Schädelberge auf dem Rechnungshof


Teure Kriege: Die Einsätze in Afghanistan und Irak sowie der Kampf gegen den Terror haben die USA seit 2001 insgesamt 685,7 Milliarden Dollar gekostet. Den Großteil der Summe verschlingt der Irak-Krieg.

Wow!!! Fast 700 Mrd. Dollar? Das wären dann ja nahezu unglaubliche 1% des Bruttosozialprodukts! Also wenn derartig horrende Kriegskosten kein Grund sind, fremde Menschen in fernen Ländern fremde Menschen in fernen Ländern sein zu lassen und aufs Kriegführen ganz generell zu verzichten, was dann?

Im Ernst, selbst wenn man nicht nur moralische Bewertungen außen vor läßt, sondern sogar die ökonomischen Folgekosten von Saddams Zugriff auf die Ölresourcen am Persischen Golf und den in Afghanistan geplanten Megaterror mal komplett ausblendet, bedeuten die finanziellen Kriegsfolgen nichts weiter als ein leicht gebremstes Wirtschaftswachstum.

Wenn die USA so kleinkrämerisch argumentieren würden, dann hätten sie nicht nur ihre realpolitischen Hurensöhne in Vietnam im Stich lassen müssen (Kriegskosten 1968: 9% des BSP), sondern erst Recht die UNO mit ihrer so wunderschön multilateralen Forderung nach dem Schutz Südkoreas vor einer Invasion der GULag-Kommunisten (Kriegskosten 1953: 14% des BSP).

Vor allem aber hätten sie wegen des unweigerlich drohenden Staatsbankrotts die Finger vom Kampf gegen die Achsenmächte lassen müssen, denn was immer den Japanern damals noch an frechen Forderungen eingefallen wäre, es wäre in jedem Fall weit billiger gekommen als die durch die Beteiligung am II. Weltkrieg (Kosten 1944: 44% des BSP) vernichteten Resourcen.

Zudem sollten all jene, die Fragen zu Freiheit und Sicherheit so eiskalt ökonomisch berechnen, nicht vergessen, daß sie damit bereits ihren eigenen Wert beziffert haben. Und 15.000 Dollar sind selbst für ein menschenverachtendes und moralvergessenes kulturrelativistisches Arschloch nicht sonderlich viel.

~ von Paul13 - Dienstag, 31. März 2009.

10 Antworten to “Schädelberge auf dem Rechnungshof”

  1. 12.911 Mrd.? In welchem Jahr genau, mein kleiner Einstein? ;-)

  2. Das CIA-World-Factbook nennt ein BIP von 14.58 Billionen Dollar im Jahr 2008.
    Die gesamten Militärkosten der letzten acht Jahre betragen lt. SpON 685.7 Milliarden Dollar.

    Also wurden 4.7% des BIP von 2008 dafür ausgegeben. Pro Jahr des Zeitraums wären das etwa 0.58% gewesen.

  3. Ich bin als Durchschnitt des genannten Zeitraums mal ganz grob von ca. 12 Billionen ausgegangen, da das BSP 2002 ja noch deutlich niedriger war. Macht bei den hier zugrundegelegten 7 Jahren ca. 85 Billionen, da wären es etwa 0,8%.

    Unser brilliantes Mathegenie Dr. Jekyll hat dann ein beliebiges der sieben Jahre genommen (ich schätze mal so ca. 2005) und es einfach mal mit den gesamten Kriegskosten über den gesamten Zeitraum seit dem 11. September verrechnet.

    Und da hatten wir noch Glück, denn wenn er den Referenzzeitraum auf die Woche nach seinem Geburtstag gelegt hätte, hätte der Krieg ein vielfaches des BSP gekostet. Das wäre dann zugegeben wirklich teuer. ;-)

  4. warte mal wieviel hat BHO in 60 tagen rausgeballert (und zwar nur 10 prozent davon zum einsatz fuer dieses Jahr, der rest davon wird in zusammenarbeit mit kriminellen vereinigungen wie ACORN dem aufbau einer abhaengigen stammwaeehlerschaft dienen)
    achjaa – ueber 2 BILLIONEN

  5. 2008, soso. Und aus welchem Jahr hast die 700 Mrd. Kriegskosten genommen? Auch 2008? Oder war’s ein anderes? :-)

  6. @Paul
    Nicht vergessen – da war was mit der Zeitmaschine – wahrscheinlich rechnet der Looney-Left-Taschenrechner auch anders ;-)

  7. Irgendwas sagt mir, daß Nixons Taliban dahinterstecken… ;-)

  8. @ Paul

    Also wenn schon Zahlen, dann dir richtigen. Nach dem letzten CRS-report kosten Bushs Kriege die USA bis Mitte 2009 ca. 864 Mrd. Dollar (laufende Kosten). Davon kostete bisher die:
    – Operation Iraqi Freedom (OIF) = Irak ca. 657 Mrd. Dollar
    – Operation Enduring Freedom (OEF) = Afghanistan 173 Mrd. Dollar
    – Operation Noble Eagle (ONE) = base security 28 Mrd. Dollar.
    Die aktuelle burn-rate allein im Irak liegt bei 10 Mrd. / month. Einzelheiten hier:
    http://www.fas.org/sgp/crs/natsec/RL33110.pdf

    Bei einem BIP der USA von ca. 14.200 Mrd. Dollar in 2008 entsprechen alleine diese (kumulierten) laufenden Kosten ca. 16 % des GDP:
    http://www.bea.gov/national/nipaweb/TableView.asp?SelectedTable=5&FirstYear=2007&LastYear=2008&Freq=Qtr

    Zu den langfristigen Kosten nur des Irakkrieges hier die Experten, die sich im Gegensatz zur Bush-Administration nicht um den Faktor 10-20 geirrt haben:
    http://www.timesonline.co.uk/tol/comment/columnists/guest_contributors/article3419840.ece

    Aber dies ist nicht der Punkt. Entscheidend ist die Realität auch in der Geschichte:
    – Die USA haben sich mit dem halben Korea zufrieden gegeben, weil das ganze zu teuer geworden wäre.
    – Die USA sind aus Vietnam abgezogen und die Kommunisten haben – zumindest vorläufig – gesiegt.
    – zu den USA im Zweiten Weltkrieg siehe hier:
    https://nbfs.wordpress.com/2009/03/28/yes-we-can-attack-north-korea/

    Denn die Realität heute ist auch nicht mehr die von 1945, als die USA wegen ihrer Rüstungs-Lieferungen an die europäischen Verbündeten enorme Überschüsse angehäuft hatten und ihre Industrieproduktion die produktivste und technisch fortgeschrittenste der Welt war. Heute sind die USA pleite, der Dollar wird nicht einmal mehr von den Chinesen gerne genommen und große Teile ihrer Industrie sind entweder schon verschrottet oder nicht mehr konkurrenzfähig. Frag Mr. Wagoner.

    Deshalb heißt die Botschaft Obamas: there is NO new Sheriff in town. Aber irgendwann wirst selbst Du das kapieren …

  9. 16 Prozent von 14.100 Mrd. Dollar sind 2272 Mrd. Dollar, monatlich wären das 189,33.

    Bitte, wenn Du Zahlen auftischt, dann rechne auch korrekt mit ihnen, jeder Fünftklässler sollte das schaffen…

  10. Wenn ich die letzten 40 Jahre jedes mal einen Dollar bekommen hätte wenn jemand „Die USA sind Pleite!“ geschrien hat, dann wäre ich jetzt Multi-Millionär.
    Träum weiter!

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