Flieger aus dem Osten


A Russian air force chief said Saturday that the country could base some strategic bombers in Cuba or on an island offered by Venezuela, the Interfax news agency reported

Und welche Sorgen hat Präsident Wunderheiler?

President Barack Obama has said the US food safety system is a „public health hazard“ and in need of an overhaul.

Ich war in den USA. Mehrere Male sogar. Das Land ist nicht bekannt für kulinarische Höhenflüge oder Feinschmeckereien, aber – und ein grosses aber – man sieht amerikanischem Essen sofort an wie geniessbar es ist und in welchen Mengen es genossen werden sollte. Eigentlich ist das bei jeglicher Art von Essen so. Aber hey, mir meine Sorgen, Bambi seine.

Wirklich schön ist – und man hofft Obama merkt es – die Tatsache, dass die Russen solche Ankündigungen gezielt in die Medien schleusen nicht einmal eine Woche nachdem Obama den Russen anbot, das Raketenabwehrschild in Polen und der Tschechischen Republik nicht zu bauen. Freunde verraten, Feinde ermutigt. You are on a streak, Mr. President.

~ von G - Sonntag, 15. März 2009.

18 Antworten to “Flieger aus dem Osten”

  1. Ja, angesichts der bald schon täglichen Tests wird es Zeit für Obama, daß er auch mal einen besteht. Ein kleiner Hinweis – natürlich auch nur rein hypothetisch – auf US-Kampfflugzeuge in sagen wir Georgien sollte eigentlich schon ausreichen. Aber Obama scheint nicht als großer Außenpolitiker in die Geschichtsbücher eingehen zu wollen.

  2. @ Paul

    Mensch, Paule (resigniert die Schulter zuckend) – hast Du es denn immer noch nicht begriffen? Die NeoCons haben verloren! Nicht nur bei den Wahlen im November, sondern vor der Weltgeschichte:

    Die Weltwirtschaft seht vor der schwersten Krise seit dem Schwarzen Freitag, die USA sind (mehr als) pleite und Obama hat schlicht keine Zeit, kein Geld und kein Interesse für Deine Sandkastenspiele. Wenn irgendein russischer General davon träumt Kubakrise II spielen zu wollen, so nimmt das außer Dir und Deinen Kamweraden schlicht keiner ernst.

    Denn nehmen wir mal an Rußland käme auf die schwachsinige Idee, auf Kuba Landstreckenbomber zu stationieren. Wovor sollen die denn Kuba schützen? Vor amerikanischen Touristen oder Zigarrenkäufern?

    Wenn Du Dich in der exilkubanischen Gemeinde in Miami mal umhören würdest – da laufen schon seit Monaten die Verhandlungen darüber, welcher Clan welches Hotel in Havanna und welche Tabakplantage nach Fidels Staatsbegräbnis übernehmen wird. Du hast Sorgen!

  3. Äh, Du mußt jetzt stark sein, aber man stationiert Langstreckenbomber nicht, um den Stationierungsort vor etwas zu beschützen, sondern um von dort aus etwas anderes zu bedrohen.

    Wobei die Bomber nicht das Problem sind (die können nichts, was russische Atomraketen nicht viel besser könnten, und wären im Ernstfall nur als Übungsziel für amerikanische Abfangjäger nützlich), sondern daß es hier ums Prinzip geht und darum, inwieweit Präsident Obama bereit ist, die Spielregeln eines potentiellen Gegners zu akzeptieren, anstatt die eigenen zu verteidigen.

  4. @ Paul

    Welche Spielregeln?
    – NeoCons haben keine oder
    – „Mit Russen niemals Frieden!“ (Horst Schroth).

    Nehmen wir einmal die Interfax-Meldung ist korrekt. Dan hat irgend ein General was erzählt. Dass bedeutet zweierlei: er hat aus dem Kreml die Aufforderung dazu bekommen (wenn nicht ist er bereits in Sibiien) und der Kreml wollte diese Aussage nicht selbst machen, um sie dementieren zu können.

    Maximal ist es eine ziemlich hilflose Retourkutsche gegen den schwachsinnige Aktionismus der Bush-Administration, die – nachdem die NATO sich bis in die Vororte von Sankt Petersburg ausgedehnt hat – Raketen in Polen und der Tschechischen Republik stationieren wollte um die Freie Welt vor IRANISCHEN (!) Raketen zu stützen und unbedingt die NATO in die Kämpfe im Kaukasus verwickeln wollte, weil die USA ja sonst keine Probleme haben.

    Aber wir wissen beide, dass die Russen keine Langstreckenbomber in Kuba, Venzuela oder sonstwo in the americas stationieren werden. Die sind viel zu beschäftigt den amerikanischen Truppen in Afghanistan die Nachschubwege abzuschneiden.

    Der Unterschied zwischen Obama und Bush ist, dass ersterer diesen Hintergrund versteht und auch nicht „meine Rakete ist aber größer als Deine“ spielen muß. Ich weiß, it´s a new world for you. Aber das wäre eine gute Gelegenheit erwachsen zu werden.

  5. z.B. da:
    A well-connected Washington figure, who is close to members of Mr Obama’s inner circle, expressed concern that Mr Obama had failed so far to „even fake an interest in foreign policy“.

    Ist zwar nur Grape Vine aber der ist ja immer am interessantesten.

  6. Die Spielregel sollte lauten: Die Demokratien gewinnen, die Diktaturen verlieren. Jede andere Spielregel macht keinen Sinn. Und diese Regel gilt natürlich auch für Russen, selbst dann, wenn es Rapallo-Träumern wie Dir nicht paßt. Und je früher Obama das begreift, desto besser ist es für die Menschheit.

    Daß Du nicht verstehst, warum man einen Raketenschutzschild gegen iranische Raketen in Polen und Tschechien aufbaut und nicht in Grönland oder der Antarktis, glaube ich Dir allerdings unbesehen.

  7. Mein lieber Paul,
    hier muss ich mal einen Einwand bringen.
    Unsere Sueddliche Luftabwehr ist loecherig wie ein Schweitzer Kaese. Defacto ist die Luftverteidigung immer noch auf den Cold War ausgelegt. Also nach Norden ueber den Nordpol hin. Wenn also ein ernstzunehmendes Waffensystem wie eine modernisierte TU-160 in unserem Ruecken steht, dann ist das ein ernstes Problem.
    Die Dinger waeren dann sehr wohl in der Lage uns ernsthaft Kopfzerbrechen zu bereiten.
    Mit Uebungszielen ist da nicht wenn ein System wie die TU-160 im Tiefflug mit Nuklearer Bewaffnung tief in den Raum eindringen kann und die Grossen Staedte im Sueden ohne ernsthafte Vorwarnung angreifen kann.
    Damit wuerden die Russen eine dicke Fette Rote Linie ueberschreiten.
    @new era
    An dem Tag an dem er das zulaesst sind seine Tage als President gezaehlt. DaS hat dann nichts mehr mit Geld zu tun, da geht es um eine direkte und unmittelbare Bedrohung der USA. Jeder der dann auch nur Ansatzweise President bleiben moechte oder widergewaehlt werden wird genau dies verhinden muessen.
    Da gibt es dann naemlich keine Parteien mehr, wenn man vom traurigen Linken Fluegel absieht der sich gerade um die Wahl betrogen fuehlt, sondern nur eine einzige.

  8. @ Paul

    Die Spielregel lautet: das Land mit der überlegenen Ökonomie, der führenden Wissenschaft, der bestausgebildeten workforce und der effizientesten Infrastruktur gewinnt. Vorausgesetzt das politische System bringt eine politische Führung an die Macht, die diese Ressourcen sinnvoll einsetzt. In diesem letzten Punkt haben die USA in den letzten Wochen beeindruckende Fortschritte erzielt.

    Was den Raketenschutzschild betrifft, so dürften die in Ostpolen stationierten Abfangraketen kaum in der Lage sein, iranische Raketen zu zerstören, die auf israelisches, saudi-arabisches oder ägyptisches Territorium abgeschossen werden. Und das wäre doch der spannenende Fall. Zumindest wenn man unterstellt, dass Achmadinedschad – bzw. sein Nachfolger – auf dem Selbstmordtrip sei. Denn warum sollten die Iraner ihre besten Kunden in Europa angreifen?

  9. @ auslaender

    Wie im Kindergarten: Obama wird gar nichts zulassen. Weil es eine solche Stationierung bzw. eine vertragliche Vereinbarung zwischen Kuba und Rußland über eine solche Stationierung gar nicht geben wird.

    Wenn die USA auf jeden Gehirnfurz eines großmäuligen russischen Generals in den letzten fünfzehn Jahren mit Panik reagiert hättem, dann wären wir jetzt bei Nuklearkrieg Nr. 5 – 6.

    Jungs, warum geht ihr also nicht ein bßchen in den Hobbykeller, zieht euch die Neufassung von Dr. Strangelove für Nintendo rein und regt euch wieder ab.

  10. Also der einzige der sich wirklich aufregt scheinst mir Du zu sein. Ich schmunzele mir hier einen wie die Ausreden der Obama-Juenger immer duenner werden und schon selbst sagen das Obamas ankuendigungen wohl nicht laufen. Woran natuerlich President Bush schuld sein muss denn Senator und Presidentschaftskanidat Obama hatte dies natuerlich alles nicht gewusst als er seine Wahlversprechen machte….
    Noch ein paar Monate und dann hat auch er erkannt dass sein Anwaltsgehabe als President nicht ausreicht, schon gar nicht wenn es um Aussenpolitik geht. Die sind naemlich nicht in einem US Gerichtssaaal und keine Jury die man uberzeugen muss sondern Staaten. ;-) Solange die USA nicht ernsthaft bedroht sind werde ich weiter schmunzeln und sehen wie er nach und nach mit diesen Bedrohungen umgehen wird wie President Bush und zwar noch mehr als er es jetzt schon macht…..
    @Paul
    Ich weiss klingt zynisch aber was bleibt einem anderes uebrig wenn ein Junior ins Amt gewaehlt wurde.

  11. @ auslaender

    Schmunzeln beruhigt. Also solltest Du es regelmäßig tun. Aonsonsten ist es müßig mit Deiner bone-head Haltun (“ … egal was er ankündigt, das darf der gar nicht, hat mein sergeant gesagt“) zu streiten. Warten wir also ab, welche Außenpolitik Obamas in den nächsten vier Jahren machen wird. Einen entscheidenden Unterschied zu Bush kann ich Dir aber jetzt schon sagen: Bush hat zwei Kriege angefangen. Obama wird zumindestens einen beenden.

  12. Jetzt wirst Du staunen: Die Israelis haben bereits eine Raketenabwehr. Ob sie die natürlich auch für die Ägypter hergeben, darf bezweifelt werden. Die Europäaer müssen sich ebenfalls selber schützen. Und da sind die Amis so nett ihnen zu helfen. Aber wenn Du Obama nett fragst, nimmt er Raketenangngriffe auf Deinen Wohnort ja vielleicht von der Verteidigung aus.

    Das Argument mit den besten Kunden ist angesichts der deutschen Geschichte eigentlich zu blöd, um noch was dazu zu sagen, daher nur so viel: Wenn Adolfimdschihad ökonomisch denken würde, hätte er längst Israel anerkannt und sich an Geschäften mit Juden, Amerikanern und sonstigen Kreuzrittern einen Wolf verdient, anstatt sein Geld den Terroristen von Hamas und Hisbollah hinterherzuwerfen.

  13. Den Krieg, den er zu beenden denkt, hat Bush aber nicht nur vorher erst gewonnen, sondern auch das Ende bereits ausgehandelt. Obama tut nichts als zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein und die Abschlußparade abzunehmen.

  14. Die Löcher ließen sich aber stopfen. Und selbst wenn ein russischer Bomber es schaffen sollte, in den US-Luftraum einzudringen, könnte er im Ernstfall nichts tun als ein Ziel zu bombardieren, daß bereits Stunden vorher von einer russischen Atomrakete zerstört worden wäre.

    Ich sehe das Problem eher auf der psychologischen Ebene. Hier soll Obama gezeigt werden „Wir haben zwar nur Flugzeugträger aus Zuckerrohr und Caudillos statt Kapitäne, aber wir können Euch trotzdem provozieren, ohne daß Du irgendwas dagegen tun kannst“.

  15. Das nun jemandem wie unserem new era klarezumachen ist wie gegen Windmuehlen anzugehen. Der Messias halt.
    Wollen wir nur mal hoffen das er nicht einen konzeptlosen dritten Anfangen muss, nur weil er staendig glaubt er waere in einem Gerichtssaal. Siehe Bill Clinton mit seinen konzeptlosen Anfaengen und nicht zuende gebrachten Projekten.

  16. Ich fürchte, da könnte mehr dran sein, als uns allen lieb ist. Am Anfang dachte ich ja, daß Obama nur das falsche außenpolitische Konzept vertritt, das er im Amt dann durch ein nicht ganz so falsches, aber immer noch nicht richtiges ersetzen wird.

    Aber allmählich beschleicht mich auch der Verdacht, daß er gar keines hatte. Er läßt die Generäle ein paar Truppen verschieben, droht Bösewichtern gleich mit dem großen Atomhammer und hofft ansonsten, daß die Europäer es schon richten werden und ihn nicht mit ihren außenpolitischen Problemchen behelligen werden.

    Wenn das tatsächlich so wäre, dann hätten wir ein wirkliches Problem. Das ist schon eine richtig gruselige Vrostellung.

  17. Oh nein, da fühlt man sich als überzeugter Europäer fast schon genötigt den verlorenen Posten des GASP-Verfechters einzunehmen… ich lass‘ es mal und behaupte stattdessen: Der populärste Präsident der letzten 20 Jahre versucht schlicht seine Popularität zu erhalten indem er sich im die Sache kümmert, die dem Amerikaner am wichtigsten ist: Amerika. Die Welt lässt er sich weiterdrehen weil er weiß dass er sie – auch dank Bush – im Zweifel in einem Jahr noch anhalten kann.

  18. „Die Spielregel lautet: das Land mit der überlegenen Ökonomie, der führenden Wissenschaft, der bestausgebildeten workforce und der effizientesten Infrastruktur gewinnt. Vorausgesetzt das politische System bringt eine politische Führung an die Macht, die diese Ressourcen sinnvoll einsetzt. In diesem letzten Punkt haben die USA in den letzten Wochen beeindruckende Fortschritte erzielt.“

    Nein. In den letzten Wochen wurde festgeschrieben, dass Unsummen fuer Bloedsinn vielerlei Art verpulvert wird. Geld fuer Zukunftslose „Zukunftstechnologien“, Geld fuer Special Interests sowohl rein politischer Natur (die Wahlfalesche von ACORN, zB) als auch oekonomisch-unhaltbarer Natur, Geld fuer Projekte, so sowieso (aber mit zweckverbundenerer Verschuldung) ausgefuehrt werden und daher keine „Arbeit schaffen“ – am besten solche, die so wie noch erst in Jahren anfangen – , Geld fuer subventionierten Unsinn, der nur ausgefuehrt wird, um die Subventionen in the Taschen findiger Geschaeftsleute zu leiten.
    Geld fuer den vollendenten Niedergang der US-Autoindustrie (trotz allem bauten die immer noch relativ viele Autotypen, die die Kundschaft haben will – damit wird jetzt Schluss gemacht, aber bis sie ganz kaputt ist, wird noch viel bailout-Geld in Gewerkschaftskassen fliessen). Statt vernuenftige Kraftwerke zu bauen, wird Geld in (vielleicht zum Glueck) hackbare Stromnetze gesteckt, die in der Lage sein sollen, einem bei heissem Wetter die Klimanlage abzudrehen.
    Aber die mark-to-market-Regel abzuschaffen und damit einen einfachen grossen Schritt zum Tauen des Finanzmarktes zu machen, das geht nicht.

    Es ist ein bischen so, als haette die SPD aus Versehen Lafontaine zum Kanzler gemacht, und alle Minister sind ex-PDS oder giftgruen.

    „Yes we can“? – Ja, wir koennen uns ueber Behinderte lustig machen. Toll. Thank you so fucking much. Trotz aller Entschuldigungen (ist die Aehnlichkeit mit „hey, some of my best friends are black“ erkennbar?) wird meine Tochter viele Jahre wegen dieser Ermutigung der seelischen Grausamkeit mehr leiden werden.

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