Goodnight, Germany!


Barack Obama hat selbst deutsche Wurzeln, und zwar in Gestalt seines Ururururururgroßvaters. Christian Gutknecht hieß der Mann, 1722 im elsässischen Ort Bischweiler geboren (der damals unter der Herrschaft eines bayerischen Pfalzgrafen stand, heute zu Frankreich gehört und Bischwiller heißt).

[…] Bei der Übersetzung seines Namens ins Englische erhob Christian Gutknecht sich vom „Knecht“ zum Edelmann und nannte sich zunächst „Goodknight“. Da das „k“ in seiner neuen Sprache lautlos blieb, verwandelte er den Namen weiter zum eingängigen „Goodnight“.

[…] Obama ist zu 4,6875 Prozent deutsch. Das hat der amerikanische Genealoge William Addams Reitwiesner unter Einbeziehung aller bekannten Vorfahren errechnet. (Eine andere Linie führt zum Beispiel nach Heilbronn, bis ins Jahr 1616.)

Das ist DIE Lösung! 4,6875 Prozent Teutoniumgehalt im Blut sollten bei einem A-Promi für die Einbürgerung eigentlich reichen. Obama tritt dann einfach für das Amt des deutschen Bundeskanzlers an, wird mit absoluter Sicherheit statt wie in den USA nur vielleicht gewählt, er hat hier dank Zweidrittelmehrheit und Fraktionsdisziplin weit leichteres Regieren als mit dem widerborstigen US-Kongreß, mangels Flugzeugträgern kann er auch nicht den Fehler machen, sie nicht einzusetzen, wenn’s mal nötig ist, das deutsche Volk kann ohne schlechtes Gewissen und Angst vor den Folgen an der Berliner Siegessäule einem Erlöser zujubeln, und McCain kann da, wo’s wirklich zählt, nämlich im Weißen Haus, in aller Ruhe seinen verantwortungsvollen Job machen und die Welt retten. Und alle sind glücklich…

~ von Paul13 - Donnerstag, 24. Juli 2008.

5 Antworten to “Goodnight, Germany!”

  1. @ Paul

    Geniale Idee! Ich freue mich schon auf seine erste programmatische Rede zu Gesundheitsreform, Biosprit und Penderpauschale.

  2. Und alle sind glücklich…

    … außer einigen unverbesserlichen neoliberalen Spinnern ;)

  3. @ Paul

    Oh Mann, mußt Du den Kerl hassen! Aber warum eigentlich? Was ist daran so schlimm, wenn ein US-Präsident in Europa beliebt ist?

  4. @ no_country_for_old_men

    Ich hasse ihn ganz bestimmt nicht. Nur macht es ihn mir eben nicht sympathischer, daß er Ansichten vertritt, die ich für falsch halte, damit auch noch populär wird, nur um dann per Flip-Flopping Stück für Stück die richtigen Ansichten zu übernehmen, während er jene, die die richtigen Ansichten schon damals vertreten haben, als sie noch unpopulär waren, auch noch dafür kritisiert.

    Aber wenn er tatsächlich dazulernen sollte, kann eines Tages durchaus noch ein brauchbarer Präsident aus ihm werden. Bush hat auch als außenpolitischer Dilettant angefangen und ist trotzdem noch ein großartiger Präsident geworden. Wenn es soweit ist, werde ich Obama dann sogar in Schutz nehmen. Und zwar gegen seine Anhänger. Denn die sind vermutlich das, was mich an ihm am meisten stört.

  5. @Paul13
    „…nur um dann per Flip-Flopping Stück für Stück die richtigen Ansichten zu übernehmen, während er jene, die die richtigen Ansichten schon damals vertreten haben, als sie noch unpopulär waren, auch noch dafür kritisiert.“

    Na Mann, darum liebt man ihn doch gerade in Deutschland! Wichtig ist nicht die Gesinnung sondern der Gesinnungswechsel.

    Die „Helden“ des 7.Juli haben auch bei allen Schandtaten der Nazis mitgemacht, bis Deutschland im Krieg auf die Verliererstraße geriet. Dann kam das Attentat und sie wurden Helden. Dagegen können Leute wie Carl von Ossietzky, die von Anfang gegen die Nazis waren, nicht anstinken.

    Auch die besonders eifrigen 68er-Basher wie Götz Aly sind vornehmlich alte 68er, die sich noch schnell einen gemütlichen Platz im Arsch des Systems sichern wollen.

    Deutschland liebt Menschen, die aus tatktischen Gründen ihre Ansichten ändern.
    Der Prinzipienreiter ist hierzulande unbeliebt.

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