Moderne Zeiten, schlechte Zeiten


What’s keeping the White House white
Is it chalk, is it fog, is it fear?

Als sich die AgitPopper von Latin Quarter in ihrem Klassiker des Antiamerikanismus „America for Beginners“ vor mehr als 20 Jahren (ja, so lange ist das jetzt her) diese Frage stellten und bereits damals den „change“ forderten, ahnten sie nicht, daß es weder Kreide, Nebel oder Furcht sein würden, sondern die sehnlichst herbeigewünschten Demokraten höchstselbst, die sich jetzt anschicken, das Weiße Haus von den häßlichen Flecken der republikanischen Schreckensherrschaft zu reinigen.

Holder wird sich vom ersten Tag an mit brisanten Fragen zu beschäftigen haben – unter anderem damit, was aus den Gefangenen von Guantanamo werden soll. Obama hat versprochen, das umstrittene Lager auf Kuba zu schließen.

Dumm nur, daß der von Messias Obama zu diesem Zweck ausersehene Justiz-Apostel Holder, der sozusagen als Meister Proper der Revolution „mit Bushs schmutzigem Erbe aufräumen“ soll, offenbar seine ganz eigenen Vorstellungen von Sauberkeit hat:

One of the things we clearly want to do with these prisoners is to have an ability to interrogate them and find out what their future plans might be, where other cells are located; under the Geneva Convention that you are really limited in the amount of information that you can elicit from people.

It seems to me that given the way in which they have conducted themselves, however, that they are not, in fact, people entitled to the protection of the Geneva Convention. They are not prisoners of war. If, for instance, Mohamed Atta had survived the attack on the World Trade Center, would we now be calling him a prisoner of war? I think not. Should Zacarias Moussaoui be called a prisoner of war? Again, I think not.

Doch auch wenn diese Entwicklung vom „change you can believe in“ zur knallharten Realpolitik der alten Schule für Steve Skaiths Mannen eine bittere Enttäuschung sein dürfte, besteht wenigstens für seine deutschen Gesinnungsgenossen noch Hoffnung: Auch die Geschichte des Oskar beginnt mit einem O.

(Hat tip S1IG)

~ von Paul13 - Dienstag, 25. November 2008.

Eine Antwort to “Moderne Zeiten, schlechte Zeiten”

  1. Hier zeigen sich zwei Probleme, zum einen dass alle Welt glaubt das der President das ganze alleine zusammen im Rahmen einer NeoCon Verschwoerung im Aleingang durchgezogen hat.
    Das ist einfach falsch. Das wurde sehr wohl unter Duldung und auch unter Mitwirkung der Dems gemacht.
    Zudem wenn sie es nicht gewollt haetten so haetten sie versuchen koennen gegen die EO’s ein Gesetz zu erlassen oder schlicht die Kohle sperren. Haben sie das? Nein! Folglich stehen sie genauso in der Verantwortung.
    Zum zweiten die Demenz die Politiker besonders gerne die Dems befaellt. Sie haben alle Entscheidungen nach 911 mit getroffen, die die anderer Meinung waren sind an einer Hand abzuzaehlen.
    Sie haben in wunderschoener Regelmaessig, spaetestens auf Druck der Buerger an der Basis, die koennen echt nervig sein ;-) , haben sie doch fuer die Etats gestimmt.
    Senator Obama wird wenn er President ist vor dem gleichen Problem stehen wie der jetzige. Was tun mit Terroristen oder Personen die nicht unter die GC fallen?
    Die Antwort duerfte auch einem Presidenten Obama nicht leichtfallen wenn er die Juniorbank verlassen hat und echte Verantwortung fuer die Nation traegt.

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

 
%d Bloggern gefällt das: