Bush auf Obama-Kurs?


Feiger Angriff oder Präzisionsschlag? Die US-geführten Truppen in Afghanistan wehren sich gegen Vorwürfe, einen pakistanischen Grenzposten angegriffen zu haben. Als Beweisstück dient ein grobkörniges Video – dazu erklärt ein Sprecher, was sich angeblich abgespielt hat.

Was für eine blöde Frage! Feiger Angriff natürlich. Obama ist doch noch gar nicht Präsident! Dann wär’s zugegeben selbstverständlich ein Präzisionsschlag.

~ von Paul13 - Donnerstag, 12. Juni 2008.

11 Antworten to “Bush auf Obama-Kurs?”

  1. @ Rene

    Heißt das, daß Du Obamas angekündigten Angriff auf Pakistan jetzt gutheißt oder daß er ein gefährlicher Kriegstreiber ist?

    Im übrigen solltest Du die SPIEGEL-Formulierungen („schallende Ohrfeige“) nicht wörtlich nachplappern. Wirkt irgendwie doof.

  2. Na ersteinmal wuerde ich da nicht so sehr auf die Presse hoeren sondern das Urteil lesen, mache ich auch bevor ich mich aeussere.
    Das was ich bis jetzt gelesen habe sagt im uebrigen nicht das es gechlossen wird, sondern es geht um die Tribunale und das Recht zur Klage. Wieviele von denen dann auch angenommen werden ist eine andere Frage.

  3. @ Rene

    Was hat der Supreme Court mit Pakistan zu tun?

    Stimmt, hab mich auch gefragt, was Dein Kommentar hier zu suchen hat.

  4. @ Rene

    Du weichst den eigentlich Fragen aus.

    Das sagst gerade Du!? Also Humor hast du ja.

  5. @Rene
    Das Urteil des Supreme Court zeigt, dass der amerikanische Rechtsstaat funktioniert, dass (auch in bedeutenden und für die Regierungen unangenehmen Fragen) der Supreme Court unabhängig ist. Gewaltenteilung halt. Findest Du nicht, dass diese in jedem Staat gelten sollte (auch Irak, Iran oder Afghanistan)? Dein Einwurf ist ein Grund zur Freude. Aber was hat das mit Pauls kleinem Artikel hier zu tun??

  6. @Rene
    Nun, ich glaube nicht an eine „gute“ Regierung. Jede Regierung ist schlecht und testet aus wie weit sie bei ihren Handlungen (hier Krieg gegen Terror) gehen kann. Eine Aufgabe der US-Regierung ist es den Krieg gegen den Terror zu gewinnen, eine Aufgabe der Gerichte ist es darauf zu achten, dass dabei die amerikanischen Gesetze geachtet werden. Die Situation ist also nicht erstaunlich sondern normal und üblich (in Staaten mit Gewaltenteilung).
    Zu der Moral:
    Paul befürwortet in manchen Fällen sogar Krieg. Dabei sterben unschuldige Menschen und werden nicht nur „illegal“ verhaftet oder gefoltert. Ich finde es gut wenn eine Regierung eher versucht das beste Ergebnis zu erzielen, als in den Himmel zu kommen.

  7. @ Schmock

    Ihrer These: Das Urteil zeigt, dass die USA ein funktionierender Rechtsstaat ist, in dem die Gewaltenteilung (hier: die Kontrolle der Regierung durch das Gerichtssystem) funktioniert, stimme ich zu.

    Dann bedeutet dieses Urteil aber: die amtierende Regierung hat durch ihr Handeln wissentlich, gezielt und wiederholt gegen die Verfassung verstoßen. Und zwar nicht irgendeine untergeordnete Behörde, sondern das Justizministerium und das Verteidigungsministerium auf direkten Befehl des Präsidenten.

    Die logische Konsequenz einer solchen Feststellung durch das Oberste Verfassungsgericht wäre eine Impeachment-Verfahren gegen diesen Präsidenten. Dazu wird es wohl nicht kommen – weniger weil die Mehrheit des Kongresses diese Einschätzung nicht teilt, sondern weil man sich für die paar Wochen die Mühe nicht machen wird.

    Trotzdem bleibt festzuhalten: der Präsident hat die Verfassung gebrochen, seine Befehle haben gegen amerikanisches Recht und Gesetz verstoßen, seine Politik ist nicht nur dumm, sondern illegal. Sein Ansehen wird dieses Urteil kaum weiter senken können – das ist längst auf einem Tiefpunkt, in seinem Land und auf der Welt.

  8. @Schmock
    Du zeigst es sehr gut auf – Demokratie funktioniert. Kein eindeutiges Urteil – bei dem es nicht um Folter ging. Da hat jemand was falsch verstanden (was bekanntlich kein Wunder ist) oder er führt eine sehr miese Argumentation…

    @Paul
    Das Du Folter beführwortest hast Du zwar nie gesagt, aber wie ich schon bemerkt: Da begreift einer was nicht oder er lügt ganz frech. Nach wie vor tippe ich auf einen dämlichen Lügner ;-) Warum können diese Typen nicht ordentlich vom Thema ablenken? Nicht mal das klappt …

    P.S. Das man das Gegrunze Deines Haustrolls ertragen muss, grenzt schon an Folter!

    P.P.S. Der geilste Witz – die Gründerväter hatten schon einen Passus in der Verfassung der sich auf Gitmo bezieht ;-)

    Off-Topic: Tim Russert ist tot – was für ein Verlust!

  9. @ S1IG,

    sieh doch einfach mal in den Beiträgen renes und Dettleff die verhaltene Freude darüber, dass die Top-Terroristen in Guantanamo nun vielleicht doch noch als Märtyrer enden können.

    Man muss sich ja auch nicht wundern, wenn Dettläffchen dass oberste US-Gericht mit dem Verfassungsgericht verwechselt und bei einen Spruch 5:4, der knappen Minderheit der Richter bescheinigen möchte, sie seien Feinde Constitution.

    Am Schärfsten sind natürlich die weltweiten Antipathien die Bush angeblich genießt und die natürlich beweisen, das er ein miserabler Präsident sein muss.

    Bei den Sympathien die A.H. offen oder klammheimlich im nahen Osten und in Lateinamerika genießt, hieße das dann im Umkehrschluss…..?
    Genau – Dettläffchen ist ein rotlackierter Faschist!

  10. @ S1IG

    Folter befürworte ich sicher nicht. Einige der groteskerweise als Folter bezeichneten Verhörmethoden wie z.B. Schlafentzug halte ich aber bei Terroristen und Massenmördern, die ihre unschuldigen Opfern bei vollem Bewußtsein verstümmeln oder langsam zu Tode quälen, absolut für gerechtfertigt, sofern es hilft, diese Opfer zu retten oder gar komplett zu vermeiden.

    Ich sehe das Problem hier eher bei der unzureichenden Kontrolle. Da sollten auch die USA besser aufpassen. Die Exzesse von Abu Ghureib waren ja ein Verstoß gegen sämtliche Vorschriften, nicht deren Umsetzung. Die besten Vorschriften nützen aber nichts, wenn ihre Einhaltung nicht überwacht wird. Was aber ein generelles Problem des Rechtsstaats ist, und zwar auch in Deutschland.

  11. @ Rene

    Niemand redet hier von Strafenkatalog, sondern von Verhörmethoden. Und Du würdest Schlafentzug – und noch ganz andere Methoden! – sicherlich ebenfalls anwenden, wenn nur der Täter Deiner Meinung nach der richtige wäre. Wenn Du das aber nur in einem einzigen Fall tust, dann geht die Diskussion nicht mehr um die Frage, ob Schlafentzug erlaubt werden sollte, sondern nur noch darum, bei wem und anhand welcher Kriterien. Und damit könntest Du Die Deine geheuchelte Empörung sonstowohin stecken.

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