Frohe Weihnachten, und Grüße an die Hurensöhne!


Damit sie an Weihnachten nicht nur sinnlos Geld ausgeben, sondern auch was zum Nachdenken haben, gibt der Präsident der Vereinigten Staaten unseren Herren Realpolitikern noch ein paar besinnliche Worte zur Bedeutung der Freiheit anderer für die eigene Sicherheit sowie zu den Risiken der Einnahme stabilitätsfördernder Mittel durch starke Männer mit auf den Weg:

The action that will always most define the Bush presidency will be the invasion of Iraq. It is also the decision he remains most visibly passionate about, especially given it was the cornerstone of his broader „freedom agenda“ in the Middle East. That agenda, he says, is working, and he remains confident that while it „was widely criticized by some as being hopelessly naïve and idealistic, is really the only practical way to provide long-term security . . .“ He is convinced the region is stepping into a new era, and will continue on that path „unless America loses nerve in our belief in the universality of freedom.“

[…] Would it have been easier to just replace Saddam with another strongman? „Early on, I knew we were in an ideological conflict, and you don’t win ideological conflicts by replacing one strongman with another. . . . And frankly, that’s been a big shift in our foreign policy in the Middle East, which is — and this is not a criticism of anybody, it’s a recognition that presidents deal with the realities of the situation. But in the Cold War, to prevent communism from taking root in the Middle East, we promoted stability. Well, it just so happens that over time people became so resentful and so hateful that they were swayed by a group of very smart and very capable ideologues to become their foot soldiers.“

~ von Paul13 - Mittwoch, 24. Dezember 2008.

5 Antworten to “Frohe Weihnachten, und Grüße an die Hurensöhne!”

  1. @ Paul

    Zum Thema Realpolitik und Bush-Administration eine kleine aktuelle Meldung, die im allgemeinen Geschrei droht unterzugehen:

    http://www.washingtonpost.com/wp-dyn/content/article/2008/12/21/AR2008122101832.html

    Was sagt uns nun diese Meldung über die amerikanische Außenpolitik im Mittleren Osten zu Ende der Bush-Administration:

    1. Dass die USA auch weiterhin diejenigen verraten, die sie zu schützen versprochen haben – wenn diese die aktuellen politischen Zielsetzungen gefährden. Eine gute alte imperialistische Tradition, die zurückgeht bis z.B. zum Verrat an den Lienzer Kosaken, die am Ende des Zweiten Weltkrieges von den Briten an die Rote Armee, d.h. an Stalin ausgeliefert wurden. Man kann von den Mujaheddin-e-Khalq (MEK) halten was man will – aber sie gehörten zu den entschiedensten Feinden des iranischen Mullah-Regimes, von dem Paul hier stündlich den Untergang der Welt erwartet. Die USA haben die Selbstenwaffnung der MEK im Irak 2003 erreicht, weil sie für deren Sicherheit garantierten. Nun ist ieser „Positionswandel“ natürlich keine Realpolitik, sondern Teil der „Broader Middle East Initiative“ der Bush-Administration für Freiheit, Demokratie und Menschenrechte im Irak und anderswo.

    2. Knapp sechs Jahre nach der Beginn des Irakkrieges zeichnet sich ab, wer langfristig von der Besetzung des Irak durch die USA profitieren wird: der Iran. Offensichtlich findet z.Z. ein Machtkampf zwischen den verschiedenen schiitischen Fraktionen um die Kontrolle der Zentralregierung nach dem Abzug der amerikanischen Truppen statt. Und es sieht sehr danach aus, dass sich diejenigen durchsetzen werden, die sich ideologisch und außenpolitisch am Irak orientieren.

    Was war es gleich, was Bush am Ende seiner Amtszeit den politischen Führern des Westens mitteilen wollte?

  2. @Paul: Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch! Life is good ;-)

  3. @ NMR

    Schön, daß Du Dich auch darüber ärgerst, daß man die MEK-Leute jetzt so schmählich verrät. Das ist, wenn auch nicht in der Größenordnung, so doch im Prinzip eine ähnliche Dummheit wie damals, als man die Schiiten im Kampf gegen Saddam Hussein im Stich gelassen hat, und sie ist umso beunruhigender, als man sowohl bei der Informationsbeschaffung über das iranische Atomprogramm wie auch beim Kampf gegen das Regime auf sie angewiesen ist.

    Nur, das ist jetzt die – zugegeben falsche – Entscheidung einer legitimen, weil demokratisch gewählten Regierung, die entgegen der Propaganda der Irakkriegsgegner eben nicht der verlängerte Arm des US-Imperialismus ist, sondern eigenständige Entscheidungen treffen kann, die den Interessen der USA sogar zuwiderlaufen. Wie wir dank Schröder und Chirac wissen, sind derartige Fehlentscheidungen mit langfristigen Folgen aufgrund kurzfristiger Vorteile aber nichts wirklich neues.

    Was Deinen erneuten Abschied angeht, so könnte ich jetzt „Danke für den Traffic!“ sagen und mein aufrichtiges Bedauern ausdrücken, aber ich halte es einfach mal mit einem wunderschönen Song des Alan Parsons Project: „Some other place, somewhere, some other name“. Oder so ähnlich. ;-)

  4. @ S1IG

    Dir und allen anderen Lesern auch!

  5. Richtig scheiss HURENSÖHNE diese Mullahs

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