Atomkrieg, ja bitte!


Ihr wollt konventionelle Kriege um jeden Preis verhindern, liebe Appeasementspinner, ganz gleich was die Folgen sind? Das läßt sich einrichten. Der hier ist für Euch:

France to help develop Saudi, Egyptian, Gulf nuclear programs

France has injected fresh momentum into the Middle East nuclear race by inviting Gulf nations to take a minority stake in the French nuclear giant Areva (CEPFi.PA), DEBKAfile’s military sources report.

After a meeting with French president Nicolas Sarkozy Friday, March 13, the emir of Kuwait, Sheikh Jaber Moubarak Al-Hamad Al-Sabah, said the two leaders discussed the possible purchase of French military materiel and the issue of energy and nuclear reactors. He also referred to Kuwait and other Gulf countries taking a one-to-five percent stake in the world’s biggest builder of nuclear reactors.

Falls Ihr wissen wollt, wie das wirkliche Ende der Geschichte aussieht, dann seit Ihr jedenfalls genau auf dem richtigen Weg, es herauszufinden.

~ von Paul13 - Sonntag, 15. März 2009.

19 Antworten to “Atomkrieg, ja bitte!”

  1. @ Paul das Orakel

    Frankreich? Sarkozy? Ist das nicht der hyperaktive Gnom, den Du uns erst kürzlich als Teil der Achse des Guten verkauft hast, weil er die französischen Streitkräfte heim in die NATO holen wollte?

    Lektion I: Geschäft ist Geschäft. Frag die Neoliberalen. Die Golf-staaten haben aus dem letzten Jahr noch einige Öldollars übrig und dafür kann man auf dem freiesten Weltmarkt aller Zeiten so ziemlich alles kaufen – auch Nukleartechnologie. Von den Russen, den Nordkoreanern, den Pakistanis – oder den Franzosen.

    Lektion II: Neokonservatismus macht blöde. So haben Bush und seine Mit-Helden anscheinend wirklich geglaubt, dass die Invasion des Irak der Demokratie, der Freiheit und dem Frieden in der Region zum Durchbruch verhelfen würde.

    Und wenn das so ist – dann ist doch alles im grünen Bereich: die sich zunehmend liberalisierenden & demokratisierenden arabischen Gesellschaften der Golfanrainerstaaten bereiten sich einfach nur auf eine effiziente Energieversorgung für ihre innovativen Dienstlestungsökonomien nach dem Versiegen der Ölquellen vor. Und das in Kooperation mit unseren europäischen Verbündeten. Ist doch prima.

    Ach, so. Is doch nix mit Demokratisierung. Und der Irak steht zwischen den Fronten: die sunnitischen arabischen Autokratien des westlichen Golfrandes rüsten auf für die Konfrontation mit der nuklear bewaffneten Regionalmacht Iran am anderen Ufer. Die Franzosen verkaufen mal wieder an alle, die zahlen können. Tja dann können wir nur hoffen, dass Obama die amerikanischen Streitkräfte rechtzeitig aus dem Irak abziehen wird. Und dass die Autoindustrie rechtzeitig auf Elektroantrieb umgestellt hat.

    Wie immer: Beschwerden an Bush & Cheney.

  2. Auch wenn Sarkozy noch nicht ganz so schlimm wie der widerliche Appeasementjunkie Chirac ist, so ist er für mich tatsächlich eine Enttäuschung, da er sich unterm Strich nur als ein weiterer Realpolitiker entpuppt, den die Welt nicht braucht. Da hätte ich mir von ihm und vor allem seinem Außenminister ein wenig mehr erhofft.

    Aber schön, daß er dafür wenigstens Dich als Fan gewinnen konnte. Was ja auch nur folgerichtig ist, da er Obamas Ansatz, nämlich zu hoffen, daß Machmirdendschihad ein vernünftiger Mann ist und genauso rational auf nukleare Abschreckung reagiert wie die damaligen Commie-Gerontokraten, perfekt umsetzt. Wer weiß vielleicht wird Supersarko ja Superobamas Pudel?

    Nur, wie kommst Du darauf, das es nix ist mit der Demokratisierung? Mal ganz davon abgesehen, daß zumindest ich Demokratisierung der Atomisierung vorziehen würde, hat sie im Irak allen Widrigkeiten zum Trotz funktioniert, und Ihr Diktatorenversteher konntet bei aller Anstrengung Eurer Terroristenfreunde nichts, aber auch gar nichts dagegen tun. Bush wins, you lose.

    Wie schnell sich die Demokratie in der Region weiterverbreitet, werden wir sehen. Vielleicht nicht so schnell wie von mir erhofft, aber in jedem Fall schneller, als Bushhasser wie Du es sich leisten können, um nicht gänzlich ohne Hosen dazustehen. Und wenn es dann trotzdem bereits zu spät sein sollte, hat Bush es anders als Obama wenigstens versucht.

  3. @ Paul

    „Und wenn es dann trotzdem bereits zu spät sein sollte, hat Bush es anders als Obama wenigstens versucht.“

    Dazu fällt mir wenig ein. Findest Du nicht, dass ein paar hunderttausend Tote, ein zerstörtes Land – und so 2-3 trillion Dollar ein bißchen teuer für einen „Versuch“ sind?

  4. Erstens sind es nicht ein paarhunderttausend Tote. Zweitens wurden die tatsächlichen Opfer zum allergrößten Teil von eben jenen Faschisten und Islamisten umgebracht, die Du so gerne an der Macht siehst. Drittens ist das Land nicht zerstört. Viertens ist es immer wieder schön, einen Möchtegernlinken Menschenleben gegen Cash aufrechnen zu sehen. Und fünftens wären selbst die paarhunderttausend Tote nichts gegen die Abermillionen Opfer eines Atomkriegs. Außer natürlich die Kriegsgegner haben in iher Rolle als Atomkraftgegner jahrzehntelang hemmungslos gelogen. ;-)

  5. @ Paul

    Mein kleiner Kriegshetzer – wenn etwas die Rüstungsspirale in der Region in Gang gesetzt hat, dann war es die Besetzung des Irak:
    der Iran rüstet auf, weil er sich vor der nächsten amerikanischen Invasion fürchtet (bzw. gefürchtet hat), die arabischen Golfstaaten weil sie sich vor dem aufrüstenden Iran fürchten und beide weil sie noch nicht wissen, wie die Frontlinien im kommenden irakischen Bürgerkrieg verlaufen werden und ob bzw. wann die Gegenseite mit eigenen Truppen intervenieren wird.

    Ansonsten: das Land ist nicht zerstört? LOL! Fast sechs Jahre nachdem „major combat operations“ geendet und nachdem allein die USA über 40 Mrd. Dollar für den Wiederaufbau ausgegeben haben, ist die amtierende irakische Regierung noch immer nicht in der Lage, eine Basisversorgung der Bevölkerung mit Trinkwasser, elektrischem Strom, Medikamenten und Benzin sicherzustellen. Und die Ölförderung liegt nach jahrelanger Renovierung der Förderanlagen und der Transportnetze gerade mal zehn Prozent über dem Niveau von vor der Invasion – unter UN-Boycott! For details see:
    http://www.sigir.mil/reports/QuarterlyReports/Jan09/pdf/Report_-_January_2009_LoRes.pdf

  6. „der Iran rüstet auf, weil er sich vor der nächsten amerikanischen Invasion fürchtet“

    das hättest du wohl gern. ’s ist alles wie immer die kriegerische USA schuld, so einfach ist das hm?
    wenn du dich auch nur ein bißchen mit dem iran beschäftigt hättest wüsstest du, dass die mullahs andere motive haben um ihre ganze energie in die entwicklung von „nukleartechnologie“ zu stecken. die immer wieder aufkommende behauptung, dass dies ein logischer schritt angesichts der „bedrohung USA“ sei schluckst du nur zu gerne, passt schließlich genau ins weltbild.

  7. A New Era meint halt, daß die Mullahs schon in den 80ern eine magische Kristallkugel besaßen und wegen der in 20 Jahren zu erwartenden Machtergreifung der damals selbst in den USA noch eher unbekannten NeoCons schon mal vorsorglich ihr Atomprogramm starteten. Rein defensiv natürlich.

  8. Mmmmm, Atomprogramme waren bislang immer defensiv, oder? Der große Gleichmacher halt, das unübersehbare „uns bitte nicht angreifen“-Schild auf der Weltkarte.

  9. LOL – ich habe das heute morgen auch schon gelesen (und gelacht). Die Mullahs arbeiten schon lange an einem geheimen Atomprogramm und belügen die Welt nach Strich und Faden. Wer die Hamas-Faschisten als Demokraten labelt, der hält auch die Israel-hassenden Irren in Teheran für arme Opfer.

  10. @ alle meine kleinen Spinner

    Jungs habt ihr ein so kurzes Gedächtnis? Das iranische Atomprogramm wurde nach dem Sturz Mossadeghs (angeleitet durch die CIA) unter dem westlichen Verbündeten Shah begonnen – von den AMERIKANERN:

    „“President Gerald Ford signed a directive in 1976 offering Tehran the chance to buy and operate a U.S.-built reprocessing facility for extracting plutonium from nuclear reactor fuel. The deal was for a complete ’nuclear fuel cycle‘.“ … „At the time, Richard Cheney was the White House Chief of Staff, and Donald Rumsfeld was the Secretary of Defense.“
    http://en.wikipedia.org/wiki/Nuclear_program_of_Iran

    Und wenn der Irakkrieg die Diktatoren dieser Welt eines gelehrt hat: man muß Weapons of Mass Destruction haben – nicht von ihnen schwadronieren. Fragt Kim.

  11. Also wenn Du schon aus Wiki zitierst dann solltest Du alles relevante zitieren und nicht nur der Teil der dir am besten passt.
    Dein Vorgaenger im Amt hat aber auch nicht begriffen das die meisten hier Links lesen und dann auch noch im Zusammenhang begreifen. Und dann zeigt beim Bau der Reaktoren der Finger auf die .
    Wer also ist nun der Spinner?

  12. Bislang ist das richtige Wort. Mit der Armageddon-Fraktion ist das aber nicht mehr ganz so sicher. Und rein defensiv kann in der nordkoreanischen Variante auch bedeuten „So kann ich in Ruhe meine Untertatn unterdrücken, ein paar Millionen von ihnen verhundern lassen, in den GULag sperren bzw für Menschenversuche mißbrauchen, und Ihr könnt nichts dagegen tun, ätsch!“ Das ist also nichts, wofür man automatisch Verständnis aufbringen muß.

  13. @ A New Era

    Stimmt insofern, daß der Schah tatsächlich bereits ein Atomprogramm hatte. Es stimmt aber auch, daß er es 1979 neben einigen anderen Aktivitäten überraschend eingestellt hat. Die Mullahs haben es dann meines Wissens erst Mitte der 80er-Jahre wieder aufgenommen.

    Und nur weil Du es ok findest, daß der Schah die Bombe hat (übrigens mit Wohlwollen jener realpolitischen Prä-Obamas, die Du als Pin-Ups an der Wand hängen hast), um seine Großmachtträume zu verwirklichen, heißt das noch lange nicht, daß ich es akzeptiere, daß auch Leute die Bombe haben, die die Existenz des eigenen Landes für die Zerstörung eines anderen zu opfern bereit sind.

    Du gehst fälschlicherweise davon aus, daß es sich bei der Mullahbande um iranische Nationalisten handelt. Es sind aber eher Antinationalisten, die primär religiös motiviert sind und nachweislich nicht mit der Wimper zucken, wenn die nationalen Interessen des Iran nuklearen Endzeitträumen untergeordnet werden müssen.

  14. @Paul
    Und die bösen Amis haben ja dem Iran im Rahmen von „Atoms for Peace“ Hilfe zugesagt. Das wird schnell mal unter den Tisch gekehrt. ANE sieht das Massenvernichtungsprogramm der Mullahs im Rahmen von „Frieden schaffen mit Atomwaffen“. Der damit verbundene Wunsch nach Ausradierung Israels (und das durch die Mullahs eingeplante Opfer der Palestinenser) sind dabei vollkommen uninteressant… Jagerli-like Blog-Commedy?

  15. „Es sind aber eher Antinationalisten, die primär religiös motiviert sind und nachweislich nicht mit der Wimper zucken, wenn die nationalen Interessen des Iran nuklearen Endzeitträumen untergeordnet werden müssen.“

    Dieser Nachweis würde mich interessieren. Ahmadinedschad fand ich ziemlich nationalistisch. Ich denke es hängt eher davon ab, was man unter „nationale Interessen“ des Iran versteht. Was mich dann erstaunt: wenn die islamischen Gotteskrieger auf dem unerbittlichen Feldzug gegen „den Westen“ und alle Nicht-Muslime sind – warum hat die iranische Führung Bush (der Chef des Großen Satans) 2003 ein Verhandlungsangebot unterbreitet? Ist das nicht Verrat an der islamischen Revolution bzw. dem Dschihad zur Einführung des weltweiten Kalifats? Lies hier:
    http://www.washingtonpost.com/wp-dyn/content/article/2006/06/17/AR2006061700727_pf.html

  16. Na, dann erzähl dem lieben Onkel doch mal, welcher der Mullahs sich Deiner Meinung nach im Zweifelsfalls für die Nation und gegen die Religion entscheiden würde.

    Was Deine Frage angeht, warum die Führung in Teheran den USA so ein Angebot unterbreitet hat, nun, die Antwort findet sich in dem von Dir verlinkten Artikel, den Du besser vorher mal gelesen hättest:

    Parsi said the U.S. victory in Iraq frightened the Iranians because U.S. forces had routed in three weeks an army that Iran had failed to defeat during a bloody eight-year war.

    Das heißt, aus der Position der Stärke, mit der US-Kavallerie und dem Damoklesschwert des „regime change“ im Rücken, fressen einem sogar die größten Schurken noch aus der Hand.

    Womit bewiesen wäre, daß man ein Eigentor sogar vom Elfmeterpunkt aus erzielen kann. Oder um es einfacher auszudrücken: MUAHAHAHA!!!

  17. Ja, im Kalten Krieg war ANE wahrscheinlich ein eisenharter Kommunistenfresser, der Strauß wegen dessen Haltung zur Atomkraft mochte und Nixon wegen dessen interessengeleiteter Realpolitik. Aber so Leute muß es ja auch geben. ;-)

  18. Paul hat recht, die Antwort war deiner unwürdig. Selbst wenn es den Irakkrieg nicht gegeben hätte, wären auch nach islamistischer Auffassung Täuschungen und taktische Manöver jederzeit möglich, ja geradezu Pflicht, solange das Endziel Islamische Weltrevolution nicht aus den Augen verloren wird.

  19. @ a new era: „Ahmadinedschad fand ich ziemlich nationalistisch. Ich denke es hängt eher davon ab, was man unter “nationale Interessen” des Iran versteht.“

    z.B. diesen Text würd ich dir ans herz legen:
    http://www.matthiaskuentzel.de/contents/ahmadinejads-mission

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