Obama at work – Folge 1/1461


Abzugsorder für den Irak, Krisentelefonate in den Nahen Osten, das Ende der Militärtribunale in Guantanamo: An seinem ersten Arbeitstag im Oval Office ließ Barack Obama kaum eine Minute ungenutzt.

Aber nicht, daß hier jetzt irgendjemand denkt, der SPIEGEL würde begierig symbolische PR-Placebos schlucken. Die Abzugsorder wäre schließlich kaum denkbar gewesen, wenn Obama den bei seinem Amtsantritt noch im Chaos versinkenden Irak nicht vorher – vermutlich auf dem Weg von der Eingangshalle des Weißen Hauses zum Oval Office – schnell noch stabilisiert hätte.

Auch die Krisentelefonate, bei denen er den Führern des Nahen Ostens als wohl erster US-Präsident der Geschichte klar machte, daß sie sich in Zukunft ein bißchen mehr anstrengen müssen, wenn sie irgendwann Frieden haben wollen, werden dereinst als die entscheidende Weichenstellung für den Friedensschluß zwischen Machmud Achmadinedschad und Bibi Netanyahu gelten.

Und das Ende der Militärtribunale wird zweifellos dazu führen, daß man Guantanamo früher schließen kann, da die von diesen behandelten Fragen sicherlich viel schneller von ordentlichen Gerichten behandelt werden kann, denn die Frage, ob und wie man inhaftierte ausländische Terrorverdächtige vor Gericht stellt, ist ja bekanntlich nur noch eine reine Formsache.

~ von Paul13 - Donnerstag, 22. Januar 2009.

15 Antworten to “Obama at work – Folge 1/1461”

  1. oh gott. du stehst echt auf die republikaner, oder?
    homophobe, dünkelhafte, betrügerische, kriegstreiberische, unsoziale, unfähige radikalevangelikale. sogar mccain hat begriffen, dass die spaltung amerikas überwunden werden muss. aber du als kartoffelblogger weisst es natürlich besser und benimmst dich wie rassistische rednecks aus idaho.

  2. hier wurde eigentlich weniger Obama, sonder mehr der Spiegel für seinen naiven Hurrah-Obama-Journalismus kritisiert

    das reicht aber schon aus, um sofort alle Vorurteile auszuspeien

    die Spaltung Amerikas wird kaum überwunden werden, indem man „rednecks“ ausschließt…(in Idaho hatte Obama übrigens die höchste Zustimmung – aber was sind schon Fakten gegen Ressentiments)

    bin aber überzeugt, dass Obama Gott sei Dank klüger als seine Fans ist

  3. idaho war nur ein beispiel für einen backwood state. rednecks gibt es dort trotzdem genug. zum thema rednecks: menschen, die vor der wahl im fernsehen dinge sagten wie „i’d never vote for a black man“, sind von der gesellshaftlichen entwicklung eindeutig überholt. meine kritik an der offensichtlichen liebe des administrators zur bush-regierung bezog sich auch nicht nur auf diesen artikel. fern von jeder generellen amerikakritik war bush als staatsmann einfach inkompetent.

    bsp: „The contrast with having briefed his father and Clinton and Gore was so marked. And to be told, frankly, early in the administration, by Condi Rice and [her deputy] Steve Hadley, you know, Don’t give the president a lot of long memos, he’s not a big reader—well, shit. I mean, the president of the United States is not a big reader?“ Richard Clarke, chief White House counterterrorism adviser
    quod erat demonstrandum.

  4. @ a|d

    Ok, ein konkretes Beispiel bitte, wo habe ich hier was rassistisches gesagt? Falls Du keins findest, tut’s auch eine simple Entschuldigung. Die einzigen Rassisten, die hier ihr Unwesen treiben, sind jedenfalls die pseudolinken Kulturrelativisten, die meinen, der Araber bräuchte eine harte Hand und wäre per se demokratieunfähig.

    Im übrigen stehe ich nicht generell auf die Republikaner, bei Bushs Amtsübernahme hatte ich eigentlich sogar mehr auf die Demokraten gehofft, die damals internationalistischer agierten als dieser halbislolationistische Texaner. Nur hat der am 11. September eben dazugelernt, während die Demokraten damals fast alles vergessen haben und jetzt unter Obama auf knallharte Realpolitik umgeschwenkt sind.

    Aber angesichts der beeindruckenden Argumentation Deinerseits gehe ich mal nicht davon aus, daß Du überhaupt weißt, daß die NeoCons überwiegend einen demokratischen und teilweise sogar extrem linken Background haben. Und daß das, was wir hier unter Bush-Doktrin kennen, ursprünglich mal ein linkes Projekt war. Hauptsache mal unqualifiziert dazwischengerufen.

  5. in punkto isolationismus hat bush nach dem 11.9 definitiv dazugelernt, frei nach dem motto „my way or the highway“.

    die bush-doktrin ist ein linkes projekt, ebenso wie die neocons links sind. ah ja. interessante theorie. wie definierst du eigentlich „links“?

    was ich kritisiere, ist die art und weise, wie du sämtliche entscheidungen der bush-administration nach 9/11 als strategisch vollkommen richtig einstufst, und an obama in bester (anti)deutscher manier herrummäkelst.

    „Mit Bush tritt ein ganz Großer der Weltgeschichte ab“
    – den sogar seine berater für einen inkompetenten gimpel hielten.
    du bist einfach ein bush-fanboy.

  6. Pauly

    „der Araber bräuchte eine harte Hand und wäre per se demokratieunfähig“

    Jetzt mußt Du aber sehr tapfer sein. Die harte Hand hat der gewesene Präsident (oder besser gesagt seine radikalen Einflüsterer Rumsfeld und Cheney sowie die Jungs von der NeoCon-Truppe) gepredigt. Und die waren der Ansicht, die können die Demokratie nicht selber entwickeln, sondern brauchen die Virginia Farm Boys hierzu.

  7. „die bush-doktrin ist ein linkes projekt, ebenso wie die neocons links sind“

    Ein blindes Huhn findet auch mal ein Korn, aber hier hat Pauly ausnahmsweise mal recht. Der Alcove und die Trotzkisten, da kommen die NeoCOns her.

  8. vielleicht ist ihre geistige herkunft(irgendwann mal) links (gewesen), aber ihre politik war es definitiv nicht. es sei denn, totalüberwachung, wirtschaftsliberalismus und direkte beteiligung von privatunternehmen an bewaffneten konflikten(halliburton, blackwater) sind für dich links. wäre allerdings eine sehr kreative definition.

  9. @ a|d

    Ich stufe nicht jede Entscheidung der Bush-Administration nach 9/11 als vollkommen richtig ein, aber wohl die meisten und vor allem mehr als die Entscheidungen seiner Kritiker. Daß die bis heute, d.h. nach mehr als 5 Jahren, noch immer keine sinnvolle Alternative vorlegen konnten, sagt eigentlich schon alles.

    Ich habe gegen Obama auch nichts persönlich, wenn man mal davon absieht, daß ich ihn jetzt nicht so unglaublich sympathisch finde wie seine Jünger das offenkundig tun. Mich stört nur die Rückkehr zur reinen Rrealpolitik, und daß gerade die Linke das plötzlich so toll findet, wird ihr noch im Halse stecken bleiben, glaub mir.

    Aber wo war jetzt eigentlich das rassistische Zitat aus meiner Feder bzw. die Entschuldigung für den Vorwurf?

  10. @a|d
    Die einzigen Rassisten, die Obama bei der Wahl zu fuerchten hatte, waren Demokratische. Republikaner waehlen aus recht offensichtlichen Gruenden zumeist sowieso keinen Demokraten. Oder sollen die jetzt fuer einen ultralinken stimmen, nur weil er schwarz ist? (zugegeben, so mancher hat’s getan.)

    Nur die linken US-Medien und ihre auslaendischen Abschreiber koennn daraus „er wird wegen Rassismus vielleicht verlieren“ machen.

  11. ok, vielleicht bist du kein rassist. aber auf jeden fall ein vollidiot mit einem extrem beschränkten horizont. reicht das?

    „In Wahrheit ist “links” zu sein, nicht parteipolitisch definiert, sondern beschreibt die immer noch vorhandene antiwestliche Unterströmung in unserer Gesellschaft.“

    ich bin selbst israelsolidarisch und tendenziell proamerikanisch. aber wer dieses zitat unterstützenswert findet, der wählt auch roland koch.

  12. @Paul
    Wenn jemand mal einen Aufsatz über die Looney Left schreibt, findet er reichlich Beispiele in Deiner Kommentarsektion. Du Vollidiot solltest doch wissen, dass bei solchen Leuten Argumente nicht ziehen. Und Dein beschränkter Horizont ist sicher Schuld, dass Du kein Rassist bist. ;-)

  13. nur mal am rande:
    rassismus ist, da sind sich fortgeschrittene zivilisationen drueber einig, ein ueberholtes modell.
    aber jeder mensch ist ein ganz kleines bisschen rassist, weil menschen nunmal verschieden aussehen.
    es kommt nur darauf an wie man damit umgeht.
    meiner meinung nach sollte man die unterschiede die es im aussehen gibt anerkennen, aber ignorieren.
    Fuer alle Kulturunterschiede gilt meiner meinung nach, sie sollten akzeptiert werden, solange sie nicht gegen die Menschenrechte verstossen.
    Sprich: wenn ein Maedchen unbedingt Kopftuch tragen moechte, darf es das in der Oeffentlichkeit tun.
    Allerdings nicht in der Schule, da diese vor allen Ideologischen Einfluessen geschuetzt sein sollte.

  14. ich meinete mit ueberholt natuerlich die Rassentrennung, und dass sie ueberholt im Sinne von Gottseidank vorbei ist.

    In islamischen Staaten mehren sich allerdings Faelle von Rassentrennung und Bevormundung.
    Der Begriff „Rasse“ ist meiner Meinung nach dumm, eine „Rasse“ bedeutet nichts anderes als leicht verschiedene Gene fuer Hautfarbe und Gesichtszuege.
    Das wirkt sich nicht, wie manche Menschen denken/dachten auf das Hrin bzw den Intellekt aus.

    Freundin von mir (sie ist Chinesin) ist grade auf Urlaub hier in HK, un meinte in den USA gibts es noch jede Menge Rassismus, dessen Ziele sich aber Langsam verscheiebn wuerden, und der auch laengst nicht nur mehr von Weissen kommt.

  15. @ S1IG

    :-)))

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

 
%d Bloggern gefällt das: