WYWIWYG


Mehr US-Truppen an den Hindukusch, Gespräche mit Iran, verschärfte Jagd auf Osama Bin Laden: Der „Washington Post“ zufolge will der künftige US-Präsident Obama in Afghanistan eine neue Strategie einschlagen. Wichtiger als der demokratische Aufbau ist demnach Stabilität.

Ok, liebe Obama-Fans, Karten auf den Tisch: Ist Stabilität jetzt also wichtiger als Demokratie, wie es der hier vertretene realpolitische Ansatz suggeriert, oder waren die neokonservativen Träumereien verglichen mit dem realen Obama am Ende vielleicht doch gar nicht so schlecht?

Wie auch immer ihr Euch entscheidet, Ihr seht ziemlich blöd dabei aus. Und ehrlich gesagt tut Ihr mir deswegen kein bißchen leid. Also merkt’s Euch wenigstens für die Zukunft: What you want is what you get.

~ von Paul13 - Mittwoch, 12. November 2008.

49 Antworten to “WYWIWYG”

  1. Sorry, ist leicht Off Topic, aber dieses prachtvolle Zitat aus dem aktuellen Print-SPIEGEL, S. 111, KANN ich den werten NBFS-Lesern einfach nicht vorenthalten. Da behauptet Box-Promoter Öner, Klitschko hätte Angst vor einem Kampf mit seinem Schützling und sagt (wörtliches Zitat):

    „Bei der WBC-Tagung vorige Woche im chinesischen Chengdu bequatschte Klitschko persönlich alle Funktionäre, man möge ihm den Pflichtherausforderer Gómez bitte ersparen. Er hat Angst, Vitali weiß, dass er gegen den Kubaner verlieren könnte. Doch die Zeiten der Absprachen und Mauscheleien snd vorbei. Die Welt hat sich geändert. Obama wird Präsident der USA. Und die Klitschkos können sich ihre Gegner nicht mehr aussuchen.“

    Läßt der SPIEGEL einfach so stehen. MUHAHAHAHAHAHA!

  2. Äh! Träumereien sind Träumereien sind Träumereien sind Träumereien! Was soll das?

  3. @ Paul

    Typischer Fall von neokonservativem Realitätsverlust. Die große Mehrheit der Obama-Wähler hat diesen gewählt, weil er versprochen hat, die katstrophale Politik seines Vorgängers zu beenden, bzw. drastisch verändern. In der Außenpolitik bdeutet dies u.a.:

    1. schrittweiser Abzug der amerikanischen Truppen aus dem Irak.
    2. Auflösung von Guantanamo
    3. Normalisierung der Beziehungen insbesondere zu den europäischen Verbündeten
    4. Verhandlungen auch mit Feindstaaten wie Iran oder Syrien
    5. aktive Klimaschutzpolitik und
    6. Jagd auf Osama bin Laden und Al Quaida in Afghanistan sobald es durch Verhandlungen und begrenzte Militäreinsätze gelungen ist, die Lage in Afghanistan zu stabilisieren.
    for more read here:
    http://www.barackobama.com/issues/foreign_policy/index.php

    Dies schließt Gespräche mit denjenigen Taliban-Gruppen ein, die bereit sind, mit dr amtierenden afghanischen Regierung zu verhandeln. Schon dies ist ein äußerst ehrgeiziges Programm angesichts der drastisch verschlechterten Sicherlage in großen Teilen des Landes. Aber das Ziel der Bush-Administration, in diesem von jahrzehntelangem Krieg zerrissenen Land, in dem in weiten Teilen eine vormoderne Stammesgesellschaft existiert, eine Demokratie nach westlichen Maßstäben zu etablieren, ist für jeden, der ein bißchen etwas von der politischen, sozialen, ethnischen und ökonomischen Struktur des Landes UND der Region versteht, schon immer unrealistisch gewesen. Obama hat es nie verfolgt und seine Anhänger haben es nicht gefordert.

    Sie haben recht, dass seine aktuelle Positionierung nicht ihren NeoCon-Wunschträumen entspricht. Aber genau deshalb ist er ja gewählt worden und nicht „a hundred years“ McCain.

  4. @ NMR

    Die Leute haben ihre Wahlentscheidung nicht primär wegen dem Irak oder überhaupt wegen irgendwelcher außenpolitischer oder Sicherheitsfragen getroffen. Hätten sie das, dann hätte Obama ein Problem gehabt, weil McCain gerade auf diesem Gebiet mehr vertraut wurde.

    Sie haben Obama gewählt, weil sie – warum auch immer – glauben, daß er mit der Wirtschaftskrise besser fertig wird als McCain. Also Ball flach halten. Irak ist für Euch ein ganz dummes Thema. Weswegen Obama es im Verlauf des Wahlkampfs ja auch ganz bewußt ausgeblendet hat. ;-)

  5. @ Rene

    Wenn Du mir hoch und heilig versprichst, mit Deinen Trollereien – also Nickfakes bei gleichzeitiger Unterstellung solcher gegenüber anderen etc. – ein für allemal aufzuhören, kannst Du gerne eine Antwort haben, wenn Du tatsächlich nicht selber draufkommst. Ein Tip: Mit „P“ fängt’s an, mit „inochet“ hört’s auf.

    Und zieh den Pfeil vorsichtig aus deinem Fuß.

  6. @ Rene

    Nein, Pinochet war eben kein Demokrat, aber einer von Deinen tollen realpolitischen Stabilisatoren. Kissinger hat also einen Fehler gemacht. Und zwar denselben, den du so gar nicht falsch finden magst.

    Und damit sieht der Fuß auch nur heil aus. War ein glatter Durchschuß. Der Schmerz kommt, wenn du begreifst, auf weölcher Seite Du jetzt kämpfst.

    Obama hat über den Irak auch nur am Anfang gesprochen. Als klar wurde, daß er in seiner Bewertung des „Surge“ so meilenweit danebengelegen hat, daß ihn keiner mehr als Oberkommandierenden ernst nehmen wird, hat er das Thema weiträumig umgangen bzw. da, wo das nicht ging, Bushs und McCains Ideen umformuliert und das dann als Abkehr von Bushs und McCains Ideen verkauft. Bei Leuten wie Dir scheint das ja offenbar ganz gut geklappt zu haben.

  7. @ Paul

    Also ich finde, ich halte den Ball ziemlich flach. Angesichts des großkotzigen Geschwätzes, das Sie und ihre Freunde (auslaender, S1IG usw.) in den letzten Monaten auf diesem blog über das garantierte Scheitern Obamas und der Demokraten verbreitet haben und eines gewählten demokratischen Präsidenten und einer satten demokratischen Mehrheit in beiden Häusern des Kongresses wäre wohl ein ganz anderes Triumpfgeheul angebracht gewesen. Aber so wichtig sind sie gar nicht (mehr) …

    Und selbst wenn eine Mehrheit der amerikanischen Wähler McCain eine größere außenpolitische Kompetenz (warum eigentlich? weil er den Irak nicht vom Iran unterscheiden kann?) zugestehen sollte – die Mehrheit hat den Präsidentschaftskandidaten gewählt, der klar und deutlich den Rückzug aus dem Irak angekündigt. Davon abgesehen – wenn Sie wirklich glauben sollten, dass „the surge“ eine dauerhafte Stabilisierung des Irak erreicht hat, sollten Sie öfter mal Zeitung lesen:
    http://www.washingtonpost.com/wp-dyn/content/article/2008/11/10/AR2008111000144.html

  8. Yeap mehr Zeitunglesen ist gut, vor allem der Teil der Post in dem der Ombudsmann der Zeitung sich fuer eine Unfaire und Unsachliche Berichterstatung und voreingeommene bei seinen Lesern entschuldigt. Von der NYT, CBS, NBC etc. duerfte das wohl nicht zu erwarten sein. Nun denn es wird nicht lange dauern und sie werden versuchen es wieder gut zumachen und dann die richtigen Fragen stellen die sie haetten vor der Wahl stellen sollen.
    Nun soviel Groesse haben die Grahams wenigsten noch hinterlassen.
    Und nocheinmal der Mann ist noch nicht im Amt, seine Politik die er anstoesst wird sich also noch zeigen. Seine Ankuendigungen lassen fuer die Abzug aus dem Iraq, Abzug aus Afghanistan und wir haben jetzt Europa wieder lieb jedenfalls nichts gutes hoffen.
    Durchaus moeglich das ich den einen oder anderen Gedanken mit dem designierten Praesidenten teilen werde wenn er im Reallife angekommen ist nur bezweifele ich jetzt schon dass mir seine Halbherzigen Aufuehrungen gefallen werden.
    Die Ansichten von Biden zum Thema Russland und China teile ich jedenfalls, wenn dann auch noch eine entsprechende Umsetzung erfolgen wird…
    So oder so im Jan. wird der Mann zu meinem amtierenden Praesidenten und er wird ganz schnell merken wie der Beltway und Realpolitik aussieht und vor allem seine Europaeischen Freunde werden merken das jeder amtierende Praesident den US Interessen dient und nicht den Europaeischen und dass diese gerade mit dem Linken Europa nicht uebereinstimmen.
    Und die Mehrheit der US Buerger hat ihn nicht wegen eines Abzuges aus dem Iraq gewaehlt,das war seit seiner Nominierung eh kaum noch ein Thema, sondern weil sie hofft dass der selbstverschuldete Absturt moderator ausfallen wird als unter McCain. Da wird auch noch lustiges auf die Illegalen zukommen ….

  9. Angesichts des großkotzigen Geschwätzes, das Sie und ihre Freunde (auslaender, S1IG usw.) in den letzten Monaten auf diesem blog über das garantierte Scheitern Obamas und der Demokraten verbreitet haben […]

    Entweder lügt hier einer frech oder er sieht (wieder mal) nicht durch. Ich habe nie vom Obamas Scheitern gesprochen und auch keine Garantie dafür abgegeben.
    Ich habe mich nicht mal für McCain ausgesprochen. DA DA!

  10. @ Paul & the Wild Bunch

    Also Jungs, erinnert euch doch mal daran, was ihr noch vor ein paar Wochen hier so erzählt habt:

    https://nbfs.wordpress.com/2008/06/27/welcome-back-to-reality/

  11. Hm,ich habe das gleiche geschrieben wie hier, naemlich das ein auch ein Praesident Obama die Truppen nicht schneller abziehen wird als ein Praesident Bush und das diverse andere Entscheidungen eines Praesident Obamas den Linken Europaern genausowenig gefallen werden wie die von Praesident Bush?
    Hart bleiben nmr, es wird sich nichts wesentlich aendern bei den Themen die den Linken Obamaniacs in Europa wichtig sind.
    Dazu stehe ich und dabei bleibe ich.

  12. @Auslaender
    Stimme Dir zu – deswegen noch einmal meine Worte:
    Der Rest wie so oft: Haltlose Unterstellungen, Behauptungen und rassistische Gedanken – so kennen wir unseren D. Im Prinzip nicht satifikationsfähig :-)

    No Hope, no Change!

    P.S. Nicht zu vergessen: Das Akronym-Problem!

  13. ich habe grade den Fragebogen der neuen regierung an die regierungsbediensteten in den USA bzw. an die die es werden wollen gelesen. Orwell im Quadrat, denke nicht dass ein Deutscher jemals fragen beantworten muesste WAS IN SEINEM TAGEBUCH STEHT und solche scherze. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,590335,00.html

    was da passiert bzw zu passieren droht passt mir nicht so richtig..

  14. @ NEB

    Aber irgendwie hört man den Aufschrei der Obama-Jünger noch nicht so recht. Naja, die holen bestimmt nur Luft und schreien dann bestimmt genauso laut wie sie das bei Bush getan hätten.

  15. Na ja, wer sein „Yes we can von Bob the Builder“ klauen muss ;-)
    Can we fix it? Yes we can!

  16. @ Rene

    Demokratie kann durchaus auch instabil sein, mit Regierungswechseln, Wirtschaftskrisen, Korruption, Fehlentscheidungen, Kriminalität und Terrorismus. In einer Diktatur hingegen herrschen für Entspannungs- und Realpolitiker immerhin Stabilität und Ruhe, auch wenn’s sich nur um stabile Gitterstäbe und Friedhofsruhe handelt.

    Deine Pseudoempörung über Pinochet nehme ich Dir daher auch nicht wirklich ab, denn wer Hundertausende von Saddam-Opfern zehntausenden der islamistischen Terroristen vorzieht, den stören tausende durch eine sogenannte „Entwicklungsdiktatur“ ganz sicher nicht ernsthaft. Wenn schon heucheln, dann bitte in Zukunft etwas geschickter.

  17. @ S1IG

    Der Gnom wieder. Gar keine Erinnerung? Und nicht mal lesen kann er:

    „Übrigens: Obama wird (wenn er so weiter macht) noch Kerry den Titel des Flip-Flop-Königs streitig machen… Ein Überflieger!“

    am 30.Juni 2008, um 8:46 Uhr. Zu dem Beitrag `Welcome back to reality´ Wie gesagt: manchmal ist schwer, KEINE Satire zu schreiben …

  18. @DJ (aka no more republicans)
    Wo ist nun vom Scheitern die Rede und wird was von einer Garantie gesagt? Lerne Lesen und komme wieder. Vielleicht hilft bei Dir auch ein Termin bei Fielmann.
    Ansonsten wie so oft: Haltlose Unterstellungen, Behauptungen und rassistische Gedanken – so kennen wir unseren D. Im Prinzip nicht satifikationsfähig :-)

    No Change – no Hope!

    DA DA!!

  19. Hm, also fuer mich ist Senator Obama immer noch ein Flip-Flop Koenig. Er war nur etwas schlauer als Kerry und hat es nicht so offensichtlich getan. Nach seiner Aufstellung durch den Linken Fluegel und der Nominierung durch den Parteitag hat er einfach nur auf die Themen gesetzt die die Masse interessiert und das war nicht der Iraq und ein Abzug. Das war dann nur noch ein Thema am Rande. Er hat bewusst darauf Gesetzt, und dabei wird er bleiben, was die Waehler am meisten interessiert. Haette er die Themen des Linken Parteifluegels weiter gefuehrt haette er nicht gewonnen.
    Trotz eines Wahlkampfes der der GOP um Laengen ueberlegen war.
    Wenn die GOP daraus nichts lernt hat sie es nicht verdient beim naechsten mal anzutreten. Der Wahlkampf war, trotz einseitiger Medienberichte fuer Obama die ihn nicht hinterfragt hat ,klasse.
    Wenn die Medien allerdings noch einmal sich so beeinflussen lassen hat sie es nicht verdient das man ihnen noch einen besonderen Schutz zu kommen laesst.. Die Post ist ja schon wach geworden, hoffentlich hat sie daraus was gelernt.

  20. @ Rene

    Siehst Du, und das unterscheidet uns. Ich finde selbst die instabilen und noch unfertigen irakischen und afghanischen Demokratien besser als deren Ba’ath- und Taliban-Vorgänger. Und Du eben nicht.

    Was die Wertung der Toten angeht, so ist mir durchaus bewußt, daß für Revisionisten zwischen den Toten von Auschwitz und denen von Dresden oder Hiroshima kein Unterschied besteht. Deswegen verabscheue ich sie ja auch so.

  21. @ NMR

    Auch ich sehe ein Scheitern nur gemessen an meinen eigenen Maßstäben bzw. an denen linker Träumer. Wer wie Du oder Rene mit zynischer Realpolitik, den richtigen Hurensöhnen und Stabilität vor Freiheit kein Problem hat, der wird auch mit Obamas Mischung aus Clinton light und Kissinger reloaded sicher glücklich werden und nicht von einem Scheitern sprechen.

  22. @ alle

    Nur ganz kurz weil es auch nicht (mehr) so fürchterlich wichtig ist:

    1. Gnom
    Sie haben völlig recht. Für Sie gilt: no change, no hope – kein Interesse.

    2. auslaender
    PRESIDENT-ELECT Obama hat diese Wahl nicht gewonnen, weil sein Wahlkampf perfekt war und der von McCain grottenschlecht. Sondern weil die Wähler etwas grundsätzlich anderes wollten als – Bush. Klassisch war McCains verzweifelte Distanzierung in der letzten Debatte. Dass der republikanische Kandidat mit dem amtierenden republikanischen Präsidenten nicht in der Öffentlichkeit gesehen weren wollte – das hat die letzten Zweifler an dem „Terroristen / Sozialisten / Muslim“ Obama überzeugt. Auch wenn wir uns für die Nominierung von Mrs. „von Alaska kann man Rußland sehen“ Palin ausdrücklich bedanken wollen.

    3. paul
    Nun können Menschen, die an Wunder und Zauberei glauben im strengen Sinne des Wortes nicht scheitern – weil morgen kann ja das Wunder passieren. Aber ich hätte nicht gedacht, dass irgendjemand – außer er selbst natürlich – noch glaubt, Bushs Präsidentschaft wäre „erfolgreich“ gewesen. Dass die Besetzung des Irak eine gute Idee war und dass man die Probleme der amerikanischen Volkswirtschaft mit off-shore drilling lösen könne. DEshalb eine Frage an Sie: wäre die Amtsübernahme im Januar nicht eine gute Gelegenheit für Sie eine kleine Pause einzulegen – sagen wir zunächst eimal so 8 Jahre und dann sehen wir weiter?

  23. @nmr
    Schoen das Deine Analyse mal wieder voellig anders ist als die Aussageen der Menschen auf der Strasse und von Linken Wunschtraeumen erfuellt ist. Gut nur das SENATOR Obama (bis zur Abgabe des Amtseides ist er nichts anderes) das besser verstanden hat und seinen Wahlkampf nach der Strasse gerichtet hat.
    Sonst haette ihm die ganzen Wahlkampfspenden auch nicht weitergebracht als Kerry.
    Und neín ich will mit der letzten Aussage nicht darauf hinaus das er sich die Wahl gekauft hat, was von den Linken durchaus gekommen waere wenn es ich um eiin Mitglied der GOP gehandelt haette. Er hat schlichtweg den besseren Wahlkampf gemacht und nicht mehr. Beweist er sich als das was Joe Sixpack nicht will, dann hat er vier Jahre nicht mehr und nicht weniger.
    Und was das schweigen angeht, ganz vorsichtig nmr, wir werden sehen was von Deinen feuchten Wuenschen im Rahmen der Praesidentschaft uebrig bleibt. Ich jedenfalls brauche keine Kristalkugel um zusagen dass sich nichts wesentlich aendern wird.
    Er scheint von den Clintons einiges gelernt zu haben.
    Richtig lustig wird es wenn er tatsaechlich Hillary zur Aussenministerin ernennen sollte und sie dann auch noch durch die Haeuser bestaetigt wird, dann hat er schon vor den ersten Hundert Tagen die ersten Probleme. Da brauchte ich auch keine Kristalkugel fuer um dass vorauszusehen.

  24. @Auslaender
    Verschwendete Zeit – bei dem sind Hopfen und Malz verloren. Oder: No hope, no change – wie schon seit Monaten gesagt ;-)

    Es ist einfach gut, wenn man sich entspannend zurücklehnen kann und ohne Erwartungen die Sache auf sich einwirken läßt. BTW: Hillary wird Außenministerin – setzt sie ihre Planung über die weitere Truppenstationierungen im Irak durch? ;-)

  25. @Rene: hast du mal ein paaar Statistiken so über die Kindersterblichkeit oder Kriegsflüchtlinge in Afghanistan gesehen? Ich vermute mal stark, nicht!

  26. @ alle

    Nicht weil es hier etwas nützen würde, aber weil es Spaß macht:

    1. Als Presodent-elect wird üblicherweise der siegreiche Kandidat einer Präsidentschaftswahl bezeichnet, sobald die Wahlbehörde (Adiminstrator of the General Services Administration) festgestellt hat, dass er über die Mehrheit der Stimmberechtigten im electoral collage verfügt. Spätestens gilt er als Prsident-elect wenn im DEZEMBER die Abstimmung des EC erfolgt ist. Genaueres hier:
    http://en.wikipedia.org/wiki/President-elect

    2. Sollte Obama Hillary wirklich zur Außenministerin machen, so zeigt dies zweierlei:
    – im Gegensatz zu seinem Vorgänger hat er keine Angst vor Mitarbeitern, die über eine eigene Meinung verfügen und diese – inrtern – auch laut sagen.
    – Hillary hat diese Rolle begriffen und akzeptiert. Denn der Job secretary of state ist berüchtigt für einen häufigen midterm-change, besonders wenn sich president und secretary nicht mehr einig sein sollten.

    3. Richtig ist, dass der Irak bzw. die gesamte Außenpolitik angesichts der katastrophalen Wirtschaftslage im Wahlkampf nur eine Nebenrolle gespielt hat. Das bedeutet allerdings NICHT, dass die Mehrheit der Wähler Bushs/McBushs Politik zustimmen. Und für Obama gibt es ein entscheidendes Problem im Irak (und tendenziell in Afghanistan): 601 Mrd. USD so far and counting …:
    http://zfacts.com/p/447.html

    4. Obama hat so viele Probleme von seinem Vorgänger geerbt, dass er bestimmt ein paar für Hillary übrig hat. Aber sie von einem demokratischen Kongress als S-o-S bestätigen zu lassen dürfte seine leichteste Übung sein.

  27. @ NMR

    Das mit der Pause hatte ich letztens sogar tatsächlich überlegt, weil ich momentan nicht mehr soviel Zeit zum Bloggen habe. Aber wenn Dich das freuen würde, reiße ich mich doch lieber zsammen und mache weiter. ;-)

  28. @ Rene

    Wo habe ich bitteschön das Wort Kindersterblichkeit verwendet? Ich sprach von Revisionisten, die alle Toten gleich werten, unabhängig davon, ob sie in Auschwitz, Dresden oder Hiroshima gestorben sind. Und Dein Dementi fiel bisher etwas mager aus. Es gab nämlich keins.

  29. @ Tyrion

    Statistiken? Von 1:10.000-Rene? Da mach Dir mal keine Hoffnungen…

  30. @Paul
    Pause – wo jetzt erst so richtig interessant wird? Bloss nicht! Die Aufforderung zur Pause zeigt doch nur: Du hast einen Nerv getroffen!

  31. @ Rene

    Tja, das war dann wohl die falsche Antwort. Ich hatte Dich ja gewarnt. Damit bist Du was mich angeht, erst mal wieder raus.

    Eigentlich müßte ein neokonservativer Zelot wie ich Dich ja wegen Deiner fortdauernden Beleidigungen und projizierenden Unterstellungen gleich komplett sperren, aber weil Du mir als Trafficsau so nützlich bist, sage ich mir auch einfach mal ganz pragmatisch „Er ist zwar ein Troll, aber er ist mein Troll“. Auch in mir steckt eben ein kleiner Realpolitiker. ;-)

  32. Jetzt mal ohne jegliche Ironie, ich stolpere immer wiede ueber Aussagen wie z.B. die von Rene aber auch bei anderen, da frage ich mich wirklich ob dies eine Mehrheitsmeinung in Deutschland ist.
    Z.B. hier aus einem Spiegelforum:
    Saddam war ein Diktator von Vielen in einer Region die durch Monarchien und Diktaturen beherrscht wird. (Syrien, Jordanien, Saudi-Arabien…) Saddam war grausam und wer ihm im Weg stand war seines Lebens nicht sicher, aber:
    Es gab ein funktionierendes Gesundheitswesen, die Kindersterblichkeit war niedriger als heute, Frauen waren vergleichsweise viel freier…

    http://forum.spiegel.de/showthread.php?p=2988437#post2988437

    Sorry aber dieser Sche… erinnert mich wirklich an unter Adolf hatte jeder Arbeit und man kommte Nachts ueber die Strasse gehen oder da solche Vergleiche ja sofort als unpassend abgetan werden dass in der DDR jeder Arbeit hatte und Kinderkrippen und blabla.

    Das kann doch nicht allen ernstes eine Mehrheitsmeinung in diesem Land sein.
    Da vergeht mir glatt mein zynischer Humor der mich manchmal befaellt….

  33. @ Auslaender

    Meine Einschätzung der Zustimmungsraten in D:

    – Man darf Diktatoren/Tyrannen/Monarchen nicht einfach so abräumen, auch dann nicht, wenn sie völkermordend auftreten: 90 %
    – Im 3. Reich gab es wenigstens Arbeit/konnte man sich als Frau noch auf die Straße trauen: 10 %
    – Idealisierung der DDR/Kapitalismus ist ungerecht: Westen 30 %, Osten 60-70 %, gesamt 35-40 %

  34. @ Auslaender

    Cheweys Vermutung deckt sich mit meinen Erfahrungen. Wie man nicht nur an Extrembeispielen wie Rene sieht, arrangieren sich die Deutschen ganz gut mit der Diktatur, vor allem wenn der betreffende Diktator die tiefsitzenden Ressentiments im ungesunden Volksempfinden bedient. Nur wenn er den Fehler macht, sich für Amerika/Israel/den Westen/den Kapitalismus auszusprechen, ist er ein böser Diktator.

    Anders wäre auch gar nicht schlüssig zu erklären, daß ein Pinochet oder der Schah mit nach tausenden oder zehntausenden zählenden Opfern mehr Abscheu hervorruft als all die Pol Pots, Mengistus und Saddam Husseins, die trotz Hundertausender oder gar Millionen von Toten bestenfalls totgeschwiegen werden, wenn nicht gar als potentielle Verbündete im Kampf gegen die amerikanische Hegemonie wahrgenommen werden.

    Die Deutschen sehen eben nicht nur ihre Großväter als Täter von Auschwitz, sondern auch ihre Großmütter als Opfer von Dresden, und in ihren Augen waren gegenüber der Oma die amerikanischen Bomberpiloten die Täter, was praktischerweise zugleich die Verbrechen von Opa relativiert. Und daß Deutsche Krieg offenkundig schlimmer finden als Völkermord, ist ja auch kein Zufall.

  35. Heist also die Mehrheit der deutschen koennte sich wieder mit einer Diktatur anfreunden, solange es den nur Stabilitaet, Arbeit, freies Wochenende, einmal im Jahr KdF Reise und Krankenversicherung(moeglichst umsonst) fuer alle gibt?

  36. @ Auslaender

    Ein wenig sollte man noch differenzieren:
    1. Eine MEHRHEIT ist zumindest aus meinen Schätzungen nicht herauszulesen.
    2. Von Naziregimes haben die Deutschen die Schnauze voll (sehr zynisch könnte man sagen: wegen erwiesener Erfolglosigkeit ;-)

    Die von dir genannten sozialen Wohltaten würden m.E. nur in einem sozialistischen System goutiert werden. Denn eines der Hauptprobleme der Wiedervereinigung war, dass die aus dem Zusammenbruch resultierenden Unzulänglichkeiten dem NEUEN System angekreidet wurden anstatt dem, welches dafür verantwortlich war. Hat der Westen viel zu wenig gegengesteuert.
    Seit der Bankenkrise spüre ich im Umfeld noch einmal einen Linksschub, der rational nicht erklärbar ist, denn persönliche Auswirkungen sind bei den Befragten nicht feststellbar. Und die Bundesbürgschaft für das Bankenwesen ist bisher auch mehr virtueller Art, nicht real haushaltsbelastend. Aber vielleicht ist die grundlose Hinwendung zu totalitären Lösungen der irrationale Preis für Überfluss und Dekadenz. Der Freiheitswille jedenfalls ist meiner Meinung nach bei den Deutschen nicht besonders ausgeprägt.

  37. „Die von dir genannten sozialen Wohltaten würden m.E. nur in einem sozialistischen System goutiert werden.“
    Besser ausgedrückt: Wenn ein Diktator die genannten Wohltaten als Anreiz verwenden wollte, müsste das System dennoch sozialistischen Charakter haben, um goutiert zu werden.
    Man sollte noch ergänzen, dass der weitaus größe Teil dieser Wohltaten in der jetzigen Demokratie besser verwirklicht sind als jemals zuvor. Ich denke, es müsste richtig steil bergab gehen, damit die Deutschen ihr jetziges System aufgeben. Wenn ich da noch an die europäische Integration denke, sehe ich in absehbarer Zeit eigentlich keine Gefahr. Aber vielleicht eher aus „Mangel an Gelegenheit“ denn aus echter Überzeugung. Schwer zu sagen.

  38. @Chewey
    Okay war mein Fehler, haette ich besser audruecken sollen.
    Fuer mich ist es voellig gleich ob es sich um braune oder rote sauce handelt. Beides ist Diktatorisch und weder das eine noch das andere laesst sich mit Freiheitsrechten durchsetzen.
    Das die Fuehrernummer nicht mehr funktionieren wuerde ist klar. KdF wuerde dann durch VEB Reise und Lust ersetzt werden
    und der Fuehrer durch „die Partei“.
    Ich hatte mal was von Altkanzler Kohl gelesen dem die Einbindung in die EU ja eben aus den Gruenden wichtig war die Du erwaehnst und auch bei den Diskussionen waerend der Widervereinigung kam ja klar zu Ausdruck dass auf der Westlichen Seite diese nur akzeptiert wird wenn Deutschland dann in diversen Buendnissen bleibt, also EG und NATO. Der damaligen SU schwebte ja ehr die Neutralitaet vor liess sich dann aber von entsprechenden Argumenten ueberzeugen.
    Nur frage ich mich da schon, wie billig wuerden die deutschen ihre Demokratie und ihre Freiheit verkaufen wuerden?
    Ich komme ja nun von Berufswegen viel durch Europa, da wird gemotzt und gemeckert ueber die Krise, aber die Systemfrage wird also solches nicht gestellt und eigentlich ist jedem klar das Krisen nicht zu verhindern sind, das sie kommen und gehen und Wachstum und Wohlstand zwischen diesen Punkten gemacht wird.
    Man betrachtet die derzeitigen Staatshilfen oder Teilverstaatlichungen als kurze Episode und sieht sie mit Humor in dem Wissen dass es eine kurze Episode ist.
    Fuer mich ist es auf jeden Fall erschreckend, dass es bei Diskussionen wie Einsatz in Afghanistan oder Iraq nicht um ein bisschen Egoismus handelt, sondern dass viele ernsthafte Sympathien mit Diktaturen haben solange sie nur ein paar Vorteile bringen.

  39. Nachtrag:
    „die deutschen“ natuerlich in Anfuehrungszeichen da damit natuerlich nicht alle gemeint sind und nicht gemeint sein koennen.

  40. @ Auslaender

    Engagement in Afghanistan und Systemfrage in D sind nochmal zwei verschiedene Paar Schuhe. Ich will da fair sein: Zumindest im Westen Deutschlands halte ich die Demokratie für fest etabliert. Den Sturm sehe ich nicht am Horizont, der diesen Baum entwurzeln könnte. Im Osten sieht’s da schon anders aus, aber was wollen sie machen? ;-)
    Afghanistan ist eine andere Kiste. Dass jedes einzelne Mal, wo Soldaten oder Zivilisten auch nur verletzt, geschweige denn getötet werden, eine gesamtgesellschaftliche Debatte vom Zaun gebrochen wird, ist ein groteskes Unding und zeit überdeutlich, wie wenig die deutsche Bevölkerung hinter diesen Aktivitäten steht. Selbst Fritz Kuhn haben sie gestern abgestraft, weil er sich mal dafür ausgesprochen hat. Ist in der CDU aber auch eine einzige Eierei…

  41. @ alle

    Ach Jungs, schlechte Nachrichten: der Zweite Weltkrieg ist vorbei, der Kalte Krieg auch – schon fast zwanzig Jahre. Und die Böse Neue Welt funktioniert ganz anders als im Handbuch NeoCon for Dummies vorgeschrieben.

    Aber nun zum angeblichen deutschen Nationalcharakter:
    „Heist also die Mehrheit der deutschen koennte sich wieder mit einer Diktatur anfreunden, solange es den nur Stabilitaet, Arbeit, freies Wochenende, einmal im Jahr KdF Reise und Krankenversicherung(moeglichst umsonst) fuer alle gibt?

    Aber vielleicht ist die grundlose Hinwendung zu totalitären Lösungen der irrationale Preis für Überfluss und Dekadenz.“

    Und jetzt überlegt mal, warum die Amerikaner diesen ungedienten Appeaser und Kapitualationisten an Stelle des Kriegshelden gewählt haben. Vielleicht wegen fehlender Krankenversicherung, unsicheren Jobs, gepfändeten Häusern und einer Altersicherung, die sich gerade in Luft aufgelöst hat? Vielleicht wollten sie ja auch mal `dekadent´ sein?

    Stellt sich nur noch die Frage, wie „an artificial timetable for the withdrawl of our troops“ in Afghanistan wohl aussehen wird …

  42. @ NMR

    Jaja, am deutschen Sozialversicherungswesen soll die Welt genesen.

  43. Tja wenn ich mir dann so Rene und nmr anhoere scheint es egal zu sein welcher Diktatur sie sich unter zuordnen haben hauptsache sie hat einen kostlosen Dentalplan ;-)

  44. @Auslaender
    Du sagst es sehr krass, hast aber im gewissen Sinne recht. Beim Thema Gesundheit/USA kennen die Deutschen meist nur Schwarz-Weiß. Es ist ein Thema, über das man mit den „Besserwisser-Deutschen“ sehr schlecht reden kann!

    @Paul
    Pöser Paul – werf Dich vor Wolfi auf den Poden! What a jerk ;-)

  45. @ S1IG
    Vor allem stelle ich immer wieder fest das die meisten gar keine Ahnung haben wenn davon die Rede ist das x Millionen keine Krankenkasse haetten oder warum viele davon die Programme der Bundesstaaten oder des Bundes nicht annehmen.
    Aber wie Du schon sagst die kennen da nur schwarz und weiss, wissen aber gar nicht wie schwarz dabei aussieht solange weiss nicht aussieht wie in Deutschland.

  46. @NMR

    „Und jetzt überlegt mal, warum die Amerikaner diesen ungedienten Appeaser und Kapitualationisten an Stelle des Kriegshelden gewählt haben. Vielleicht wegen fehlender Krankenversicherung, unsicheren Jobs, gepfändeten Häusern und einer Altersicherung, die sich gerade in Luft aufgelöst hat? Vielleicht wollten sie ja auch mal `dekadent´ sein?“

    Schau dir mal das Diagramm: Presidential Election: Winners by County an. Wenn man nicht völlig blau ist, dann sieht man da ziemlich viel rot. Also die Reps wurden sowas von knallhart abgewählt, das gibt’s garnicht!

    http://www.washingtonpost.com/wp-srv/politics/interactives/campaign08/election/uscounties.html

  47. @ Auslaender

    Dabei habe ich gar nicht mal was gegen ein vernünftiges Sozialsystem, im Gegenteil. Nur man kann sowas auch intelligent organisieren statt so strunzdumm wie die hiesigen Sozialstaatsjünger. Aber das übersteigt den Horizont von Gefälligkeits-Untertanen wie Revisionisten-Rene. Der sieht nur die Suppenküchen, die die alliierten Bomber damals so rücksichtslos zerstört haben.

  48. @Rene

    „Wenn man nicht völlig bedeppert wäre würde man erkennen, dass Obama die Mehrheit der Stimmen hat und auch McCain ihm schon gratuliert hat (vor rund zwei Wochen).“

    Aber Rene, man kann sogar amerikanischer Präsident werden wenn man nicht die Mehrheit der Stimmen hat! Gell, do glotsch!

  49. No more republicans?

    http://www.zeit.de/online/2008/47/obama-mccain-minister

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