Radwechsel an der Achse des Krieges?


Zudem ist zu erwarten, dass Iran in den kommenden Monaten alles versuchen wird, um in den Gesprächen mit der Wiener Atomenergiebehörde (IAEA) die noch offenen Fragen nach seinem bisherigen Atomprogramm zu bereinigen. Dann wäre Teheran in der Position, seine Nuklearprojekte unter voller Beachtung der Regeln des Atomwaffensperrvertrags fortsetzen zu können. An der Gefährlichkeit des iranischen Programms würde sich damit freilich nicht ein Jota ändern, die darin besteht, dass beinahe alle Komponenten für ein militärisches Nuklearprogramm entwickelt werden, sodass es dann eines Tages nur noch einer politischen Entscheidung zur militärischen Nuklearisierung bedürfte.

Immer diese neokonservativen Kriegstreiber! Die amerikanischen Geheimdienste haben doch längst Entwarnung gegeben, was will der Mann also noch? Und mit welchem Recht unterstellt er friedliebenden, nur am kritischen Dialog interessierten souveränen Staaten finstere Absichten? Seit wann muß man sich denn wegen der bloßen Möglichkeit eines WMD-Programms sorgen? So lange es keine „smoking gun“ gibt, gilt angesichts dieses paranoiden Alarmismus, der im jeweils anderen immer gleich eine Bedrohung sieht: „Not convinced, Mister!“ Wer glauben sie eigentlich, wer Sie sind?

~ von Paul13 - Mittwoch, 27. Februar 2008.

5 Antworten to “Radwechsel an der Achse des Krieges?”

  1. Ach der will doch nur spielen, alles folklore genau wie in Deutschland 33. Kotz

  2. Paul, du alter Kriegstreiber. Wo denkst du hin? Schießen ist erst erlaubt, wenn man bereits angeschossen wurde. Und das mit der smoking gun hast du ganz richtig erkannt, auch wenn diese vielleicht in Form eines Atompilzes daher kommt. *Ironie off*

    Seit diesem NIE sind Bush leider politisch die Hände gebunden. Ich fürchte, das erhoffte Losschlagen, bevor er das Feld nächsten Januar räumt, wird es nicht mehr geben. Und dann kommt Obama und macht mit Ahmadinedingsbums erst mal Kaffeekränzchen. Ein Grund mehr, zu beten, dass McCain nächstes Jahr die Gelegenheit bekommt, im Oval Office „bomb, bomb, bomb Iran“ zu singen.

  3. wunderbare sache, wenn also die erste wmd in richtung israel oder deutschland unterwegs ist, werden wir uns nochmals darüber unterhalten, ob es richtig war. im übrigen, sollte der kampf im iran nicht auch mit einer gleichen argumentation wie im irak und talibanistan geführt werden? save our souls, mister mccain… oder wer auch immer das hinbekommt. im übrigen würde ein wirklich freier iran (wie in persien damals) der welt einiges an kopfzerbrechen ersparen. achja, und die totale annihilation israels würde man bestimmt nicht gerne kommentiert haben, wie JFK seine doktorarbeit betitelte: Why England slept? zu viel appeasement wäre da fatal. ach halt, ich habe ein déjà-entendu…

  4. Die Kurzfassung des Dialogs Iran-IAEA:
    IAEA an Iran: Baut ihr Atomwaffen?
    Iran an IAEA: Nö.
    IAEA an Iran: Na dann wäre das mal bereinigt.

  5. http://www.washingtonpost.com/wp-dyn/content/article/2008/03/01/AR2008030101722.html

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