…und zur Entschädigung ein Zuckerle für meine antiamerikanischen Leser


Die US-Botschaft in London hat den Visumantrag der Britin Amy Winehouse abgelehnt. Die drogensüchtige Soulsängerin darf also nicht wie geplant am Sonntag bei der Grammy-Verleihung in Los Angeles auftreten. Gut, dass es Satelliten gibt.

Also jetzt übertreiben sie es aber! Nichts gegen ein gewisses Sicherheitsdenken, aber von irgend so einer dahergelaufenen Promischlampe geht ja wohl kaum eine Gefahr für die nationale Sicherheit aus.

Zugegeben, ich kenne ihre Musik nicht (spielt die wenigstens ein Instrument?), aber selbst wenn schon rein statistisch zu vermuten steht, dass die auch bloß den im dritten Jahrtausend üblichen Hupfdohlencastingmist verzapft, so wäre das immer noch nur halb so bedrohlich wie der landeseigene HipHop-Brutalodreck.

Falls man sie aber tatsächlich nur wegen ihres Drogenkonsums nicht in den Flieger läßt, hat sie vielleicht noch eine Chance: Sie soll einfach behaupten, sie hätte nicht inhaliert. Damit schafft man’s sogar in die Air Force One. ;-)

~ von Paul13 - Freitag, 8. Februar 2008.

21 Antworten to “…und zur Entschädigung ein Zuckerle für meine antiamerikanischen Leser”

  1. ich vermute, dass es eine protektionistische massnahme ist. die amerikanische drogensüchtige-sängerinnen-ohne-höschen-industrie soll vor der britischen konkurrenz geschützt werden, die, liest man die klatschspalten so halb durch, und hört ab und zu radio, mehr drogen nehmen kann und auch leicht besser singt (wenn nicht mit sooo vielen drogen voll). auch in god’s own country schlägt die populistische wirtschaftspolitik ja ab und zu durch. würde jedenfalls auch zu den-arabern-das-hafen-kaufen-verbieten oder rückgriffen auf paläokeynesianische wirtschaftsbelebungsprogrammen passen…

    ausserdem könnte es durchaus sein, dass man es heutzutage auch in die air force one schafft, wenn man die inhalierfrage enthusiastisch mit „that was the point“ beantwortet.

  2. hallo, schönen gruß aus dem derzeit sonnigen wien :-) heuriger wie immer nett :-)) als langjähriger leser freu ich mich jedesmal über diesen blog. zur unsrer amy will ich noch sagen, sie singt find ich prima, hört euch mal was von der an. wer was anderes behauptet, könnte *kicher* antisemitisch eingestellt sein (das war ein witz, gell…)

    noch was: kiffen darf man in amerika sicher; und freilich mit europäischer unterstützung, wenn man ein moralisch sauberer (??) demokrat (= linksliberaler) ist. bei einer jüdin ist das aber halt was anderes. o-ton eines bekannten „sicher hat die auch so eine seltsame meinung zu israel“ was die deutsche öffentlichkeit mehrheitlich zu israel denkt, wißt ihr ja…

    gut schabbes!

    florian aus augsburg

  3. Wohl kaum eine Frage der Sicherheit, die Tatsache das sie als EU Buerger ein Visum braucht heist das sie einschlaegig Vorbestraft ist. Gilt nicht nur fuer Amy sondern fuer alle. Gut meistens bekommen es die Behoerden ja nicht mit das beim gruenen Teil gemogelt wird, aber bei der Presse ;-)

  4. Oh Paul, das ist ne Bildungslücke! Amy singt FANTASTISCH! Den Beweis liefere ich per Email.

  5. Wenn man von „irgend so einer dahergelaufenen Promischlampe“ spricht, sollte man eigentlich auch wissen, wen man als solche bezeichnet. Und: Amy Winehouse ist natürlich großartig.

  6. @ Zelig/David

    Nicht sauer sein, war ja nur Spaß! Das war doch nur der Aufhänger, um hier in ein paar Nebensätzen kleine Seitenhiebe gegen eine fehlgeleitete Visapolitik, HipHop und Bill Clinton unterzubringen. Sozusagen ein rhetorischer Kollateralschaden. ;-)

    Was die Dame selbst angeht, habe ich auch nur die Erfahrungen der letzten Jahre hochgerechnet, und da läßt sich leider nun mal feststellen, daß jedesmal, wenn die Medien eine Sängerin gehypt und danach durch die Klatschspalten gejagt haben, das für meine Ohren bestenfalls belangloses Geträller war. Ich versprech aber, da – sozusagen als Widergutmachung – mal reinzuhören.

    P.S.: Spielt sie denn nun ein Instrument oder nicht? Oder schreibt sie wenigstens ihre Songs selbst? Das sind nämlich Kriterien, die ich für das Etikett „Künstler“ als wesentlicher erachte als auf der Bühne eine gute Figur zu machen.

  7. Paul – da hast Du Dir den Zorn der Amy-Fans zugezogen. Probehören wäre wirklich besser gewesen! Es hätte Deinen „Sound-Horizont“ ein wenig erweitert ;-)

  8. Stimmt, Anna Netrebko spielt kein Instrument und komponiert auch nicht. Und sowas läuft nun als Künstler rum. Unglaublicher Skandal!

  9. Soweit ich weiß schreibt Amy Winehouse ihre Songs selbst. Soweit ich weiß singt sie nur. Aber selbst wenn jemand anderes die Dinger geschrieben hätte und sie nichts anderes tun würde, als zu singen würd’s mir gefallen…

  10. der kleine Dämpfer schadet Amy nicht.

  11. @Paul
    Klar, und weil Cate Blanchet nicht Regie führt ist sie keine Künstlerin… aber danke für die Süßigkeiten…

  12. Ich dachte, Du verstehst was von Musik, Paulchen…

  13. Was? Da hat jemand das letzte Jahr in einer Höhle gelebt, abgeschnitten von Radio TV und Internet.

    Paul13 du Schlingel du, willst uns nur reizen!

    Hier ist Rehab, komponiert und interpretiert von Shirley Bassey’s einzig legitimer Nachfolgerin!

  14. Alleine die implizite Behauptung, es könne eine legitime Nachfolgerin von Shirley Bassey geben, beweist, wie niedrig das Niveau dieser Diskussion ist.

    We braucht diese abgrundtief hässliche Hungerharke, wenn die Bosstones wieder rocken?

  15. Womit wir wieder an der Oberfläche angekommen wären.
    Daniel – sollte es wirklich von Interesse sein, wie eine Sängerin aussieht, wenn sie unglaublich gut singt?

    (Ich bin aber zugegebenermaßen zunächst ebenfalls in die „Was-so-gehypt-wird-kann-nicht-gut-sein“-Falle getappt)

  16. @ Silver Surfer

    Oivavoi! So wie es ausieht, hat Amy Winhouse dann doch eine ganz schön große Fangemeinde. Da hätte ich mir den Spaß vielleicht besser verkneifen sollen. Andererseits kann ich mich auch nicht verbiegen, und aus einem alten verbohrten Proggie mit wird mit Sicherheit kein Fan aktueller Mainstreammucke mehr.

    Und um die diesbezüglichen Vorurteile hinsichtlich meiner Person zu bestätigen: Ich höre tatsächlich kein Radio. Und zwar aus genau diesem Grund. Denn nur wegen der zwei, maximal drei hörenswerten Hits pro Jahr tue ich mir diese Heavy-Rotation-Endlosschleife nicht an, wenn es sich irgendwie vermeiden läßt.

    Da kapsele ich mich lieber in meiner heilen iPod-Welt ab und schwelge nostalgisch in jenen glorreichen Zeiten, als man unter Genesis noch anspruchsvolle, komplexe 10-Minüter verstand und nicht die Resteverwertung von Phil Collins und Keyboards noch für mehr als nur Düdelü eingesetzt wurden. Wenn überhaupt.

    P.S.: Bläser sind gaaanz schlecht, um mich von Musik zu überzeugen. Wobei ich zugebe, daß auch Shirley Bassey mich instinktiv nach dem SkipForward-Knopf suchen läßt. Aber ich sehe schon, ich muß hier mal einen Musikthread eröffnen, damit Ihr auch mal über meinen Geschmack herziehen könnt. ;-)

  17. Was geht denn hier ab? Eigentlich vernünftige Menschen verteidigen Amy Whinehouse?

  18. Fallenstine u r teh suxx0r!!!

    Respeck mah authoritay!

  19. Was ist mit Filistine?

  20. Ist ja schön dass die wirklich „abgrundtief hässliche“ Amy Winehouse doch so viele Fans hat… gegen ihre Musik kann man ja auch schlecht was sagen, aber die tollen „Fans“ hier können ja gerne mal zu einem ihrer Konzerte gehen – normalerweise hält sie es nämlich gar nicht für nötig überhaupt zu kommen oder sie spuckt ihre Fans an… ich weiß ja nicht ob ich dieses armselige Drogenopfer hier unterstützen würde, denn ohne ihre Fans wär sie erst Recht nichts! ! !

  21. @Paul
    Das wollte ich schon so lange mal. So ein Musik-Thread. Deine Porcupine Tree-Propaganda gibt’s ja nicht mehr.

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