Solidarität unter (Partei)freunden


Jimmy Carters Nahost-Trip kommt Barack Obama im Wahlkampf extrem ungelegen. Jetzt musste Obama sich sogar von seinem Vertrauten distanzieren – weil die Republikaner die Hamas-Treffen des ehemaligen Präsidenten kritisiert haben.

Nanana, das ist aber nicht sehr nett. So behandelt man doch keine Freunde! Carter befolgt nur, was Obama gefordert hat: Mit jedem reden, ganz gleich wie verrückt, ekelhaft oder gefährlich er ist. Wer mit den nach Massenvernichtungswaffen strebenden Auftraggebern reden will, kann dies deren bloß mit selbstgebauten Raketen bewaffneten Handlangern schecht verwehren. Praktizierende Antisemiten und Möchtegernisraelauslöscher sind schließlich beide. Wenn Obama sich also von irgendwas distanzieren will, dann bitte schön von sich selbst.

~ von Paul13 - Freitag, 18. April 2008.

9 Antworten to “Solidarität unter (Partei)freunden”

  1. Hier kann man wohl einen Unterschied sehen, zwischen jemandem, der Verantwortung übernehmen will und jemandem, der sich wie ein bockiger Jugendlicher überall herumtreibt und Kriminelle cool findet. Jimmy Carter schadet nicht nur Obama, was wirklich zu verschmerzen wäre, nein er schadet den USA und dem sogenannten Nahost Friedensprozess und damit insbesondere den Palästinensern und Israelis (in dieser Reihenfolge). Für den Wahlkampf mag diese Sache auch etwas gutes, Obama wird genötigt Stellung zu beziehen und seine vagen Ankündigungen und Vostellungen zu konkretisieren.

  2. @ alle

    Carter hat etwas erreicht, das ich nicht für möglich gehalten hätte: er hat die Hamas dazu gebracht, den Preis für ihre Kapitulation – wir erinnern uns: conditional surrender – zu nennen. Damit hat er das größte Zugeständnis der palästinensischen Seite (Abbas wird von der Mehrheit der Palästinenser in Gaza + Westbank kaum noch ernst genommen) seit Oslo erreicht. Und nebenbei meine Prognose, dass die Verhandlungen zwischen Israelis und Pälästinensern bis zum Ende der amtszeit Bush zu keinerleu Ergebnissen führen werden, gefährdet. Aber wenigstens auf die Blödheit Bushs kann man sich verlassen: die ersten Meldungen zeigen, dass die Bush-Administration nicht begriffen hat, welches Geschenk ihm da gemacht wurde und er sich weiter auf die Verhandlungsprofis Rice & Blair stützen wird.

    Beim laufenden Wahlkampf wird das Thema kaum eine Rolle spielen, weil es sowieso nur noch um wichhhtigev Fragen geht: ob Obama überheblich ist und Clinton gefühlskalt – oder umgekehrt oder beides und wieviele frauen Mccain zu seiner Zeit gevögelt hat.

  3. @ no more republicans

    Bevor du dich so weit aus dem Fenster lehnst, sollten wir vielleicht erst mal die Bestätigung der Hamas abwarten. Nicht dass bei Jimmy da das Hörgerät versagt hat oder gar ein Sonnenstich im Spiel war.

  4. Obama ist sicher kein Antisemit oder „Möchtegernisraelauslöscher“!!! Räumt mal wieder die Tassen in den Schrank zurück, sonst werd ich ungemütlich!

  5. Na bis jetzt ist da wohl ja mehr Wunschdenken von Mr. Erdnuss drinn als echter Inhalt. Mr. Erdnuss glaubt ja auch das der Unabhaengigkeitskrieg nicht noetig war. Man haette nur mit den Briten reden muessen. Na ja John Adams hatte das ja auch eine Zeitlang geglaubt und ein schreiben nach dem anderen verfasst auf das er keine Antwort bekam, bis er dann merkte das da wohl niemand antwort wird, jedenfalls nicht so wie Adams es sich vorgestellt hat.

    @DDH
    Haeh?

  6. @Ausländer
    Ich habe auch lange gehaeht. Aber das sind einfache Leseschwierigkeiten.

  7. @ no more republicans

    Na also, der ORF meldet bereits: „Hamas relativiert Carter-Aussagen über Friedensvertrag“. Also dein vollgewichstes Papiertaschentüchern gehört nicht in den gelben Sack, nein, das gehört in den Restmüll.

    http://www.orf.at/?href=http%3A%2F%2Fwww.orf.at%2Fticker%2F287026.html

  8. @Adnan
    Wenn es nicht so traurig wäre, könnte man lachen… ;-)

  9. @ DDH

    Lies das ganze noch mal ruhig durch und trink dabei ein Tässchen. Dann merkst Du, daß sich „beide“ auf die ausländischen Auftraggeber der Hamas wie die Handlanger vor Ort im vorherigen Satz bezog. Und wenn das keine praktizierenden Antisemiten und Möchtegernisraelauslöscher sind, wer dann?

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