Lafontaine hält Linke auf striktem Kriegskurs


Abgeordnete der Linkspartei plädieren für einen weicheren Kurs gegenüber der Nato – und provozieren harten Widerstand des Parteichefs: Eine wie immer geartete Beteiligung an völkerrechtswidrigen Kriegen werde es mit ihm und seinen Funktionen nicht geben, sagte Oskar Lafontaine.

Mit seinen Ausführungen stellte er indirekt klar, daß völkerrechtswidrige Kriege wie z.B. die gegen die eigene Bevölkerung nur von Terrorregimen geführt werden dürften, weil diese anders als der Westen nicht an derartige Beschränkungen gebunden seien und man sie nach dem Völkerrecht nun mal nicht zu dessen Anerkennung zwingen könne. Somit sei es unzulässig, diese Staaten an der Kriegführung zu hindern.

Als Führer einer großen deutschen Partei, die das früher mit dem Völkerrecht selbst nicht so genau genommen hat, weiß man eben, wie bei einem Konflikt zwischen Paragraphen und Menschenleben die Prioritäten zu setzen sind. Und zwar im Zweifelfall zugunsten der legitimen Herrschaft der Taliban, nicht der illegalen Forderung kleiner Mädchen nach Teufelszeug wie Krankenhausbehandlung und Schulbesuch.

~ von Paul13 - Sonntag, 16. November 2008.

3 Antworten to “Lafontaine hält Linke auf striktem Kriegskurs”

  1. Das spannende dabei ist ja das der gute Lafo das macht was er den Imperialisten vorwirft. Nicht die UN entscheidet was Voelkerechtswidrig ist sondern er, Lafo.
    Sonst wuesste er dass die derzeitige „Rechtliche“ Situation im Iraq und Afghanistan den „Segen“ der UN haben.

  2. Interessant ist immer wieder, das Psychogramm von Leuten wie Lafontaine, Jelpke und Co zu beobachten: Sie echauffieren sich über den Fachismus überall in der Welt, wenn er von rechts kommt und sie bauen darauf, dass niemand ihre eigenen totalitären Denkansätze hinterfragt, weil sie sich unge- und unhinterfragt das „Güteseigel Links“ anheften.

    In Wirklichkeit hängen sie einer ebenso totalitären Ideologie an wie die Rechtsaußen, wenn auch wesentlich subtiler, wie es auf den ersten Blick scheint.

    Wir müssen in unserem Land endlich wieder definieren, was im positiven Sinne links ist, u.a. nämlich auch die Abkehr von der irrwitzigen Idee, dass die Linke sich wegen der ausbleibenden Massenverelendung einer neuen Klientel zuwenden muss, nämlich den Vertretern des Politischen Islam. Alex hat dazu beu Jungle World einen sehr guten beitrag geschrieben. Hab‘ den Link eben nicht griffbereit….

    Die gemeinsamen Auftritte von Mitgliedern der „Die Linke“ bei Demonstrationen mit Hisbollah- und Hamas-Sympatisanten hier in Deutschland sprechen eine deutliche Sprache.

    Leon de Winter traf völlig ins Schwarze, als er davon sprach, dass der Politische Islam der faschismus des 20.(21.) Jahrhunderts ist.

    Und mit den Vertretern dieses Politischen Islam sieht „Die Link“ Schnittmengen (Lafontaine).

    Man könnte den Faden auch noch weiter spinnen: Diese Schnittmengen überkreuzen sich mit denen der Rechten.

    —————-

    Was anderes, Paul: Ich bin eben dabei, eine Seite aufzubauen, in der ich nur Musikvideos (querbeet – außer Schlager natürlich) reinstelle. Schau‘ doch mal vorbei und/oder empfiehl mich weiter…; M.Miersch von Achgut hat sogar bei Achgut Werbung gemacht…

    Hier: http://rudismusicbox.wordpress.com/

  3. @ Bernd Dahlenburg

    Hab’s vorhin gesehen, coole Seite! Vor allem eine interessante Musikauswahl. Manfred Mann’s Earth Band und ELO kriegt man dieser Tage nicht oft geboten. Kommt gleich in die Blogroll.

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