Palästinensische (Denk)blockade


Gaza – Die Importblockade durch Israel hat die Versorgung in dem von der radikalislamischen Hamas kontrollierten Gebiet nahezu zum Erliegen gebracht. Bäckereien stellten den Betrieb ein, weil ihnen Energie und Mehl zum Backen fehlten. Die Menschen deckten sich in Geschäften so gut es ging mit Kerzen, Batterien und Grundnahrungsmitteln wie Reis, Mehl und Öl ein, berichtete der Besitzer eines Lebensmittelgeschäfts, Samir Mussa.

Ich kann mir nicht helfen, aber irgendwie kommt mir angesichts dieser Nachrichten unwillkürlich eine alte Indianerweisheit in den Sinn:

Erst wenn das letzte Brot gebacken, die letzte Tomate geerntet, das letzte Schaf geschlachtet ist, werden die Palästinenser feststellen, daß man Sprengstoff nicht essen kann.

~ von Paul13 - Montag, 21. Januar 2008.

14 Antworten to “Palästinensische (Denk)blockade”

  1. Es wird nie soweit kommen. Hamas & Co. inszenieren ihre „humanitaeren Katastrophen“ nun schon jahrzehnte lang und dem westlichen Publikum wird es nie langweilig. Ein Theaterwissenschaftler und/oder Soziologe sollte man die Verbindung zum Grand Guignol herstellen. Wie beruhigend, wenn der Boese und der Gute immer schon von vornherein klar sein und man die immer gleiche Moralitaet in tausend Versionen geniessen kann.

    Die Importblockade ist zum groessten Teil einfach selbstgebastelt und gefaelscht. Gaza hat immer noch mindestens 70% Strom…

  2. Sehr gut :D

  3. @ beer7

    Das ist das frechste an der Hamas-Propaganda! Die Spinner kriegen sogar 80% des Stroms aus Israel und Ägypten (http://www.debka.com/headline.php?hid=4955). Da muß kein Krankenhaus auch nur die Beleuchtung im Foyer herabdimmen. Wenn da am Ende wirklich jemand wegen sterben sollte, dann ist das ein kaltblütiger Mord, der eindeutig auf das Konto von Hamas & Co geht.

  4. Na sagt das doch mal der Presse, die springen wieder voll auf den Palliwood Zug auf. Na irgendwie haben die Palis die bessere PR Abteilung und stellen sich auf die News von CNN und BBC ein.
    Voellig zum kotzen das ganze.

  5. Die Botschaft hat in ihrem Newsletter heute folgendes geschrieben:

    „Während die Treibstofflieferungen aus Israel in den Gaza-Streifen aufgrund der Raketenangriffe der Hamas in der Tat reduziert worden sind, ist die Umlenkung dieses Treibstoffes von für die Haushalte gedachten Stromgeneratoren zu anderen Zwecken allein die Entscheidung der Hamas – die offensichtlich im Rahmen von Medien- und Propagandaerwägungen gefällt worden ist.

    Erwähnenswert ist die Tatsache, dass die Treibstoffversorgung der Raketenproduktionsindustrie der Hamas unvermindert weiter geht, während die Bevölkerung des Gaza-Streifens im Dunkeln sitzt.“

    Scheint so, als hätte die Hamas mit ihren Medien- und Propagandaerwägungen erneut einen Volltreffer gelandet.

  6. Sehr guter Beitrag, nur möchte ich anmerken, dass die Vorlage keine alte Indianerweisheit ist, sondern das Produkt eines Hollywoodregisseurs, der das einem Indianerhäuptling in den Mund gelegt hat. Ist immer wieder witzig, das den Leuten mit dem Autoaufkleber zu verklickern *g*

    Ansonsten muss ich sagen, dass Israel für meinen Geschmack zu zögerlich mit der Beschränkung der Hilfslieferungen ist. Das hätte schon viel früher und in größerem Umfang geschehen müssen.

  7. @ Der_SP

    Echt? Ist das auch so eine „urban legend“? Das ist ja lustig, wußte ich gar nicht. Ich hab das von meinen latzbehosten, birkengestockten und strickpulloverten Mitmenschen in den 80ern noch so beigebracht bekommen.

  8. IMHO debka manchmal gut als Quelle von noch-nicht-Nachrichten, die vielleicht später von seriöseren Medien bestätigt werden, ansonsten eher mit Vorsicht zu genießen.
    Empfehle http://www.ynetnews.com für Nachrichten aus Israel, die Jerusalem Post und Ha’aretz.

  9. das ganze ist eben vor allem eine inszenierung fuer die auslaendische presse. allerdings verkaufen sich die nahost-horrorstories uber das boese israel schon laenger nicht mehr so gut, wenn ich die titelseiten der internationalen presse so ansehe. aber klar, bei blaettern wie SZ und spiegel ist das wieterhin gut aufgehoben.

  10. @Paul13
    Ja, da gab es mal einen Film, im dem der Seattle-Darsteller das gesagt hat. Ich muss nochmal nachsehen, wie der Film hieß.

    @Topic
    Wie man auf Hilfslieferungen adäquat reagiert (noch bevor diese da sind):
    http://www.jpost.com/servlet/Satellite?cid=1200572514331&pagename=JPost%2FJPArticle%2FShowFull

  11. Ja das Ding hat Ted Perry irgendwann Anfang der 1970er fuer eine TV Serie (Doku)gebracht (Home?). Da wurde Chief Seattle diese Worte zugeschrieben. Er bezog sich dabei auf eine Rede des Chiefs von 1854 im Beisein des Indian Superintendenent Stevens.
    War voellig falsch uebersetzt worden. Irgendjemand hat dann diese Verfaelschung fuer ein Kinderbuch benutzt. War ein Verkaufsschlager und so wurde diese Nummer sozusagen Allgemeingut.
    Al Gore hat den Schwachsinn dann auch mal benutzt, aber der hat ja auch das Internet erfunden ;-)

  12. Nachtrag google macht moeglich

    http://www.synaptic.bc.ca/ejournal/wslibrry.htm

    http://www.synaptic.bc.ca/ejournal/muhisind.htm

  13. Hamas unter Druck: Sie brauchen doch Energien zum Raketenbau, verdammt!

    Dumm gelaufen.

    Katzenelson,
    *gelangweiltdenSackhochzieh*…

  14. Bei denen fehlen eher die Voraussetzungen, um überhaupt Denkblockaden zu haben:

    Also – Energie- und sonstige Lieferungen nur unter der Voraussetzung erst mal Kindergärten, Schulen und die Hamas zu zivilisieren.

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