Gerechtigkeit für Christel Wegner!


Es sollte eine einmütige Debatte über den Umgang Chinas mit Tibet werden, aber die Aktuelle Stunde in der Hamburger Bürgerschaft endete mit einem Eklat: Die Linken-Abgeordnete Schneider verglich den Dalai Lama mit dem iranischen Revolutionsführer Chomeini.

Immerhin wissen wir jetzt, woran wir mit der Linkspartei sind. Wo die sich gerne als völlig harmlose und moderne, friedliche, demokratische Kraft darzustellen versucht, gibt Frau Schneider unumwunden zu, daß das ganze Gutmenschengetue in den Augen der alten Kader offenbar immer noch nur eine Show für das dumme Fußvolk ist.

Dabei ist Ihr sachkenntnisfreier Kommentar zu Richard Geres Lieblingsguru noch der harmlosere Teil ihrer Performance. Weit erschreckender ist ihre unglaubliche Heroisierung der brutalen Ermordung von zig Millionen Menschen durch politischen Terror und ideologiegetriebene Mißwirtschaft der chinesischen Bruderpartei:

„Die VR China hat sich aus der Erniedrigung kolonialer Abhängigkeit durch das imperialistische Ausland durch einen langen Krieg befreit“

Es wäre ja schon schlimm genug, diese Verbrechen zu leugnen, aber sie auch noch als eine positive Entwicklung zu beschönigen, ist eine unfaßbare Verhöhnung der Opfer. Wo man aber wegen Stasiträumereien und Mauernostalgie rausfliegt, kann man nach Massenmordverherrlichung nicht drinbleiben. Denkt drüber nach, Genossen!

~ von Paul13 - Donnerstag, 3. April 2008.

7 Antworten to “Gerechtigkeit für Christel Wegner!”

  1. Die Linke? Waren das nicht die, die das Mullahregime als Verein schrulliger alter Maenner ansieht, die menschlich eigentlich ganz dufte sind? Wie kann dann Khomeini schlecht gewesen sein?
    Ich glaube, Du siehst das ganz falsch und der Vergleich mit Khomeini war eine Art des Lobes fuer den dalai Lama.
    Kann aber natuerlich auch sein, dass unsereins nicht in der Lage ist, die verquere Denke der Linken vollstaendig und mit allen Facetten zu begreifen.

  2. Die Bauchrednerpuppe Washingtons beschuldigt die Bauchrednerpuppe Pekings, eine Bauchrednerpuppe zu sein. *gähn*

  3. Tja, die Linke handelt eben nach bewährten Traditionen. Und schließlich haben die 68er auf ihren Reisen in Nordkorea ja auch keine Gefängnisse gesehen.

    @Libertarian: Wenn man die Welt in fragwürdige Äquidistanzen packt, dann ist sie gleich viel einfacher zu verstehen, nicht wahr?

  4. Die Damen und Herren lassen halt endlich die Masken fallen und zeigen ihr wahres Gesicht. Wer jetzt noch so dumm ist sie zu wählen hat die Konsequenzen selbst zu tragen. Das Schlimme daran ist nur, dass diejenigen welche guten Glaubens waren, ihren Fehler zu spät erkennen werden.

  5. Wann fährt Lafontaine den endlich nach Teheran? In Havanna war er ja schon.

  6. […] der Debatte über das chinesische Vorgehen im besetzten Tibet (mehr dazu bei den Kollegen von No Blood for Sauerkraut und NUB). Die Angst vor einer “Wiederauferstehung” der tibetischen Theokratie scheint […]

  7. […] Gerechtigkeit für Christel Wegner! « No Blood for Sauerkraut! […]

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