1789 redux


— von Analytics —

Ein Gespenst geht in der Welt um, das Gespenst des Sturmes auf die Bastille. Überall sieht man sie, die Zeichen der Zeit. Überall spürt man, dass der Wind der Geschichte sich dreht, dass ein historischer Sturm seine Ausläufer voran schickt. Deutsche Sozialisten und französische Trotzkisten, us-amerikanische Liberale und iranische Klerikalfaschisten, nord-koreanische Nationalbolschewisten und russische Kommunisten. Sie alle spüren, dass ihre Zeit gekommen ist, sie alle bereiten sich auf das reinigende Gewitter vor, dass Erlösung bringen wird. Geschichte wird geschrieben! Auch von Analphabeten wie Subcommandante Marcos, der es anscheinend bald nicht mehr nötig haben wird, Käfer zu agitieren. Es gilt neue Bastille im Äußeren ( Wallstreet, Elysee-Palast, Tel Aviv ), wie im Inneren ( Lust, Egoismus, Eigennutz ) zu erstürmen. Dem Morgenrot entgegen!

Marx behauptete einmal, dass Geschichte sich wiederhole, namentlich als Parodie ihrer selbst. Man muss ihn berichtigen, oder – besser – aktualisieren. Unter heutigen Bedingungen reduziert sich die zu repetierende Historie auf ihre Essenz, kondensiert auf ihren Kerngehalt, legt alle überschießende Elemente ab und kommt ohne Umwege zum Punkt. Wurde beim ersten Mal egalité, liberté und fraternité gefordert, so ist man heute ohne zu Zögern bei Artillerie, Infanterie und Kavallerie oder noch moderner, bei Quassam, schiitischen Milizen und russischen Panzern. Hellsichtig konstatierte der ca-ira Verlag, dass der Kulminationspunkt von 1789 eben die Wannseekonferenz von 1942 war, als die allgemeine Erklärung der Menschenrechte tatsächlich verwirklicht wurde. Freie und – vor allem – gleiche Volksgenossen begingen eine allgemeine Barbarei. Gleichheit. Radikale Gleichheit. Konsequente Gleichheit. Identität durch Identitätslosigkeit. Egalité. Nicht umsonst wurde dieser Term in der französischen Revolution zweimal gefordert. Einmal direkt, das andere mal subtiler, in der Forderung nach Rückkehr zum Familientisch und geistigen Inzest, der Forderung nach Brüderlichkeit, die nur in der Bandenherrschaft des NS-Unstaates erfüllt werden konnte. Freie Gangs buhlten dort um die Gunst des Volkes welches sie selbst wahren. Männerbünde, bündische Jugend, Faschismus ( vom lateinischen „Bund“ ). Fraternité eben. Mit Konsequenzen. Jetzt global. Wie bezeichnend, dass die Juche-Ideologie Kim Il-Sungs „Freundschaft der Klassen“ fordert. Keiner ist heute näher an 1789 dran als Nord Korea. Ein Land in dem die Menschen nur in Gruppen auf die Straße gehen, ein Land das seinen Bürgern die gleichen Frisuren verordnet, ein Land schließlich, welches spontane Gewaltausbrüche des Volkes als Tugend preist und von dem Flüchtlinge berichten, dass sogar Frauen aus geringsten Anlässen zu Faustkämpfen neigen. Ein Land schließlich, welches Ehen zwischen Nichtkoreaner und Koreaner unterbindet und einer Rassenideologie frönt, ein Land schließlich, dessen Psychopathologie soweit reicht, einen toten Schlächter als ewigen Präsidenten in der Verfassung zu verankern, quasi als Realsatire aufs Freudsche Konzept des zum Gott erhobenem toten Hordenvater. Nuklear ausgestattet. Gleichheit und Brüderlichkeit im 21. Jhd.

Bleibt noch liberté. Doch ist liberté immer nur liberté von Gruppen gewesen, war immer an Infanterie und Kavallerie gebunden, immer nur als dessen Wegbereiter. Von Anfang an ging es nur um Freiheit des dritten französischen Standes, der sich auch noch anmaßte der Vertreter der gesamten Menschheit zu sein zu wollen und eben nicht der einzelnen Menschen. Konsequent nur, dass man bei Antiimperialismus und Selbstbestimmung der Völker landete, da es dritter Stand = peuple hieß und es ganz logisch nicht beim dritten Stand, welcher ja nach der Phase des terreur die staatstragende Klasse war, bleiben konnte. Korrekt müssten also die Forderungen der französischen Revolution wie folgt lauten: Freiheit für die Gleichen, Brüderlichkeit unter den Gleichen, ergo und vulgo: Freiheit für die Sippe. Wie bezeichnend, dass man den Juden alles als Individuen zu gestehen wollte, doch nichts als Volk ( als „wahre“ Menschen ), d.h. am Ende ihnen nichts geben wollte, sie als Gegengruppe, schlussendlich als Gegenrasse deklarierte. Und die Tribalisierung der Welt ist beschlossene Sache. Stammesfehden die mit AKs und Handgranaten ausgetragen werden. Dialektik der Aufklärung die sich auf ihren Höhenpunkt zu bewegt. 1789 redux.

~ von analytics23a - Freitag, 8. Mai 2009.

28 Antworten to “1789 redux”

  1. […] die großartige polemik von Analytics weiterlesen auf No Blood For Sauerkraut […]

  2. Sehr schön und treffend beschrieben!

  3. Danke für die Unterstützung Kumpel. Gerade zum WE dürfte der Post n Publikumsmagnet sein. Abwarten…

  4. @ anal-ytics

    Kompliment: was für ein dummes Geschwätz.

  5. Mehr hast Du nicht auf Lager? Poor crap.

  6. anpruchsvoll geschrieben so frueh am morgen ;)
    (hier ist es 0911 uhr)
    aber wenn man diem pointe festhalten kann dann is gut.

  7. @Analytics
    Du hast einen Nerv getroffen – die Meldung aus der Arschlochfraktion zeigt es ;-)

  8. Obama light: http://www.youtube.com/watch?v=uwxOhOtNfHU

    :D

  9. @ anal-ytics

    „Von Anfang an ging es nur um Freiheit des dritten französischen Standes, der sich auch noch anmaßte der Vertreter der gesamten Menschheit zu sein zu wollen und eben nicht der einzelnen Menschen. Konsequent nur, dass man bei Antiimperialismus und Selbstbestimmung der Völker landete, da es dritter Stand = peuple hieß und es ganz logisch nicht beim dritten Stand, welcher ja nach der Phase des terreur die staatstragende Klasse war, bleiben konnte. Korrekt müssten also die Forderungen der französischen Revolution wie folgt lauten: Freiheit für die Gleichen, Brüderlichkeit unter den Gleichen, ergo und vulgo: Freiheit für die Sippe.“

    Seufz. Okay, widerholen wir Politische Ideeengeschichte 101:

    1. Die Französische Revolution wurde ausgelöst durch die neuen Eliten des entstehenden Bürgertums: Amtsadel (Notare, Advokaten), dem städtischen Handelskapital und den Spezialisten der königlichen Zentralverwaltung. Die, die arbeiteten und Steuern zahlten, aber keine Stimme / Stimmrecht hatten, weil die Stände(versammlungen) von der absolutistischen Monarchie zugunsten des Hofes / Hochadels entmachtet worden waren und darum die Reste ständischer Repräsentation. DEshalb war die erste Forderung: nicht Tod dem König, sonder Einberufung der Genralstände und eine verantwortliche Regierung.

    2. Der qualitative Unterschied zwischen der englischen Glorius Revolution und Großen FRanzösischen Revolution war nicht, dass der König geköpft wurde, sondern dass sein Amt abgeschafft wurde. Die äußerste bis dahin denkbare Kontrolle des Souveräns war die Konstituante, die Verfassung, die die Macht des Königs beschränkt. Nun geschah das is dahin kaum gedachte: die Monarchie wurde durch die Republik ersetzt.

    3. Das bedeutete nun die Herrschaft gewählter Repräsdentanten, aber nicht die direkte DEmokratie des Volkes, dass diesem drastischen Schritt zunächst skeptisch bis ablehnend (Bauern, Vendee) gegenüber stand. Die Herrschaft des Parlaments war die Herrschaft des gebildeten Bürgertums über den Rest des tier etat, nachedem Adel und Kirche für außerhalb der Nation erklärt worden waren.

    4. Oberste Regel war die Gleichheit – vor dem Gesetz (nicht die soziale Gleichheit), das das Eigentum und die Freiheit schützen sollte. Dazu mußte aber zunächst ein für alle gleiches Gesetz geschaffen werden, dass alle Priviligien durch Stand und Herkunft aufhob. Revolutionär war ein allgemeines und gleiches Wahlrecht zu einer einheitlichen Kammer (Assemblée Nationale) – damit war die Logik des ständischen Ancien Regime durchbrochen.

    5. Die Reaktion des absolutistischen Europa war der Krieg gegen die Republik. Und hier eskaliert der Kampf gegen die `Emigranten´ zum Kampf der (bis dato einzigen) Nation gegen die restliche Welt. Daraus folgt die neue Identität: wer sich für die Revolution und die Republik entscheidet ist Franzose = Republikaner, alle anderen sind der Feind. Anders ausgedrückt: die Zugehörigkeit hängt nicht von der ständischen Herkunft, der ethnischen Abstammung oder dem religiösen Bekenntnis ab, sondern von der politischen Haltung zur Revolutiuon. Es gibt kaum eine „Gruppenbildung“, die weniger mit „Sippe“ zu tun hat.

    Für die historischen Grundlagen empfehle ich immer noch Sobouls „Geschichte der Französischen Revolution“. http://de.wikipedia.org/wiki/Albert_Soboul
    Vielleicht hilfts ja …

  10. @ a new era (was für ein bescheuertes Pseudonym)

    ich find es immer wieder erstuanlich wie Leute, die allenfalls über Halbwissen verfügen, mit einer Hartnäckigkeit ihren Schrott in den Kommentaren verbreiten, als ginge es darum einen zu beweisen, dass man ein ganz toller Crack ist.
    Ich habe mir so ziemlich jeden Kommentar von dir durchgelesen und mehr als irgendwelche Links kommt von dir nicht.

    Und auch bei der französichen Revolution, den Ursachen, der Entwicklung und den Auswirkungen hast du nicht wirklich viel Ahnung, aber Hauptsache, dass du mal was geschrieben hast.

    „1. Die Französische Revolution wurde ausgelöst durch die neuen Eliten des entstehenden Bürgertums: Amtsadel (Notare, Advokaten), dem städtischen Handelskapital und den Spezialisten der königlichen Zentralverwaltung. Die, die arbeiteten und Steuern zahlten, aber keine Stimme / Stimmrecht hatten, weil die Stände(versammlungen) von der absolutistischen Monarchie zugunsten des Hofes / Hochadels entmachtet worden waren und darum die Reste ständischer Repräsentation. DEshalb war die erste Forderung: nicht Tod dem König, sonder Einberufung der Genralstände und eine verantwortliche Regierung.“

    Selten so einen uniformierten Unsinn gelesen. Man merkt dass du der französischen Sparche nicht mächtig bist und wahrscheinlich auch keinen französischen Historiker jemals gelesen hast. Der französische König war Pleite, schlicht und ergreifend. Um den Etat aber zu finanzieren wurden die Steuern erhöht, letztendlich entscheidend war die Steigerung des Brotpreises, was die Leute, vor allem in Paris auf die Straße gebracht hat. Das weiß jeder Hauptschüler. Da war nix mit „neuen Eliten“

    „2. Der qualitative Unterschied zwischen der englischen Glorius Revolution und Großen FRanzösischen Revolution war nicht, dass der König geköpft wurde, sondern dass sein Amt abgeschafft wurde. Die äußerste bis dahin denkbare Kontrolle des Souveräns war die Konstituante, die Verfassung, die die Macht des Königs beschränkt. Nun geschah das is dahin kaum gedachte: die Monarchie wurde durch die Republik ersetzt.“

    Auch völliger Blödsinn. Die Ideen wurden von den Militärs mitgebracht die gegen die Engländer in den „englischen Kolonien“ gekämpft haben. Dazu sollte man sich vielleicht auch mal mit amerikanischer Geschichte beschäftigen und eigentlich mal den namen Lafayette gehört haben. Von Anfang an wollten die Intelektuellen der Revolution eine Bürgerrepublik ohne König nach amerikanischen Vorbild. Kein König, sondern ein vom Volk gewählter Präsident. Allerdings hatten Leute wie Robespierre ganz andere Vorstellungen von einer Bürgerrepublik.

    „3. Das bedeutete nun die Herrschaft gewählter Repräsdentanten, aber nicht die direkte DEmokratie des Volkes, dass diesem drastischen Schritt zunächst skeptisch bis ablehnend (Bauern, Vendee) gegenüber stand. Die Herrschaft des Parlaments war die Herrschaft des gebildeten Bürgertums über den Rest des tier etat, nachedem Adel und Kirche für außerhalb der Nation erklärt worden waren.“

    Ich finde Leute lustig die keine Ahnung haben und so vage was zusammen schwurbeln, so dass man alles mögliche daraus ableiten kann. Die Sansculottes standen dem mitnichten ablehnend gegenüber, aber wenn man schon keine Ahnung hat. Im Gegenteil unterstützten sie die Jacobiner in der Idee einer Bürgerrepublik ohne König. So war ja auch die anfängliche Idee der Jacobiner. Und auch war die Idee eine „Nation ohne Schranken.“ Dazu müßte man halt französische Historiker lesen und nicht einen zufälligen Link posten.

    „4. Oberste Regel war die Gleichheit – vor dem Gesetz (nicht die soziale Gleichheit), das das Eigentum und die Freiheit schützen sollte. Dazu mußte aber zunächst ein für alle gleiches Gesetz geschaffen werden, dass alle Priviligien durch Stand und Herkunft aufhob. Revolutionär war ein allgemeines und gleiches Wahlrecht zu einer einheitlichen Kammer (Assemblée Nationale) – damit war die Logik des ständischen Ancien Regime durchbrochen.“

    Jetzt wird es so richtig abenteuerlich. Mal ’ne Frage, bist du irgendwie noch auf der Schule? Oberste Regel war die soziale Gleichheit und nicht die Gleichheit vor dem Gesetz, was für ein Blödsinn. Das was du dir zusammen schwurbelst kam später und fand dann irgendwann Einfluss in dem Code Napoleon.

    „5. Die Reaktion des absolutistischen Europa war der Krieg gegen die Republik. Und hier eskaliert der Kampf gegen die `Emigranten´ zum Kampf der (bis dato einzigen) Nation gegen die restliche Welt. Daraus folgt die neue Identität: wer sich für die Revolution und die Republik entscheidet ist Franzose = Republikaner, alle anderen sind der Feind. Anders ausgedrückt: die Zugehörigkeit hängt nicht von der ständischen Herkunft, der ethnischen Abstammung oder dem religiösen Bekenntnis ab, sondern von der politischen Haltung zur Revolutiuon. Es gibt kaum eine “Gruppenbildung”, die weniger mit “Sippe” zu tun hat.“

    Was für ein Gewäsch. Der Krieg gegen Frankreich, an dem im übrigen neben den Preußen die Österreicher beteiligt waren hatte unterschiedliche Gründe. Zum einen war man in Österreich stinkig über die Hinrichtung, zum anderen wollte man keine Revolution. Zum Rest: Es gab keinen Kampf gegen die Emigranten, im Gegenteil wurde die Idee eportiert „Mainzer Republik.“ Auch ein Grund warum es zum Krieg gegen Frankreich kam. Wer sich, du ja nicht, mit der Revolution wirklich beschäftigt hat der weiß, dass sogar das französische an sich in Frage stand.

    „Für die historischen Grundlagen empfehle ich immer noch Sobouls “Geschichte der Französischen Revolution”. http://de.wikipedia.org/wiki/Albert_Soboul
    Vielleicht hilfts ja …“

    Nun dir hat er nicht geholfen, weil du anscheinend nicht mal Soboul gelesen hast, sondern einfach mal mit Wikilinks um dich wirfst, aber das ist ja schon bekannt. Du bist eibfach nur ein armer Vollhorst der überall mitreden möchte weil er offensichtlich soziale Probleme hat und sich schämt eine beratungsstelle aufzusuchen, da spamt er lieber die Komemntarzeilen zu.

  11. Übrigens, bevor du antwortest, laß es lieber. Du hast keine Ahnung von irgendwas und bist einfach nur einer dieser grenzdebilen Vollpfosten die überall ihren Sermon schreiben müssen, weil sie sich sonst nicht akzeptiert fühlen. NBFS ist dafür wahrlich nicht die Therapieeinrichtung die du brauchst.

  12. @ taylor1944

    Hallo Vollpfosten. Blöd magst Du ja sein, aber vielleicht kannst Du lesen:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Franz%C3%B6sische_Revolution

    Hier ein paar Auszüge:

    1. „Bei der Vielzahl der Ursachen, die im Zusammenhang mit der Französischen Revolution in der Geschichtsforschung diskutiert werden, kann zwischen kurzfristig-akut wirksamen und längerfristig-latenten unterschieden werden. Zu den letzteren werden z. B. sozioökonomische Strukturveränderungen wie der in Entwicklung befindliche Kapitalismus gezählt, der mitsamt der sich seiner bedienenden Bourgeoisie durch das feudalabsolutistische Ancien Régime in seiner Entfaltung eingeengt, gleichsam gefesselt gewesen sei. Der Wandel des politischen Bewusstseins, der mit der Aufklärung vor allem im Bürgertum Rückhalt fand, konnte so gesehen von diesem als Instrument zur Durchsetzung eigener wirtschaftlicher und sozialer Interessen genutzt werden. Für die konkrete Entstehung der revolutionären Ausgangssituation des Jahres 1789 waren aber vor allem die in aktueller Zuspitzung wirksamen Faktoren ausschlaggebend: die Finanznot der Krone, die Opposition des Amtsadels (und damit zusammenhängend die Reformunfähigkeit des Landes, weil der Adel nötige Reformen blockierte) sowie die teuerungsbedingte Brotnot speziell in Paris.“

    2. „Nicht nur auf einem zentralen Feld praktischer Politik und im institutionellen Bereich wies der vorrevolutionäre französische Absolutismus Schwächen auf. Aufklärerisches politisches Denken stellte auch seine Legitimationsgrundlage in Frage und eröffnete neue Optionen der Herrschaftsorganisation. Aus der französischen Aufklärung des 18. Jahrhunderts ragen zwei Denker wegen ihrer besonderen Bedeutung für unterschiedliche Phasen der Französischen Revolution hervor: Montesquieus Modell einer Gewaltenteilung zwischen gesetzgebender, ausführender und richterlicher Gewalt kam im Laufe der ersten Revolutionsphase zur Anwendung, die in die Schaffung einer konstitutionellen Monarchie mündete. Für die radikaldemokratische zweite Revolutionsphase hat Rousseau wichtige Impulse geliefert, unter anderem, indem er das Eigentum als Ursache der Ungleichheit zwischen den Menschen ansah und Gesetze kritisierte, die ungerechte Besitzverhältnisse schützten. Er propagierte die Unterordnung des Einzelnen unter den allgemeinen Willen (Volonté générale), sah von einer Gewaltenteilung ab und die Richterwahl durch das Volk vor. Verbreitung fand aufklärerisches Denken im 18. Jahrhundert zunehmend in Debattierclubs und Freimaurerlogen sowie durch Lesezirkel, Salons und Kaffeehäuser, die im geselligen Rahmen zur Lektüre und Diskussion der Lesefrüchte anregten. Auch der Meinungsaustausch zu aktuellen politischen Fragen hatte hier zwanglos-selbstverständlich seinen Ort. Hauptnutzer waren bildungsbürgerliche Schichten und Berufsstände, wie z. B. Juristen, Ärzte, Lehrer und Professoren.

    Hinrichtung Ludwigs XVI.Am 21. Januar wurde der im Prozess nur noch als Louis Capet Angesprochene auf der „Place de la Révolution“ (heute Place de la Concorde) durch die Guillotine hingerichtet. Von einzelnen royalistischen Protestaktionen abgesehen, blieb es weitgehend ruhig im Lande: „außer in Paris und in den Versammlungen ruft der Prozess gegen Ludwig den XVI. keinerlei Begeisterung hervor. Dieses Schweigen eines ganzen Volkes beim Tod seines Königs beweist, wie tief der Bruch mit den jahrhundertealten Empfindungen der Menschen schon ist. Der Gesalbte Gottes, der mit allen Heilskräften Begabte wird ein für allemal mit Ludwig XVI. zu Staub. Man kann zwar zwanzig Jahre später die Monarchie wieder aufrichten, nicht aber die Mystik des geweihten Königs.““

    3. „Der Umzug von König und Hofstaat nach Paris, gefolgt von einer Begrenzung der Finanzmittel, die der Krone fernerhin im Rahmen einer von der Nationalversammlung bewilligten sogenannten Zivilliste zur Verfügung standen, schwächte die Stellung Ludwigs XVI. zwar zusätzlich, doch blieb er eine zentrale Figur im politischen Kräftespiel. Von einer kleinen Minderheit abgesehen, beabsichtigte niemand in der Nationalversammlung die Abschaffung des Königtums. Wohl aber gab es unterschiedliche Positionen dazu, wie viel politischer Einfluss dem Monarchen im Rahmen der künftigen Verfassung zukommen sollte. Von seiner Zustimmung hing aber wiederum ab, ob die neue Verfassungskonstruktion überhaupt funktionieren könnte. An einer prinzipiellen Weigerungshaltung des Königs musste jede konkrete Fassung der konstitutionellen Monarchie scheitern.“

    4. „Etwa 100 Abgeordnete des Dritten Standes, die sich zu gemeinsamen Beratungen im Bretonischen Klub zusammengefunden hatten, bereiteten einen Überrumpelungscoup in der Versammlung vor, mit dem der hinhaltende Widerstand der privilegierten Stände, die auf wieder etwas günstigere Zeiten zur Wahrung ihrer Besitzstände hofften, ausgehebelt werden sollte. Das Manöver gelang mit Unterstützung von liberalen Adligen, die in der Nachtsitzung vom 4./5. August 1789 mit großer Geste als Vorreiter des Verzichts agierten. Das betraf alle an die Person gebundenen Dienste, Hand- und Spanndienste, die grundherrliche Gerichtsbarkeit, den privilegierten Ämterzugang, die Abschaffung des Ämterkaufs und des Kirchenzehnten, dazu Vorrechte wie das der Jagd und der Taubenhaltung. Die Leibeigenschaft, die Steuerbefreiung der privilegierten Stände sowie alle Sonderrechte der Provinzen und Städte wurden aufgehoben: „In wenigen Stunden hatte die Versammlung die Einheit der Nation vor dem Recht hergestellt, hatte grundsätzlich mit dem Feudalsystem und der Herrschaft der Aristokratie auf dem Lande aufgeräumt, hatte das Element ihres Reichtums, das sie vom Bürgertum unterschied, beseitigt und die Finanz-, Justiz- und Kirchenreform jedenfalls eingeleitet.“[13] Es war das Ende des ständestaatlich organisierten Ancien Régime. Der in Windeseile sich verbreitende und die Revolution auf dem Lande nahezu schlagartig beendende Eingangssatz des die Beschlüsse dieser Nachtsitzung zusammenfassenden Dekrets lautete: „Die Nationalversammlung zerbricht vollständig das Feudalregime.“[14] Die frohe Kernbotschaft enthielt für die Bauern allerdings nicht die ganze Wahrheit. Zwar waren Leibeigenschaft und Frondienste ersatzlos abgeschafft, aber die übrigen Herrenrechte wurden lediglich rückkäuflich bzw. ablösbar gemacht, bei jährlich 3,3 Prozent Zinsen: „das politische Kalkül liegt darin, dass man das alte Herrenrecht in gutes bürgerliches Geld umrechnet und den Zins so lange zahlen lässt, wie das Kapital nicht zurückgezahlt ist. Die Adligen retten, was überhaupt zu retten ist, und die Grundbesitzer des Dritten Standes haben einen großen Vorteil durch die Gleichstellung von adeligen und bürgerlichen Gütern.“[15] Nachdem auf diese Weise die ländliche Bevölkerung hatte beruhigt werden können, setzte die Nationalversammlung ihre Arbeit an einer Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte fort, die am 26. August 1789 verabschiedet wurde und mit der Zusicherung beginnt: „Von ihrer Geburt an sind und bleiben die Menschen frei und an Rechten einander gleich.“[16] Verbürgt werden u. a. auch Eigentum, Sicherheit und das Recht auf Widerstand gegen Unterdrückung, rechtsstaatliche Prinzipien, Religions-, Meinungs- und Pressefreiheit sowie Volkssouveränität und Gewaltenteilung. Furet/Richet urteilen: „Diese siebzehn kurzen Artikel von wunderbarem Stil und geistiger Dichte sind nicht mehr Ausdruck des vorsichtigen Taktierens und der Ängstlichkeit des Bürgertums: indem die Revolution ihre Ziele und ihre Errungenschaften frei definiert, gibt sie sich in der natürlichsten Weise eine Fahne, die von der ganzen Welt respektiert werden muß.“ Der bürgerliche Individualismus habe damit seine öffentlich-rechtliche Magna Charta erhalten.[17]“

    5. “ Im Februar 1791 appellierte Marie-Antoinette brieflich an Leopold II., nicht länger zu säumen und der weiter rasch fortschreitenden Revolution, die sich auch auf die Österreichischen Niederlande auszubreiten drohe, mit militärischen Mitteln entgegenzutreten.

    Nach der Flucht des Königs ging von hier zuerst die Forderung nach Abschaffung der Monarchie und nach Errichtung einer Republik aus. Am 14. Juli 1791 und noch einmal drei Tage später fanden Großdemonstrationen auf dem Champ de Mars statt, wo nun am Altar des Vaterlandes Unterschriften für die Absetzung des Königs gesammelt wurden. Lafayette ließ die zweite Versammlung durch die Nationalgarde mit Gewehrsalven auseinander treiben, wobei es zahlreiche Tote gab. Ein unübersehbarer Riss trennte nun Nationalversammlung und Pariser Volksgesellschaften.
    Ein vielseitig motivierter Krieg
    Leopold II.Die Höfe, mit deren Unterstützung Ludwig XVI. bei seiner Flucht gerechnet hatte, ließen sich gut einen Monat Zeit für eine Reaktion. Dann erklärten Kaiser Leopold II. und der preußische König Friedrich Wilhelm II. in der Deklaration von Pillnitz die nach der Flucht eingetretene Lage Ludwigs XVI. zum gemeinsamen Interesse für alle Könige Europas. Beide Monarchen stellten militärisches Eingreifen zugunsten Ludwigs XVI. in Aussicht, falls es zu einer großen Koalition der europäischen Mächte mit diesem Ziel käme. Ernsthafte Anstrengungen zur Verwirklichung dieses Plans wurden dann aber nicht unternommen. Bewirkt wurde mit der Drohung nur, dass die französischen Revolutionsanhänger eine noch größere Erbitterung gegen das „aristokratische Komplott“ hegten.“

    Wie gesagt: soviel zur Politischen IDEENgeschichte 101 der Französischen Revolution. Anal-ytics dummes Geschwätz von der neuen Weltverschwörung, in der „Deutsche Sozialisten und französische Trotzkisten, us-amerikanische Liberale und iranische Klerikalfaschisten, nord-koreanische Nationalbolschewisten und russische Kommunisten“ gegen die Freie Welt – geführt von dem Nachfolger Obamas (ermordet oder nur impeached?) – stehen, wird auch durch die Umdeutung der Französischen Revolution zum Vorläufer von Al Quaida nicht besser. Ich verstehe ja, dass ihr eurem Schwachkopf nachtrauert, dem man jeden Krieg aufschwatzen konnte. Aber kauft euch doch mal ein Buch.

    P.S. Soboul habe ich im Geschichte-LK Mitte der achtziger Jahre gelesen. Also VOR dem Studium. Anscheinend im Gegensatz zu Dir.

  13. ane, manchmal habe ich den Eindruck auf den Gymnasien der 70er und 80er Jahren wurden den Leuten außer billigen Revolutionsgefassel und einen Intensivkurs in PR und „Duschen ohne Schampoo“ überhaupt nix beigebracht. Gut, ist auf meinem Gymmi nicht sehr viel anders, aber wenigstens sind bei uns LKs noch LEISTUNGSkurse und keine Lektionen über Nachhaltigkeit beim Kneckebrotkauen, wie es anscheinend bei Dir der Fall war.
    Du plapperst nur nach, Du hast nichts gelernt, Du hast nur die offiziele rotgrundierte Interpretation der Ereignisse des Jahres 1789 auswendig gelernt. Bei Lehrern, die die Klasse mit einem „Ihr könnt mich dutzen“ am Anfang des Schuljahres begrüßt haben, ist das wahrlich kein Wunder. Es ging den Mob, der die Bastille erstürmt hatte, weder um die Ersetzung des Souveräns, noch um irgendwelchen politischen Theorien, noch um den 3ten Stand, es ging ihnen nur ums Brot und um die Waffen, nicht mehr nicht weniger. Mag Lafayette auch die 1776er Revolution vor Augen gehabt haben, er war irrelevant, da die Ereignisse ihn schlicht und ergreifend überrollten. Am Ende waren es die Facts on the Ground die, wie immer in der Historie, Geschichte wurden. Eben jene Facts aber bestätigen mich und nicht die Version, wie sie Einzug in die Geschichtsbücher fand. Mag es Lafayette gegeben haben, am Ende zählten Robbespiere, seine Protofaschusten ( ich weiß, Du liebst den Term ) und die Guillotinen. Nebenbei war das die erste Art Menschen en masse, quasi in Manufakturgeschwindigkeit zu ermorden. Aber in der Wikipedia steht ja was anderes. Was für ein Dillitant!
    Das ist so typisch für die stalinistische Parole, sich „Auskennen“ zu müssen.

  14. @ anal-ytics

    Abschließend weil es nicht lohnt:
    wenn sich hier jemand als Dilettant geoutet, dann Deine Wenigkeit. Der Dritte Stand (tiers état) umfaßte zu dieser Zeit alle außer dem König, dem Adel und der Kirche, nicht nur die städtische pariser Unterschicht. Und die Gründe, warum die verschiedenen Gruppen zu Beginn der Revolution zu den Waffen griffen sind vielfältig, aber keinesfalls gab es zu Beginn eine Mehrheit für die Abschaffung der Monarchie und die Einführung einer bürgerlichen – ich weiß Du verstehst diesen Term nicht – Republik.

    Was mich allerdings interessieren würde ist, wie Du von den „facts on the ground“ erfahren hast, wenn sie nicht in den Geschichtsbüchern standen. Zeitmaschine?

    Was Deine Vorurteile gegenüber dem bundesdeutschen Schulsystem betrifft – ich muß Dich enttäuschen. An katholischen Provinzgymnasien war auch damals der Anteil bekennder Stalinisten eher gering. Mein damaliger Geschichtslehrer war ein bekennender Althistoriker, im Philologenverband, und politisch stockkonservativ. Aber er war Spezialist für die römische Republik und die griechische polis. Was ihn an der Französischen Revolution faszinierte, war, dass viele der revolutionären Vordenker sich explizit auf die römische res publica als Herrschaftsmodell einer „gerechten Regierung“ bezogen – 2000 Jahre später.

    Mein Vorschlag an Dich: werde erst mal erwachsen.

  15. Alt-33er die der „gerechten Regierung“ nachtrauerten, es wird immer besser. Über die facts on the ground: Die stehen tatsächlich in den Büchern, die sollten dort stehen. Was dort allerdings nicht zu suchen hat ist ideologische Interpretation. Was auch leider bei uns der Fall ist.
    Mein Vorschlag an Dich: Lerne eigenständig zu denken, nicht nur zu gehorchen. ;)

  16. @ analytics

    Kleiner, bei allem Verständnis für jugendlichen Überschwang jetzt ist mal langsam gut. Du solltest wirklich vorsichtiger mit Worten umgehen, die Du – noch? – nicht verstanden hast – „denken“ z.B. …

  17. Zunächst muss man denke ich vorausschicken, analytics, dass du dich nicht an ANE und seinen Freunden und Freundinnen aufreiben solltest.
    Ideologiekritik ist eine Praxis, die man sich selbst erarbeiten muss und die keine angenehme ist und die Polemik gegen die einzelne Person mündet da notwendigerweise in schales Gepöbel und Selbstdarstellung.
    Das ist ein Fehler zu dem ich auch immer wieder neige, den man sich aber eigentlich ersparen kann… er beweist nur, dass auch der Kritiker sich nicht gänzlich von seinem Ego – und damit der Verfangenheit in den Verhältnissen – lösen kann.
    Ansonsten stimme ich dem Artikel im weitesten Sinne zwar zu, was wohl daran liegt, dass wir augenscheinlich beide recht nahe an der Linie des ISF Freiburg sind, aber ich frage mich nichtsdestotrotz was die tiefere Motivation der Polemik war. Schließlich hat die Dialektik der Aufklärung ihren Höhepunkt bereits einmal erreicht gehabt und wir wissen beide, wann und wo das geschah. Die Voraussage, sie nähere sich – und das auch noch in Manier der kassandra als unabwendbare – ihrem Höhepunkt jetzt erst, scheint mir dann doch sich zu sehr in der eigenen Verzweiflung zu gefallen.
    Du selbst weißt es doch eigentlich – sich auszukennen reicht nicht, es ist eine schale Parole derer, die keine Kritik entwickeln können. In den Kommentaren wiest du ja sogar explizit darauf hin.
    Ebenso sinnig oder unsinnig ist es nun, Voraussagen über den Wahn der Vergesellschaftung zu machen – wir könnten letztlich genausogut aus Eingeweiden lesen, wie sich der Volksmob auf seinen ideologischen Höhepunkt hinbewegt… genaue Vorhersagen bekommen wir letztlich nicht daraus.
    Ich schließe aber nicht aus, dass ich einfach irgendetwas übersehen oder überlesen habe, daher nochmal die Frage klar:
    Was genau war der Sinn dieser Polemik – die ja immer auch Kritik sein sollte – oder sollte das einzig eine Analyse darstellen?

  18. Sollte keine Beleidigung sein. Falls es eine war, entschuldige ich mich in aller Förmlichkeit. Bei allen unseren Differenzen, wir sind zivilisiert und sollten daher nicht ins Persönliche hineingehen. Also, sorry, war nicht meine Absicht.

    Dennoch in der Sache habe ich Recht. 1789 war in der Tat ein Vorläufer von 1933 ( und auch von 1917 ). Die berühmten Fakten geben mir einfach Recht.

  19. Meine Absicht war es ja mit einer Polemik eine Diskussion zu entfachen, dessen Resultate man hätte weiterverwenden können. Mir ging es darum… soll ich das jetzt so aussprechen… darzustellen, dass bürgerliche Gesellschaft nicht überall in der Welt zum Faschismus tendiert, dazu wollte ich einen weiteren Text hier reinstellen lassen, welcher die 89er Revolution der 76er Revolution gegenüberstellt und die FUNDAMENTALEN Unterschiede der beiden aufzeigt. Du kannst mich ruhig größenwahnsinnig nennen, aber irgendwo wollte ich Adorno´s These in den USA gäbe es keinen NS weiterführen und darstellen dass die bürgerliche Gesellschaft von 1776 einen kommunistischen Kern den man „nur“ weiter zu entwickeln braucht, enthält, ganz anders als die 89er Revolution.

  20. Zum Höhepunkt: Gut. Der Punkt geht an Dich. Das war mehr als unglücklich formuliert. Ich hätte eher schreiben sollen, dass sie sich WIEDEREINMAL ihrem Höhepunkt sich zu bewegt und das die Menschheit anscheinend nichts dazu gelernt hat.

  21. Leute, ich brauche Diskussion hier. Etwas mehr action.

  22. Era,

    das war mir von Anfang an klar, dass du einfach nur eine arme Wurst bist.
    Wer lesen kann, ist taktisch klar im Vorteil, wenn er das gelesene auch versteht. Du wirfst ausschließlich mit Links um dich und hast den dialektischen Nachteil, dass du weder nicht liest, oder nicht verstehst.
    Wikipedia schreibt im Prinzip genau das, was ich dir schon gesagt habe. Dazu brauchte ich aber nicht Wikipedia, sondern haben das ganze schon vor über 20 Jahren bei französischen Historikern gelesen.

    Und wenn du schon Soboul in die Arena wirfst und dich damit brüstest du hättest diesen gelesen, dann hast du wahrscheinlich die anderen Werke von ihm nicht gelesen, ebenso wie du offensichtlich andere Historiker, wie Michelet, oder Mathiez nicht gelesen hast, aber glaubst du hättest den Durchblick-wie übrigens auch in der amerikanischen Politik-.
    Ich weiß ja nicht worauf du dir was einbildest, denn wenn du mir schreibst, du hättest studiert, dann zweifel ich aber ernsthaft an den deutschen Hochschulen die einem Horst wie dir auch noch einen Platz einräumen.

    Deine Kommentare sind völlig für den Hugo, weil du ellenlange Posts verfasst die, wenn man sie auseinander nimmt und den Links folgt, deinen Aussagen diametral widersprechen, was eigentlich nur den Schluß zuläßt, dass du einfach nur ein dummer Troll bist, der absolut keine Ahnung hat und versucht mit Halbwissen und Wikipedia zu punkten. Wenn das alles ist, was du so drauf hast, dann bist du wirklich eine arme Wurst.

    Da du aber für Traffic sorgst und für eine gewisse Erheiterung, mach einfach weiter so, jeder blamiert sich halt so gut er kann und du bist wirklich ein wahrer Meister darin.

    Und damit bin ich dann auch raus, weil mit Abziehbildern lohnt sich eine Diskussion nicht. Lern erstmal lesen, moron.

  23. Nein, das fasste ich nicht als Beleidigung auf… was auch davon.
    Es ging mir nur um die Diskussion mit ANE, die mir dann doch etwas zu sehr eben ins „Informiert-sein“ hineinging.
    Ich selbst fühlte mich gar nicht davon angesprochen, stimme dir allerdings auch in allen Punkten – bis auf den bereits genannten – zu. Von daher kann ich dir auch leider nicht die Diskussion liefern die du dir wünschst, du bekommst einfach – wie waiting das einmal bei mir im Blog formulierte ein „Word.“ ;)

  24. anti, nicht Du warst gemeint, sondern ane. Bei allen Differenzen mit ane, sollte man Respekt vor seinem Gegner haben. Hier wurde ich einfach zu persönlich. Alles klar? ;)

  25. Was bedeutet der Satz:
    „1789 war in der Tat ein Vorläufer von 1933“
    eigentlich genau? Welchen Zusammenhang gibt es zwischen 1789 und 1933?
    Kann man die Aussage
    „… dass die bürgerliche Gesellschaft von 1776 einen kommunistischen Kern den man “nur” weiter zu entwickeln braucht, enthält, ganz anders als die 89er Revolution.“
    exakt formulieren?
    Kann man irgendetwas von dem, was Du schreibst, auf seinen Wahrheitsgehalt überprüfen, also falsifizieren, beweisen, empirische Daten angeben, die Deine Thesen stützen?
    Im übrigen waren die Nazis Deutsche und nicht Franzosen, kamen also aus einem Land wo es bis 89 keine wirkliche Revolution gab, aber das war ja viel später.

  26. Puuh Empirie, ahm anti, hilf mir bitte etwas aus, ich bin erst jetzt mit den HAs fertig geworden und bin K.O.
    Das Thema ist soo umfangreich. Ahm, als Stichworte kann ich Dir geben: Horkheimer, Adorno, Franz Neumann, aber auch Marcuse ( tw. empfehlenswert ) etc. etc da ist jede Menge Empirie.

  27. @ taylor 1944

    Ach so – ein Dummschwätzer, der schon mal was von name-dropping gehört hat. Reicht aber nun wirklich nicht. Jemand, der so lange postings braucht, um einen anderen zu beleidigen, scheidet schon wegen unzureichenden rhetorischen Fähigkeiten aus.

  28. Aber Du bist nicht nachtragend, nein, wie käme ich nur darauf. ;)

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