Vom Ossi lernen heißt siegen lernen


In der Linkspartei knistert es: In einem Brandbrief an den Vorstand kritisieren Finanzpolitiker aus dem Osten ein vom westdeutschen Flügel erarbeitetes milliardenschweres Konjunkturprogramm als „zutiefst unseriös“. Ostdeutsche Linken-Politiker warnen ihre Genossen vor Luftschlössern und Populismus.

Wo sind wir nur hingekommen? Jetzt müssen schon ostdeutsche ex-Kommunisten westdeutschen ex-Sozialdemokraten erklären, wie seriöse Wirtschaftspolitik funktioniert oder daß man kein Geld ausgeben kann, das man nicht vorher eingenommen hat. Aber immerhin zeigt es, daß auch Wessis von der Wiedervereinigung profitieren können, und sei es durch Erkenntnisgewinn. Sie müssen es nur wollen.

~ von Paul13 - Donnerstag, 10. April 2008.

5 Antworten to “Vom Ossi lernen heißt siegen lernen”

  1. @ Paul

    Nein nein, da haben die ostdeutschen Linken ihre eigene Partei nicht verstanden. Die Stimmenzuwächse im Westen beruhen ja gerade auf den Traumtänzereien und Luftschlössern. Die wird Lafontaine ohne Not nicht wieder hergeben wollen.
    Wenn sich die Ossis daran stören, sollten sie sich vielleicht in Richtung SPD orientieren…

  2. man sollte sich nicht an der allzu durchsichtigen Kampagne der Diffamierung des westlichen Ablegers der SED orientieren. Diese dient der Rechtfertigung der Kollaboration mit den kommunistischen Tätern, wobei man sie im eigenen Haus selbstverständlich nicht haben will. Da wird mit zweierlei Mass gemessen, dass es einem dabei speiübel wird. Ich dagegen will sie weder im Osten noch im Westen haben.

    Wie es wirklich ist lesen wir im Tagesspiegel (http://www.tagesspiegel.de/meinung/kommentare/;art141,2479327)

    „Jeder aber kann wissen, dass Stasisympathien nur im Westen einen Grund für den Fraktionsausschluss liefern. Im Westen verkörpert der geläuterte Sozialdemokrat Oskar Lafontaine die politische Moral der Linken. Leute wie Diether Dehm, die der DDR vor 1989 etwas zu nahegekommen waren, schaffen es nicht mehr in die erste Reihe. Im Osten aber, so ist und bleibt es nun mal, fristen in der SED-PDS-Linkspartei auch Leute eine politische Existenz, die im Realsozialismus bestens dastanden und der Stasi zulieferten. Sie hatten und haben in Brandenburg, Berlin und anderswo, in Stadtverwaltungen und Landesparlamenten öffentliche Ämter inne. Moral ist im Osten, was der sozialistischen Sache dient.“

  3. @ paule

    Zum Stand der Dinge:
    http://www.wahlrecht.de/umfragen/index.htm
    Die Linke ist in der Bundesrepublik zur Zeit drittstärkste Partei und wenn die SPD so weiter macht, wer weiß …

    Aber das wäre doch mal ein interessanter Auftrag an die versammelten Experten: wo könnte man bei den Staatsausgaben die Kleinigkeit von 50 Mrd. € einsparen, damit Oskar & Gregor ihr kleines Konjunkturprogramm umsetzen können. Bin gespannt auf Ihre Ideen.

  4. @Chewey
    Du hast Recht – die alten Apparatschiks reden lieber die Mauer schön. Die neuen haben nichts aus der(!) Geschichte gelernt – wie so viele andere Menschen ;-)

    BTW: Wozu sollen Leute hier Ideen bringen zum Geld sparen bringen, damit zwei wirtschaftspolitische Versager es für Unsinn verbraten können?

  5. @ S1IG

    „BTW: Wozu sollen Leute hier Ideen bringen zum Geld sparen bringen, damit zwei wirtschaftspolitische Versager es für Unsinn verbraten können?“

    Sehr hübsch gesagt ;-)
    Zumal gerade die beiden vermutlich das große Zittern bekommen würden, wenn man ihnen wirklich 50 Milliarden in die Hand drücken würde :-)

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