Eh da? Nix da!


Wie bitte? DAS ist so ein Boot, mit dem sich Piraten Ozeanriesen wie DIESEM nähern? Und das daneben ist das „Mutterschiff“? Das ist jetzt nicht wirklich wahr, oder?

Da schaukelt ein halbes Dutzend vielleicht skrupelloser, aber ganz gewiß nicht todessüchtiger Amateure ungeschützt auf eine schon beim geringsten ernsthaften Widerstand ihrer Besatzung unbezwingbare Festung zu, und wir lassen milliardenteure Flotten auffahren, wo bereits eine Handvoll halbwegs ausgebildeter Profis den auf ihrem dümpelnden Nichts im Prinzip völlig wehrlosen Möchtegernpiraten sehr schnell jegliche Lust nehmen dürfte, sich, nur um ein bißchen Errol Flynn zu spielen, dem Risiko auszusetzen, spätestens beim Entern erschossen, aber wahrscheinlich eh schon vorher versenkt zu werden.

Wer jetzt argumentiert, daß das zu teuer wäre, weil dann die Frachtkosten zu stark steigen und die Kriegsmarine nach dem Ehda-Prinzip sowieso ständig verfügbar ist, dem sei gesagt, daß auch die geizigsten Kapitalisten ganz schnell bei Blackwater anrufen, wenn der Bundestag darüber zu diskutieren beginnt, die durch den Einsatz am Horn von Afrika gerissene Lücke beim Aufspüren russischer U-Boote im Nordatlantik durch die Verdoppelung der Hochseeflotte zu lösen und dem Seetransportgewerbe den Spaß in Form einer maritimen Mautgebühr für die Durchfahrt durch den Golf von Aden in Rechnung zu stellen.

Die parlamentarische Mehrheit sollte dabei kein wirkliches Problem darstellen, denn angesichts der ausnahmsweise mal konvergierenden Interessen sämtlicher dort vertretenen Fraktionen sollte das einstimmige Durchwinken entsprechender Gesetze bei einer derart klaren Allparteienkoalition nur noch reine Formsache sein.

  • Die Konservativen müßten dafür sein, weil eine harte Linie gegenüber Geiselnehmern schon grundsätzlich ihren Vorstellungen von Law & Order entspricht.
  • Die Liberalen dürfte freuen, daß der Staat mal nicht auf Steuerzahlerkosten als Reparaturbetrieb für übermäßig risikofreudige Unternehmen einspringt.
  • Die Grünen wären auch begeistert, da auf diese Weise ökologisch fragwürdige Transporte um die halbe Welt verteuert und somit weniger lohnend würden.
  • Die Sozialdemokraten würden ebenfalls zustimmen, wenn auf diese Weise einheimische Arbeitsplätze vor der bösen Globalisierung geschützt werden.
  • Und die Linkspartei findet ohnehin alles gut, bei dem die Kapitalisten zahlen müssen.

Also, liebe Abgeordnete, dann rauft Euch mal zusammen und zeigt dem roten Korsaren die ebensolche Karte!

~ von Paul13 - Sonntag, 10. Mai 2009.

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