Gates at the gates!


US-Verteidigungsminister Robert Gates hatte die anderen Nato-Staaten zur Aufstockung des Truppen-Kontingents im Süden um 3200 Soldaten aufgefordert. Damit sollen US-Marine-Infanteristen abgelöst werden. Ausdrücklich appellierte Gates an Berlin, ein neues Bundestags-Mandat in Erwägung zu ziehen.

Ach ja, das waren noch Zeiten, als die Amis mit Donald Rumsfeld einen Verteidigungsminister hatten, auf den man richtig schön schimpfen konnte, weil der nicht nur seinen deutschen Amtskollegen ähnlich nett behandelte, wie dessen Kanzler das mit seinen Präsidenten tat, sondern der gleich die ganze Bundeswehr mit Nichtachtung strafte, indem er sich mit deren Rolle als olivgrünes THW zufriedengab, das man für die wirklich harten Jobs in Afghanistan eh nicht benötigt. Und was haben die Deutschen gejubelt, als dieser NeoCon-Lakai endlich weg war und ein klassischer Realpolitiker wie Gates seinen Job übernahm.

Dumm gelaufen! Denn wenn es etwas gibt, das für Bush-Gegner noch schlimmer ist als dessen Außenpolitik, dann ist es, wenn die eigenen Wünsche in Erfüllung gehen. Die goldenen Jahre, in denen sich im Windschatten der imperialen Arroganz neokonservativer Weltverbesserer unauffällig mitsegeln ließ, sind mit deren Abgang nämlich auch vorbei. Und dabei handelt es sich bei Gates noch nicht mal um einen der so schön multilateral denkenden Demokraten. Wenn dereinst tatsächlich Hillary den Laden schmeißen sollte, wird der Tonfall der Briefe vielleicht wieder netter. Aber das, was sie damit sagen will, ganz sicher nicht.

~ von Paul13 - Freitag, 1. Februar 2008.

35 Antworten to “Gates at the gates!”

  1. @ Paul_13

    Die Mehrheit der amerikanischen Bevölkerung ist für einen Abzug der Truppen aus dem Irak und eine drastische Truppenreduzierung in Afghanistan. Dies würde mit Hillary vielleicht ein paar Monate länger dauern, als mit Obama – aber das Resultat ist das gleiche. Sicherlich würde die Bush-Administration gerne ein stärkeres Engagement der Europäer in Afghanistan sehen – aber daran glaubt auch Gates nicht. Die bösen Bfe sind Teil des amerikanischen wahlkampfe und Schützenhilfe für die Bundsregierung, damit die im Bundestag das Mandat für die Kampftruppe im Norden bekommt, die die Norweger ersetzen soll. Mehr ist im Parlament nicht durchsetzbar, wenn man die Linke nicht zur nächsten Volkspartei machen will. Das hat sogar „Mrs. Merkel“ begriffen.

    Und wenn es die Deutschen nicht mehr freut, dann lassen sie sich von Karsai bescheinigen, dass er keine ausländischen Truppen mehr braucht und fahren nach Hause.

  2. @Paul
    Die Meldung mit dem „scharfen Ton“ wurde ja heute wieder zurückgenommen. Und die Dänen und Franzosen und irgendwie alle die einen Brief gekriegt haben, haben die Nummer auch nicht so hoch gehängt.

  3. Gates formuliert nur, was die anderen kaempfenden Verbuendeten denken und die ihre konsequenzen bereits angedroht haben.
    Gates hat hier nur die Rolle des Buhmannes uebernommen.
    Nicht mehr und nicht weniger.
    Wer die Presse der betroffenen Nationen verfolgt weis in der Zwischenzeit wie die denken.
    Deutschland kommt innerhalb der NATO dabei alles andere als gut weg. Die Norweger sind schon seit Jahren knatschig auf Deutschland und die anderen werden es immer mehr. Die Briten haben in der Zwischenzeit schon ein verkuerztes Boot Camp um ihre Rotation hinzubekommen, Canada droht offen mit Abzug, wenn nicht mehr Laender Truppen stellen oder ihre Einsatzbeschraenkungen aendern.
    Da wird auch schon offen von einem Bruch des Buendnisses gesprochen. Das die Daenen die Nummer nicht so hochhaengen ist klar denn die wissen ja das sie nicht gemeint sind.
    Was die Stellung der deutschen fuer die QRF angeht haben selbst die laecherliche Einschraenkungen die zum einen ihre Handlungsfaehigkeit einschraenkt zum anderen im Zweifel Selbstmord sind.

  4. @ auslaender

    so what?

    „Deutschland kommt innerhalb der NATO dabei alles andere als gut weg.“
    Wen interessiert das?

    „Da wird auch schon offen von einem Bruch des Buendnisses gesprochen.“
    Ist mit dem „Bruch des Bündnisss“ eine Auflösung der NATO gemeint? Das ist nun wirklich das Letzte, was die Amerikaner wollen. Und es mag ja sein, dass sich der eine oder andere Partner mehr „Germans to the front“ wünscht.

    Das wirkliche Problem in Afghanistan ist aber der fehlende Konsens zwischen Europäern (incl. Briten) und Amerikanern über die richtige militärische Strategie. Was sich deutlich an den Parallelstrukturen von OEF und ISAF und der praktisch nicht existenten Einsatzkoordination zeigt.

    Ich weiß nicht, ob sich unter der nächsten (demokratischen) Präsidentschaft daran etwas grundsätzlich ändern wird. Aber die von Auch-Strategen entwickelte Einsatzdoktrin, die Taliban mit Luftangriffen und Artillerieüberfällen besiegen zu wollen, ignoriert die Bedingungen in Afghanistan völlig und wird von den europäischen Verbündeten mittlerweile offen abgelehnt.

    Es bleibt dabei: über Bundeswehreinsätze entscheidet der Bundestag und das Vertrauen in die militärische und außenpolitische Kompetenz der Bush-Administration ist in Deutschland (unabhängig von der Parteizugehörigkeit) gleich null.

  5. @Realpolitiker
    Das Problem ueber das richtige Vorgehen ist dabei weniger ein US vs Europa Problem sonder NATO Partner die dort sind und kaempfen sondern ein problem zwischen kaempfenden und nicht kaempfenden Einheiten. Richtig ist das die USA kein interesse am auseinanderbrechen der NATO haben daher ja auch die Intervention durch Gates, gewuenscht auch durch europaeische NATO Partner.
    Eine demokratische Administration wird da ehr wesentlich mehr Druck machen da die derzeitige sich damit mehr oder weniger abgefunden hat.
    Wenn Deutschland nicht richtig dabei sein will dann soll es eben seine Truppen abziehen und aus der NATO austreten, sprich auch alle anderen Konsequenzen die ausserhalb der Sicherheitspartnerschaft liegen ertragen.
    Aber Mitspielen wollen und nicht vollen Einsatz bringen kann es ja wohl nicht sein. Schliesslich kann Deutschland den Auftrag den es gewillt ist zu tragen nur erfuellen weil kaempfende Einheiten im Norden wie im Sueden ihnen die Flanken freihalten.
    Wie gesagt mal die Presse der kaempfenden Laender verfolgen und dann die Konsequenzen daraus ziehen. So oder so, aber nur so tun als ob geht nicht. Da wird sich die Poltik und der Buerger entscheiden muessen und dann eben damit leben was heraus kommt.

  6. @ auslaender

    Die Polemik „richtige Soldaten“ bz. „kämpfende Truppe“ versus „Sozialarbeiter / Schönwetter-Krieger“ mag im republikanischen Wahlkampf gut ankommen, beschreibt aber nicht das Problem in Afghanistan. Denn was Sie verlangen sind ja nicht einfach deutsche Kampfverbände im Süden Afganistans, sondern dass sich diese deutschen Truppen dem lokalen US-Kommando unterstellen und in die OEF-forces integriert werden. Seit langem aber besteht ein offener Dissens zwischen der militärischen Führung der europäischen Kontingente in Afghanistan (incl. Briten und Niederländer) und den USA bezüglich der Strategie und der Taktik von OEF.

    Nach Schätzungen von hochrangigen Nato-Offizieren vor Ort bräuchte man eine Truppenstärke von 300 – 400.000 troops um die von den Taliban kontrollierten Landesteile dauerhaft militärisch zu besetzen und „feindfrei“ zu halten. Allein für die Kontrolle der pakistanisch-afghanischen Grenzregion wären einige zehntausend Mann hochmobile Infantrie mit entsprechenden Lufttransportkapazitäten erforderlich. Über diese Truppen verfügt die Nato nicht – und wenn sie sie hätten, wären die Mitgliedstaaten nicht bereit, diese in Afghanistan einzusetzen. Diese Debatte wird übrigens auch in der Presse des „kämpfenden Landes“ USA geführt.

    Wenn die USA ernsthaft an einer stärkeren Unterstützung durch die europäischen Verbündeten interessiert sind, wird sich die nächste Administration auf eine bündnisinterne Debatte über militärische UND politische Zielsetzungen der Nato in Afghanistan und eine entsprechende Kampftaktik einlassen müssen. Die Position: „wir stellen die meisten Truppen deshalb haben wir recht“ ist angesichts der bisherigen Ergebnisse in Afghanistan (und im Irak!) nicht durchsetzbar.

    Bis die US-Führung zu einem solchen Diskussionsprozess bereit ist kann Mr. Gates (oder sein Nachfolger) so viele böse Briefe schreiben wie er will – es wird an der Haltung der Deutschen (und der meisten anderen europäischen Verbündeten) nichts ändern.

  7. @Auslaender
    Selbst die NATO-Führung macht nun Deutschland Druck – man wird sehen, was machbar ist. Es war halt schön, so lange man sich auf den Schutz der Partner verlassen konnte und nicht selber machen musste. Da ist es einfach zu „kritisieren“ ;-)
    Was die anderen „Predictions“ einiger Spezialisten betrifft – einfach mal abwarten. Vor nicht mal einem Jahr wollte Hillary die Truppen im Irak lassen. Heute redet sie anders. Wenn Sie dann im Weißen Haus sitzt, kommt vielleicht alles ganz anders. Vom demokratisch beherrschten Kongress hatten sich die Leute auch viel erwartet.

  8. @Realpolitiker
    Interessante Ausfuehrung nur aendert es nichts daran das die Truppensteller in der NATO die die Hauptlast tragen mehr deutsche Kampftruppen wollen und um es klar zu sagen davon auch die Zukunft des Buendnises nicht nur in Afghanistan abhaengig machen.
    Sec. Gates ist hier nur der Bote. Und er vertritt hier eben nicht eine Mindermeinung der europaeischen NATO Partner sondern die der Mehrheit. Wie gesagt ein Blick in die Auslaendische Presse hilft da oft wunder.
    Wenn Deutschland nicht will ist es fuer mich auch okay, nur soll es dann eben die NATO und Afghanistan verlassen.
    Ist doch eigentlich ganz einfach. Ein US Feindbild,wie in der deutschen Presse zur Zeit im Gange, ist dabei weder klug noch weitsichtig und vor allem schon gar nicht der Realitaet entsprechend.

    @S1IG
    Weder Hillary noch Obama werden im Falle eines Wahlsieges die Truppen ernsthaft rdeuzieren koennen.
    Man sieht ja was Kongress und Senat ausser Steuergeldverschwendung hinbekommen hat. Die Administration in DC (also der boese Bush) hat alles bekommen was er wollte.
    Warum?
    Weil die Waehler es wollten.

  9. @ Auslaender

    „Ein US Feindbild,wie in der deutschen Presse zur Zeit im Gange, ist dabei weder klug noch weitsichtig und vor allem schon gar nicht der Realitaet entsprechend.“

    Wie gesagt: das mag ja im Wahlkampf gut klingen, aber nicht jeder, der die amerikanische Außenpolitik kritisiert, ist ein Fein der USA. Die (begrenzten) Erfolge der amerikanischen Truppen im Irak beruhen schlicht auf einem Wechsel der Einsatzdoktrin unter Aufgabe der ursprünglichen Zielsetzung – und Feindbilder …
    Aus schierer Verzweiflung hat Bush einen Oberkommandierenden eingesetzt, der mit einer expliziten counter-insurgency angetreten ist. Diese verbindet die militärische Aktionen mit intensiven politischen und propagandistischen Aktivitäten. Ein solcher „new approach“ ist sicherlich mit erheblichen Risiken verbunden, denn die zukünftige Loyalität der von den US-Truppen bewaffneten sunnitischen Milizen gegenüber der schiitischen Zentralregierung darf heftig bezweifelt werden. Aber diese Strategie hat für die Stabilisierung des Irak in kurzer Zeit mehr erreicht, als noch zehn „Befriedungseinsätze“ a la Falludscha je geschafft hätten.

    Überträgt man diese Einschätzung auf Afghanistan so ist allen in der Region klar, dass die Propagandaphrase vom „Krieg der Demokratie gegen den Terror“ als politische Maxime das Scheitern des Westens garantiert. Ein moderner Nationalstaat Afghanistan mit einer funktionierenden Verwaltungsstruktur existiert – im Gegensatz zum Irak – schlicht nicht. Die Regierung Karsai lebt von westlicher Hilfe, westlichen Truppen und wird intern halbherig von völlig unterschiedlichen Fraktionen unterstützt, die einander spinnefeind sind und jederzeit bereit, untereinander um Territorium, Einfluss und Ressourcen zu kämpfen.

    Die Taliban sind alles andere als eine einheitliche Terrororganisation gesteuert von Bin Laden – wie das Mr. Bush immer erzählt. Sie nutzen geschickt uralte regionale Konflikte zwischen Ethnien und Stämmen, deren lokale Eliten fallweise bereit sind die Taliban zu unterstützen, wenn es ihren lokalen Einfluss erhöht. Die Taliban sind mit massiver pakistanischer Hilfe aufgebaut und lange Zeit von dort gesteuert worden. Immer noch ist der Einfluss des pakistanischen Geheimdienstes erheblich – und dieser ist an einem schnellen Frieden in Afghanistan schlicht nicht interessiert. Welchen Einfluss die Taliban-Führung im Exil heute (noch) auf die lokalen Gruppen und deren Kampfführung hat, ist selbst unter Experten umstritten. Aber die Vorstellung, dass man nur eine kleine Führungsspitze von „Terroristen“ durch gezielte Militärschläge ausschalten muß und die Taliban bricht aueinander bzw. kapituliert – ist schlicht abwegig. Selbst die Marionette Karsai sagt mittlerweile öffentlich, dass zusätzliche fremde Truppen allein den Konflikt nicht lösen werden. Von einer „Demokratisierung“ Afghanistans ganz zu schweigen.

    Man kann sicherlich um die Details eines Konzeptes zur Befriedung / Stabilisierung Afghanistans streiten. Nur eines ist sicher: mit den bisher angewandten Methoden wird man dieses Ziel in zehn Jahren noch nicht erreicht haben – und irgendwann ist der Westen die Verluste an Menschen und Ressourcen leid.

    Deshalb bezweifle ich auch Ihre Behauptung, dass die amerikanischen Wähler mehrheitlich eine Ausweitug der Ausgaben für die Kriegführung woll(t)en.

  10. Tja, ich fürchte mal, wir haben in Afghanistan verloren.
    Die spannende Frage ist, wofür kämpfen wir da eigentlich.
    Dafür?

    http://www.independent.co.uk/news/world/asia/sentenced-to-death-afghan-who-dared-to-read-about-womens-rights-775972.html

    Inzwischen macht die „gewählte“ afghanische Regierung den Job der Taliban. Der Versuch, „nation building“ mit einer Mischung aus militärischen Aktionen und „social engineering“ zu betreiben, ist leider glorreich gescheitert. Und es nicht das erste Mal- im Bosnien und Kosovo ist Ähnliches passiert. Auch da haben sich unter dem Schutz der Nato und Uno mafiöse, kriminelle und fundamentlistische Strukturen verfestigt.
    Wenn man zukünftig den Ärger, der jetzt da ist, vermeiden will, soll man eine NATO-Truppe aufbauen, zu der jeder Mitgliedsstaat Truppenkontingente beizutragen hat und die unter Nato-Oberbefehl stehen. Dann kann nicht jedes Mitgliedsland selber bestimmen, wieviele und zu welchem Zweck es Truppen bereitstellt.

  11. Dass eine ganz natürliche Mehrheit hier und da bis hin und wieder für Truppenabzug (aus dem Irak, e.g.) ist, wird oft falscher verstanden als es die Polizei erlaubt. Es gibt nämlich keine Mehrheit, die für Aufgabe ist. Ein gewünschter Abzug ist lediglich einer patriotischen Grundhaltung zuzuschreiben, die sich hinter die Soldaten schützend/unterstützend zu stellen sucht – ein äußerst indirektes Human Shield also, kaum mehr: Die Homefront steht! Mit Kriegsmüdigkeit, Kapitalution oder Revolution gar hat das wirklich nichts zu tun. King George Bush himself ist für den Truppenabzug, und holt die Tage demnach auch 20.000 Soldaten in die Heimat zurück. Allgemein wird wie in Afghanistan auch im Irak darauf gedrängt, dass sich die dortigen Sicherheitskräfte selbst mehr einsetzen, darum gehts.

    Im übrigen relativierte sich zuletzt der Drang nach Truppenabzug per se, seit die Situation im Irak besser in den Griff bekommen wurde. Selbst im Wahlkampf ist vom vermeintlich allesbestimmenden „KRIEG!“-Thema so gut wie gar nichts zu hören.

    Und der Rumsfeld? Der war doch klasse! Mit dem würde ich gerne mal ein Bierchen trinken, aber hallo…

  12. @ Katzenelson

    „Und der Rumsfeld? Der war doch klasse! Mit dem würde ich gerne mal ein Bierchen trinken, aber hallo…“

    Ich bin dabei!

  13. Ach, Du! Dir gehts doch bloß wieder ums Bierchen… ;-)

    (I miss Rumsfeld, and I’m not even shooting at him.)

  14. Was „wir“ am Hindukusch „verteidigen“

  15. @Katzenelson
    Das ist ja genau das was in Deutschland nicht verstanden wird. Natuerlich will man einen Abzug und zwar nach einem Sieg. Der Total und jetztabzug wird nur von einer verschwindenen Minderheit gefordert, aber die wuerden ja auch je nach Lager entweder totale Isolationspolitik oder aber das Sozialistische Paradies auf Erden.
    Da wird ein Popanz in der deutschen Presse gemacht und was hereininterpretiert das gar nich da ist.
    Das gleiche jetzt wie mit diesem Schreiben von Sec.Gates. Voellig falsche Darstellung am Thema vorbei das die NATO vor allem also die Europaeischen Verbuendeten zusammen mit Canada diese Forderung aufstellen und sich dabei Sec. Gates bedienen.
    So wird einigkeit in Europa vorgegaukelt die ueberhaupt nicht da ist und der boese Bube in Richtung USA geschickt wird.
    Das dumme ist nur das da die meisten drauf reinfallen. Entweder weil sie es nicht besser wissen oder nicht besser wissen wollen.
    Sec. Rumsfeld war der Richtige Mann zur richtigen Zeit.

  16. @ Katzenelson / Paul13

    Rumsfeld? Donald Rumsfeld ?? Der „wir brauchen weniger Truppen im Irak weil wir die überlegene Technologie haben“ Rumsfeld ???
    Get serious!

  17. @Auslaender
    Proof of concept – die sogenannten Kritiker meinen immer noch, weil was unpopulär ist, dass es falsch ist. Erinnert mich an den NATO-Doppelbeschluss. Da haben Millionen dagegen demonstriert – heute wissen die Leute, dass die kommunistischen Regime mörderische waren und der Beschluss richtig war. Einige Leute wollen das bis heute noch nicht war haben ;-)

    @Katzenelson+Paul
    Ich bin dabei ;-)

  18. Irgendwer sollte mal einen Rumsfeld Memorium Blog aufmachen – beste Sprüche, hübscheste Fotos, siegreichste Aktionen, ehrlichste Argumente, in einem Geradeaus-Design und mit einem Look-a-like Wettbewerb („Yes, Sir!“), einem schwärmerischen Gästebuch und flotter Musik, mit Stammbaum, Gedenk- und Ehrentafel und allem drum und dran und vielem mehr und mich mitten drin, vielleicht manchmal etwas verheult ob all der Herzensangelegenheiten, *hach*…

    Katzenelson,
    protected citizen, stets dem Dank verpflichtet… ;-)

  19. @Auslaender
    ouch war = wahr – Typo!

  20. PS.:
    Und Dazwischenrufer werden einfach ignoriert, das machen wir einen auf Hoeneß! :-)

  21. @ S1IG
    Ja voellig laecherlich, der Grossteil der Gegner des damaligen
    Doppelbeschlusses weinen heute noch das er kam und durchgesetzt wurde. Warum wohl?
    Vermutlich wird es in fuenfzig Jahren wenn der Iraq hoffentlich eine Demokratisch prosperierende Nation ist irgendeiner Quatschen das dies ja nur „Voelkerechtswiedrig“ passiert ist.

  22. @Ausländer
    „wenn der Iraq hoffentlich eine Demokratisch prosperierende Nation ist“

    Nichts dagegen, aber bislang ist er es noch nicht. Erfolge gibt es in letzter Zeit, aber man sollte nicht vergessen, dass diese Erfolge eher taktischer Natur sind. Die US-Armee hat sich mit bestimmten sunnitischen Gruppen gegen Al-Quaida verbündet, aber das nur wegen der Brutalität von Al-Quaida und nicht, weil die Sunniten auf einmal Freunde der Amerikaner geworden sind.
    Wenn das Bündnis seinen Zweck erfüllt hat, wird es wieder auseinanderbrechen, denn die ideologischen Differenzen sind zu groß. Genauso wie vor 20 Jahren das Bündnis von Amis und Islamisten gegen die sowjetischen Besatzer zerbrochen ist und die Islamisten sich gegen die Amis gewendet haben.

    Die größten Erfolge im Irak gibt es im kurdischen Norden und die entstehen auch dadurch, weil die Kurden schlauerweise auf die Forderung nach einem eigenen Staat verzichten.

  23. @lebowski
    Darueber werden dann die Historiker entscheiden muessen.
    Allerdings gehe ich auch davon aus, das da noch so manches Tal der Traenen durchschritten werden muss.

  24. Die Tatsache, dass sich (noch) nicht alle Iraker dermaßen verhalten wie einst die befreiten, einsichtigen Deutschen, muss nicht unbedingt den Amis vorgehalten werden. (Im übrigen gehen die Verbrechen der AlQaida auf Rechnung von Ausländern, die sich über unbewachte Grenzen eingeschlichen hatten beizeiten.)

    Man kann den Irakern und den Amis nur Glück und Erfolg wünschen: Alles in allem führen hier nicht zwei Völker Krieg gegeneinander, auch wenn das kaum jemand betont.

  25. @ ausländer

    „Vermutlich wird es in fuenfzig Jahren wenn der Iraq hoffentlich eine Demokratisch prosperierende Nation ist …“

    Immer wenn mir jemand in einer politischen Debatte mit der ganz tollen fernen Zukunft kommt, in der die Erfolge eingetroffen sind, werde ich seeeehr mißtrauisch. Also wenn wir schon bei den großen Vorhhersagen sind – wann wir denn der Bürgerkrieg im Irak enden:

    2015, 2020, 2030?
    Und wer wird ihn gewinnen?
    Und wieviele Tote wird er (noch) kosten?

    Auf die Antworten bin ich wirklich gespannt. Oder sind diese für die Bewertung der jetzigen / zukünftigen Strategie unerheblich? Reicht es, wenn die jeweilige irakische Regierung von der militärischen Unterstützung „des Westens“ abhängig bleibt?

  26. @ Katzenelson
    Die Frage ist doch warum haben sich Deutsche wie Japaner aber durchaus auch der Sueden nach dem US Buergerkrieg danach relativ friedlich verhalten?
    Kriegsdauer, grad der Zerstoerung des eigenen Landes, Hunger, Not und die Tatsache besiegt zu sein kamen da sehr eng zusammen.

    @realpolitiker
    Freiheit hat ihren Preis, da beist die Maus keinen Faden ab.
    Wenn also Tote aufgerechnet werden dann musst Du auch die Toten Sadams (nicht nur die Inneriraqischen mit einbeziehen).
    Aus heutiger Sicht kann ich nur sagen das es richtig war und haette man den Mann nicht so lange machen lassen waere es besser gewesen. Mich interessiert was zum schluss rauskommt und das man es zumindest versucht hat.

  27. @Auslaender
    Du hast recht – wenn Leute nach den Toten fragen, dann müssen solche „Kritiker“ sich natürlich fragen, wie lange sie schweigen dem Massenmord der Baath-Faschisten zuschauen wollten. Diese Toten blendet man gern aus, wie die Opfer in der sibirischen Taiga.

  28. @ S1IG

    „Mehr ist im Parlament nicht durchsetzbar, wenn man die Linke nicht zur nächsten Volkspartei machen will.“

    Das ist doch der schönste Satz den der neue Realist bisher los gelassen hat. Da fragt man sich, ob das nun Wunschdenken ist oder vor- und fürsorgliche Kapitulation.

  29. @ alibaba/S1IG

    „Das ist doch der schönste Satz den der neue Realist bisher los gelassen hat. Da fragt man sich, ob das nun Wunschdenken ist oder vor- und fürsorgliche Kapitulation.“

    Weder noch – dass die Mehrheit der deutschen Bevölkerung einen Kampfeinsatz der Bundeswehr in Afghanistan ablehnt ist einfach die Realität:
    http://www.ngo-online.de/ganze_nachricht.php?Nr=15280

    Und was passiert in einer Demokratie, wenn die Regierung in zentralen Fragen anders entscheidet, als die Bevölkerung will? Richtig es gibt eine neue Regierung. Oder ist Demokratie nur solange OK, solange die Mehrheit will wie sie soll – bzw. wie Sie wollen?

  30. @alibaba
    Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass die Deutschen in Scharen zur Partei des Massenmords und der Unterdrückung überlaufen. Da ist sehr viel Hoffnung im Spiel. Auch wenn man sich statt SED nun modern „Die Linke“ nennt. Die Genossen dieser Leute hatten ja schon eine Lösung für Afghanistan. Ein paar Trottel wird das aber nicht stören.

    @realpolitiker
    Unterlasse es mich in Sippenhaft für die Kommentare von anderen Personen zu nehmen. Das musst Du schon mit Alibaba ausmachen.

    Dein Link: Die Mehrheit muss nicht immer richtig liegen – der NATO-Doppelbeschluss hat es gezeigt. Deswegen wurde die Regierung auch nicht gleich abgewählt.

  31. Ich denke mal das wenn die deutschen Politiker vernuenftig deutsche Interessen formulieren wuerden und es zu einer echten Gesellschaftlichen Diskussion kommt das ganze ganz anders aussehen wuerde. Nur offensichtlich ist es Tabu in diesem Land offen die interessen zu diskutieren und dann auch mit den Konsequenzen zu leben.
    Was ich in Deutschland erlebe ist doch eine fuerchterliche rumeierei um solche Themen. Da stuerzt man sich lieber in billigen Anti-amerikanismus und verhindert so eine Diskussion die Gesellschaftlich voellig wichtig ist fuer eine Nation.

  32. @ Katzenelson

    Ein komplettes Rummy-Blog mit Multimediaschnickschnack kann ich zwar nicht bieten, aber was eine Würdigung mit den besten Sprüchen und einem Gästebuch angeht, da hätte ich vielleicht was für Dich:

    https://nbfs.wordpress.com/2006/11/10/rumsfeldisms/

    Spread the word!

  33. Steif die Ohren halt! ;-)

  34. @ realpolitiker,

    wenn einem denn die Argumente ausgehen hilft immer noch die selbstgestrickte Demoskopie.

  35. @ alibaba

    Au contraire (Im Gegenteil)! Mit fehlen nicht die Argumente, sondern die Fakten bestätigen meine Behauptung:

    Die Programmatik der „Linken“ konzentriert sich auf zwei Themen:
    1. soziale Gerechtigkeit (Hartz-4, Mindestlohn, Rentenanhebung, Studiengebühren usw.) und
    2. eine „nichtmilitärische“ Außenpolitik, bezogen auf Aghanistan: Abzug der Bundeswehr und Ausweitung der Entwicklungshilfe

    Unabhängig davon, ob man nun diese Forderung unterstützt oder sie ablehnt: die Linke hat damit den Einzug in mittlerweile drei westdeutsche Landesparlamente geschafft und Ende des Monats kommt Hamburg hinzu. Bei den letzten Umfragen in der sog. Sonntagsfrage zur Bundestagswahl:
    http://www.wahlrecht.de/umfragen/index.htm
    kommt die Linke auf bis zu 14 % der Zweitstimmen bundesweit und ist damit eindeutig drittstärkste Partei in Deutschland.

    Ein umfassender Kampfeinsatz der Bundeswehr mit entsprechenden Verlusten könnte die Linke auch im Westen über 20 % bringen und deshalb wird die Bundesregierung KEINESFALLS das Einsatzmandat auf den Süden Afghanistans ausweiten – und wenn es in der Nato noch so rumoren sollte.

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