GEIL!!!


Es gibt also offenbar doch noch Gerechtigkeit: Die Achse des Todes und ihre Händler des Friedens (oder war’s umgekehrt?) endlich vor Gericht:

Daimler, Siemens, B. Braun: Für deutsche Unternehmen könnten ihre Kontakte zum Saddam-Regime teuer werden. Die irakische Regierung hat Dutzende ausländische Unternehmen auf insgesamt zehn Milliarden Dollar Schadenersatz verklagt – es geht um Bestechungen zur Zeit der Diktatur.

Da kann man nur hoffen, daß die Kläger Erfolg haben. Schade nur, daß man die verantwortlichen Realpolitiker, Appeaceniks und sonstigen Diktatorenversteher nicht persönlich finanziell belangen kann, wo sie schon nicht wegen der Förderung von Terror, Unterdrückung und Völkermord im Knast landen werden.

Aber wenn die Bürger, die sie überhaupt erst gewählt haben, durch höhere Steuern bzw. Preise am eigenen Portemonnaie merken, daß die Duldung solcher Praktiken langfristig auch Geld kostet, denken sie vielleicht das nächste Mal drüber nach, bevor sie wieder irgendwelchen Goslarer Marktschreiern hinterherlaufen.

~ von Paul13 - Dienstag, 1. Juli 2008.

19 Antworten to “GEIL!!!”

  1. Damit sollten sich auch notorische „Weltverbesserer“ für einen Regime-Change im Iran einspannen lassen ;)

  2. @ Andreas

    Ja, wenn sie befürchten, daß es hinterher sonst teuer wird, wird das plötzlich auch für diese Klientel sehr attraktiv. Der Präzedenzfall wäre jedenfalls im wahrsten Sinne des Wortes Gold wert.

  3. Wenn diese Klage auch nur einen Teilerfolg bringen würde, sollte Israel Klage gegen deutsche GRÜNE, Kommunisten, namentlich Ströbele Paech und etliche andere Antisemiten, die sich Antizianisten nennen, und deutsche Giftgas- und Waffenexporteure Klage, wenn nötig in Den Haag, einreichen.

  4. @ Paul

    Ein bischen Rechnen Elementarstufe:
    „Die irakische Regierung hat Dutzende ausländische Unternehmen auf insgesamt zehn Milliarden Dollar Schadenersatz verklagt – es geht um Bestechungen zur Zeit der Diktatur.“

    „Einer Untersuchung im Uno-Auftrag zufolge waren 2200 Unternehmen aus 66 Ländern an den Praktiken beteiligt, wodurch Vertreter des Irak in den Genuss von Zahlungen über 1,8 Milliarden gekommen sei.“

    Gehen wird mal davon aus, dass mehr als 24 Unternehmen verklagt sind. Dann ergibt sich eine Schadensersatzforderung von < 420 Mio. / Firma. Sollte es tatsächlich zu einer Verurteilung kommen – welche Sanktion verhängt eigentlich der Irak gegenüber einem z.B. deutschem Unternehmen, das das amerikanische Urteil als exterritorial nicht akzeptiert? – so werden im appeals-Prozess die Strafen üblicherweise drastisch reduziert. Wenn wir annhehmen, dass im Urteil aus den geforderten 10 Mrd. etwa 5 Mrd. Geldstrafen werden und aus diesen sagen wir 2,5 Mrd. in der Revisiosninstanz dann ergäbe dass für die Unternehmen im Durchschnitt: 105 Mio US Dollar. Wissen Sie was eine solche Summe für Unternehmen der Kategorie Chevron, BNP oder Siemens bedeutet? Peanuts! Soviel geben die jedes Jahr an Erfolgsprämien an den Vorstand. Wenn es also zur Anklage kommt, zur Verurteilung, Revision und dann nach vielen, vielen Jahren zu einem Vergleich – was wird dann passieren? Das:

    – Man wird das „Fehlverhalten früherer Entscheidungsträger“ tränenreich und lautstark bedauern und „sich zu seiner Verantwortung“ bekennen.
    – Dann wird ein Fonds in Höhe des Vergleichergebnisses eingerichtet und nach langem hin und her werden die beteiligten Firmen in kleinen Raten zahlen. Nicht an die Opfer der Korruption, sondern an medienwirksame ausgewählte Vorzeige-Projekte zur Stärkung der irakisch- deutschen/ französischen / usw. Freundschaft mit prima Werbung durch photo-ops für die beteilgten Firmen in einem Land der Dritten Welt. (“ …we care.)
    – Diese Ausgaben (incl. Gerichtskosten) werden dann beim nächsten Jahresabschluss als Betriebsausgaben geltend gemacht und mindern den steuerpflichtigen Gewinn.
    – die beteiligten Vorstandsmitglieder, „Vertriebsspezialisten“ und sonstigen Helfershelfer sind mittlerweile im wohlverdienten Ruhestand und verzehren ihre bescheidenen Pensionen, Tantiemen und Gewinnbeteiligungen.

    Woher ich das weiß? Denken Sie doch mal an das letzte große Entschädigungsverfahren.

    Trotzdem wünsche ich dem Verfahren viel Erfolg und ein weltweites Medieninteresse. Aber wenn sie an Gerechtigkeit im real existierenden Kapitalismus glauben, haben sich sehr lange nicht aufgepaßt.

  5. Ach so, die Unschuldsvermutung gilt schon garnicht mehr. Das Urteil steht also schon fest. Interessant! Muß die Siemenszentrale demnächst mit Airstrikes rechnen?

  6. Gut zu sehen, dass die „Friedensfreunde“ sich als erstes um die Höhe der Entschädigng Gedanken machen. Noch vor Jahren wurde der „Food for Oil Scam“ als Propaganda abgetan – nun muss man sich jetzt der Wahrheit stellen. Bittere Pille für die selbsternannten “proterroristische Friedenshetzer”.
    DJ erklärt ganz offen: Diese Firmen haben alles richtig gemacht – die kommen davon. Auch eine Art von der Mauschelei mit einem Massenmörder abzulenken. Und nicht vergessen: Die „Friedensfreunde“ waren ja für die Fortführung dieser Praxis (oder Ivan?). Die lautesten Einwände gegen den Sturz des Dikators kamen aus den Ländern, wo ein Großteil der Firmen her ist, die man heute vor den Kadi zieht… Schon komisch!

    Und auch gut: Es ist der real existierende Kapitalismus schuld ;-) Im real nicht mehr existiertenden Kommunismus gab es natürlich Gerechtigkeit LOL!

    No Hope, no Change!

    Ach so, die Unschuldsvermutung gilt schon garnicht mehr. Das Urteil steht also schon fest. Interessant! Muß die Siemenszentrale demnächst mit Airstrikes rechnen?

    Wenn es nach DJ geht schon – er hat doch als selbsternannter “pinko terrorist appeaser” sofort gestanden und wie ein Winkeladvokat angefangen die Verluste zu berechnen ;-)

  7. @NMR
    Yep! Mit Korruption haben im Irak tätige amerikanische Firmen natürlich nichts zu tun. Es könnte natürlich auch sein, dass die Ami-Firmen sich lästige Konkurrenz vom Hals schaffen wollen.
    Nigeria hat auch schon Firmen wegen Korruption angeklagt und das ist nachweislich eines der korruptesten Länder der Welt.
    Von Schadenfreude würde ich in diesem und in anderen Fällen absehen. Denn wenn Kleptokratien, Semidemokratien, üble Diktaturen usw. legalistische Methoden anwenden, die zwar formal völlig korrekt sind aber inhaltlich sinnlos, da es sich nicht um Rechtsstaaten handelt, dann werden wir demnächst eine lsutige Zeit haben.
    Es sei der kleine Hinweis auf Jordanien gestattet, dass die Auslieferung von Wilders beantragt hat, um ihn vor ein Sharia-Gericht zu stellen.
    Dementsprechend könnte demnächst eine Auslieferungsantrag gegen Bush gestellt werden.
    Immerhin sind die Araber nicht blöd. Sie schlagen uns mit unsereren eigenen Waffen. Lawfare nennt man das wohl.

  8. OT

    Machmal, aber nur manchmal, ist die taz richtig klasse:

    http://www.taz.de/1/wahrheit/artikel/1/korvettenkapitaen-iglo/

  9. @ Schwätzer Nr. 1 / Islamisten Gnom

    Sie da unser trollerle. Lesen können Sie also auch nicht. Wo habe ich geschrieben die angeklagten Firmen hätten „alles richtig gemacht“.

    Aber da Sie solche Schwierigkeiten haben: die Wahrheit ist, dass die selben Firmen, die mit dem Saddam Regime prima Geschäfte gemacht haben (vor, während und nach dem Boycott) auch mit dem amtierenden Regime prima Geschäfte machen werden – nicht zuletzt weil es nach Invasion und fünf Jahren Bürgerkrieg ja jede Menge wieder aufzubauen und zu modernisieren gibt. Bei der nächsten Verteilungasrunde kann es sein, dass amerikanische und britische Firmen die Nase vorn haben werden – dann wissen die toten GIs wenigstens wofür sie gefallen sind.

    Aber täuschen Sie sich nicht: im angerichteten Chaos werden deie neuen Investoren zu erstklassigen Anschlagszielen. Und die Bestechungsgelder werden weiter steigen …

  10. @ S1IG,

    du hast recht, dass ist nicht tragisch, sondern ekelhaft zynisch. Kaum gibt er zu, dass die irakische Regierung zu Recht die Klage eingereicht hat, gibt er zu bedenken, das die Regierung wohl jahrelang auf Entschädigung warten muss und beklagt die „kapitalistische Ungerechtigkeit“.

    Schon allein mit dem Einreichen der Klage ist ein Erfolg zu verzeichnen: Der Slogan der Terroristenfreunde, „Kein Blut für Öl“, die ganze Goslar – Schmonzette und der Weckerwall für Saddam werden hinfällig.

    Und das Schöne daran; unsere Zyniker wissen das ganz genau – und versuchen abzulenken

  11. @DJ (atm NMR)
    Detlef – fühlst Du Dich also bei DJ angesprochen und antwortest? Jägerli – das war ein Ziel dieser Übung. WB!

    Wo habe ich geschrieben die angeklagten Firmen hätten “alles richtig gemacht”.

    Peanuts ist das Stichwort DA. Der Rest Deines Kommentar rund um das liebe Geld sollte vom eigentlichen Thema ablenken.

    P.S. Deine Beschimpfungen sind für mich der Beweis – da wurde der Nagel wieder mal auf den Kopf getroffen – Danke!
    Anton würde jetzt wahrscheinlich wieder sagen: „Nicht satifikationsfähig!“. Keine Bange – ich antworte Dir weiter – ich stehe da drüber!

  12. @alibaba
    Zynisch? Nein hilflos ;-) Du triffst es perfekt:

    Schon allein mit dem Einreichen der Klage ist ein Erfolg zu verzeichnen…

    Das wollen die „Friedensfreunde“ am liebsten vergessen machen…

  13. @ alibaba

    Das stimmt, alleine die Vorstellung wie sie in jetzt ihrem eigenen Saft köcheln und nicht mal zugeben dürfen, daß ihnen heiß ist, ist den Spaß schon wert.

  14. Wer soll denn eigentlich die Instanz sein, die beurteilt, dass Korruption vorgelegen hat? So ein Gremium wie der UNO-Menschenrechtsrat?
    Kapitalismus funktioniert nur mit Korruption, that’s it!

  15. Spannendes Thema. Welche großen Firmen haben eigentlich eine reine Weste?

  16. @ Rene

    Siehst Du, da haben die Amis ja was mit der Befreiung des Irak gut gemacht. Und die Deutschen?

  17. @ Rene

    Also wenn ich Bush gewesen wäre, hätte ich Unternehmen der Achse des Friedens für 10 Jahre von sämtlichen Geschäften mit dem Irak ausgeschlossen. Aber Bush ist eben viel zu nett.

    Im übrigen ist es schön, daß Du noch mal darauf hinweist, wer die Polizei so schlecht ausbildet.

  18. @ S1IG aka Islamisten-Gnom

    Sagen Sie, haben Sie sich schon mal auf Verfolgungswahn untersuchen lassen? Oder glauben Sie wirklich, dass alle, die Sie kritisieren, in Wirklichkeit nur Inkarnationen des Einen Großen Unbekasnnten sind?

    By the way: ich habe nicht auf das blödsinnige DJ (Hip Hop für Gehörlose?) reagiert, sonder auf das Zitat „pinko terrorist appeaser“. Aber wenn es Sie beruhigt – ich bin auch der Geist von Saddam & Khomenei.

  19. @DJ (atm no more republicans)
    Wer hat mich denn kritisiert? Du wurdest wegen Deinen Nebenbomben ins Visir genommen und kritisiert. Du bringst da wieder mal was durcheinander ;-) Detlef – schön zu sehen, dass Du wieder anspringst. Als Belohung einen Landjäger?

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