Die Beta-Journalisten


New York – Es war die ultimative Demütigung für einen Autor. Der eingereichte Artikel biete „nicht genügend neue Informationen“, kritisierte die Zeitung in ihrem Ablehnungsschreiben. Man könne das Stück „in seiner derzeitigen Form nicht akzeptieren“. Der Verfasser dürfe es aber noch mal probieren: „Das wäre prima.“

Die Absage erfolgte am Freitag per E-Mail, erst jetzt wurde sie bekannt. Die Zeitung war die „New York Times“. Der glücklose Autor: der republikanische US-Präsidentschaftskandidat John McCain.

[…] McCain formulierte seinen Artikel als explizite Antwort auf Obama, der in der vergangenen Woche einen Gastbeitrag in der Zeitung untergebracht hatte („Mein Plan für den Irak“). […] Das war David Shipley, dem Vizechef des Meinungsressorts der Zeitung, nicht gut genug. „Eine neue Fassung würde ich mir gerne ansehen“, schrieb er dem Präsidentschaftskandidaten der Republikaner. So werden sonst freie Mitarbeiter abgewimmelt.

Da lacht der Pitzke und freut sich ein zweites Loch neben das erste. Die „New York Times“ läßt den einen Kandidaten zu Wort kommen und lehnt die Antwort des anderen mit einer wertenden Begründung ab. Und hinterher fragen die Mainstreammedien dann mit demonstrativem Erstaunen, wieso McCain seine Botschaft nicht so gut an den Mann bringt wie Obama. Wie lautete da noch gleich der Klassiker von Hanns-Joachim Friedrichs:

„Einen guten Journalisten erkennt man daran, dass er sich nicht gemein macht mit einer Sache, auch nicht mit einer guten Sache.“

Man mag darüber streiten, ob Obama jetzt die gute Sache vertritt oder nicht doch eher die schlechte. Darüber, ob Marc Pitzke ein guter Journalist ist oder die „New York Times“ tatsächlich die beste Zeitung der Welt, hingegen nicht mehr. Diese Frage haben beide abschließend selbst beantwortet.

~ von Paul13 - Mittwoch, 23. Juli 2008.

37 Antworten to “Die Beta-Journalisten”

  1. „All the news that’s fit to print.“ – seit 1897 offiziell anmassend. :þ

  2. NYT – die Zeitung deren Auflage im freien Fall ist, die Fehler baut, die das Vertrauen der Leser verliert … Nun lehnt man ein Op-Ed ab, weil der Inhalt nicht passt – nachdem man es bestellt hat. Das erinnert an diese Geschichte. Noch Fragen Spitzke?

  3. @ Diktatorenfreund

    Daß Du das Friedrichs-Zitat nicht verstehen würdest, war mir klar. Und daß Du die Zeiten, wo Saddam die Flüchtlinge noch am flüchten hindern und sie in die Massengräber schaufeln konnte, besser findest, ebenso.

  4. Und schon graebt sich die NYT dass naechte Loch in das sie fallen wird. Im Gegensatz zum Verstaendnis von deutschen Blaettern allen voran Stern und Spiegel (plus ein oder zwei Kommentatoren hier) kommst sowas in den USA quer durch alle Parteien und deren moegliche
    Anhaenger gar nicht gut an. Im uebrigen auch bei Kollegen anderer Medien nicht selbst wenn sie die gleiche politische Ausrichtung haben wie die Times. Kurzum ein weiterer Skandal bei der Times.
    Nicht der erste in den letzten Jahren und es wird auch nicht der letzte sein. Wer sich ein wenig in der Medienlandschaft in den USA
    umschaut wird mehr als ein Wort finden dass dieses verhalten kritisiert und zwar ebenfalls von liberalen Medien.
    Die Times ist seit Jahren auf dem absteigenden Ast, auch dank der hausgemachten Skandale, und dies wird der Times wieder Leser kosten.

  5. @ Völkermordfreund Rene

    Wer die von Bush durchgeführte Variante des Sturzes Saddam Husseins ablehnt, ohne eine konkrete Alternative zu dessen Sturz vorzulegen, zieht damit – gewollt oder ungewollt – automatisch Saddams Terrorregime dem jetzigen Zustand vor. Wobei ich in Deinem Falle eher auf gewollt tippe.

  6. @ Paul

    Schau einer an. Nicht mal drei Monate vor der Wahl eines neuen US-Präsidenten kann man mit einem bisschen Bush-Bashing immer noch mal ’ne Mäcke machen.
    http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2008/0723/feuilleton/0003/index.html

    „Er rechtfertigte skandalöse Täuschungsmanöver der Bush-Regierung, er machte mit bei der Marketing-Kampagne für den Irak-Krieg, die auf gefälschten Informationen basierte, und er verbreitete die Mär von Saddams Unterstützung terroristischer Gruppen und von dessen Massenvernichtungswaffen, „die man bald finden würde“.“

    Ist mir ja völlig neu, dass sich Saddams Unterstützung von Terrorgruppen als Mär herausgestellt hat. Und ich Dummi dachte, der hätte sogar Kopfgeld gezahlt. Man lernt nie aus…

  7. Korrektur: Nicht mal VIER Monate…

  8. @ Chewey

    Was Rene mit seiner Antwort sagen will, ist daß er Kopfprämien für das Ermorden von Juden nicht als Terrorismus sieht.

  9. @ Paul

    Ja, ich habe es auch so verstanden.

  10. @ Chewey

    Ich weiß. ;-)

  11. @ Paul

    Ich weiß auch nicht, irgendwie bleibe ich heute an der Berliner Zeitung kleben. Hodentöter in action. Führt ausgerechnet Chefankläger Robert Jackson gegen wen ins Feld? Omar Hassan al Baschir darf nicht verurteilt werden, bevor nicht wer hinter Gittern sitzt? Genau! Außer Baschir gibt’s nur noch einen „Verbrecher“ auf diesem Planeten und der heißt… Falsch! Nicht Todenhöfer!
    http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2008/0719/meinung/0052/index.html

  12. @ Völkermordfreund-Rene

    Die einzigen, denen hier tote Muslime egal sind, sind Völkermordfreunde wie Du. Im übrigen ging es hier nicht um Religion, sondern darum, daß Dein Saddam Prämien dafür gezahlt hat, daß jemand Juden ermordet.

    Es wäre aber genauso Terrorismus, wenn er Muslime hätte ermorden lassen (was er im übrigen noch in weit größerem Maße getan hat, wen auch ohne Prämien, da er sie gleich von den eigenen Leuten massakrieren lassen konnte und so nichts extra zahlen mußte).

    In jedem Fall hättest Du es mit dem Kommentar „Vielleicht solltest Du auch mal die Berichte der US-Regierung lesen, die nicht in Deine schnöde Gedankenwelt passen. Welcome in the Reality.“ bestritten.

    Und falls Du jetzt in eine trollige Pseudodiskussion überleiten möchtest, um Deine Terrorismusrelativiererei im nachhinein schönzureden – vergiß es. Du hast es gesagt und jeder hat gesehen, daß Du es gesagt hast.

  13. @ Chewey

    Grell! Der hat doch echt einen an der Waffel. Wenn man das irre Zeug so liest, könnte man fast meinen, daß er hier unter Pseudonym als Rene schreibt.

  14. @ Paul

    LOL!! Du hast ihn enttarnt :-))

  15. @Paul
    Der Diktatorenfreund ja war schnell gefunden. Getroffene Hunde bellen und der dämliche Hund richtig laut und lange. Aber die beissen ja bekanntlich nicht ;-)

    Am schönsten: Die Niederlagen der Dikatoren machen deren Freunde besonders viel Probleme ;-)

    P.S. Du hast die Trafficsau ganz schön auf Trab gebracht – pass auf, dass sie keinen Herzkasper bekommt!

  16. @ S1IG

    Ja, er hat sich gleich angesprochen gefühlt.

  17. @ Völkermordfreund Rene

    Stimmt, Du hast die Terrorismusverstrickungen von Saddam nicht bloß relativiert, sondern rundweg bestritten.

  18. Paul13. ist nicht nur ein falscher Hund, sondern ein ganz billiger Mensch, der sein ganzes restliches Leben vor dem PC sitztund in allen Foren nur stänkert.

  19. @ Völkermörderfreund Rene

    Ach, war das nicht von Dir?

    https://nbfs.wordpress.com/2008/07/23/die-beta-journalisten/#comment-6155

  20. @ asu9008

    Was Du nicht so alles weißt. Und vor allem wie ausgefeilt Du es begründest. Bist Du vielleicht zufällig mit Rene verwandt?

  21. @ Auslaender

    Interessant sind da auch die Umfragewerte, die Josef Joffe in der ZEIT anführt:

    „Die Hälfte der Befragten meint, dass die Medien auf Seiten von Obama stünden. Nur 14 Prozent glauben, dass die Journalisten McCain mit ihrer Berichterstattung helfen wollen. Die Wähler glauben auch, dass die Medien die Wirtschaft und den Irakkrieg schlechter aussehen lassen, als sie sind, um Obama zu helfen. Hier scheint sich also ein „Das-ist-nicht-fair“-Effekt für McCain auszuwirken.“

    http://www.zeit.de/online/2008/30/wo-ist-mccain

  22. @Paul
    Ja man schaue sich mal die entsprechenden Umfragen in den Medien an die z.B.auch Senat und Congress angehen, das wird hier voellig uebersehen. Da liegt die Tendenz bei ca 75% derer die mit der Arbeit beider Haeuser mehr als Unzufrieden sind.
    Wenn wir jetzt noch betrachten dass nicht nur der Praesident gewaehlt wird sondern in beiden Haeusern ebenfalls so ist auch dass mit Spannung zu betrachten.
    Vor allem dass der Linke Fluegel und dass unsere Speakerin die Beleidigte spielt und das ganze dem White House und dem Senat zuschiebt, zeigt dass sie es immer noch nicht geblickt hat.
    Wenn die Unzufriedenheit so weiter geht und die einseitige Berichterstattung kann es durchaus sein dass es entweder eine voellig minimale Wahlbeteiligung gibt(was schlecht fuer die GOP waere, die Dems schaffen es mehr junge Waehler an die Urnen zu bringen) oder aber die Dems sich einsargen lassen koennen.
    Beides wuerde mir persoenlich nicht passen da ich gerne eine schoene Ausgewogenheit in beiden Haeusern habe.
    Alleine schon wegen der Kontrolle. Es heisst aber auch dass die Dems und die Liberalen Medien nicht mehr den Ohr am Menschen haben. Was ich fuer Fatal halte da in ihrem Bush Hass sie eben nicht mehr konstruktiv kontrollieren sondern einfach nur noch persoenlich agieren.

  23. @Rene
    Was mal wieder zeigt wie wenig Ahnung Du hast.
    Welche Fakten meinst Du?
    Das Nixon die Talib gemacht hat, das die NATO hoehere Verluste als die Talibs haben, das Sadam keine Terroristen unterstuetzt hat und dass die Wellfare Checks nur zeichen seines Mitgefuehls fuer die armen Familien waren?
    Nun mal zu bring uns einen morgentlichen Schenkelklopffer.

  24. @Rene,
    mag ja sein dass Paul auch auf Deinen Laecherlichkeiten rumreitet, aber den Unterschied zwischen Talibs und Mujahideen kennst Du immer noch nicht.
    Und offensichtlich sind die frueheren durch Sadam finanzierten Terroristichen Maertyrer die sich selbst und gegen Checks von Sadam in die Luft gejagt haben gehoerten natuerlich keiner islamischen Terrorgruppe an sondern waren Widerstand.

  25. Der Irre ist Ehrenoberst der US-Armee??? Hat sich der Stern das ausgedacht? Wenn nein, würde ich eine Lazarett-Behandlung empfehlen.
    http://www.stern.de/presse/vorab/:J%FCrgen-Todenh%F6fer-Bin-Laden-Menschen-George-Bush/631945.html

  26. @Chewey
    Lassen wir mal beiseite dass dies nichts wirklich besonderes ist,
    war der Mann waerend des Kalten Kriege ein voelliger Hardliner und Ziehkind von Strauss, der noch Reagan in den Schatten gestellt hat. Irgendeine damilige Einheit in Bayern hat ihm das Ding verliehen weil er sich fuer die Base stark gemacht hat. (Meine mich jedenfalls darann zu erinnern sowas gelesen zu haben.
    Na da musste er ja auch noch Angst haben dass sein Rotwein ganz schnell mal in Rubel haette bezahlt werden muessen.
    Heute hat er panische Angst vor Terrorbombern in Deutschland und macht daher auf Pazifist damit sein Rotwein nicht so in die Schusslinie kommt. Voellig verlogen der Mann.

  27. @ Auslaender/Chewey

    Er hat wahrscheinlich eine Wette mit Gauweiler laufen, wer es am schnellsten auf einen Vizeposten unter Lafontaine schafft. :-)

  28. :-))

  29. @Rene
    Aus den Mujahideen hervorgegangen?
    Du meinst wohl das diverse vor allem Auslaendische Mujahideen sich den Taliban angeschlossen haben? Also doch eine starke Verallgemeinerung die im uebrigen dazu gefuehrt hat dass gerade in den Linken Blaettern der Buergerkrieg nach den Mujahideen nie so wirklich verstanden wurde. Aber wass das jetzt mit Nixon auf sich hat hast Du mir immer noch nicht erklaert.
    Gibt es da auch so einen Verallgemeinendern Schenkelklopffer mit Weisheiten aus dem Spiegel oder dem Stern als Todenhöffer?

  30. @Rene
    Die Taliban sind eine Afghanische Schoepfung? Das wird ja immer besser. Und was hat das ganze jetzt mit Nixon zu tun?
    Okay. Dir geht es nicht nur um Stunk machen oder rumtrollen , Du hast wirklich keine Ahnung und bist auch noch Stolz darauf.

    @Paul
    Der glaubt das wirklich und meint das ernst, das ist kein Scherz, so nach dem Motto, „Okay heute trolle ich ein bischen bei nbfs krummt und aergere die ein bischen. Der ist Felsenfest von der Richtigkeit seiner Informationen und der daraus resultierenden Meinung ueberzeugt.

  31. @ Auslaender

    Stimmt, den Eindruck habe ich auch allmählich. Heute tat er mir zum ersten Mal fast ein bißchen leid.

  32. @ Paul

    „Stimmt, den Eindruck habe ich auch allmählich. Heute tat er mir zum ersten Mal fast ein bißchen leid.“

    „Enttäuschte Liebe“ ist ein Begriff, der mir seit einiger Zeit im Kopf herumgeht. Und ich fürchte, die bezieht sich hauptsächlich auf dich. Anders sind die ganzen Invektiven nämlich kaum noch zu erklären. Nun ja, ich denke, du wirst es überleben ;-)

  33. @Auslaender
    Pauls Trafficsau hat von den Taliban so viel Ahnung wie deren Artgenossen hoch springen können ;-)

    @Paul
    Rene wird es nie lernen: Saddam war Terrorist im eigenen Land und unterstützte zahlreiche internationale Gruppen (sogar WTC-Angreifer). Aber für den Kasper war ja auch Nixon der Erfinder der Taliban, die NATO-Turppen haben mehr Verluste als die Terroristen in Afghanistan und am Ende behauptet er Paul13 zu sein und diesen Blog zu schreiben. Deine Trafficsau ist freunlich gesagt „verwirrt“. ;-)

  34. @ S1IG

    Ok, jetzt habt Ihr mich ertappt. Ich geb’s zu: Rene gibt’s gar nicht. Ich hab ihn nur gefaked. Und das beste: Er merkt es nicht einmal. ;-)

  35. @Paul
    Es ist eigentlich nur ne Idee des Typen, der „uns alle“ in seinem Computerspiel lenkt. ;-)

  36. @ S1IG

    Du machst mir Angst. Die VRWC muss gigantisch sein, da ist selbst Matrix nur Kleinkram gegen.

  37. Paul13 ist ein Intrigant, ein Menschenfeind und Gernegroß. Er
    ist PCkrank. Lasst Euch von ihm nicht täuschen.

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