Ist der Ruf erst ruiniert…


lebt sich’s völlig ungeniert. Hat man sich bei PI auch gedacht, wo man nach der kaum verhüllten Unterstützung für Pro-Köln und deren dubiosen europäischen Freundeskreis offenbar nichts mehr zu verlieren zu haben glaubt. Nachdem die extreme Rechte bereits seit längerem zunehmend den PI-Kommentarbereich dominiert (was selbst einigen der „islamkritischen“ Leser allmählich unheimlich wird), wird jetzt begonnen, auch den Redaktionskurs auf hart Steuerbord zu zwingen.

Anders ist nicht zu erklären, daß man sich inzwischen sogar zu peinlichen Lobhudeleien auf das einschlägig bekannte „Institut für Staatspolitik“ versteigt, was darauf hindeutet, daß im redaktionsinternen Kampf zwischen traditionellem CDU/CSU-Konservatismus und der „Neuen Rechten“ die Entscheidung bereits zugunsten letzterer gefallen ist. Wer immer sich jetzt noch schützend vor PI wirft, sollte sich darüber klar werden, ob es wirklich das ist, was er verteidigen will.

~ von Paul13 - Mittwoch, 8. Oktober 2008.

21 Antworten to “Ist der Ruf erst ruiniert…”

  1. im Kommentar Bereich von PI news tummeln sich etliche Rechtsradikale, Pro Köln ist eine unnötige rechtspopulistische Partei – da gebe ich dir völlig recht

    aber im Kommentarbereich aller größerer Intenet-Medien posten rechte und linke Idioten

    PI prangert vornehmlich eine bestimmte Art von Verbrechen, die von Migranten verübt werden an, nämlich Gewaltverbrechen, die nicht in einem bestimmten Milieu geschehen, sprich klassische Wirtshaus- und Hooliganschlägereien, sondern Gewalt gegen scheinbar völlig unbeteiligte Gruppen – diese Art von Gewalt wird von der Bevölkerung als besonders unerträglich empfunden, da das gefühl von Unsicherheit entsteht – klar, dass fördert den Rassismus, aber Medien haben nun einmal die Aufgabe Probleme aufzudecken, damit die Politik dann Lösungen finden soll

    das politisch korrekte Zudecken spielt aber erst recht Parteien wie Pro Köln (in Österreich der FPÖ und dem BZÖ) in die Hände, da die Bevölkerung das Gefühl hat, verarscht zu werden

    http://aron2201sperber.wordpress.com/

  2. Schon mal im Kommentarbereich von -sagen wir mal- „telepolis“ oder „Focus“ vorbeigeschaut. Bei einigen Themen geht da die Post richtig ab. Aber Antisemitismus hat „Telepolis“ bislang noch niemand vorgeworfen.
    Aber die ganzen Afficianados stürzen sich auf PI -ihr Lieblingshassobjekt. Es muss unglaublich schwer sein, diesen Blog einfach Blog sein lassen zu können.

    Was soll das „islamkritisch“ in Anführungsstrichen?

  3. Das IfS ist sicherlich ideologisch rechts von der CSU, aber wenn ein Martin van Creveld, ein Jude, der u.a. gesagt hat, die israelische Armee wäre der Wehrmacht sehr ähnlich, Mitglied ist, kann man ihnen wohl shclecht Rechtsradikalismus unterstellen.

    Wenn du nach ganz rechts außen suchst, Paul, guck dir mal das hier an.
    http://patriotischesforumsueddeutschland.wordpress.com/

    Dort werden Pläne für eine rechte Volksfront und eine Weltmacht Deutschland geschmiedet. Ansonsten wird schonmal von „linkem Menschenmüll“ geschrieben u.ä.

    PI ist noch nicht ganz so weit, aber auch bedauerlich. Was früher einfach ein vlt nationalkonservativer/liberaler Blog mit dem Hauptthema Islam war, ist jetzt irgendwo zwischen REPS und NPD anzusiedeln.

  4. @ aron2201sperber

    Dafür, was sich da im Kommentarbereich so alles tummelt, können die Betreiber von PI vielleicht nichts, aber dafür, daß sie nicht nur nicht widersprechen, sondern sogar noch Öl ins Feuer gießen, durchaus. Ich bin bestimmt der letzte, der bei Gewaltkriminalität für Weggucken ist, aber gerade wenn man diese Mißstände bekämpfen will, sollte man sich schon die Hauptursachen dafür vornehmen und sich nicht einen Popanz aufbauen, auf den man dann alles schiebt.

  5. @ lebowski

    Rechtsradikale Kommentatoren bei den Massenmedien kritisieren diese aber für ihre Artikel statt ihnen Beifall zu zollen. Da ist eine Distanzierung dann bei weitem weniger nötig.

    Die Anführungszeichen bezogen sich auf die von „islamkritischen“ Kreisen gerne verwendete Selbstbezeichnung. Ich hätte natürlich auch ohne Anführungszeichen islamophob schreiben können. ;-)

    Im übrigen habe ich ja ausdrücklich hervorgehoben, daß dieser Rechtsruck vielen von ihnen nicht gefällt, wofür sich sich dann von den rechten Kollegen sogar als linke Antifanten beschimpfen lassen müssen. Schon bei den Diskussionen der letzten Wochen kritisierten einige Kommantatoren Pro-Köln, weil der Antiislamismus von Rouhs & Co. nur aufgesetzt sei, um eine generelle Zuwanderungsfeindlichkeit zu übertünchen.

  6. @ Tyrion

    Das sind vielleicht noch keine richtigen Nazis, aber ich finde sie gruselig genug. Auch Ephraim Kishon hat mal der Jungen Freiheit ein Interview gegeben, aber daß einzelne kluge Köpfe auf diese Typen reinfallen, beuhigt mich ehrlich gesagt nicht. Aber Du hast sicher recht, da gibt’s dann natürlich noch weit schlimmere. Nur macht es das nicht unbedingt besser.

  7. Stimmt „islamophob“ ist ein guter Ausdruck. Klaus Beese hat in „Konkret“ mal den Werdegang dieses Begriffs nachgezeichnet.
    Zumindestens in GB wird der Begriff unterschiedslos auf alle Islamkritiker angewendet, egal ob Nazi oder Linksliberaler.
    Jeder, der den Islam kritisiert muss geisteskrank sein , denn das impliziert dieser Begriff. Die Übernahme dieses Begriffs empfinde ich als Verrat an der Aufklärung, denn deren größte Hervorbringung war die Kritik an Ideologien und Religionen.
    Und wie es im Kommunismus üblich war, Dissidenten in psychiatrische Kliniken einzusperren, denn schließlich war der Kommunismus die natürliche Ordnung und jeder, der dagegen ist, kann ja nur schwachsinnig sein, genauso wird inzwischen in Europa die Oppeosition gegen eine strunzdoofe Religionsideologie als Geisteskrankheit hingestellt.

  8. @ lebowski

    Bei PI geht es in den seltensten Fällen um die relativ kleine Minderheit islamistischer Terroristen, sondern in der Regel um sogenannte „Kültürbereicherer“ und „Rütli-Borats“, deren kriminelle Energie unter Ausblendung aller anderen Faktoren einzig und allein auf den Koran als Quelle allen Übels zurückgeführt wird. Wenn man das nicht „islamophob“ nennen darf, wie sonst? Was würdest Du denn als Alternative vorschlagen?

  9. Muslimfeindlich!
    Denn bei denen geht es doch nicht gegen den Islam, sondern gegen die Menschen, die ihm angehören.

  10. #

    Das IfS ist sicherlich ideologisch rechts von der CSU, aber wenn ein Martin van Creveld, ein Jude, der u.a. gesagt hat, die israelische Armee wäre der Wehrmacht sehr ähnlich, Mitglied ist, kann man ihnen wohl shclecht Rechtsradikalismus unterstellen.

    Wenn du nach ganz rechts außen suchst, Paul, guck dir mal das hier an.
    http://patriotischesforumsueddeutschland.wordpress.com/

    Dort werden Pläne für eine rechte Volksfront und eine Weltmacht Deutschland geschmiedet. Ansonsten wird schonmal von “linkem Menschenmüll” geschrieben u.ä.

    PI ist noch nicht ganz so weit, aber auch bedauerlich. Was früher einfach ein vlt nationalkonservativer/liberaler Blog mit dem Hauptthema Islam war, ist jetzt irgendwo zwischen REPS und NPD anzusiedeln.

    wer die wehrmacht als sehr ähnlich zur idf bezeichnet kann nicht rechtsradikal sein? natürlich kann er auch linksradikal sein, aber das würde ich bei diesem verein mal ausschliessen.
    Sowas ist übelster revanchismus, ob jetzt von juden geäussert oder nicht. es ist bisher noch keine antisemitische bewegung ohne jüdische kronzeugen aufgetreten.

  11. @ lebowski

    Muslimfeindlich sind sie meiner Ansicht nach auch. Aber wenn jede Tat, die von jemandem mit einem islamischen Migrationshintergrund ausgeführt wird, mit dem Hinweis auf irgendwelche Koransuren erklären, geht es ihnen offenbar nicht nur um die Menschen, sondern auch um die Religion als solche.

    Wer jede Kickboxattacke eines türkischen Türstehers auf eine direkt Anweisung Mohammeds zur allgemeinen Boshaftigkeit zurückführt, ist in seiner Angst vor dem Islam defintiv paranoid. Wieso ist da also der Begriff Islamophobie so falsch?

    Das heißt ja nicht, daß es nicht auch Spinner gibt, die diesen Vorwurf mißbrauchen, um jedwede Kritik am islamischen Fundamentalismus abzubügeln. Es ist auch nicht alles Faschismus, was als Faschismus bezeichnet wird. Trotzdem gibt es Faschismus und er muß auch so genannt werden dürfen.

  12. @Paul13
    „…ist in seiner Angst vor dem Islam defintiv paranoid. Wieso ist da also der Begriff Islamophobie so falsch?“

    Weil dieser Vorwurf eben nicht nur auf paranoide sondern unterschiedslos jeden Islamkritiker oder -gegner trifft.
    Wenn jemand ein fanatischer oder paranoider Antikommunist ist, macht ihn das trotzdem nicht zu einen Kommunistophoben.

    Dass man Gegner einer Weltanschauung als Geisteskranke bezeichnet gibt es nur beim Islam, nirgendwo sonst.

    „Es ist auch nicht alles Faschismus, was als Faschismus bezeichnet wird. Trotzdem gibt es Faschismus und er muß auch so genannt werden dürfen.“

    Wenn Begriffe wie Faschist, Rassist oder Islamophober so überstrapaziert werden, steckt da was ganz anderes hinter als eine begriffliche Unschärfe. Meistens dienen solche Vorwürfe ausschließlich dazu, Leute mundtot zu machen.
    Und die tauchen dann irgendwann anonym in den Kommentarblöcken auf und schlagen zurück. Das muss man nicht schön finden, aber irgendwie kann ich es verstehen.

    „Wer jede Kickboxattacke eines türkischen Türstehers auf eine direkt Anweisung Mohammeds zur allgemeinen Boshaftigkeit zurückführt, ist in seiner Angst vor dem Islam defintiv paranoid.“

    Das behauptet nicht mal die blödeste Kommentatorendumpfbacke bei PI.

  13. @ lebowski

    Natürlich wird dieser Zusammenhang hergestellt. Und zwar sowohl in den Artikeln als auch bei den Kommentatoren. Wenn ein Türke kriminell ist, dann liegt es bei PI an seiner islamischen Sozialisation. Wäre dem nicht so, würde es kaum Sinn machen, in Threads zu Migrantenkriminalität von irgendwelchen Koransuren und Mohammeds Untaten zu schwadronieren.

  14. @Paul
    Ich kann die Gedanken von lebowski nachvollziehen. Islamhass ist viel passender als Islamophobie. Die Angst vor dem Islam auf Grund von Ehrenmorden, Unterdrückung von Frauen oder Homosexuellen kann zur Ablehnung führen. Natürlich hast Du recht, wenn Du das Islam-Bashing (aufgehangen an jedem Vorfall) kritisierst – da ist PI ganz weit vorn vorbei. Dennoch jeden Kritiker oder nur die Angst vor dem Islam mit PI in einen Sack zu stecken, ist ein wenig zu hart. Du solltest an dieser Stelle differenzieren – ich denke das war gemeint.

  15. @Paul13
    „Wenn ein Türke kriminell ist, dann liegt es bei PI an seiner islamischen Sozialisation.“

    Da ist aber schon eine deutliche Abchwächung zu Deiner ersten Aussage:

    „Wer jede Kickboxattacke eines türkischen Türstehers auf eine direkt Anweisung Mohammeds zur allgemeinen Boshaftigkeit zurückführt, ist in seiner Angst vor dem Islam defintiv paranoid.“

    Ob man die Sozialisation oder direkte Anweisungen für Gewalttätigkeit verantwortlich macht, das sind zwei völlig verschiedene Paar Schuhe.

    Ich würde es so formulieren:
    Die Wahrscheinlichkeit, dass jemand gewalttätig wird, der eine islamische Sozialisation durchlaufen hat, ist größer als bei jemandem, der eine christliche (oder eine andere religiöse) Sozialisation durchlaufen hat. Denn neben den anderen Ursachen ,die zur Gewaltätigkeit führen, und die unterschiedslos auf jeden zutreffen, wirkt der Islam noch verstärkend, da er ausdrücklich Gewalt zum Durchsetzen seiner Ziele propagiert.

    Ein Mathematiker drückt es so aus: Islamische Sozialisation ist ein hinreichendes aber nicht notwendiges Kriterium für Gewalttätigkeit.

  16. Auf PI gehts grad richtig zur Sache (wenn auch ina nderer Sache):
    http://www.pi-news.net/2008/10/haider-merkwuerdige-delle/

    Sehr unterhaltsam!

  17. Nicht wirklich eine neue Erkenntnis über PI. Der Übergang von konservativ zu eher nationalistisch fand meiner Erinnerung nach schon vor 2-3 Jahren statt, als PI auch von zahlreichen Blogrolls geflogen ist. Zurecht, meine ich.
    Trotzdem, was mich wundert: Die Aufregung über den Kommentarbereich. Was im Heise-Forum abgeht, oder auch im Kommentarbereich der Saudeutschen Zeitung, das ist mal richtig zum kotzen. Und nein: die Artikel werden vom Mob nicht kritisiert, sondern oft werden die Ideen der Redakteure einfach weitergesponnen und Gegenkritik wird von den Moderatoren rigoros gelöscht. Ich finde, da sollte man mal draufhauen, schliesslich sind das ehemals seriöse Medien, die sich auf ihre Webseiten jetzt ein besonders erbärmliches Trollpack einladen, um ein paar Clicks über das Forum zu generieren

  18. @ S1IG

    Ich will ganz sicher nicht jeden, der Vorbehalte gegenüber dem Islam hat, mit der PI-Fraktion auf eine Stufe stellen. Daß ich Beer7 oder auch Lebowski nicht für Paranoiker auf PI-Niveau halte, sollte klar sein.

    Ich will nur aufzeigen, daß die Angst vor dem Islam nicht nur übertrieben, sondern sogar kontraproduktiv ist, weil sie den Blick auf die eigentlichen Ursachen für Gewalt und Kriminalität verstellt und so deren Bekämpfung erschwert.

  19. @ Bruno

    Ja, daß ist schon der Hammer, wie der Haider da mehr oder weniger und widersprochen zum Idol hochgeschrieben wird.

  20. @ Senfkugel

    Bei PI ist es aber eben nicht nur die Kommentarsektion, sondern auch das Blog selbst. Wäre es nicht so lustig, wäre es nur noch widerlich (oder war’s umgekehrt?).

  21. @ Senfkugel

    Es stimmt schon, man kann sich seine Kommentatoren im Netz nicht aussuchen und auf jeder Website sog. seröser deutscher Zeitungen findet sich einiges an unappetitlichem Zeugs. Dennoch hat man eine gewisse Verpflichtung, sich davon eben, wenn nötig, auch explizit abzugrenzen. Ein gutes Beispiel für so einen Problemfall ist m.E. die Seite von Daniel Pipes; er selbst ist zwar auch in manchen Punkten grenzwertig, aber sicherlich diskutabel. Was bei ihm im Kommentarbereich abgeht, ist allerdings z.T. finster…da wäre m.E. gelegentlich ein klares Wort zur Distanzierung angebracht

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