Shrek contra Obama


Obama hatte angekündigt, als Präsident die US-Truppen weitgehend abzuziehen und erst wieder zu agieren, wenn das Terrornetzwerk al-Qaida sich im Irak festsetze. „Ich habe eine Neuigkeit: Al-Qaida ist im Irak“, rief McCain unter dem Lachen seiner Zuhörer aus. Obamas Aussagen seien schon außergewöhnlich.

Obama antworte umgehend auf die Attacke des republikanischen Senators. „Ich weiß, dass es al-Qaida im Irak gibt. Und deshalb habe ich gesagt, dass wir dort die Angriffe auf al-Qaida fortsetzen sollten“, konterte er bei einer Wahlkampfveranstaltung an der Ohio State University in Columbus.

Du und welche Armee? Die hast Du doch bis 2009 abgezogen, verehrter Barack. Was wenn al-Qaida dann einfach mogelt und bis 2010 bleibt? Überläßt Du die Iraker dann im Zweifelsfall lieber den Terroristen um Deine Glaubwürdigkeit zu retten? Oder geht dann doch der innere Staatsmann mit Dir durch und Du sch… auf Deine Wahlversprechen?

Falls ersteres, wieso sollte man denn jemanden wählen, der die Rolle des Wahlkämpfers über die des angestrebten Amtes stellt? Falls letzteres, wieso sollte man wiederum jemanden wählen, der nichts anders macht als der Gegenkandidat, aber ein paar Jahre länger braucht es zu begreifen? Wie auch immer Du Dich entscheidest, Du verlierst.

~ von Paul13 - Donnerstag, 28. Februar 2008.

9 Antworten to “Shrek contra Obama”

  1. Was freue ich mich auf den Wahlkampf wenn er endlich Farbe bekennen muss. Selbst der Linken MSM in den Staaten wird dieser Mann langsam mulmig und das will was heissen. Die ersten fangen schon an hinter das „Charisma“ zu schauen und die ersten Leichen aus dem Keller zu holen.

  2. Ich hoffe wirklich sehr, dass du recht hast. Die Kuschelrunde muss doch irgendwann mal vorbei sein. Sogar Saturday Night Life ist das schon aufgefallen: Hier ein toller Sketch: http://www.youtube.com/watch?v=DNol2-DV6Ug

  3. Und was, wenn es 2020 noch Terroristen im Irak gibt? Sollen die US-Truppen grundsätzlich länger bleiben als der letzte Terrorist? Irgendwann kommt der Abzug, im übrigen auch mit einem republikanischen Präsidenten. Dann sollten die Iraker möglichst selbstständig und in der Lage sein, sich selber zu wehren. Schon zu Saddams Zeiten hieß es, doch, viele Iraker hätten eine Kalashnikov daheim. Längst ist die Organisation von Quasi-Bürgerwehren gegen Al Qaida-Leute in einigen Orten umgesetzt. Sehr zentralisierte und uniformierte Sicherheitskräfte haben immer den Nachteil, eine Zielscheibe für Terroristen zu sein. Die Bombenleger wissen, wen sie wo treffen können. Auf der anderen Seite sind die Terroristen ja überwiegend damit beschäftigt, wehrlose irakische Zivilisten in die Luft zu jagen, während diese auf dem Markt einkaufen, nur Arbeit gehen oder sich um Arbeit bemühen. Es leuchtet mir aber im Moment nicht ein, weshalb die verlängerte Präsenz der US-Streitkräfte daran etwas ändern sollte.

  4. Al Qaida wäre fast schon ein Trost im Vergleich zu den wohlausgestatteten Gegnern, die im real existierenden Irak operieren: Hier teherangesteuerte Schiitenmilizen, da baathistische Freikorps. Trust me, das sind keine weltentrückten Höhlenbewohner, sondern Terroristen mit der Fähigkeit, staatliche Strukturen aufzubauen. Die momentane Zusammenarbeit der US Army mit den Schiiten macht zum langfristigen Schaden amerikanischer Interessen Herrn Ahmadinedjad zum embedded statesman. Way to go, Dick!

  5. @ unGeDuLdig

    Das mit der Gefährlichkeit der nicht-al-Qaida-Terroristen ist sicher richtig. Deswegen verstehe ich auch Obama nicht, daß er sich wegen denen so ins Hemd macht statt wegen der libanesischen Hisbollah oder den Ba’ath-Faschisten. Andererseits ist es so, daß wenn die Ba’ath-Leute begreifen, daß sie den Krieg verloren haben und sie gleichzeitig eine Perspektive in einem demokratischen Irak haben, die meisten von ihnen kaum weiterkämpfen dürften. Denen geht es um Interessen in dieser Welt. Die Qaida hingegen kämpft auch dann und notfalls auch erfolglos weiter, weil für sie eh nur die 72 Jungfrauen zählen.

  6. @ NUB

    Nein, die Amis sollten sich mit der Terrorbekämpfung nur so lange und so viel befassen, bis die Iraker das selber in den Griff kriegen. Als Alliierte eines demokratischen Irak werden sie hoffentlich ein paar Stützpunkte da behalten, aber als aktiv kämpfende Truppe werden sie sich früher oder später zurückziehen.

    Wobei anzumerken ist, daß die Amis sich um so früher zurückziehen können je weniger sie darüber reden. Denn eine wichtige Voraussetzung ist, daß die Terroristen und vor allem deren Sympathisanten die Aussichtslosigkeit ihrer Lage erkennen. Also sollte man nicht wie Obama von irgendeinem Abzugsdatum reden.

  7. Obama versucht auf den Zug, Iraq falsch, Afghanistan (al Qadia oder eben al Qaida im Iraq) richtig aufzuspringen damit er nicht als voll Versager bei der Sicherheit dasteht. Letztendlich sieht es aber wohl so aus das er in dem einen wie in dem anderen Fall ins Hoeschen gemacht haette. So langsam beginnt jetzt aber auch bei ihm schon die Nummer, wenn ich Praesident bin mache ich den Verbuendeten Druck, die den ganzen Tag nur Kuchen essen und beim dunkel werden ins Bett muessen, anstatt den Kaempfenden Einheiten den noetigen support zu geben. Ja ja unter Obama wird alles besser…..

  8. @ auslaender

    Noch mal ganz einfach zum mitschreiben: Obama will aus dem Irak abziehen, weil die Mehrheit der amerikanischen Wähler das will. Das ist der kleine Unterschied der Hillary die Präsidentschaft kosten wird. Und dann kann McCain über die Unerfahrenheit und Naivität seines Gegners – beeindruckt noch nicht einmal die republikanischer Wähler.

    Ir´s the withdrawal, stupid!

  9. @no more republicans
    Noch mal ganz langsam zum mitlesen und begreifen auch fuer Leser der MSM die im Heartland nicht gelesen oder gesehen wird, sie wollen einen Abzug nach einem Sieg. Die Hillary wird die Kanditatur nicht bekommen weil man sie nicht mehr mag und weil eine Obamania in den MSM herscht, das macht ihn aber noch lange nicht zum Praesidenten. Sollte er aber trotzdem mit einer Hauduennen Mehrheit gewinnen dann wird er die Truppen nicht signifikant abziehen weil ein dann moeglicher Zusammenbruch ihm die Praesidentschaft kosten wird. Der Mann ist genauso ein Machtemensch wie Hillary und wird im Falle einer Wahl wie Carter enden. Da hilft auch kein Wuenschen wie damals bei der Wahl der beiden Haeuser Anton, das ist einfach so.
    Viel wichtiger aber ist das selbst in den MSM die Journalisten ans nachdenken kommen bei soviel Messias und die werden sich fragen wo er steht wohin er will und so Linkslastig wie die MSM manchmal sind, einen Politik alla Obamas bisheriges Wahlverhalten wollen sie auch nicht.
    It’s the USA stupid and not left wing europe

    Es wird Zeit das ihr das endlich begreifft, ansonsten koennt ihr schon mal an der Legende basteln warum ihr die USA trotz Obama immer noch hasst.

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