Der (ex-)Fundamentalist hat auch recht


Manchmal möchte man am Versagen seiner Lands- und Kontinentsleute fast verzweifeln. Da tun sie so, als ob sie dutzende Tote im Krieg gegen den islamistischen Terrorismus wirklich kümmern würden, während sie bei den zigtausenden, die von den Fundamentalisten verscheidener Schattierungen vorsätzlich ermordet wurden, jahrelang bestenfalls desinteressiert geschwiegen haben. Das ist umso peinlicher, als es selbst unter arabischen (Ex-)tremisten Stimmen *** gibt, die humaner und ausgewogener argumentieren als die moralisch ach so überlegenen Europäer:

As an Egyptian Muslim now living in America, I ask myself why the Arab street and its supporters in the West never show similarly strong response against Islamic terrorists who target innocents worldwide and explode markets full of predominantly Muslim civilians in Iraq, Pakistan, Sudan, Turkey, etc. When you consider that the Israeli attack killed some 400 mostly Hamas militant in the first four days, the passive attitude of the Muslim world against the terrorists represents extreme hypocrisy. If it truly cared for Muslims‘ lives, it should have demonstrated in the same numbers and with equal vehemence against the Islamists who murder hundreds of thousands of their fellow Muslims, not to mention the Hamas slaughter of rival Fatah members – women and children included.

Another question is why we have not seen a similarly strong reaction against the terrorists who conducted the latest attack in Mumbai. Many Indians, Westerners and Jews were killed. Yet there was no spontaneous eruption of outrage and demonstrations in Europe to denounce the attacks as in the case of Gaza. Are these lesser lives than those of the Palestinians? Where is the organized public fury for the wanton killing of Indians and Jews?

Während man bei den Muslimen, die in den diversen Terrorregimen aufgehetzt werden, um vor Botschaften zu randalieren und Flaggen zu verbrennen, ja noch den mangelnden Zugang zu Informationen und den Druck einer Diktatur als mildernde Umstände anführen könnte, gibt es für die im freien Westen lebenden Israelhasser keine Entschuldigung. Dafür aber eine plausible Erklärung:

[…] Then there is plain old anti-Semitism. It is so easy to demonstrate against the Jews or Israel and extremely rare to see demonstrations in support of Jewish victims, such as the altruistic rabbi and his wife who were singled out for special torture in Mumbai by the Islamists. It does the bloodstained European conscience good to be able to point a finger at supposed Israeli „aggression“ to help alleviate some of its own lingering guilt.

*** gefunden über Lila

~ von Paul13 - Freitag, 2. Januar 2009.

3 Antworten to “Der (ex-)Fundamentalist hat auch recht”

  1. Die Aussagen in den Zitaten treffen den Nagel auf den Kopf. Wenn einer Horde von Mördern in Notwehr das Licht ausgeknipst wird, dann sabbeln irgenwelche Lesute was von Verhältnismäßigkeit oder versuchen mit „Feuerwerkskörpern“ den Raketen-Terror zu verharmlosen. Genau von diesen Leuten erwartet man mittlerweile keine Verurteilung weiterer Verbrechen.

  2. Oder haben diese Menschen je schonmal etwas von Birma gehört? Wer RamboIII geguckt hat, weiss dass 2/3 des Films garnicht frei erfunden sind, sondern man die Verbrechen dort direkt hätte drehen können..

  3. ehemalige Fundamentalisten können besser als alle ander Einblick in das Denken dieser Wahnsinnigen geben – und nachdem sie sich vom Wahnsinn befreit haben, diesen entsprechend kritisieren

    http://aron2201sperber.wordpress.com/2009/01/03/eigentlich-die-besseren-menschen/

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