„I-aah“ und „Töröö“ statt „Jawoll!“


Wolfgang Clement ist von seinen früheren Parteifreunden schwer enttäuscht, und das sagt er jetzt jedem, der es hören will – und zwar in drastischen Vergleichen. „Ich sollte unter Mitwirkung von Franz Müntefering entmannt werden“, beklagte sich Clement am Sonntagmorgen im Deutschlandfunk über das Verfahren vor der Bundesschiedskommission der SPD.

[…] Das Parteiordnungsverfahren war gegen Clement eingeleitet worden, weil er indirekt dazu aufgerufen hatte, bei der Landtagswahl Ende Januar dieses Jahres nicht die damalige hessische SPD-Spitzenkandidatin Andrea Ypsilanti zu wählen.

Also irgendwie kann man seinen Ärger verstehen. Wenn ein Colin Powell sich für Obama ausspricht oder ein Joe Lieberman für McCain, ist das cool und intelligent und weder die Republikaner noch die Demokraten hyperventilieren deswegen.

Wenn aber ein deutscher Politiker seine Bedenken gegenüber dem Kandidaten der eigenen Partei auch nur indirekt äußert, greifen gleich irgendwelche Schiedskommisionen und Parteigerichte ein, um die Reihen fest geschlossen zu halten.

Es scheint, die Deutschen können in Sachen grundsätzlicher Gelassenheit und demokratischer Reife selbst von Eseln und Elefanten noch eine ganze Menge lernen.

~ von Paul13 - Sonntag, 30. November 2008.

Eine Antwort to “„I-aah“ und „Töröö“ statt „Jawoll!“”

  1. […] hier auch. Nicht die “Abrechnung”, sondern das Verhalten der SPD gegenüber Clement. In Amreika läuft das […]

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