Stein, mal wieder weise


Die Uno ist nur noch eine Bühne für komische Kleindiktatoren und Präsidentendarsteller wie Ahmadinedschad. Antisemiten, Pädophile und Völkermörder sind die einzigen Interessengruppen, die von der Weltorganisation profitieren.

Hannes Stein ist eigentlich immer gut. Aber in seinem so wütenden wie informativen Kommentar anlässlich Achmadinedschads UNO-Rede an Führers Geburtstag hat er sogar sich selbst noch mal übertroffen und seine Schlußfolgerung ist die einzig sinnvolle:

[…] Amerika – raus aus der Uno! Und Uno – raus aus Amerika! Mögen die Vereinten Nationen noch ein paar Schattenjährchen lang in Tripolis, Caracas oder Teheran ihr mageres Dasein fristen, während wir im Westen uns überlegen, durch welch bessere Organisation wir sie ersetzen wollen.

~ von Paul13 - Dienstag, 21. April 2009.

4 Antworten to “Stein, mal wieder weise”

  1. Danke fuer den Link. Werde das gleich mal bei mir veroeffentlichen.

  2. Paul

    Psst! Ich verrate Dir jetzt ein schmutziges Geheimnis, von dem ich hoffe, dass Du es unter Deinesgleichen weitersagst:

    „Den Westen“ (die sog. Freie Welt, christliche Wertgemeinschaft, Club der Demokratien usw.) gibt es nicht und hat es nie gegeben. Was es nach 1945 gab war eine in zwei antagonistische Systeme gespaltene Welt und ein großes Gebiet, das zwischen beiden Alternativen geschwankt hat – die sog. Dritte Welt, wo die Leute hungerten und wo die Kriege stattfanden. Diese Aufteilung endete spätestens mit der bedingungslosen Kapitulation des einen Systems. Seitdem hat sich in den letzten zwanzig Jahren eine sehr komplizierte Welt entwickelt, in der die UN nur eine Institution unter vielen ist – und eine ziemlich machtlose.

    Aber das Problem in der UN sind ja nicht Länder wie Togo, Sierra Leone, Kongo oder Myamar – sondern Mitgliedsstaaten wie China, Rußland, Saudi-Arabien, der Iran oder Pakistan. Länder mit einer gewissen Machtbasis, die sich nicht so verhalten, wie „der Westen“ (für Paul – die USA) will. Und auf die er nur einen sehr begrenzten Einfluß hat, wenn er denn keine Invasion starten will. Und wir haben in den letzten Jahren ja gelernt, was dabei rauskomt.

    Deshalb ist es relativ egal, was in der UN-Menschenrechtskommission, beim WFP oder beim UNHCR gesagt oder beschlossen wird. Denn wenn sich die Mächtigen dieser Welt treffen, um ein vergleichsweise harmlose Frage wie neue Spielregeln für das Weltfinanzsystem nach dem giant fuck-up der „free-economy“ Fraktion zu beshließem – dann heißt das zuständige Gremum neuerdings G-20. Warum wohl?

  3. @ a new era

    Daß es für Dich keinen Westen gibt, wenn man mal von dem imperialistischen Weltunterdrückungsbündnis absieht, gegen das die brüderliche Sowjetunion so tapfer, wenn auch vergebens angekämpft hat, glaube ich Dir, auch ohne daß Du uns Deine schmutzigen kleinen Geheimnisse verrätst.

    Für mich hingegen gibt es den Westen im Sinne des demokratischen Teils der Welt. Damit umfaßt er einen beträchtlichen Teil der Staaten dieses Planeten und die weit überwiegende Mehrheit der darin lebenden Menschen. Was für etwas, was nicht existiert, schon mal kein so schlechter Wert ist.

  4. @new era
    Dass die UNO machtlos ist, ist im Übrigen kein Argument dafür, dass sie nicht abgeschafft werden sollte.

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