS ist einfacher zu bekämpfen. Denn wir wissen ziemlich genau wie HIV übertragen wird, es gibt gute Möglichkeiten die Krankheit zu diagnostizieren und es ist mit relativ einfachen Mitteln möglich Ansteckungen zu vermeiden. Vor allem sind sich wohl fast alle Menschen einig, dass AIDS schlecht ist. Bei Steuern gibt es neben der Ungewißheit ob des Funktionierens eines Gemeinwesens ohne Steuern das Problem, dass die meisten Leute Steuern (und da nicht einmal niedrige) für notwendig erachten.

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