Rule Russia! Russia rule the Black Sea.


Heikle Aktion im Schwarzen Meer: Die US Navy hat mitten in der Kaukasus-Krise im georgischen Hafen Poti festgemacht.

Tststs. Einfach auf Wunsch eines souveränen Staates in einem von dessen Häfen festzumachen. Diesen Yankees fallen aber auch immer wieder neue Teufeleien ein.

Nur wenige Kilometer von der russischen Marine entfernt entlud die „Mount Whitney“ Hilfsgüter – Russlands Präsident Medwedew fühlt sich provoziert, reagiert mit harscher Kritik.

Frechheit, das! Hilfsgüter in einem fremden Land ausladen, ohne die anerkannten Weltenherrscher im Kreml vorher untertänigst um Erlaubnis zu fragen. So geht’s ja nicht!

[…]  Die russische Regierung äußerte am gestrigen Freitag Zweifel daran, dass sich die Mission der USS „Mount Whitney“ einzig auf die Lieferung von Hilfsgütern beschränkt. Moskau vermutet, dass die USA auch Waffen an Georgien liefern.

Also wenn sie Waffen liefern würden, bräuchten sie dazu ganz sicher nicht die Mount Whitney. Da gibt es weit intelligentere und effizentere Wege, als den Transport von Infanterieausrüstung über das Flaggschiff der 6. Flotte zu bewerkstelligen.

Russlands Präsident Dmitrij Medwedew sieht sich durch die Anwesenheit der US-Marine im Schwarzen Meer provoziert.

Provoziert? Na, wenn das keine nachvollziehbare Entschuldigung für einen auf die Fresse ist, was dann? Was haben amerikanische Schiffe da überhaupt verloren? Wo doch jeder weiß, daß die Freiheit der Meere nur den Interessen der imperialistischen Seemächte dient, weswegen die UNO das Schwarze Meer letzte Woche dann ja auch zu einem russischen Binnengewässer erklärt hat.

„Ich frage mich, wie sie (die USA) reagieren würden, wenn russische Kriegsschiffe in der Karibik Hilfslieferungen an von Hurrikane betroffene Staaten vornehmen würden“, sagte Medwedew.

Vielleicht würden sie sich sogar freuen, dann müßten sie sowas nicht immer selber erledigen. Wobei die Frage aber ohnehin irreleveant ist, denn russische Hilflieferungen in die Karibik werden erstens ganz unabhängig von meteorologischen Großereignissen vorgenommen und zweitens bestehen sie in der Regel aus Produkten von nur begrenztem humanitären Wert (außer Sukhoi hat die 24 an Venezuela gelieferten Su-30MK vor der Überführung mittels abwerfbaren Getreidebehältern noch schnell unbemerkt von der Jagd- in die Rosinenbomberrolle umgerüstet).

[…] „Sie versuchen weiterhin, politischen Druck auf uns auszuüben“, sagte der russische Präsident. „Aber das wird ihnen nicht gelingen.“ Medwedew betonte jedoch, dass Russland keine Konfrontation mit dem Westen suche.

Nein, nein, kein Gedanke! Nur weil man die demokratischen ideale des Westens mit Füßen tritt, jene Staaten, die sich ihm anschließen wollen, mit Krieg überzieht, und dessen Feinde mit allem von Diplomatie bis hin zu Waffenlieferungen bei ihrem Kampf gegen ihn unterstützt, heißt das noch lange nicht, daß man eine Konfrontation mit dem Westen sucht. Zu der kommt es erst, wenn er sich dagegen wehrt. Aber das kann er ja auch bleiben lassen und es einfach schlucken. Dann darf er auch Medwedews Freund sein.

~ von Paul13 - Montag, 8. September 2008.

Eine Antwort to “Rule Russia! Russia rule the Black Sea.”

  1. […] das denn? Die von Medwedew erwähnten russischen Hilfslieferungen in die Karabik sind doch schon auf dem Weg: Russland und Venezuela […]

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