Experten unter sich


Einfache Blogkommentatoren.

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Erfahrene Journalistenlegenden.

Der mächtigste Mann der Welt.

 

Katastrophe. Desaster. Schlamassel.

Volksaufstand. Bürgerkrieg. Zerfall.

Verloren. Niederlage. Kapitulation.

Exit Strategy. Cut & Run. Vietnam.

 

Im Januar 4 von Terroristen getötete US-Soldaten.

 

Zum Glück muß Onkel Ho das nicht mehr erleben. Da würde selbst er noch rot anlaufen.

~ von Paul13 - Samstag, 7. Februar 2009.

49 Antworten to “Experten unter sich”

  1. @ Paul_13

    Hmm.
    Gemäß der Angaben von IBC:
    + mmilitary deaths per month in 1/09: 16
    + 4237 US forces dead
    + > 30.000 wounded
    + hunderttausende Iraker getötet (jeden Monat hunderte bis heute)
    + Millionen Iraker geflohen
    + das Land zerstört: kein fließendes Wasser, keine Elektrizität, Schulen, Krankenhäuser, Bibliotheken verwüstet, Fachleute ins Ausland geflohen
    + Kosten des Krieges und der Besetzung bis heute: 650 Mrd. US-Dollar, ingesamt ca. 2-3 Billionen

    Und es gibt noch ein paar ungelöste Probleme:
    + Kurdistan (Unabhängigkeit, PKK / Türkei, Grenze Iran, Status Kirkuk),
    + Iran (Regionaler Einfluss, Konflikt mit Kuwait / Saudi-Arabien, + Hizbollah + Hamas)
    + Verfassung (Sunniten / Schiiten, Scharia, Erdöl)
    + Wiederaufbau (s.o.) und natürlich eine Kleinigkeit:
    Was passiert nach dem Rückzug der US-forces: Anbar / sunnitische Stämme, al Sadr / Mehdi Miliz, AQiI.

    Schließlich: wenn Du schon IBC zitierst empfehle ich auch die verlinkten Berichte:
    http://hosted.ap.org/dynamic/stories/E/EU_TURKEY_IRAQ_KURDS?SITE=AP&SECTION=HOME&TEMPLATE=DEFAULT&CTIME=2009-02-06-04-54-02
    http://www.alternet.org/waroniraq/125484/no_unemployment_among_iraqi_gravediggers/

    Btw: Onkel HO ?!?

  2. @ a new era

    Wie Du jene 12 der 16 „military deaths“, die bei Autounfällen etc. ums Leben kamen, was ihnen genauso gut auch beim Manöver im Schwarzwald (Wehrwolf?) oder in der heimatlichen Kaserne (Indianer?) hätte passieren können, dem „Widerstand“ zurechnen willst, darfst Du uns gerne mal erklären. Aber trotzdem nett, daß Du in die Falle getappt bist. ;-)

    Die Wahlen verliefen im übrigen nicht nur problemlos (klar, war natürlich alles nur ein genialer Trick von Al-Qaida, die die Marionetten der Besatzer in Sicherheit wiegen will, bevor der Entscheidungsschlag kommt), es wurden zudem sowohl irakische Sektierer wie auch iranische Staathalter zurechtgestutzt. Gewonnen haben hingegen die gemäßigten Kräfte.

    Um es ganz deutlich zu sagen: Der Irak ist anders als zu Clintons Zeiten nicht mehr die größte Bedrohung amerikanischer Interessen in der Region, sondern Bush sei dank inzwischen die stärkste Stütze Obamas in der gesamten arabischen Welt. Er muß das jetzt nur noch akzeptieren lernen. Was zugegeben der schwierigste Teil der Aufgabe werden dürfte.

    P.S.: Daß Du Onkel Ho nicht kennst, enttäuscht mich jetzt doch ein bißchen.

  3. @a new era

    Gemäß der Angaben von IBC: […]
    + hunderttausende Iraker getötet

    Da hast Du Dich sicher vertippt – sollte wohl keine 100.000 Tote heißen oder? Da ist Dir nur ein Komma verrutscht – Passiert!

    Millionen von Flüchtlingen stimmt auch:

    Rund zwei Millionen Iraker leben derzeit laut UNHCR als Flüchtlinge in Iraks Nachbarländern, wobei viele von ihnen bereits vor dem Sturz des irakischen Machthabers Saddam Hussein im März 2003 geflohen seien.

    Wem die Flucht nicht gelang, „durfte“ im Irak bleiben.

    @Paul
    Ho, Ho, Ho ;-)

  4. @ Paul_13

    „Um es ganz deutlich zu sagen: Der Irak ist anders als zu Clintons Zeiten nicht mehr die größte Bedrohung amerikanischer Interessen in der Region, sondern Bush sei dank inzwischen die stärkste Stütze Obamas in der gesamten arabischen Welt.“

    Meinst Du das im Ernst? Armes Amerika …

  5. @ a new era

    Es steht Dir frei, uns zu verraten, welche Staaten Du als stärkste Stütze Amerikas in der arabischen Welt betrachtest. ;-)

  6. @ Paul_13

    Das wird davon abhängen, welche Politik die USA in der Region in Zukunft betreiben werden. In der Vergangenheit hat die Bush-Admninistration erfolgreich mit so bewährten Demokratien wie Saudi-Arabien, Kuwait, Quatar oder Ägypten kooperiert.

    Aber ob die noch bereit sein werden, eine defensive Weltmacht unter dem Weichei Obama zu unterstützen, wenn der z.B. den Iran nicht angreift und aus dem Irak abzieht?

  7. Hieß der nicht Onkel Ha?
    Von 1968 kennt man doch noch den Slogan:
    Ha-ha-hatschi!
    Min!
    (frag mich nicht nach der Übersetzung von „min“, ist griechisch oder so)

  8. @ a new era

    Interessant, was Du alles so als demokratisch ansiehst. Allmählich glaube ich Dir, daß Du Onkel Ho nicht kennst, Du warst damals wohl eher ein Anhänger des Saigoner Regimes. Sonst würdest Du Saudi-Arabien und Ägypten kaum als stärkste Stütze Obamas ansehen.

    Im übrigen hat Bush die Kooperation mit den von Dir genannten Regimen von seinem Vorgänger Clinton übernommen (und der von seinem Vorgänger uswusf.). Das ganze nennt man Realpolitik und die steht derzeit ja wieder hoch im Kurs, wie man auch an Deinen Ausführungen sehr gut sehen kann.

    Aber immerhin hat Bush wenigstens ein paar Terrorregime gestürzt und die dazugehörigen Staaten nicht nur demokratisiert, sondern mittels der nach ihm benannten Doktrin auch eine Alternative zur Realpolitik aufgezeigt. Weswegen ein freier Irak mehr wert ist als jede Deiner Pseudodemokratien.

  9. ich glaube das mit der demokratie war ironie…

  10. […] eine defensive Weltmacht unter dem Weichei Obama […]

    Nette Unterstellung… Die berühmten 100 Tage abwarten – bevor man solchen dumfen Unsinn* über den POTUS verbreitet – wäre mehr als fair. Das „Weichei Obama“ setzt sogar den Bush-Kurs** fort. Das er mit der Nichtunterstützung der Surge falsch lag, dass ist doch eine andere Sache. Diese Kritik muss sich Obama gefallen lassen.

    * Ironie ist gut gemacht und als solches zu erkennen
    ** und löst Wahlversprechen ein

  11. @ NEB / paul_13

    Einer hats gemerkt. Aber ernsthaft: es geht in der nächsten Zeit weniger um das, was Obama tun will, sondern um das, was er tun kann. WAs er nicht tun kann ist die Militärausgaben der USA zu erhöhen. Und das heißt auch, dass ihm kurzfristig kaumm zusätzliche Truppen zur Verfügung stehen. Bedeutet, dass er zusätzliche Truppen in Afganistan nur durch den Abzug aus dem Irak bekommt. Und dabei gibt es so etwas wie eine kritische Schwelle:

    Wenn die USA in den irakischen Ballungszentren nicht mehr präsent sind wird sich zeigen, ob die Sunniten und al Sadr ihre vorläufige Niederlage akzeptieren – und was die Kurden tun werden, sollte der Bürgerkrieg wieder aufflammen. Ein kleiner Lesetipp:
    http://www.thedailyshow.com/video/index.jhtml?videoId=218358&title=thomas-ricks

  12. @ a new era

    Ach, das war ironisch gemeint? Heißt das, Bush war Dir noch zu realpolitisch? Freut mich das zu hören.

    Damit schuldest Du uns dann aber immer noch die Antwort, welche arabischen Staaten Du als stärkere Stütze amerikanischer Außenpolitik in der Region ansiehst als den Irak. Und bitte nicht wieder auf frühere Präsidenten ausweichen, sondern Deine ganz persönliche Meinung.

  13. @ Paul_13

    That´s easy: Ägypten – eine zuverläsige Diktatur, deren Oberschicht vom westlichen Lebensstil (Konsumniveau) träumt und dessen Machtapparat völlig von amerikanischer Wirtschafts- und Militärhilfe abhängig ist.

  14. @ a new era

    Und das findest Du gut? Eine zuverlässige Diktatur? Was bist Du denn für einer? Pinochet-Anhänger oder was? ;-)

  15. @ Paul / a new era

    Zumal eine „zuverlässige Diktatur“ sehr unzuverlässig wird, wenn ihre Oberschicht aufgrund der Unzufriedenheit der Bevölkerung mit ihr beiseite gefegt wird. Ich sage nur: Iran.
    Aber das nur am Rande…

  16. @ Paul_13 & Chewey

    Zuverlässig aus der Sicht der amerikanischen Außenpolitik. Auch während der Regierungszeit Ihres Helden Bush haben die USA reibungslos mit dieser „arabischen Demokratie“ zusammengearbeitet, die seit mittlerweile fast 30 Jahren mittels Notstandsrecht regiert wird.

    Sie sollten versuchen, einige Tatsachen zur Kenntnis zu nehmen, auch wenn diese ihren Vorurteilen nicht gefallen sollten:

    – Die islamistische Hamas wurde von der Mehrheit der Palästinenser in Gaza in (nach regionalen Standards) freien und fairen Wahlen gewählt.

    – Die extrem nationalistische Jisra’el Beitenu unter dem araberhassenden Rassisten Lieberman wurde bei den letzten Wahlen drittstärkste Partei in Israel.

    – Im Iran wurde die prowestliche Modernisierungselite des Schah-Regimes vom Volk (= der strenggläubigen Landbevölkerung und der verarmten städtischen Unterschicht im Bündnis mit dem extrem konservativen islamischen Klerus) vertrieben.

    – Die amtierende Oberschicht des iranischen Regimes hat gerade den 30. Jahrsstag der islamischen Revolution gefeiert. Auch wenn die religiöse Begeisterung der Anfangsjahre längst verfolgen ist und das Mullah-Regime sicherlich viele Hoffnungen enttäuscht hat, so berichten die meisten Beobachter, dass immer noch große Teile der traditionalistischen Landbevölkerung, der von der staatlichen Alimentierung abhängigen städtischen Unterschicht und des Staatapparates fest zu der religiösen Führung unter Chamenei stehen.

  17. @ a new era

    „[Ägypten wird] seit mittlerweile fast 30 Jahren mittels Notstandsrecht regiert“
    „Zuverlässig aus der Sicht der amerikanischen Außenpolitik.“
    „Im Iran wurde die prowestliche Modernisierungselite des Schah-Regimes vom Volk (= der strenggläubigen Landbevölkerung und der verarmten städtischen Unterschicht im Bündnis mit dem extrem konservativen islamischen Klerus) vertrieben.“

    Ja eben. Nun gibt es in Ägypten ja eine gewisse Muslimbruderschaft, zudem wachsende Unzufriedenheit in der Bevölkerung mit der korrupten Regierung. Da braucht man sich im State Department aber keine Sorgen deswegen zu machen, oder? Husni hat’s im Griff. Na, wenn du das sagst…

    Ach, noch was, new era: Kennst du eigentlich einen gewissen „no more republicans“? ;-)

  18. @ a new era

    „Die islamistische Hamas wurde von der Mehrheit der Palästinenser in Gaza in (nach regionalen Standards) freien und fairen Wahlen gewählt.“

    Ja und? Das gibt ihr trotzdem nicht das Recht, andere Länder mit Raketen zu beschießen.

  19. @ a new era

    Tja, das ist eben der Unterschied. Für Bush war Ägypten eben keine Demokratie. Deswegen hat ja sogar Condi zeitweise ein bißchen Druck auf das Mubarak-Regime gemacht. Zugegeben aus meiner Sicht noch nicht genug, aber aus Obamas Sicht schon viel zuviel.

    Und jetzt sag dem lieben Onkel doch mal, welches arabische Land DU denn als derzeit stärkste Stütze der US-Außenpolitik ansehen würdest, wenn DU Präsident wärst und Dich nicht hinter einem Obama verstecken köntest. Also ich wäre ja für den Irak, Du am Ende vielleicht auch?

  20. “ Deswegen hat ja sogar Condi zeitweise ein bißchen Druck auf das Mubarak-Regime gemacht.“

    Ja, das war glaube ich das da:
    http://www.sueddeutsche.de/politik/543/360367/text/

    Besser als mit dem Titel: Experten unter sich, kann man die Diskussionen hier kaum beschreiben. Diskutiert ihr jetzt die nächsten 5 Jahre Tag aus Tag ein immer dieselbe Frage? Das ist ja wie jeden Tag Sauerkraut essen müssen!

  21. @ Chewey / Paul_13

    „Ach, noch was, new era: Kennst du eigentlich einen gewissen “no more republicans”? “ Nö. Warum? Hast Du was gegen Republikaner? So hätte ich Dich jetzt nicht eingeschätzt.

    „Also ich wäre ja für den Irak, Du am Ende vielleicht auch?“
    Irak? Nee, eher nicht. Jedenfalls wüßte ich nicht warum sich die Obama-Admninistration auf eine der politischen Fraktionen stützen sollte.
    – Al Sadr / die Mehdi-Miliz dürfte wohl direkt auscheiden.
    – Das freundliche Wohlwollen der Kurden dürfte in dem Moment enden, in dem sich die USA gegen eine Abtrennung / Unabhängigkeit von Irakisch-Kurdistan zugunsten des status quo aussprechen sollten – was zumindest die aktuelle Position des state department ist.
    – Das Verhältnis zu einer schiitisch dominierten Zentralregierung unter Maliki (oder seinem Nachfolger) wird von dem Verhältnis der USA zum Iran abhängen. Dieses dürfte sich dauerhaft erst verbessern, wenn sich die USA vollständig aus dem Irak – und tendenziell aus der Region – zurückziehen. Eher unwahrscheinlich. Dazu kommt, dass im günstigsten Fall sich unter dieser Regierung ein gemäßigt islamischer Staat im Land etablieren dürfte. Ob sich die USA auf diesen „stützen“ werden können, wage ich zu bezweifeln.
    – Bleiben die Sunniten. Offensichtlich sind ihre Stammesführer und politischen Vertreter bis zu einem gewissen Grad käuflich. Ob sie dafür aber auf Dauer ein schiitisch dominiertes Regime akzeptieren werden, das ihren Einfluss – und ihren Zugang zu den Öleinnahmen – stark beschneidet, halte ich für eher unwahrscheinlich. Immer vorausgesetzt, die Zentralregierung versucht zukünftig diesen Konflikt über strukturelle Korruption (Elitenkauf) zu lösen.

    Auf die Darstellung der äußeren Konfliktmöglichkeiten einer schiitischen Islamischen Republik Irak mit den sunnitischen Nachbarstatten verzichte ich.

    Also die Einschätzung, dass der Irak zur zukünftigen Stütze der USA in der Region – sozusagen als Nachfolger des Schah-Regimes –
    werden könnte, ist schon mehr als optimistisch und fällt doch eher unter die Kategorie Wunschdenken, findest Du nicht auch?

  22. @Chewey
    Ich muss schon wieder lachen: Die „Wahl“ von Faschisten im Gaza-Streifen war also frei und fair – nach regionalen Standards! Wahrscheinlich nennt man das dann Demokratie nach regionalen Standards… Erinnert mich an „unblutige Unterdrückung“.
    Und Du irrst: Nach ganz strengen „regionalen Standards“ darf man die Nachbarländer dann auch angreifen. ;-)

  23. @ S1IG

    Die Wahlen im Januar 2006, die der Hamas eine absolute Mehrheit im palästinensischen Parlament eingebracht hat, war demokratisch – zumindest im Vergleich mit früheren auf denen der Machtanspruch der Fatah-Führung unter Abbas beruht. Dass Sie diese als politische Vertretung der Palästinenser akzeptieren und die Hamas nicht hat nichts mit einer mangelnden politischen Legitimation zu tun, sondern mit der unterschiedlichen Haltung beider Fraktionen gegenüber Israel.

    Zugespitzt: eine Regierung ist dann „demokratisch legitimiert“ wenn sie die gewünschte Außenpolitik betreibt. Früher war man weniger verlogen nannte dies Imperialismus, Machtpolitik oder divide et impera.

  24. Es mag schon sein, dass die HamaSS demokratisch gewählt worden ist. Geschenkt.
    Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass man zum Tanzen ZWEI braucht. Wenn diese demokratisch gewählte HamaSS eine böse Absicht pflegt: Juden zu vernichten und keine Anerkennung Israels vorhat, nicht willig ist von diesem Programm abzurücken, weil das ein politischer Selbstmord wäre, kann man dem Israelis verübeln, dass sie mit dieser Mörderbande nichts zu verhandeln haben? Was sollen Israelis mit der HamaSS verhandeln? Ob sie lieber erschossen oder erstochen werden?
    Man weiß zwar, dass Fatah auch keine Chorknaben sind, und Abbas ein Heuchler ist, aber sie haben wenigstens offiziell das Israelexistenzrecht anerkannt. Somit sind sie zu Gesprächen fähig.
    Wie kann man mit einem diskutieren, der die Tatsachen (Existenz Israels) einfach leugnet?

  25. @ a new era

    „Zugespitzt: eine Regierung ist dann “demokratisch legitimiert” wenn sie die gewünschte Außenpolitik betreibt.“

    Du bist wirklich ein lustiger Vogel, new era. Was hat denn die Frage der Legitimität mit dem VERHALTEN einer Regierung zu tun? Nach deiner Logik konnte Hitler problemlos Polen angreifen, weil er „nach regionalen Standards“ in Deutschland in freien und fairen Wahlen an die Macht gekommen ist. Hätte man sein Regime deshalb nicht bekämpfen dürfen?

    @ S1IG

    Jetzt musste ich auch sehr lachen :-)

  26. @ a new era

    Also nicht der Irak? Wer denn dann? Es gibt damit ja mindestens einen arabischen Staat, der Dir als Verbündeter eines Präsidenten A.N.E. besser gefällt.

    Was die „freien Wahlen“ angeht, so kannst Du gerne mal Gaza-Streifen mit einem Wahlprogramm antreten, daß die friedliche Koexistenz neben Israel fordert.

  27. @ Paul

    „Wer denn dann? Es gibt damit ja mindestens einen arabischen Staat, der Dir als Verbündeter eines Präsidenten A.N.E. besser gefällt.“

    Hat er das nicht schon gesagt? Ägypten.
    https://nbfs.wordpress.com/2009/02/07/experten-unter-sich/#comment-10092

  28. @ Chewey

    Da ist er ja gleich wieder zurückgerudert. Ich hatte ihn zumindest so verstanden, daß das nur aus Obamas Sicht so sei. Mich würde aber zusätzlich noch seine ganz persönliche Meinung dazu interessieren. ;-)

  29. @a new area
    Keiner hat bezweifelt, dass die Faschisten gewählt wurden. Deine Versuche durch Formulierungen wie „regionalen Standards“ – diese „Wahl“ und den folgenden Putsch der Faschos in Gaza – ins rechte Licht zu rücken, ist einfach lächerlich. Zu Deiner Erinnerung: Herr Hitler wurde auch „demokratisch gewählt“. Den Rest hat Dir Chewey deutlich erklärt.

    Dass Sie diese als politische Vertretung der Palästinenser akzeptieren und die Hamas nicht hat nichts mit einer mangelnden politischen Legitimation zu tun, sondern mit der unterschiedlichen Haltung beider Fraktionen gegenüber Israel.

    Die freche Unterstellung ist schlicht falsch. Bei Dir scheint es keine Rolle zu spielen, ob eine „politische Vertretung“ eine antisemitische Terrorbewegung ist – Hauptsache: „nach regionalen Standards demokratisch gewählt“. Wer so rangeht, kann bei der nächsten Wahl zum deutschen Bundestag auch wieder beruhigt sein Kreuz bei der NPD/DVU/Linke machen.

    @Chewey
    Er wollte wohl „ironisch“ sein oder er ist ein verkappter Fascho. Einen gewissen Unterhaltungswert haben solche Leute und sind amüsant. Mittlerweile sind seine Verharmlosungen der Terroristen nicht mehr ganz so lustig.

    @Paul
    Mit so einem Programm wäre die Jagdsaison eröffnet!

  30. @ Chewey

    „Du bist wirklich ein lustiger Vogel, new era. Was hat denn die Frage der Legitimität mit dem VERHALTEN einer Regierung zu tun?“ Du scheinst Schwierigkeiten mit dem Verhältnis von Ursache und Wirkung zu haben. Nicht ich habe die Legitimität von Hamas wegen ihrer Politik gegenüber dem Staat Israel bestritten, sondern „S1IG“.

    Wie aber die anderen Antworten zeigen, handelt es sich eher um ein Wahrnehmungsproblem oder genauer um die Definition der Diskussionsebene: reden wir über die Realität oder über eine Welt, wie wir sie gerne hätten. In der Realität ist das Ansehen – und der Einfluss – von Abbas unter den Palästinensern seit den Angriffen auf Gaza weiter gesunken. Das bedeutet nicht automatisch, dass die Hamas stärker geworden ist. Aber mit wem Israel in der nächsten Zeit über einen Frieden verhandeln kann ist z.Z. nicht so recht ersichtlich. Immer vorausgesetzt, die neue israelische Regierung ist an solchen Verhandlungen überhaupt noch interessiert.

  31. @ Paul_13

    Noch mal ganz einfach, nur für Dich: die USA kooperieren im Nahen seit Jahr(zehnt)en mit einer Reihe von Staaten, weil diese Interessen haben, die sich mit denen der USA weitgehend decken. Dazu gehören: Ägypten, Jordanien, Saudi-Arabien, Kuwait, Bahrain, die UAE, Quatar, Oman. Keines dieser Länder ist nach westlichen Maßstäben eine Demokratie, was die amerikanische Außenpolitik nie gestört hat. Dies gilt auch für die Bush-Administration, trotz des zwischenzeitlichen Geschwätzes von der „democratization of the Middle East“. Auf den letzten großen Waffendeal mit diesen Ländern, der auch der internen Stabilisierung dieser Regimes dienen sollte, hatte „adnan“ schon hingewiesen. Zu den Einzelheiten hier:
    http://www.washingtonpost.com/wp-dyn/content/article/2007/07/27/AR2007072702454.html

    Was meine ganz persönliche Meinung betrifft so bin ich für Frieden, Freiheit, Recht, Wohlstand und gegenseitige Achtung weltweit, für alle und das sofort – aber ich halte den Atem nicht an.

  32. @ a new era

    Bush und die NeoCons haben aber wenigstens versucht, mit dieser Tradition zu brechen. Das ist, selbst wenn man diesen Versuch als gescheitert betrachtet, bereits mehr als alles, was Obama auch nur angekündigt hat.

    Ansonsten halten wir einfach mal fest: Du kannst keinen arabischen Staat nennen, den Du persönlich als stärkere Stütze einer von Dir gewünschten US-Außenpolitik betrachten würdest, als den Irak. Das reicht mir vollauf. ;-)

    Was Deine politischen Ziele angeht, so teilst Du Du mit wohl 99% aller Menschen aus allen Kulturkreisen, ganz gleich ob links oder rechts. Die Frage ist also offensichtlich nicht so sehr, was für Ziele man hat. Aber umso mehr, wie und auf wessen Kosten man sie zu erreichen gedenkt.

  33. @new area

    Nicht ich habe die Legitimität von Hamas wegen ihrer Politik gegenüber dem Staat Israel bestritten, sondern “S1IG”.

    Mit Deinen frechen Lügen und Unterstellungen kommst Du hier nicht weiter. Unterlasse diese Göbbels-Taktiken!

    Aber mit wem Israel in der nächsten Zeit über einen Frieden verhandeln kann ist z.Z. nicht so recht ersichtlich. Immer vorausgesetzt, die neue israelische Regierung ist an solchen Verhandlungen überhaupt noch interessiert.

    Es ist ja wohl die (von Dir „gehätschelte“) Hamas, die Israel nicht anerkennt – geschweige denn, zu Gesprächen bereit ist. So viel zum Thema Wahrnehmungsprobleme!

  34. @ S1IG

    Sag mal Kleine(r) ist das der Blog-Koller? Oder hast Du solche Aussetzer auch im richtigen Leben? Das wäre dann ein Fall für den Arzt. Denn wer hat hier bestritten, dass die Hamas gewählt wurde:

    „Ich muss schon wieder lachen: Die “Wahl” von Faschisten im Gaza-Streifen war also frei und fair …“.

    Also reg Dich wieder ab und überlege beim nächsdten Mal vorher, was Du hier so verzapfst. Denn mein Hinweis auf die Hamas bezog sich auf die These von Paul_13, dass der Irak heute der zuverlässigste Verbündete der USA unter den arabischen Staaten sei. Schon eine etwas merkwürdige Idee wenn man bedenkt, wo Maliki und Co. herkommen:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Dschawad_al-Maliki
    http://de.wikipedia.org/wiki/Islamische_Dawa-Partei
    http://de.wikipedia.org/wiki/Supreme_Council_for_the_Islamic_Revolution_in_Iraq

    Wenn das die engsten und zuverlässigsten Verbündeten der USA sind – was haben Sie eigentlich gegen die Hamas?

  35. @a new area

    Denn wer hat hier bestritten, dass die Hamas gewählt wurde:

    Niemand! Den Rest hast Du einfach nicht verstanden. Liegt wahrscheinlich Deinen „regionalen Standards“…

    Dein Versuch die faschistische Hamas mit einer irakischen Partei auf eine Stufe zu hieven, ist falsch und dumm. Ich wüsste nicht, dass Hr. Maliki und seine Partei die Vernichtung Israels im Programm haben. Dieses Ziel steht aber in der Hamas-Charta. Das ist nur ein Grund was gegen die Hamas-Faschisten zu haben.

  36. S1IG

    „Dein Versuch die faschistische Hamas mit einer irakischen Partei auf eine Stufe zu hieven, ist falsch und dumm.“

    Wenn Du das sagst:
    http://www.spiegel.de/international/0,1518,427629,00.html
    http://www.juancole.com/2009/02/religious-parties-sweep-shiite-south.html
    http://musingsoniraq.blogspot.com/

  37. @a new area
    Was sollen uns die Links sagen? Sie sind Beweise für Deine nutzlosen Versuche die Hamas-Faschisten zu verharmlosen oder? Yawn DA!

  38. @ S1IG

    Quite the opposite: sie belegen, dass sich Hamas, Hizbollah und Al Dawa, SIIC (früher: SCIRI), Al Fadhila, al Sadr movement / Mehdi Army im Irak allenfalls graduell von diesen unterscheiden und sie das gleiche politische Ziel haben: einen Islamischen Staat nach dem Vorbild der Islamischen Republik Iran im Irak und anschließend in allen arabischen Ländern zu errichten.
    Wie gesagt: die zuverlässigsten Verbündeten der USA im Mittleren Osten – LOL.

  39. @ a new era

    Klingt logisch, nur weil weltliche Terrororganisationen wie die PLO es zum Friedensnobelpreis bringen können, heißt das noch lange nicht, daß auch bei religiös definierten Gruppierungen Mäßigung möglich ist. Erdogan=Bin Laden, Maliki=Zawahiri. Du solltst überlegen, für PI zu schreiben, die stehen auf so was.

    Ansonsten könnte ich mir jeden Tag aufs neue einen Wolf freuen, daß jemand wie Du den reaktionärsten Scheichs, Königen und Obristen vertraut, nur um Bush und dem Demokratisierungskonzept der NeoCons nicht recht geben zu müssen.

  40. @a new area
    Schon klar – rede mal Deine Terrorfreunde von Hamas und Hizbollah weiter schön! QED

    @Paul
    Du bringst es auf den Punkt – nur um gegen Demokratie und Freiheit zu „argumentieren“, vertrauen solche Typen Faschisten und Massenmördern. Nichts Neues bei den Wackos ;-)

  41. @ Oaul_13 / S1IG

    Wie verzweifelt muß man sein. Lassen Sie uns festhalten, dass es in Ihren Augen gute Islamisten gibt, die ethnische Säuberungen duchführen, dead squads unterhalten, Foltergefängnisse betreiben, korrupt sind, Menschenrechte für Christen, Frauen und Ausländer doch eher ablehnen und die Scharia – ausgelegt von den jeweils verbündeten Geistlichen – zur obersten Rechtsquelle und Grundlage allen Regierungshandelns erklären wollen. Aber solche sind die Guten, schließlich wurden sie von den USA besetzt äh befreit.

    Nur eine Frage: was machen sie eigentlich, wenn die Obama-Administration die Truppen abzieht und die Kooperation mit der irakischen Regierung abbricht? Sind es dann wieder die Bösen – oder gelten nur republikanisch geführte US-Regierungen?

    Und zum Schluß: ihr seid diejenigen, die Islamisten „trauen“. Im Gegensatz zu Paul habe ich dies nie getan. Der Vergleich von Dawa / SIIC mit der Hamas hat Pauls unsinnige Behauptung widerlegt, dass erstere „zuverlässige Verbündete“ der USA seien. Die Hamas hat solches nie angestrebt und ich habe auch nichts dergleichen behauptet. Elementare Logik: wenn A = B und A nicht = C, dann folgt daraus NICHT dass B = C.

  42. @ Paul / S1IG

    Einen für euch – zum genießen:
    http://www.timesonline.co.uk/tol/news/politics/article5621184.ece

  43. @ A New Era

    Also nachdem die Hamas Israel anerkannt hat, auf Gewalt verzichtet und bestehende Verträge respektiert, kann man wegen mir mit ihr reden. Solange sie ihre Kapitulation brav unterzeichnet, darf sie dann auch gerne den Kugelschreiber selber halten.

  44. @Paul
    Nun stell doch nicht solche hohen Ansprüche – wer den Unterschied zwischen Moslem und Klerikalfaschisten nicht kennt, der setzt sich auch gerne mit den Terroristen an den Tisch. Fehlt bloss noch die Saddam-Hymne und seine Vorteile als Schiiten-Hasser, Moslem-Feind und Helfer der Selbsmordfreiheitskämpfer… Was für ein Depp! Und das Schöne: Die kommen immer wieder… ;-)

  45. @ S1IG

    Ja, für so Leute sind offenkundig alle organisiert auftretenden Moslems Terroristen, die eine Bombe unter ihrem Bart verstecken. Von wegen „neues Zeitalter“. Diese PI-Denke kommt mir sehr gestrig vor.

  46. @ Paul

    Sagen Sie können Sie nicht lesen odser ist das methodisches Nicht-verstehen-wollen? Wenn jemand bereit ist, mit der Hamas zu verhandeln, ist er/sie ein Terroristenversteher – aber Dawa und SIIC sind erprobte Demokraten? LOL!

  47. Wer glaubt mit der Hamas koennte man ernsthaft den Frieden in Israel und die Unabhaenigkeit der Gebiete diskutieren der haette auch ohne Not mit Himmler oder Tennō Hirohito einen „Friedensplan ausgearbeitet.“
    Die Hamas gehoert vernichtet und echten Moderaten wie Farid Ghadry eine Chance gegeben.

  48. Nachtrag:

    Listen to moderate Muslims

    Syria may follow Iran, be taken over by Muslim extremists should world fail to act

    Farid Ghadry
    Published: 02.18.09, 11:07 / Israel Opinion

    The Middle East is engaged today in a battle for its soul and the decisions acted upon by the new Obama and Israeli administrations will either defer a Muslim Renaissance by offering an olive branch to violent dictators like Assad or institute a sensible strategy to help usher a new era in the region. Real peace – not the ceremonial one intended to decorate resumes – is only possible by helping free the people of Syria to embrace their democratic neighbors.
    http://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-3673645,00.html

  49. @ a new era

    Also wer Maliki oder Talabani mit der Hamas auf eine Stufe stellt und gleichzeitig Arafat’s PLO für gemäßigt hält, disqualifiziert sich selbst.

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