Das schlechteste Bush-Bashing der Welt


Die Republikaner in Angst: Sie fürchten am Wahltag nicht nur den K.o. ihres Kandidaten John McCain, sondern auch ein Debakel im Kongress. Die Schuld geben sie dem unpopulären Noch-Präsidenten. Die Abrechnung mit den Fehlern der Ära George W. Bush erfasst auch die eigene Partei.

Wer jetzt eine gut begründete Demontage George W. Bushs erwartet hat, wird enttäuscht werden. Nur weil SPIEGEL und STERN Titelbilder basteln können, heißt das nämlich noch lange nicht, daß sie auch die dazu passenden Argumente haben. Selbst die republikanischen Kronzeugen sind keine, denn Kronzeugen haben in der Regel irgendetwas zu erzählen. Die hier aber nicht, sonst hätte der Autor es zweifellos erwähnt.

Statt dessen kann er zwar eine ganze Reihe Bereiche nennen, wo Bush zumindest nach Ansicht einiger Leute offenbar einen so schlechten Job dann doch nicht gemacht hat – Asienpolitik, HIV- und Armutsbekämpfung in Afrika, Nordkorea, Iran, Georgien, Verhindern eines neuerlichen 11. September – (vor allem wenn man es mit der entsprechenden Performance seiner Kritiker vergleicht), die Einzelheiten der Abrechnung fehlen hingegen.

Der einzige wenigstens halbwegs konkrete Vorwurf im Artikel betrifft die Finanzkrise, an der nach Meinung des Autors offensichtlich nicht halbseidene Spekulanten und gierige Anleger schuld sind, sondern auf irgendeine wundersame Weise George W. Bush höchstpersönlich, weil er gemacht hat, was jeder amerikanische Präsident im Normalfall aus gutem Grund tut, nämlich sich so weit wie möglich aus der Wirtschaft herauszuhalten.

Der ultimative und wunderschön entlarvende Beweis aber, daß Bush in seiner historischen Gesamtbilanz nicht nur gar nicht so übel dasteht, sondern sogar ein regelrechter Leuchtturm in einem Meer der Ignoranz ist, ist die Tatsache, daß der SPIEGEL ein finales Bush-Bashing kurz vor Ende von dessen Amtszeit bringt, in welchem tatsächlich das Wort Irak nicht mehr vorkommt. Nicht ein einziges Mal! Der Autor wird wissen warum.

~ von Paul13 - Mittwoch, 29. Oktober 2008.

36 Antworten to “Das schlechteste Bush-Bashing der Welt”

  1. Eigentlich sollte man Dich beim SPON-heulen alleine lassen. Du WILLST Dich ja anscheinend aufregen…
    Zur Beruhigung: Kennste [url=http://www.nzz.ch/nachrichten/international/sicherheitspolitische_perspektiven_jenseits_des_irak-kriegs_1.1155034.html]den[/url]?

  2. @ Paul

    Dein Artikel trifft es genau auf den Punkt! 50 Zeilen lang wie Scheiße Bush angeblich alle finden und keine einzige Begründung außer ausgerechnet der Finanzkrise! Ich frage mich, ob das von den Hunderttausenden SPON-Usern außer dir auch nur 100 weiteren Lesern aufgefallen ist.
    Der Irakkrieg scheint nur höchst mittelbar in diesen Zeilen durch:
    „Star-Staatsanwalt Vincent Bugliosi hat eine Anklageschrift gegen Bush wegen vielfachen Mordes vorgelegt.“
    Damit meinen sie ja wohl nicht, dass Bush mit einer Kettensäge durchs Weiße Haus gerannt sein soll.

  3. vielleicht muss man spon+stern lesern nicht hunderttausendmal hintereinander das selbe sagen

    wenn paul amerikanische bomben geil findet muss er doch auch nicht jedesmal alles von der schwerkraft bis hin zu den letzten technischen parametern herbeten

    es müsste doch sehr ermüdend sein für den leser, immerfort das zu lesen, was er schon weiss

  4. @ Microgod

    Dann beschreib mal, welchen Erkenntniswert ein faktenloser Artikel auf einem Nachrichtenportal hat.

  5. leuchtturm im meer der ignoranz? manchmal stimmt es, dass nicht der geisterfahrer falsch fährt, sondern alle die ihm entgegenkommen. manchmal aber eben nicht.

    es bleibt das problem dieses blogs, dass der autor eben nicht so libertär ist, wie er stolz vorgibt, sondern völlig abhängig von den bush-gegnern. je schlechter er bei denen weg kommt, desto mehr muss er hier leuchten, anstatt, dass man einfach sagt: das waren die stärken, das die schwächen. ich bin einfach nur froh, wenn bush weg ist und endlich eine historieung beginnen kann, die den kerl auf allen seiten auf normalmaß bringt.

  6. D’accord, Paul. Den Deutschen wird was fehlen. ;o)

    GWB aber, diese Prognose wage ich, wird eines nicht allzu fernen Tages nüchterner und ganz anders beurteilt werden als es jetzt der Fall ist: nämlich als ein recht ordentlicher Präsident, der zur richtigen Zeit meist das Richtige tat, der den Mut hatte, auch unpopuläre Entscheidungen zu treffen, wenn es notwendig war, und der einiges von dem erreichte, was er in seiner (schwierigen!) Amtszeit erledigen musste. Wie die SPIEGEL-Redakteure hießen, die ihn jede Woche als Idioten hinstellten, weiß dann allerdings niemand mehr.

  7. @CC
    Ehrlich, Du meinst dass der Präsident der USA berühmter ist als ein Spiegel-Redakteur? Wenn das mal nicht eine gewagte Prognose ist…
    @Paul
    Spiegel-bashing ist zwar immer gut. EIne Antwort auf die Frage warum GWB so unpopulär ist hast Du aber auch nicht wirklich. Und die Tatsache selbst wirst Du wohl kaum bestreiten…

  8. @Paul
    PS.: Aksimet oder wie Dein technischer Handlanger hier heißt mag das große W aber auch nicht… ;-)

  9. @ Jost Kaiser

    Libertär bin ich in meinen Ansichten über das friedliche Zusammenleben in einer zivilisierten Gesellschaft. Im Umgang mit denjenigen, die besagte libertäre Idylle zerstören wollen, bin ich aber eher ein NeoCon. Das ist sicherer.

    Aber es stimmt, wenn Bush weg ist, dann kommt mit Obama Normalmaß. Gar nicht mal so schlimm wie zu fürchten, aber eben auch kein großer Wurf mehr. Statt eines langfristigen Kreuzzugs für die Globalisierung der Demokratie kommt dann wieder traditionelles Krisenmanagement a la Clinton.

    Feine Sache, wenn man nicht zufällig gerade in Bosnien oder Ruanda lebt. Und wenn die Armageddonfraktion an der Bombe schraubt, tickt die Uhr auch für alle anderen. Nur daß Realpolitiker das Ticken leider nicht hören.

  10. @ daniel

    „EIne Antwort auf die Frage warum GWB so unpopulär ist hast Du aber auch nicht wirklich. Und die Tatsache selbst wirst Du wohl kaum bestreiten…“

    Du bist echt witzig, daniel. Ja, warum ist jemand unpopulär, auf den sämtliche Medien (oft zu Unrecht, wie Paul zahllose Male belegt hat) eindreschen, als ob es sich bei GWB um eine Kreuzung von Adolf Hitler und einem Schimpansen handeln würde (Zitat Hannes Stein). Wenn man es doch nur wüsste…

  11. @ Microgod

    Wenn Du nichtamerikanische Bomben geiler findest, schau mal in den Sudan.

  12. @ Daniel

    Akismet mag keine Links. Das W ist ihm dabei eher egal.

    Was W. Popularität angeht, so liegt das an unpopulären Entscheidungen, wie beispielsweise das Leben eigener Soldaten zu riskieren, um fremde Menschen in fernen Ländern zu retten oder weit größere, aber eben erst zukünftige Bedrohungen auszuschalten. Andererseits hat Winston Churchill vor dem 1. September 1939 auch keinen Beliebtheitspreis gewonnen.

  13. @Chewey
    …und die Medien machen das…warum? Weil sie ihn nicht mögen weil er … ja warum? Deine Antwort, er sei unpopulär weil er unpopulär ist, bringt nicht nicht weiter…
    @Paul
    Bitte keine Chruchill-Vergleiche! Schließlich war der größte Brite aller Zeiten schon VOR 1939 populär, Marineminister, Schatzkanzler, Kriegsfreiwilliger und überhaupt toll. GWB war vor allem Sohn. 92 zu 0 für Winston. Und ob das kleine W. mal den Literatur-Nobelpreis kriegt, ist auch fraglich. Nene, Churchill spielt in ner anderen Liga. Das Appeasement in den 30ern populär war mag auch daran liegen, dass 15 Jahr zuvor ganz Europa massiv in Flammen stand. Was ist der tiefere, historische Grund dafür, dass Bush gebasht wird? Mir fällt nichts ein…

  14. @ daniel

    Weil du mich so nett fragst, gebe ich dir meine private Ansicht ohne Anspruch auf Allgemeingültigkeit: In D herrscht zu ca. 90 % die surreale und wahrheitswidrige Ansicht vor, die UNO wäre so etwas wie die Weltregierung und das Völkerrecht so etwas wie der internationale Interessenausgleich. Diese Ansicht entstammt vermutlich Wunschdenken, das sich wiederum aus verinnterlichtem Rechtsstaat und Pazifismus speist. Sozusagen eine Projektion des Erlebens im eigenen Land auf die Welt.
    Nach den Regeln dieser „Welt“ war Bushs Tat 2003 ein Sakrileg – weit schlimmer als Schröders und Fischers opportunistisches Verhalten. Bush wurde schon zuvor mit den radikalen Evangelikalen identifiziert – die Skepsis ihm gegenüber schien bestätigt. Wenn man sich die Medienartikel dieser Zeit ansieht, merkt man schnell, dass durch die Medien keine rationale Auseinandersetzung mit dem Irakkrieg erfolgte, sondern sie erfolgte durch die o.g. Brille. Viele Ereignisse haben dadurch sozusagen einen eigenen Stellenwert und eine Gewichtung bekommen, der mit der Wirklichkeit nicht immer in Einklang zu bringen war.

    Viele Menschen haben diese Medieninformationen aufgenommen, weitergegeben und fortgesponnen. Irgendwann haben die Medien gemerkt, dass sie nur auf Bush einprügeln müssen und das bei ihren Lesern gut ankommt. Spätestens da ist die „andere Seite“, die eigentlich Bestandteil seriösen Journalismus ist, unter die Räder gekommen. Die Ideen hinter Bushs Handeln sind in den seltensten Fällen auch nur erwähnt worden. Und am Schluss der Verwertungskette standen Komiker und Kabarettisten, die noch mit den abgeschmacktesten Witzen billige Lacher ernten konnten.

    Bush war in D ein echter Selbstläufer. In den zahllosen Artikeln über ihn kann man eine ganze Menge über die Deutschen, weniger über seine Politik lernen.

  15. @Chewey
    Die Antwort halte ich für völlig allgemeingültig – auch, weil ich die Ansichten die Du vertrittst teile. Ich würde nur die Skepsis VOR dem Irak-Krieg nicht so hoch hängen. Ansonsten eine sehr zutreffende Analyse des Deutschen Befindens, denke ich. Danke!
    Aber GWB kämpft ja auch in den USA mit miserablen Werten und da greifen diese Muster nicht.

  16. SPON versucht eben so tief zu sinken wie es nur geht. Von Obama werden sie jedenfalls bitterlich enttäuscht sein. Und Pitzke wird bis dahin schon längst nach Bagdad versetzt wprden sein. ;-)

  17. @ daniel

    „Aber GWB kämpft ja auch in den USA mit miserablen Werten und da greifen diese Muster nicht.“

    Bush war klar, dass er auf mehreren Ebenen gegen die terroristische Bedrohung vorgehen musste. Eine Ebene war Afghanistan – Irak sollte der Ankerpunkt für einen demokratischen Rollout werden. Es mag sein, dass Bush in den USA bei der Rechtfertigung des Irakkrieges etwas zu sehr auf die Al Kaida-Karte gesetzt hat, einfach, weil 9/11 den meisten Amerikanern noch sehr präsent war. Und es mag sein, dass einigen Amerikanern das heute wie eine Art Betrug vorkommt – ich kann das aber nicht genau beurteilen. Das wäre dann der Preis für sein strategisch orientiertes Handeln.

  18. @ Chewey

    Ich muß Dir auch beipflichten. Sehr treffende Analyse in den richtigen Worten. Das hätte ich nicht so gut hingekriegt.

  19. @ Paul

    „Ich muß Dir auch beipflichten. Sehr treffende Analyse in den richtigen Worten. Das hätte ich nicht so gut hingekriegt.“

    Danke für das Lob! Aber das Verdienst, dem ewigen SPON/SZ/FR/…-Einerlei etwas Substantielles entgegen zu setzen, gebührt nur Dir allein, zumindest in D. Und dabei habe ich noch nicht einmal deinen brillanten Stil erwähnt. Hole ich hiermit nach ;-)

  20. @ Rene

    Na, auch wieder da?

  21. “Aber GWB kämpft ja auch in den USA mit miserablen Werten und da greifen diese Muster nicht.”

    Hier in den USA passt der D-spezifische Teil des Textes oben natuerlich nicht, aber der folgende Teil:

    „Irgendwann haben die Medien gemerkt, dass sie nur auf Bush einprügeln müssen und das bei ihren Lesern gut ankommt. Spätestens da ist die “andere Seite”, die eigentlich Bestandteil seriösen Journalismus ist, unter die Räder gekommen. Die Ideen hinter Bushs Handeln sind in den seltensten Fällen auch nur erwähnt worden. Und am Schluss der Verwertungskette standen Komiker und Kabarettisten, die noch mit den abgeschmacktesten Witzen billige Lacher ernten konnten.“

    trifft auch fuer die USA zu. Auch schon vor 9/11, und sogar vor der Wahl. (Die Komiker fingen damals schon mit „der Bush ist so doof, der ist….einfach doof“-maessigen Routinen an, die mich doch stark an inhaltslose Hildebrandt-Laesterei ueber Kohl erinnert haben.)

    Die Presse ist hier dermassen Teil der linken Kampagne, dass selbst ein Pitzke richtig arbeiten muss, um das zu uebertreffen.
    (Das schafft er aber. Seine Feststellung z.B., dass das, was McCains Werbespots ueber Ayers und Schulfoerderung, „nachweislich falsch“ ist (sie ist indes nachweislich richtig, und schon fast schoenfaerbend), wird hier in den Medien zumeist noch in weniger klare-Luege-maessiger Form gemacht.)
    Wenn jetzt hier noch einer mit „aber Fox News“ antwortet, so sei ihm gesagt, das bei diesem Kanal Reportage und Meinung etwas klarer getrennt sind als bei den Linken, die ihre Meinung als Reportage verkaufen.

  22. @othercoast
    ABER FOX NEWS! Top-5-Einschaltquoten und lügt, bis sich die Balken biegen. Aber bei Insiderwissen wie dem, dass Komiker Witze gemacht haben (über Bush!) und linke Kampagnen gefahren werden wundert es nicht, dass das mit der Reportage und der Meinung etwas durcheinander geht…
    UND GWB hat 2004 noch ne Wahl gewonnen, hat er nicht?

  23. zu glauben die Welt wäre so etwas wie ein Rechtsstaat ist eine gefährliche, aber weit verbreitete Illusion

    „Recht“ gibt es nur dort, wo man sich einer Macht unterwirft, die das Recht durchsetzen kann. Vielleicht wird es in Zukunft so etwa wie einen Weltstaat geben, das würde aber bedeuten, dass die einzelnen Staaten weite Teile ihrer Souveränität aufgegen müssten

    Die EU, die ein Zusammenschluß von demokratischen Rechtsstaaten auf relativ ähnlichem wirtschaftlichen und kulturellen Niveau ist, hat ausgesprochen niedrige Beliebtheitswerte

    die UNO ist nur deshalb so populär, weil sie unverbindlich ist

    gerade diejenigen die von „rechtswidrigen“ Kriegen schwatzen, sind nicht in der Lage den Wert des Rechtsstaats, in dem wir die letzten Jahre leben durften zu schätzen

    http://aron2201sperber.wordpress.com/2008/09/25/warum-empfiehlt-uns-bin-laden-chomsky/

  24. Wenn das internationale Recht Diktatoren schützt, dann soll es sich doch zu den 72 Jungfauen scheren…

  25. Genau. Und wenn es halt eben nur AUCH Diktatoren schützt, dann fragen wir eben einfach Paul und Dich was wir machen sollen…

  26. @daniel
    „ABER FOX NEWS! Top-5-Einschaltquoten und lügt, bis sich die Balken biegen.“
    Na dann gib uns doch bitte mal ein Beispiel für eine „Lüge“ von FOX-News. Eine langt schon.

  27. @garydausz
    Eine lustige…
    http://de.youtube.com/watch?v=KTkqosRiyYo

  28. @ Paul and the Bush-Fans

    Eigentlich hatte ich den hiesigen Kindergarten ja verlassen. Aber angesichts der sich abzeichnenden NeoCon-Dolchstoßlegende “ … den Irakkrieg fast gewonnen und dann kam der Verräter Obama an die Macht“ hier der endgültige Kommentar zu den letzten Jahren Bush:

    http://www.thedailyshow.com/video/index.jhtml?videoId=185196&title=president-bushs-legacy

    Die einzigen, die W. nicht verdammen – verachten ihn. Lernt damit zu leben.

  29. Nun denn wollen wir mal sehen was man so mit 250 Millionen Dollar für Wahlwerbung alles machen kann.
    Man stelle sich mal vor ein Mitglied der GOP haette soviel Geld verbraten koennen. Wie waere da die Reaktion der deutschen Presse gewesen?
    Nun denn wenn er damit nicht mindestens 80% bekommt hat er die Wahl nicht wirklich gewonnen und McCain wird gefuehlter Gewinner der Herzen ;-)
    Ansonsten freue ich mich im Falle eines Wahlsieges des Junior Senators schon auf die Legendenbildung aus Europa allen voran aus Deutschland und wenn Biden seine ersten Spruche los laesst wird es erst richtig lustig.
    Und wenn sich die Presse dann auch wieder erhohlt hat und es Obama sich mit ihnen verscherzt hat(denn die sind auch Teil des Beltways die er bekaempfen will) graben die auch die bisher missachteten Leichen aus. Dazwischen kann dann dieser Praesident sich auch noch mit dem Iran etc. rum aergern.

  30. @daniel
    Deine Antwort ist gequirlte Scheisse. Kein Wunder, dass nach ein paar mal hin und her hier keiner mehr die Zeit vertun will, deine verkorkste Schreiberei wieder mit Richtung auf das Thema zu beantworten, nachdem du durch Ignorieren des halben Textes (sogar deines eigenen, wie hier) auf eine Situationsinterpretation kommst, auf deren Basis du dann einen belaechelnden Spruch als Antwort geben kannst.
    Ich werde es trotzdem versuchen: Ich habe mich auf einen einfach unrichtigen Satz am Ende deines Textes bezogen, und gezeigt, warum der unrichtig ist (und damit die linke Presse als Meinungsgrundlage in den USA genauso wie in D zaehlt).

    „ABER FOX NEWS! Top-5-Einschaltquoten und lügt, bis sich die Balken biegen.“

    Hm, ja, danke. Wie bitte? Ach so, wenn ich Spiegelschreiberei als Wahrheit anerkennen wuerde (wuerde ich durchaus, wenn ich es nicht besser wuesste(*) ), wuerde ich das vielleicht auch meinen. Ist verzeihbar, aber nicht wenn es absichtlich geschieht.

    „Aber bei Insiderwissen wie dem, dass Komiker Witze gemacht haben (über Bush!) und linke Kampagnen gefahren werden“

    Ich stelle den Vergleich zwischen D und USA an – im Gegensatz zu deiner Meinung, dass das hier ganz anders waere. „Insiderwissen“? Du sagst, dass das nicht so waere. „Insiderwissen“ soll wohl verhoehnen, dass das aber offensichtlich ist. Wie jetzt – nicht so, oder offensichtlich so?

    „wundert es nicht, dass das mit der Reportage und der Meinung etwas durcheinander geht…“

    Gut, dass versteh ich jetzt zugegebenermassen nicht.

    „UND GWB hat 2004 noch ne Wahl gewonnen, hat er nicht?“

    Ja, und…?

    (*) Da stand vor ein paar Tagen ein grosser Spiegelartikel darueber, wie negativ und verlogen McCain inzwischen waere. Die einzigen Punkte in der Richtung waren zwei Behauptungen ueber Obamas ultralinke Marsch-durch-die-Institutionen-Freunde (der Kontakt, und das Ziel der Ultralinksindoktriniering von Schulkindern), die laut Spiegel „nachweislich falsch“ waeren. In Wirklichkeit ist es aber nachweisslich richtig. Wenn jetzt also Fox News im Gegensatz zu den meisten Medien dies berichtet, ist das wohl in den Augen der Links-Medien-glauebigen (sowohl in D als auch in USA) mal wieder eine Fox-News-Luege.

  31. OT: Obamas Großmutter ist gestorben – viel Kraft für die Familie! Mein Beileid!

  32. @othercoast
    Um es nochmal zusammenzufassen…
    Paul: SPON basht GWB
    Ich: Ja, aber nicht ohne Grund
    Du: Doch, linkslastige Presse eben. Wie in Amerika
    Linkslastig ist die Presse weder hier noch drüben. Kennst DU BILD? Und Welt? Und die FAZ? Die teilen sich mindestens 60% der Leser Deutschlands. Sind die Linkslastig?
    In den USA – da hab‘ ich Dir widersprochen – fährt Fox durchaus und sehr erfolgreich Kampagnen gegen „Linke“ und Linke. (Der Satz mit den Reportagen sollte schlicht bedeuten, dass Reportagen durchaus Meinung enthalten dürfen. Die besten tun das sogar. Lies mal was von Kisch. Man muss sich aber wohl mit dem Thema auskennen um das zu wissen)
    Wie dann, nach fast vier Jahren „linker Kampagne“, GWB eine Wahl gewinnen konnte, das erklärt Dein Weltbild irgendwie nicht. Deswegen ist meine Behauptung richtig und Deine falsch. Aber jemand der hier das S-Wort auspacken muss, dem braucht man mit Argumenten wohl nicht zu kommen.

    Wenn doch, erklär‘ doch mal warum GWB eine Wahl gewonnen hat obwohl schon vor 9/11 (Deine Aussage) und schon vor der Wahl (Wohl der ersten, Deine Aussage) die linke Kampagne gegen ihn gefahren wurde?

  33. @ daniel/othercoast

    Man sollte vielleicht noch ergänzen, dass SPON nicht wirklich links ist, jedenfalls nicht im Sinne des Wortes. Es ist ja auch nicht so, dass sie nicht auch gelegentlich zu ausgewogenen Artikeln in der Lage wären. Ich denke, da geht eher der opportunistische Gaul mit ihnen durch, wie man es auch bei Beiträgen über die US-Kultur oder Israel beobachten kann. Übrigens passiert das auch FAZ und Welt hin und wieder, wenn auch deutlich seltener. Die einzige, bei der ich mich gar nicht an so etwas erinnern kann, ist tatsächlich ausgerechnet die BILD-Zeitung.

  34. @Chewey
    Wobei Inhaltlich und Qualitativ noch mal extrem zwischen Spiegel Print und Spiegel Onlin dem Tummelfeld der Praktikanten unterschieden werden muss.
    Der Kauefer des in der Zwischenzeit Suendhaft teuren Printversion hat einen anderen Inhaltlichen Anspruch fuer sein Geld als der durchschnittliche SPON Leser.

  35. @ Auslaender

    Das ist schon richtig. Sie fangen aber nach einer halben Woche oder so an, einige Print-Artikel online zu stellen. Dann vermischt es sich.

  36. @Chewey
    Ja, SPON ist einfach ein ist-ja-nur-online-Journalismusimitat.

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