Ausgesiegt


Der radikale Schiiten-Führer Muktada al-Sadr will seine gefürchtete Mahdi-Truppe in eine Art schiitische Heilsarmee umwandeln – und den „US-Besatzern“ fortan „friedlichen Widerstand“ leisten.

Und bevor sich jetzt jemand beim Forschen nach den Ursachen für Sadrs Einknicken unnötigerweise das Gehirn verrenkt:

[…] Die Gründe für Sadrs Strategiewandel sind nicht eindeutig, zumal er sie bisher nicht erläutert hat. Aber es ist ein Fakt, dass seine Bewegung – der militärische Arm eingeschlossen – in den vergangenen Monaten an Profil und Einfluss, vor allem aber an Macht und Unterstützung verloren hat.

Im März lieferte sich die neue irakische Armee tagelange Gefechte mit Mahdi-Milizionären in der südirakischen Stadt Basra. Auch wenn es zunächst nicht gut für die Regierungstruppen aussah, ergaben sich am Ende etwa 3000 Sadristen. Nach Angaben eines Sprechers der Sadr-Bewegung sitzen unterdessen rund 10.000 Anhänger des Predigers in US-Gewahrsam und weitere 6000 in irakischen Gefängnissen.

Da wird die Mahdi-Miliz die im Großraum Baghdad eingekesselten Reste der US-Expeditionsstreitkräfte trotz deren kurz bevorstehender Niederlage wohl oder übel laufen lassen müssen.

~ von Paul13 - Samstag, 9. August 2008.

2 Antworten to “Ausgesiegt”

  1. „Strategiewandel“ – muhaha, da kapituliert eine ganze Aufstandsbewegung und der Spiegel nennt das einen „Strategiewandel“.

    Demnächst erhält Sadr bestimmt wie Arafat den Friedensnobelpreis. Vom Terroristen zum Gandhi.

  2. @ Paul

    Genau. Und Al Quaida schult jetzt um auf die Errichtung von Suppenküchen. Glauben Sie diesen Quatsch eigentlich wirklich?

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