Endlich Waffenstillstand!


Schulen, um mutmaßliche Hamas-Gegner mit einem Schuß ins Knie Mores zu lehren, und Krankenhäuser, um ihnen bei lebendigem Leibe die Augen rauszureißen? Die Islamisten haben offenbar etwas eigenwillige Lehrpläne, und ihre Behandlungsmethoden entsprechen ebenfalls nicht ganz mitteleuropäischen Standards.

Aber solange sie dazu keine UNO-Einrichtungen mißbrauchen, muß sich der Generalsekretär ja nicht dazu äußern, zumal ohnehin nur wieder die Israelis schuld wären, die dadurch, daß sie die hauptamtlichen Verhörzentren der Islamisten in Schutt und Asche gelegt haben, die arme Hamas ja erst dazu gezwungen haben, auf provisorische Folterlager auszuweichen.

Und auch die Palästina-Solidaritätskomitees geht das alles nichts an, denn bloß weil man vor wenigen Jahren Arafats Fatah zugejubelt hat, heißt das noch lange nicht, daß man auch dann noch mit den politischen Erben des Friedensnobelpreisträgers Mitleid haben muß, wenn diese Verräter sich einfach mit dem zionistischen Geschwür zu arrangieren wagen.

Also immer schön brav den Mund haben und für den Dialog mit der Hamas werben. Dann wird bestimmt alles gut. Zumindest für diejenigen, die ihre Herrschaft überleben.

~ von Paul13 - Donnerstag, 22. Januar 2009.

5 Antworten to “Endlich Waffenstillstand!”

  1. Die Folterungen finden wohl statt, weil Gaza-Palästinenser den Israelis verraten haben, wo sich Hamas-Leute aufhalten.

    Luttwak vertritt in der „Welt“ dieselbe Meinung:
    „Wie also haben die Israelis das hingekriegt? Die einzig mögliche Antwort lautet: Menschen in Gaza haben ihnen verraten, wo sich die Kämpfer und Führer der Hamas verstecken und wo die Waffen gelagert werden. Handys, die selbst in Gaza allgegenwärtig sind, machen die Informationsübermittlung einfach. Manche der Informanten sind dabei zweifellos gekauft, sie verdienen sich als Agenten ihren Lebensunterhalt. Bei anderen jedoch muss es sich um Gegner der Hamas handeln, ist es doch deren Extremismus, der in die Armut führt, und nimmt doch die Hamas das Leid und den Tod von Zivilisten in Kauf, bloß um zumeist ineffektive Raketen gegen Israel zu schießen.“

    http://www.welt.de/welt_print/article3002580/Bei-Anruf-Krieg.html

    Soll mal niemand sagen, dass Handies zu nichts nützlich sind.

  2. Wofür sollen die Gazanis die Hamasniks lieben? Weswegen? Aus Patriotismus? Davon kann man nicht leben!

    Diese 48 Minuten sollen sich die Deutsche HamaSS Freunde aufmerksam anschauen, bevor sie wieder über „die demokratisch gewählte Vertretung des palästinensischen Volkes“ delirieren. Wie der Udo gestern bei Plasberg.
    Ein Bild sagt mehr als 100 Wörter:

    http://plus7.arte.tv/de/detailPage/1697660,CmC=2411828,scheduleId=2374086.html

  3. In der Samstags-FAZ ein großartiger Text, ei Reisebericht von Bernard-Lévy, dem französischen Intelektuellen, der in Gaza war und dessen Beobachtungen völlig der herrschenden Meinung widerspricht. Schade, dass man sowas so selten liest.

    Auszug:

    „Nichts rechtfertigt den Tod eines Kindes“, sagt Asaf, der Anfang dreißig ist, in New York ein Restaurant hat und seinen Reservedienst als Pilot eines Cobra-Hubschraubers versieht. „Wenn ich sehe, dass ich bei meinem Einsatz statt eines militärischen Ziels auch Zivilisten treffen könnte, breche ich die Mission ab und kehre zum Stützpunkt zurück.“

    Ich habe Asaf aufgefordert zu beweisen, was er da sagt. So kommt es, dass ich mich in Palmachim wiederfinde, dem Allerheiligsten der israelischen Militärtechnologie. Hier wurden die Antiraketenraketen Arrow getestet. Nun sehe ich hier Asafs Bordvideoaufnahmen. Ich höre seinen Funkverkehr vom 3. Januar, in dem man ihm befiehlt umzukehren, weil sein Ziel, der Terrorist, von einem Kind begleitet wird. Ich sehe vier dieser unglaublichen Filme, auf denen bereits abgefeuerte Raketen auf ein braches Feld umgelenkt werden, weil im letzten Moment ein Zivilist im Bildschirm erscheint oder das anvisierte Auto in die Tiefgarage eines Hauses fährt, dessen Bewohner nicht gewarnt wurden.

    Ich ahne, dass nicht alle dieselben Skrupel haben wie Asaf, wie soll man sonst die viel zu zahlreichen und völlig unakzeptablen Blutbäder erklären? Aber dass es in den israelischen Streitkräften einen Asaf gibt und dass deren Richtlinien seine Haltung eher stützen, dass Asaf nicht die Ausnahme, sondern die Regel ist, darauf hinzuweisen ist wichtig, weil es dem Klischee zuwiderläuft, nach dem diese Armee ein Haufen von Schlägertypen sei, die nur auf Frauen und Greise losgehen.

  4. hier der ganze Text:

    http://www.faz.net/s/RubCF3AEB154CE64960822FA5429A182360/Doc~E8FF46DD8B04C4F3BB63CAB1A3D0AF643~ATpl~Ecommon~Scontent.html

  5. @ jostkaiser

    Danke für den Link! Ich hatte das nur auf englisch gelesen, aber daß BHL da war und sich das vor Ort angeschaut hat, wußte ich gar nicht. Sehr interessanter Artikel!

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

 
%d Bloggern gefällt das: