US-Bericht: Al-Qaida beschließt beschleunigten Irak-Rückzug


Wo wir gerade beim Thema sind, wer mal einen echten Strategiewechsel sehen will, der sollte sich mal die brillianten Umgruppierungspläne der siegreichen Kämpfer gegen den US-Imperialismus ansehen:

Die „Al-Qaida im Irak“ ist seit 2006 durch das Vorgehen irakischer Milizen und amerikanischer Streitkräfte deutlich geschwächt worden und steht mittlerweile am Rand der Niederlage.

Vor diesem Hintergrund war bereits vor einigen Monaten berichtet worden, dass militante Islamisten zunehmend Afghanistan ansteuern würden. Bis zu 10% der Kämpfer der Aufständischen in Afghanistan seien im Herbst 2007 iinternationaler Herkunft gewesen.

Die Nachrichtenagentur ddp berichtet nun unter Berufung auf „westliche Geheimdienste“, dass sich Kämpfer aus dem Irak nach Afghanistan bewegen würden. Die von Deutschland gestellte QRF werde „viel zu tun bekommen“.

Angesichts der in Islamistenkreisen zunehmenden Umbuchungen für den jährlichen Terrorurlaub erscheint das mysteriöse Erstarken der „afghanischen“ Taliban denn auch plötzlich in einem ganz anderen Licht.

~ von Paul13 - Dienstag, 15. Juli 2008.

5 Antworten to “US-Bericht: Al-Qaida beschließt beschleunigten Irak-Rückzug”

  1. @ Paul

    Jaja. Sind nur die bösen ausländischen Terroristen „Araber“, die die friedliebenden einheimischen Taliban zum Guerillakrieg mit Selbstmordattentaten gegen die befreundeten Aufbauhelfer verleiten. Was für ein dummes Gewäsch.

  2. Die Hauptkampflinie – wie man in Deutschland so schön sagt – wird
    in nächster Zeit nicht in Afghanistan verlaufen, sondern in Afrika.
    Da wird es al-quaida wesentlich leichter haben als im Nahen- und Mittleren Osten. Von Nigeria bis nach Somalia zieht sich ein Netz von Anhängern des Propheten die sich bereitwillig in den Dienst des zeitgenössischen Salahadin stellen wollen. Vom Sudan ganz zu schweigen.

  3. @Paul
    Nachdem die antiimperialistischen Partner im Irak gescheitert sind, hoffen die Fanboys nun auf Afghanistan. Hoffnung auf mehr Morder für die eigene Argumentation – und am Ende kommt es wieder anders.

  4. @ S1IG

    Das ist das beste an der Sache: Obama wirft Bush im Prinzip vor, in Sachen Afghanistan und Pakistan ein appeasender Vaterlandsverräter zu sein, dem er mal zeigen will, wie man dort einen richtigen Krieg ohne falsche Rücksichten auf Nachbarstaaten und Verbündete führt, und der Jägermeister dackelt fähnchenschwingend hinterher, singt dabei „we shall overcome“ und merkt nicht, daß diese Liedzeile für Obama mit „al-Qaida“ endet.

  5. @Paul
    Ein echter Brüller – die KampfLeidensgenossen der Jagertruppe in den Staaten sind ja auch schon angefressen. Da wird der so Linke auf einmal ein Mann der Mitte. Change halt!

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