Sponeck spinnt bei SPON


„Eine stärkere Nato wäre eine Gefahr für den Weltfrieden“

Auf ihrem Jubiläumsgipfel ringt die Nato um die zukünftige Strategie. Hans-Christof Graf von Sponeck, prominenter Kritiker des Militärbündnisses, warnt im Gespräch mit SPIEGEL ONLINE vor einer Erweiterung des Paktes – und fordert stattdessen eine Stärkung der Vereinten Nationen.

Ein prominenter NATO-Kritiker? Und dann auch noch adelig? Hm, auf Anhieb sagt mir der Name jetzt nichts. Mal schauen, was man so alles über den guten Mann rauskriegen kann, der sich angesichts der bisher doch eher durchwachsenen Bilanz der UNO bei der Erhaltung bzw. Wiederherstellung des Weltfriedens hier recht weit aus dem Fenster lehnt:

Von Sponeck is frequently quoted in the German media (and sometimes in non-German media) as „expert“ on the Iraq war. His criticism of President Bush and the U.S. Iraq policy is aggressive and polemic, and as such of course highly welcomed by his journalistic counterparts.  In 2003 he received the Bremen Peace Award for the resignation from his UN post in protest „against the sanctions policy of the Security Council and in particular the USA, responsible for the death of several hundred thousand Iraqi children“ (no mention of Saddam’s responsibilities, of course).

As it now turns out, Hans von Sponeck also pursued other interests in Iraq after he left the UN:

„Mr. von Sponeck solicited financial contributions for his sanctions-related work from corporations seeking to do business with Iraq under the Programme (Oil for Food) … (a business partner of Mr. von Sponeck) recalled that – after he enlisted Mr. von Sponeck’s assistance – Iraq granted his request for additional oil under the Programme. … Mr. von Sponeck’s activities should have been subject to post-employment restrictions in order to safeguard against a possibility of an actual or apparent conflict of interest…“
Source: Independent Inquiry Committee into the United Nations Oil-for-Food Programme: Manipulation of the Oil-for-Food Programme by the Iraqi Regime, p. 508-509

The Washington Times reports on von Sponeck’s Iraqi business affairs under the headline „$addam and hi$ enabler$“ (mentioning von Sponeck next to George Galloway).

Ach, DER war das? Einer von Galloways Spezln? Jetzt wird mir einiges klar. Keine weiteren Fragen, Euer Ehren…

~ von Paul13 - Freitag, 3. April 2009.

2 Antworten to “Sponeck spinnt bei SPON”

  1. Ach die NATO ist die Gefahr für den Weltfrieden! Und ich Dummerchen dachte da bisher eher an den Iran, Nordkorea, den islam. Terrorismus….Danke für die Aufklärung, Herr Sponeck.

  2. […] Hans-Christof von Sponeck – ex-UNO-Karrierist (hat selbst gekündigt), offenbar Radikal-Pazifist und jemand, der Recht und Gesetz gerne nach seiner Pfeife tanzen lässt. Spielte – insbesondere vor und nach seiner Kündigung bei der UNO – keine sonderlich gute Rolle im Korruptions-Sumpf um das Öl-für-Lebensmittel-Programm im Irak, was ihm bei der Washington Times eine Erwähnung unter dem Titel „$addam and hi$ enabler$“ einbrachte. Jetzt sponn er – ziemlich konsequent – bei SPON rum: NATO ist Sch…, ganz böse, konterkariert die UNO, mordet, Ursache negativer Entwicklungen, Kriegsgefahr, Kriegsgrund, Gefahr für den Weltfrieden. Aha. Und stattdessen? UNO stärken! Ausgerechnet! Den Bazar der Tyrannen, wo Krieg weggeredet, Völkermord ignoriert und Menschenrechte allmählich abgeschafft werden. Und dieser bigotten Truppe soll die NATO sich unterordnen. Das kann nur aus dem Hirn eines radikalpazifistischen Scheuklappenträgers erwachsen – denn Kritik an Saddam, an Terroristen, an Tyrannen und Despotien kennt man von dem Herrn kaum. Die übt er vorwiegend und mit einseitig interpretierten Argumenten gegen den Westen. Gefahren durch Diktaturen und Völkermord-Aspiranten? Nebbich. Der Westen ist das Übel. Basta. Aber mit der Haltung, dass die NATO der Aggressor und Kriegstreiber ist, die Taliban aber z.B. die Opfer und nicht die Täter, steht er ja nicht alleine da – die ganzen Leute, die die NATO verteufeln, dürfen sich das Knallchargen-Etikett mit anhängen. (Ausnahme: die „Autonomen“ in Kehl und Straßburg, das sind Leute, die wegen Mordversuch und sinnloser – gibt’s juristisch nicht – massiver Sachbeschädigung abgeurteilt gehören.) […]

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