Der Mullah empfiehlt:


Immer mehr Experten wünschen sich Barack Obama als nächsten US-Präsidenten – jetzt plädiert auch die angesehene Wirtschaftszeitung „Financial Times“ für den demokratischen Kandidaten. In jüngsten Umfragen liegt Obama klar vor seinem republikanischen Konkurrenten John McCain.

Schon ein toller Hecht, dieser Obama, is klar, SPIEGEL. Aber warum so verschämt die wirklich wichtigen Wahlempfehlungen ausblenden? Diese hier zumindest hätte jedenfalls auch eine Schlagzeile mit Top-Plazierung verdient:

During a visit to Bahrain, Iran’s parliament speaker Ali Larijani said Wednesday, Oct. 22, that Tehran would prefer Democratic senator Barack Obama in the White House next year.

[…] DEBKAfile’s Iranian sources note that Larijani is one of the most powerful voices in Tehran’s conservative camp and a close confidant of supreme ruler Ayatollah Ali Khamenei.

~ von Paul13 - Montag, 27. Oktober 2008.

11 Antworten to “Der Mullah empfiehlt:”

  1. ich persönlich halte Barack Obama für einen guten Kandidaten und freue mich, wenn erstmals ein Schwarzer Präsident wird

    die völlig einseitige und parteischiche Berichterstattung in den MSM ist allerdings einzigartig

    besonders perfid finde ich den ständigen Vorwurf an die Wähler, sich aus rassistischen Gründen heimlich in der Wahlzelle doch noch für McCain entscheiden zu wollen

    http://aron2201sperber.wordpress.com/2008/10/26/playing-the-race-card/

    erst wurde angekündigt, dass die Repuplikaner im Wahlkampf die „Race Card“ spielen werden, stattdessen wird jetzt von den Demokraten (denen ist weniger ein Vorwurf zu machen) und vor allem von den MSM die „Racist Card“ gespielt

  2. @ aron2201sperber

    Also ich neige in der Regel immer erst mal dem Kandidaten zu, der von Anfang an behauptet hat, daß 2+2 4 ergibt, als demjenigen, der den politischen Gegner dafür kritisiert, daß er auf der 4 besteht, dann behauptet, daß es 5 sind, dann bemerkt, daß es tatsächlich 4 sind, aber anstatt seinen Fehler einzugestehen, einfach das Thema Mathematik ausblendet, und dafür dann auch noch Beifall bekommt.

    Aber Obama kann am Ende natürlich immer noch einen guten Job machen. Auch Bush war ja zu Beginn seiner Amtszeit ein außenpolitischer Dilettant und ist dann erst durch die Umstände ein großer Präsident geworden. Und mit der Entwicklung im Iran sowie Pakistan kriegt Obama Umstände, gegen die Bush’s 9/11 nur ein Kindergeburtstag war. Und anders als McCain muß Obama beweisen, daß er kein Sicherheitsrisiko ist. So gesehen bin ich da auch nicht ganz so pessimistisch.

    Spätestens wenn Obama die ersten Luftangriffe auf was auch immer fliegen läßt, werde ich ihn sogar gegen seine Jünger in Schutz nehmen müssen. Denn wenn die merken, daß Obama gerade in Sachen Pakistan kein Pazifist ist, die iranische Atombombe auch nicht wirklich gut findet und die US-Streitkräfte sogar noch weiter ausbauen möchte als Bush das tat, wird es hier ein paar herbe Enttäuschungen geben.

  3. […] larijani, der sprecher des iranischen parlaments hat sich für die wahl obamas ausgesprochen, ebenso sein kollege seyed safawi vom “institute for strategic studies” […]

  4. die Surge Strategie hat gut funktioniert und Obama war dagegen.
    trotzdem sollte man mit der Etikettierung als „Fehler“ vorsichtig sein.

    Denn sonst handeln wir genauso wie die Kriegsgegner, die sich durch die schreckliche Lage im Irak legitimiert fühlten, diesen als Fehler zu bezeichen. genauso wie jetzt in Afghanistan der Krieg als ungewinnbar bezeichnet wird, weil den Taliban das Morden gerade gut gelingt.

    Ob der Irakkrieg taktisch richtig war, läßt sich schwer feststellen. Es ist noch nicht gesagt, ob sich die Situation längerfristig positiv entwickeln wird. Vielleicht hätte man sich mit Saddam arrangieren können. Auch mit Gaddafi hat man das getan.

    Tatasache ist aber, dass es damals die Alternative gab, einen faschistischen Diktator und ein islamistisches Steinzeitregime abzusetzen oder nicht. Mit friedlichen Mitteln wäre das nicht möglich gewesen.

    Trotzdem wurde der Irakkrieg nicht aus faktischen Gründen abgelehnt, sondern aus moralischen. Natürlich immer ohne sich die Alternative zu überlegen, was ohne Krieg wäre.

    Diese unreflektierte moralische Überlegenheit der Kriegsgegner hat mich immer abgestoßen. Am meisten, wenn sie ihre pazifistische Weisheit durch die schrecklichen Gewlttaten des „Widerstands“ bestätigt sahen

  5. Nun denn, auch wenn ich wenig von Obama halte, ein mogelicher Praesident Obama wird in diesem Fall aehnlich wie Kennedy seinerzeit, extrem unter Druck stehen nicht als Weichei dazustehen. Wenn ich mir dann noch Biden anschaue, der von UN und Unilateritaet im zweifel genauso wenig haelt wie Praesident Bush, duerfen die erten schon an der Verschwoerungstheorie basteln wer denn Obama gekauft hat.
    Der Unterschied zu Praesident Bush wird nur sein dass es erst gar keine Stiefel am Boden geben wird sondern die Air Force zum einsatz kommt. Die macht weniger haessliche Bilder.

  6. @ Auslaender

    Hey, lange nichts von dir gehört. Welcome back!

    „Der Unterschied zu Praesident Bush wird nur sein dass es erst gar keine Stiefel am Boden geben wird sondern die Air Force zum einsatz kommt. Die macht weniger haessliche Bilder.“

    Gegen wen? Iran oder Pakistan? Mag sein, dass die Air Force weniger hässliche Bilder macht, aber was kann sie erreichen?
    Ich meine gehört zu haben, dass Obama als einer der ersten Amtshandlungen Truppen von Irak nach Afghanistan verschieben möchte – und dazu die Verbündeten mehr ins Boot holen.

  7. @ Auslaender

    Ja, das wird dann wieder wie bei Clinton. Einfach ein paar Marschflugkörper und gut ist’s. Gibt weniger schlechte Presse und ist, auch wenn es sich nur um rein reaktive Symptombekämpfung handelt, immer noch weit schlimmer als als alles, was der deutsche Durchschnittspazifist ertragen kann.

  8. @Chewey
    Yeap bin wieder im Land nach einem kurzen Ersatzausflug.
    Haben Clintonsnummern wirklich Sinn gemacht? So bald es haesslich wurde mit den Bildern war Kehrtwende und Untersuchungsauschuss angesagt. Was die Verbuendeten angeht die noch nicht kaempfen, nun die werden es auch unter Obama nicht tun.
    Da freue ich mich schon auf Biden, denn der hat im Congress und in der Presse seinerzeit Sprueche gebracht da werden die sich noch Rumsfeld zurueckwuenschen.

  9. Norman Paech: „Auch Mullahs haben ein Recht auf Schutz.
    Israel droht Iran, nicht andersherum. Und könnte das Land nicht allzu plausible Gründe haben, sich mit dem ultimativen Mittel, der Atombombe, zu schützen?“
    http://www.tagesspiegel.de/meinung/kommentare/Iran-Israel;art141,2660737

    Geht schon deutlich in Richtung „Wenn Israel was passiert ist es selbst dran schuld“.

  10. @ Paul

    Spamfilter checken, bitte.

  11. Ja der gute Norman auch immer fuer einen Schenkelklopfer gut.
    Hm, da ja nicht wenige deutsche die USA und Israel fuer die gefaehrlichsten Laender der Welt halten, sollte dann nicht auch Deutschland sich die A-Bombe goennen? Ich mein ja nur wegen der Zionistischen Weltverschwoerung. Man stelle sich mal vor die haben alle die Nase voll von den Nachbarn und verlangen das Irael nach Deutschland verlegt wird. ;-)

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