Wenig ist mehr als nichts


Bush kritisierte auf seiner Asien-Reise mit ungewohnter Deutlichkeit die Menschenrechtslage in China. Er sei „tief besorgt“, sagte der Präsident laut dem Manuskript für eine Rede, die er am Donnerstag in Bangkok vor ausländischen Diplomaten halten wollte – kurz vor seiner Ankunft zur Eröffnungsfeier der Spiele in Peking. Die USA seien entschieden gegen die Verhaftung von politischen Dissidenten, Menschenrechtlern und religiösen Aktivisten. Eindringlich forderte er dem Redetext zufolge China auf, Grundrechte wie Presse-, Versammlungs- und Religionsfreiheit zu garantieren.

Auch wenn schon die bloße Teilnahme an den Olympischen Spielen in Gulagistan ein so unerfreulicher wie überflüssiger Kompromiß mit der Realpolitik ist, so heben sich doch Bushs Worte wohltuend von all den widerlichen Schleimspuren ab, die unser Mann bei Gasprom und seine Epigonen in dieser Angelegenheit abzusondern pflegen. Da fragt man sich, wieso die hiesige Appeasementfraktion dem Pekinger Regime nicht auch mal wenigstens rhetorischen Widerstand entgegenzusetzen in der Lage ist, anstatt die Repression im besetzten Teil Chinas bis an die Grenze der Kollaboration – und darüber hinaus – totzuschweigen oder gar schönzureden. Obwohl – so genau will man das gar nicht wissen…

~ von Paul13 - Donnerstag, 7. August 2008.

7 Antworten to “Wenig ist mehr als nichts”

  1. Aber Sie treiben doch auch Appeasement gegenüber dem Islamismus hier in Ihrem Blog-oder?
    http://www.tagesspiegel.de/berlin/Islam-Schule-Lehrer;art270,2586801

  2. @ Jens

    Wo denn?

  3. @ Rene

    Schön das wenigstens Du Dich für Angie in die Bresche wirfst. ;-)

    Aber im Ernst, das rechne ich ihr durchaus als Pluspunkt an. Aber sie ist mir eigentlich egal, weil nicht sie damals in Goslar den antiamerikanischen Bundeskasper gegeben hat.

  4. Ja es ist schon ein elend wenn die boesen Amis die HKLO nicht ernst nehmen und sich einfach nicht an Internationales Recht halten .Den Internierten Terrorosten und Gefangenen so einfach ein Verfahren geben das ihnen nach den Verfechtern des Internationalen Rechtes gar nicht zusteht. Sag ich doch alles Imperialisten und Zionisten und denen dann auch noch mindesrechte nach der GV zustehen. Da koennte ja jeder kommen und glatt verlangen dass auch andere Laender sowas leisten muessten.
    Immer das gleiche staendig mischen sich die boesen Amis in die Angelegenheiten anderer Laender ein. ;-)

  5. Letztlich war es ein Fehler der kommunitsichen Verbecherclique in Peking die Spiele zu geben. Den Zusagen solcher Leute kann man bekanntlich trauen. Als Deutsche sollten wir das wissen: „Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten.“

  6. @ S1IG

    „Den Zusagen solcher Leute kann man bekanntlich trauen.“

    Hallo, Herr Freud! Arbeit für Sie! :-)
    Den Ulbricht-Spruch hätten die Behörden doch prima verwenden können: “Niemand hat die Absicht, eine Firewall zu errichten.”
    Wär ein Brüller :-))

  7. LOL :-)

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