Change (the regime)!


Tja, liebe Irakkriegsgegner, da müßt Ihr Euch beim Festtagsmenü am Wochenende wohl auf eine Überraschung einstellen. Statt der angekündigten BBQ Texas Hawk Wings gibt’s diesmal nämlich gebratene Friedenstaube a la Chef, serviert mit den aus berufenem Munde kommenden ultimativen Lobesworten für die Befreier des Irak:

From getting rid of Saddam, to reducing violence, to stabilizing the country, to facilitating elections — you have given Iraq the opportunity to stand on its own as a democratic country. That is an extraordinary achievement.”

Und keine Sorge, für den Fall, daß Ihr Euch vor Schreck vollkotzt, gibt’s wunderschöne regenbogenfarbene Pace-Servietten.

(Hat tip: S1IG)

~ von Paul13 - Donnerstag, 9. April 2009.

11 Antworten to “Change (the regime)!”

  1. Wieso kotzen? Es ist doch offensichtlich, wer den Frieden brachte: Der Messias höchstpersönlich. Außerdem kommt der Frieden jetzt, nachdem er seinen höchsteigenen Rückzugsplan durchsetzen will ;)

  2. *gröhl*
    Aber keine Angst wegen vollgekotzter Festtagstische: Linke, Pazifisten und andere ideologische Vollpfosten waren immer schon gut darin Dinge die ihnen nicht in den Kram passen einfach zu ignorieren.

  3. So isser halt der Mr. Telprompter:

    http://www.weltwoche.ch/ausgaben/2009-15/artikel-2009-15-praesidiale-sprechhilfe.html

  4. Am Wochenende bei den Ostermärschen gibt es dann regenbogenfarbene Pace-Kotztüten…

  5. @ Paul

    Bist Du wirklich schon so verzweifelt, dass Du Dich darauf berufen mußt, wenn der amtierende Präsident bei einem Truppenbesuch in einem Kampfgebiet den anwesenden troops ein paar freundliche Worte sagt? Was hätte er denn Deiner Meinung sagen sollen?

    „Liebe Leute, ihr habt tapfer gekämpft, aber eigentlich war das alles umsonst, weil mein unfähiger Vorgänger und sein korruptes Regime euch ohne Vorbereitschaft in einen Krieg geführt hat, der nicht zu gewinnen ist und der so teuer wurde, dass wir ihn uns in Zukunft nicht mehr leisten können, so dass ich euch in den nächsten Monaten eh abziehen werde.“ Oder so ähnlich?

    Falls Du in den letzten Wochen nicht nur Obamas Reden sondern auch die Nachrichten gelesen hast, müßte Dir aufgefallen sein, dass sich ein halbes Jahr nach dem vorläufigen Endsieg von „the surge“ die Anschläge im Irak häufen und es erste Anzeichen für das Wiederaufflammen der Konflikte zwischen Sunniten und der schiitisch dominierten Zentralregierung gibt.

    Vielleicht hat Obama deshalb auch gesagt“ … you have given Iraq the OPPORTUNITY (Hervorhebung von mir, ane) to stand on its own as a democratic country.“ Also warten wir mal ab was passiert, wenn die amerikanischen Truppen im nächsten Jahr weitgehend abgezogen sind.

  6. @ a new era
    „Falls Du in den letzten Wochen nicht nur Obamas Reden sondern auch die Nachrichten gelesen hast, müßte Dir aufgefallen sein, dass sich ein halbes Jahr nach dem vorläufigen Endsieg von “the surge” die Anschläge im Irak häufen und es erste Anzeichen für das Wiederaufflammen der Konflikte zwischen Sunniten und der schiitisch dominierten Zentralregierung gibt.“
    Manche sagen: Nach der Wahl Barack Obamas häufen sich die Anschläge.
    Und so kann sich jeder in seiner Sicht bestätigt fühlen :)

  7. @ a new era

    Bist Du wirklich schon so verzweifelt, dass Du Dich darauf berufen mußt, wenn der amtierende Präsident bei einem Truppenbesuch in einem Kampfgebiet den anwesenden troops ein paar freundliche Worte sagt?

    Ein paar freundliche Worte? Mr. Change persönlich betet die Argumente für den Irakkrieg aus dem Handbuch für NeoCons und solche die es werden wollen Punkt für Punkt herunter und tritt seinen diktatorenverstehenden Fans – also auch Dir – in den Hintern, daß Ihr bis Wladiwostok fliegt. Das ist nichts zum verzweifeln, sondern superlustig! Oder findest Du nicht? Muahahaha…

    Was hätte er denn Deiner Meinung sagen sollen?

    “Liebe Leute, ihr habt tapfer gekämpft, aber eigentlich war das alles umsonst, weil mein unfähiger Vorgänger und sein korruptes Regime euch ohne Vorbereitschaft in einen Krieg geführt hat, der nicht zu gewinnen ist und der so teuer wurde, dass wir ihn uns in Zukunft nicht mehr leisten können, so dass ich euch in den nächsten Monaten eh abziehen werde.” Oder so ähnlich?

    Zum Beispiel. Das hat er ja auch im Wahlkampf schon so ähnlich gesagt. Kombiniert mit ein paar aufmunternden Worten wie „Aber Ihr könnt ja nichts für die falsche Politik, Ihr habt nur Euren Job gemacht, und den ganz gut!“ hätte das vollauf gereicht. Aber aus irgendwelchen Gründen hat er statt dessen die volle Bush-Argumentation heruntergespult. Das würde mir an Deiner Stelle schon zu denken geben.

    Falls Du in den letzten Wochen nicht nur Obamas Reden sondern auch die Nachrichten gelesen hast, müßte Dir aufgefallen sein, dass sich ein halbes Jahr nach dem vorläufigen Endsieg von “the surge” die Anschläge im Irak häufen und es erste Anzeichen für das Wiederaufflammen der Konflikte zwischen Sunniten und der schiitisch dominierten Zentralregierung gibt.

    Jaja, der Endsieg der Rebellen, da isser wieder. Die Sunniten, die Schiiten, und nicht irgendwelche Minderheiten. Der Bürgerkrieg steht erneut kurz bevor. Träum weiter. Aber selbst wenn Du recht hättest, dann wäre Obamas Ankündigung, die Truppen abzuziehen, irgendwie doch nicht so richtig clever, was meinst Du?

    Vielleicht hat Obama deshalb auch gesagt” … you have given Iraq the OPPORTUNITY (Hervorhebung von mir, ane) to stand on its own as a democratic country.” Also warten wir mal ab was passiert, wenn die amerikanischen Truppen im nächsten Jahr weitgehend abgezogen sind.

    Selbst wenn man davon ausgeht, daß es wie durch ein Wunder doch noch schief gehen sollte, so war die Befreiung zunächst mal ein Geschenk. Was der Beschenkte mit dem Geschenk dann macht, ist eine andere Geschichte, aber selbst wenn er es dann kaputt macht, ist das nchts, was gegen das Beschenken als solches spricht.

  8. @ Schmock

    Man könnte sogar sagen, nach der Bekanntgabe des Zeitplans für den Truppenabzugs häufen sich die Anschläge. ;-)

  9. @ Schmock

    „Manche sagen: Nach der Wahl Barack Obamas häufen sich die Anschläge.“

    Es dürfte weniger mit der Person Obamas als mit dem angekündigten Rückzug der amerikanischen Truppen zu tun haben. Das Problem: das Gegenmodell MccCains „a hundred years“ wollten in den USA nur wenige. Weil in jeder Hinsicht zu teuer. Denn moderne Kolonialkriege sind im Gegensatz zum NeoCon-Katachismus keine Kreuzzüge, sonder Kosten-Nutzen-Rechnungen.

    @ Paul

    „Selbst wenn man davon ausgeht, daß es wie durch ein Wunder doch noch schief gehen sollte, so war die Befreiung zunächst mal ein Geschenk. Was der Beschenkte mit dem Geschenk dann macht, ist eine andere Geschichte, aber selbst wenn er es dann kaputt macht, ist das nchts, was gegen das Beschenken als solches spricht.“

    Wenn Du das für Deinen Seelenfrieden brauchst …

  10. @ Adnan

    Köstlich! Der erste Messias, der seine Wunder abliest. Ob das in die neue Ära paßt? ;-)

  11. @ a new era

    Es dürfte weniger mit der Person Obamas als mit dem angekündigten Rückzug der amerikanischen Truppen zu tun haben.

    Wenn es hier nicht schon stehen würde, würde ich Dich fragen, ob ich das schriftlich haben kann. ;-)

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