Wenn Soft Power das Gehirn erweicht


Washington erwartet eine klare Abkehr Israels von Drohungen eines Militärschlags gegen Irans Nuklearprogramm, den die israelische Regierung nach wie vor in Erwägung zieht.

[…] Die israelische Regierung soll zwar Zurückhaltung zugesagt haben. Doch will sie Medienberichten zufolge Obamas diplomatischen Avancen an Teheran nur rund ein Jahr Zeit geben. Dann müssten Resultate erkennbar sein, so der Tenor in Jerusalem, sonst könne Israel selbst handeln.

Auf solche Zeitvorgaben wird Obama sich im Gespräch mit Netanjahu kaum einlassen. Doch er weiß: Sein neuer Ansatz für Iran steht auf wackligem Boden, wenn er eigenmächtiges israelisches Handeln fürchten muss.

Den Satz muß man sich einmal auf der Zunge zergehen lassen: Er sagt im Umkehrschluß nichts anderes, als daß Obamas Ansatz ohne die Drohung mit einem israelischen Militärschlag auf weniger wackligem Boden stehen würde. Demnach ist das Atomwaffenprogramm des Iran wie auch der durch dessen Führung offen bekundete Vernichtungswille gegenüber Israel nur eine Reaktion auf dessen Versuch, die dadurch drohende nukleare Auslöschung zu verhindern.

Selten wurden Ursache und Wirkung so klar vertauscht wie in der hier zitierten Denkweise. Und sie ist nicht nur vom chronologischen Ablauf wie auch der Grundlogik her falsch, sie ist auch noch strunzdumm, weil sie der Soft-Power auch noch die letzten, ohnehin schon minimalen Erfolgschancen nimmt. Ganz gleich also, ob Obamas Ansichten hier nur referiert oder auch vom Autor verteidigt werden sollen, mindestens einer von beiden ist schon mal ein Dilettant.

~ von Paul13 - Dienstag, 19. Mai 2009.

30 Antworten to “Wenn Soft Power das Gehirn erweicht”

  1. @ Paul

    Da gibt es wirklich nur zwei Möglichkeiten: Entweder ist Obama ein eiskalter, abgebrühter Zyniker, dem solche Vorgänge in wirklichkeit am Südpol vorbeigehen und der mit der „Keep talking“-Masche nur weiterhin den Prince Charming-Bonus der Medien einheimsen will, die genauso denken wie er. Oder er ist wirklich so naiv, dass er glaubt, man brauche nur „auf Augenhöhe“ mit den Mullahs zu verhandeln und an das Gute im Menschen zu appellieren, dann werden die schon begeistert ob solcher Anerkennung zu Musterknaben der Weltgemeinschaft mutieren und fortan – ja was? – nur noch die eigene Bevölkerung bedrohen. Dagegen hätte Obama vermutlich nichts einzuwenden.
    Wie auch immer, Wahn meets Sinn.

  2. Selten wurden Ursache und Wirkung so klar vertauscht wie in der hier zitierten Denkweise.

    Es gibt einen Menschen, der das mit Leichtigkeit toppen kann: Christoph Bertram.

    @Chewey:
    Für die „eiskalte“ Variante sprächen die folgenden Aussagen aus einem kürzlich mit Obama geführten Interview (v.a. der zweite Absatz):

    I’ve been very clear that I don’t take any options off the table with respect to Iran. I don’t take options off the table when it comes to U.S. security, period. What I have said is that we want to offer Iran an opportunity to align itself with international norms and international rules. I think, ultimately, that will be better for the Iranian people. I think that there is the ability of an Islamic Republic of Iran to maintain its Islamic character while, at the same time, being a member in good standing of the international community and not a threat to its neighbors. And we are going to reach out to them and try to shift off of a pattern over the last 30 years that hasn’t produced results in the region.

    Now, will it work? We don’t know. And I assure you, I’m not naive about the difficulties of a process like this. If it doesn’t work, the fact that we have tried will strengthen our position in mobilizing the international community, and Iran will have isolated itself, as opposed to a perception that it seeks to advance that somehow it’s being victimized by a U.S. government that doesn’t respect Iran’s sovereignty.

    Ich bleibe aber skeptisch.

  3. Eiskalt… Jaja… Paul, war da was mit „Naiv“?
    Das Arschloch ist rational, das macht mir Angst.

  4. @ Paul / Chewey

    Oder er hat im Gegensatz zu euch begriffen, daß „die letzte verbliebene Supermacht“ z.Z. schlicht andere Sorgen hat. Wie gesagt, ohne Anspruch auf Vollständigkeit:

    – Irak,
    – Afghanistan,
    – Nordkorea,
    – Finanzkrise,
    – Wirtschaftskrise,
    – twin-deficit,
    – strategische Nuklearwaffen,
    – Reform / Erweiterung NATO, Verhältnis zu Rußland
    – Klimawandel,
    – von den internen Reformprojekten mal ganz zu schweigen.

    Aber diese Sachen stehen ja nun mal nicht in eurer Spielanleitung. Oder anders ausgedrückt: neocon meets reality.

  5. @a new era
    Dann warte mal ab sobald die Meinung zum Thema Iran in den USA umschlaegt wie schnell sich da auch seine Meinung aendern wird.
    Zur Zeit verlaesst sich der Praesident da auf seinen Linken Fluegel sowie die Traeumereien von Aussenministerin Clinton, die da in die Fusstapfen ihres Mannes treten will.
    Da der Praesident schnell lernen wird dass wenn er, wie es zu erwaeren ist, keinen erfolg haben wird mit der zwei Staaten Loesung hat sich das Thema auch schnell fuer ihn erledigt.
    Beim Thema Iran das gleiche sobald er merkt das er genau wie die anderen im Westen verarscht wird und das er damit keine Mehrheiten bekommt wird er auch hier, Probleme und Kosten hin oder her seine Meinung aendern.
    Change bestand bis jetzt nur darin das er seine Meinung zu allen seinen fuer ihn wichtigen Thema geandert hat.
    Man beachte mal die Ernennung von Gen.Stanley (The Pope) McChrystal.

  6. @ a new era

    Also irgendwie fehlt mir in Deiner Liste ein Wort, das mit „I“ anfängt und mit „srael“ aufhört. Kann es sein, daß Dein Herzblut an dessen Existenz nicht wirklich dranhängt?

  7. @ paul

    Grins. Diese Frage hatte ich erwartet. Anscheinend hast Du übersehen, dass es bei dieser Liste nicht um meine Präferenzen, sondern um die Außenpolitik der Obama-Administration geht. Und da fällt die Lösung des NahOst-Konfliktes in der Tat nicht unter die vorrangigen Themen. Das hat weniger mit den persönlichen Präferenzen Obamas als mit der aktuellen politischen Situation nach dem Gaza-Krieg und den Wahlen in Israel zu tun. Solange die amtierende israelische Regierung sich nicht eindeutig zu der Zielsetzung einer Zwei-Staaten-Lösung bekennt – und das dürfte Netanjahu mit einem Koalitionspartner und Außenminister Liberman schwerfallen – gibt es keine Chance auf ernsthafte Verhandlungen selbst mit den gemäßigten Palästinensern, weil sich Abbas unter diesen Umständen in den Augen seiner Landsleute endgültig kompromittieren würde. Deshalb gibt es in dieser zentralen Frage nicht nur einen offenen Dissenz zwischen Obama und Netanjahu, die amerikanische Außenpolitik wird auch kein politisches Kapital in eine aussichtslose Sache investieren, nur um so etwas wie Annapolis II zu erreichen.

    ausländer
    Offensichtlich bewegen wir uns bezogen auf Obama in parallelen Universen. Denn in meiner Welt:
    – hat die neue amerikanische Regierung den Rückzug aus dem Irak mit festem Datum „ohne Sieg“ eingeleitet
    – begreift sie den Krieg in Afghanistan ala asymmetrischen Konflikt, in dem der militärische Sieg über die Taliban nicht das politische Ziel ist
    – ist sie bereit, mit dem Iran zu verhandeln, weil sie seine Unterstützung oder zumindest den Verzicht auf negative Intervention in Afghanistan, Pakistan und dem Irak dringend braucht
    – und strebt offensichtlich einen militärischen Interessenausgleich mit Rußland an: strategisch, koventionell und geostrategisch
    (auch diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit).

    Und wenn Du glauben solltest, dass dieser Kongress den Präsidenten zu einem militärischen Angriff auf den Iran auffordern wird, solltest Du die fixed News (Fox) ab und zu durch echte Nachrichten ersetzen.

  8. @ a new era

    Es ging mir mit dem Hinweis auf Israel nicht um die amerikanische Beschäftigung mit israelisch-palästinensischen Zwistigkeiten, sondern um die drohende Gefahr einer nuklearen Zerstörung Israels. Das die – oder auch nur die Bedrohung der westlichen Ölversorgung und der gesamten amerikanischen Interssen in der Golfregion – hinter Kracher wie NATO-Reform, Haushaltsfragen und Klimawandel gerutscht sein sollte, läßt die Sache noch ernster aussehen als ich ohnehin schon befürchtet hatte.

  9. @a new era
    Mal abgesehen davon das Du es so wie ich machen solltest und mal alle Sender vorurteilsfrei betrachten solltest, sage ich es Dir genau wie Deinen Vorgaengern.
    Lerne die Prozesse zur Willensbildung und Realitaeten in den USA kennen.
    Speaker Pelosi, die gerade an Amnesie leidet, ist ein gutes Beispiel dafuer.
    Offensichtlich betrachtet Du den Praesidenten sehr selektiv und legst ihn und seine Entscheidungen so zurecht wie Du das gerade brauchst.
    Die Truppen im Iraq haben zwar einen Termin sind aber immer noch im Land und werden es bleiben solange die Sicherheitslage es erfordert.
    Im Bereich Afgh. hat er gerade einen zoegerlichen General, bekannt als Mr. Field Manual, gegen einen ausgetauscht der dafuer bekannt ist das er bei Befragungen Ergebnisse einfordert und diese im Iraq auch bekommen hat. Wie war das nochmal mit den Bildern? Wie war das nochmal mit der CIA?
    Da werden Lippenbekenntnise abgegeben vom Praesidenten die er alleine mit der Ernennung des Pope konterkariert.
    Change hat es nur in seinen Meinungen gegeben nicht aber den die Waehler verstanden haben.
    Ich sage auch nicht das er den Iran in der naechsten Zeit angreiffen will, das er es aber tun wird wenn es sein muss und wenn die oeffentliche Meinung (nicht Congress und Senat) es so wollen.
    So lehne ich mich also weiter zurueck und wechsele zwischen schmunzeln und erstaunen wie ein Mann seine Meinungen so anpassen kann wie es die Oeffentlichkeit will.
    Lauthals lachen muss ich aber wenn ich mir seine strammen Anhaenger anschaue die alles mit Aplaus begleiten das sie bei Praesident Bush abgelehnt haben.

  10. @a new era
    „Solange die amtierende israelische Regierung sich nicht eindeutig zu der Zielsetzung einer Zwei-Staaten-Lösung bekennt – und das dürfte Netanjahu mit einem Koalitionspartner und Außenminister Liberman schwerfallen“

    “Fahrplan für eine dauerhafte Zweistaaten-Lösung im israelisch-palästinensischen Konflikt”

    Sagt Dir dieser Satz etwas? Das ist der volle Titel der Roadmap, der sich die neue israelische Regierung verpflichtet fühlt, siehe Antrittsrede Lieberman.
    Ist aber nicht schlimm, wenn Du das übersehen hast, schließlich bist Du in guter Gesellschaft von Obama, Medien und Co.

  11. @ Mr. Moe

    Ich stimme dir zu. Der Satz „If it doesn’t work, the fact that we have tried will strengthen our position in mobilizing the international community, and Iran will have isolated itself“ ist schon ziemlich heftig. Das Schlimmste, was aus seiner Sicht passieren kann, ist, dass der Iran sich selbst isoliert (als ober das nicht schon lange wäre) und Obama selbst steht sogar noch gut da, weil seine Position gestärkt wird. Wozu sich also aufregen? Eines kann als sicher gelten: Eine Zweitwohnung in Tel Aviv besitzt Familie Obama jedenfalls nicht.

  12. @Chewey:
    Vielleicht sollte man Familie Obama eine solche schenken, hat er doch selbst einst folgendes verkündet:

    If somebody was sending rockets into my house where my two daughters sleep at night, I would do everything in power to stop that, and would expect Israelis to do the same thing

    In diesem Sinne: Sparen wir auf ein Häusle für die Familie Obama ;)

  13. @ Mr. Moe

    Und das hat er nur wegen ein paar vergleichsweise harmloser Kassams gesagt. Das sollte dann bei ausgewachsenen Atomraketen erst recht gelten.

  14. @ auslaender

    „Es ist das anerkannte Vorrecht der Unterlegen sich eine schönere Welt zu erträumen …“

    Also Du bist derjenige, der die Realitäten in den USA kennt und alleine versteht, was Obama WIRKLICH will – grins:

    „Die Truppen im Iraq haben zwar einen Termin sind aber immer noch im Land und werden es bleiben solange die Sicherheitslage es erfordert. Im Bereich Afgh. hat er gerade einen zoegerlichen General, bekannt als Mr. Field Manual, gegen einen ausgetauscht der dafuer bekannt ist das er bei Befragungen Ergebnisse einfordert und diese im Iraq auch bekommen hat.“

    Ja,ja.
    – Im Irak gibt es einen FESTEN Zeitplan: Rückzug in die Kasernen bis Mitte 2009, Abzug aus dem Land bis Ende 2011. Alles andere ist freundliches Wunschdenken Deinerseits.
    – In Afghanistan ist der amtierende Oberkommandierende nicht wegen Unfähigkeit oder Zögerlichkeit abgelöst worden, sondern weil seine Ausbildung und seine militärischen Erfahrungen nicht zu dem sich abzeichnenden Strategiewechsel – von der bisherigen konventionellen Kriegsführung mit schwerer Luftunterstützung zur einer asymmetrischen Kampfweise unter verstärkter Einbeziehung lokaler Kräfte – paßten.

    Wie erfolgreich sein Nachfolger damit sein wird bleibt noch abzuwarten. Gerade Petraeus hat davor gewarnt, eine erfolgreiche Strategie einfach auf einen anderen Kriegsschauplatz mit anderen Rahmenbedingungen zu übertragen. Aber der war ja für Dich auch ein Schreibtischsoldat. Hast Du eigentlich persönlich was gegen die britischen und amerikanischen Streitkräfte?

    Was nun Obamas außenpolitischen Kurs angeht – zu einem hat er jedenfalls keine Lippenbekenntnisse abgegeben: für einen preemptive strike gegen das iranische Nuklearprogramm. Oder mit meinen Worten: träumt weiter.

  15. @a new era
    huestel, was gegen die US-Forces? Gelaechter und Schenkelklopf.
    Meine guete bis du verzweifelt. Im uebrigen mag ich den Pope und das nicht ohne Grund.
    Nur passt die Ernennung von diesem nicht unbedingt zum Obama Bild das so Glaeubige wie Du von ihm haben. Also schoen weiter den Change seiner Meinung fein reden. Schenkelklopf.
    Real Life
    76 von 100 Senatoren haben schon einen Brief an den Praesidenten zum Thema Israel geschrieben. Das haben die garantiert nicht gemacht ohne das ihr Wahlkreis diesem entsprechend positiv gegenuebersteht. Wie gesagt beide Medien verfolgen und auch mal die kleinen Zeitungen und Sender hoeren.

    http://televisionwashington.com/floater_article1.aspx?lang=en&t=3&id=10595

    Und nun bastel Dir schoen weiter Dein Bild zurecht.
    Der Praesident wird im Zweifel bei Iran das tun was er tun muss.
    Wenn es ein Preemptive Strike sein muss, dann wird er es tun.
    Ansonsten schmunzel ich bei deinen Zeilen so vor mich.

  16. @a new era
    Das mit der Kohle zu Gitmo und dem Senat hast Du auch schon mitbekommen oder auch erfolgreich genauso ignoriert wie die Tribunale dort?
    http://www.chicagotribune.com/news/nationworld/la-na-guantanamo20-2009may20,0,6629628.story

  17. @ auslaender

    Wenn AIPAC schon anfängt, Unterschriftenlisten für letters-of-goodwill („Wir haben alle Israel lieb“) kursieren zu lassen müssen sie ECHT besorgt sein. Aber wie gesagt: der Schlüssel zur Lösung der amerikanisch-israelischen Unstimmigkeiten liegt in Israel – bei der nächsten Regierung.

    Was Guantanamo betrifft, so kannst Du anscheinend den qualitativen Unterschied nicht verstehen: Bush hat das völkerrechtswidrige Gefangenenlager eingerichtet – Obama wird es schließen.

    Aber klopf Dir ruhig weiter auf die Schenkel. You are entitled to your illusions. Mich darfst Du wecken, wenn sie in der Washington Post schreiben, dass es keinen Unterschied mehr zwischen der Obama-Administration und ihrer Vorgängerin gibt.

  18. q a new era

    Im Irak gibt es einen FESTEN Zeitplan: Rückzug in die Kasernen bis Mitte 2009, Abzug aus dem Land bis Ende 2011.

    Wie hieß noch gleich der Präsident, der diesen festen Zeitplan ausgehandelt hat?

  19. @ Paul

    Laß mich nachdenken. Ich glaube es war der gleiche, der:

    – die Invasion des Irak befohlen hat, weil er sich für den Anschlag auf seinen Papa rächen wollte

    – uns was von irakischen WMD und Saddams Kooperation mit Al Quaida vorgelogen hat

    – so wenig von der Region wußte, dass er den Unterschied zwischen Sunniten und Schiiten nicht kannte und deshalb den Schwachsinn glaubte, dass die amerikanischen Soldaten „will be greetet as libarators“ und man deshalb so wenig troops brauchen würde und

    – schließlich den Rückzug so lange herausgezögert hat, dass seine Fans die Niederlage seinem Nachfolger anhängen werden.

    Aber ich fürchte, da steht für die Geschichtsbücher das Urteil schon fest: sein Krieg, seine Lügen, seine Niederlage.

  20. @ a new era
    Gitmo Voelkerechtswiedrig?
    Schenkelklopf
    Na mag ja sein das da einige Verzweifelt sind aber 76 von 100 Senatoren das nenne ich mal eine klare Mehrheit gegen Teile der Israelpolitik des Praesidenten.
    Und was meinst Du wie lange er und Secr. Clinton, (trotz der Ignoranz von Sec. Clinton gegen Waehler) er das machen kann?
    Also ich schmunzel dann mal weiter waerend ihr an der Dolchstosslegende arbeitet und die Realitaet den Praesidenten ereicht.
    Schenkelklopf

  21. @ a new era
    Halten wir mal bei Gitmo fest. Der Praesident will eine Aufloesung und haelt weiter daran fest.
    Congress gibt keine Kohle dafuer hatte gab aber immer Kohle fuer die Betreibung.
    Senat stimmt 90 zu 6 bei 4 Enthaltungen gegen eine Verlegung aufs Festland ab.
    Was will er machen?
    Presidental Order?
    Koennte er bringen, wenn er irgendwas aus seinem Etat umschichtet.
    Danach duerfte er dann aber die laengste Lame Duck seit bestimmt 150 Jahren sein.
    Was also wird er tun? Welchen Kompromiss wird er finden.
    Ich bin gespannt.
    Halten wir fest, dieser President hat am schnellsten lernen muessen was es heist etwas gegen beide Haeuser tun zu wollen was die Waehler nicht wollen.
    Halten wir ebenfalls fest, so eine schlappe hat sein Vorgaenger nicht ein einziges Mal in dieser Krassen Form.
    Natuerlich hatte auch er hier und da mal zu kaempfen, aber nicht mit so einem Votum gegen ihn. Und das bei den Mehrheitsverhaeltnisen in beiden Haeusern.

  22. @ auslaender

    völkerrechtswidrig:
    http://www.nacdl.org/public.nsf/newsreleases/2009mn04?OpenDocument

    Ansonsten: you are entitled to your illusions.

  23. @ a new era
    Schenkelklopf
    Im uebrigen wenn die Ueberparteiliche Initiative zu einer Bill durchkommt das kein Gitmo Gefangener auf US Boden darf, hat sich das auch mit der Presidental Order erledigt.
    Offensichtlich sind da viele in beiden Haeusern der Meinung dass der President das bringen koennte und wollen ihm einen Riegel vorschieben.
    Na da bin ich mal heute auf seine Argumente gespannt und auf das Floortrading in den Haeusern.
    Zu Deinem Link, nicht nur posten sondern lesen und verstehen.
    Schenkelklopf

  24. Auslaender, bräuchte deine E-Mailadresse. Ahm Paul evtl. sendest Du sie mir dann an meinen Account. Ich bräuchte Rat vom Experten. ;)

  25. @ auslaender

    You are entitled to your illusions:
    http://news.bbc.co.uk/2/hi/americas/8062017.stm

  26. @ a new era
    Du willst es irgendwie nicht begreifen. Oder?
    Bis jetzt sehen beide Haueser es anders und habe dies klar zum Ausdruck gebracht. Dies in einer deutlichkeit die es unter seinem Vorgaenger nicht einmal gab.

    Nach dieser Rede, die ich mit einem schmunzeln verfolgt habe, ist es nicht mehr unwahrscheinlich das es eine ueberparteiliche Bill geben wird die das verbieten wird.

    Zieht er es trotzdem durch ist President Obama eine Lame Duck.

    Und das gleich zu Begin seiner ersten Amtszeit.

    Er wird sich also Entscheiden muessen was er will.

    Nicht das ich ihm das nicht zutrauen wuerde nur wird er dann eben damit leben muessen dass der Rest seiner ersten und letzten Amtszeit er die Haeuser gegen sich haben wird.

    Er wird also einen dreh finden muessen der danach aussieht als ob er eingehalten hat aber beide Haueser zufrieden stellt.

    Was defacto heisst es wird nichts passieren.

    Unnd da hat er ja in den ersten Hundert Tagen schon Erfahrungen gesammelt.
    Siehe Iraq, sie Afghanistan etc.

    President Obama wird also weiterlernen das seine Macht durch die Haeuser und damit durch den Waehler begrenzt ist ;-)

    Er kann halt nur ueber das Wasser laufen wenn der Waehler es will. ;-) Und da sieht es zur Zeit danach aus als ob er die Lifewest schon mal aufpussten sollte.

  27. @ auslaender

    Abschließend: you aerte entitled to your illusions.

  28. @a new era
    Abschliessend:

    Schenkelklopf und immer fein THOMAS im Auge haben ;-)

  29. Schauen wir doch mal was „The New Republic“ und Jack Goldsmith so zu President Obama vs President Bush sagt.
    Sie hat die 11 zentralen Punkte von Bushs Antiterrorstrategie aufgezaehlt und vergleicht diese mit Obamas Politik.
    Allerdings um President Obama vor former VP Cheney in Schutz zu nehmen (der manchmal besser den Mund halten sollte).

    http://www.tnr.com/politics/story.html?id=1e733cac-c273-48e5-9140-80443ed1f5e2&p=1

    Spannende Lektuere fuer alle „unter Obama wird alles besser“ Anhaenger
    Tja und dann kommt da ja noch der Stress in den Haeusern dazu.

    Da fragen sich auch schon die ersten bei Code Pink ab wann man denn, bei code pink, President Obama einen Kriegsverbrecher nennen darf und muss.
    ;-)

  30. @Auslaender
    Der Lack blättert – Enttäuschung machts sich breit – sie wollen es bloss nicht zugeben ;-)

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