Bist Du ein Vaterlandsverräter?


Da es inzwischen zunehmend als unschicklich gilt, mit einem Nokia-Handy in der Öffentlichkeit gesehen zu werden, und es entgegen meiner ersten Einschätzung offenbar doch genügend Landsleute gibt, die unabhängig von Farbe, Geschmack und Vitamingehalt grundsätzlich nur deutsche Zitronen kaufen, stellt sich aus aktuellem Anlaß die Frage, ob die Leser dieses Blogs genauso verkommen und unpatriotisch sind wie sein Betreiber. Also, SIM-Karten auf den Tisch:

—> UMFRAGE: Welches Handy benutzt Du?

~ von Paul13 - Samstag, 19. Januar 2008.

36 Antworten to “Bist Du ein Vaterlandsverräter?”

  1. @Nokia
    Natürlich hab‘ ich ein Telefon aus einem skandinavischen Land. Da sind die Staaten noch sozial und so…

  2. Die Armseligkeit und den Populismus unserer Politiker sieht man sehr schön an diesem Beispiel.
    Warum kommt niemand auf die Idee, dies auch beim „Klimagift“ CO2 zu tun.

  3. @Motorola + Nokia (wegen der Freisprechanlage im Auto)
    Das beste ist doch das die Cells der Politiker eh entweder von Nokia gesponsert waren oder bereits durch den Steuerzahler bezahlt. Man ich ich froh das eure Politiker genau solche Verschwender sind wie unsere. ;-)
    Bevor ich es vergesse; wie war das noch mal mit dem Europaeischen Gedanken? Nokia ist doch nicht aus der EU herausgegangen, nur in ein anderes Gebiet. Sozusagen ein Umzug von Bochum nach Frankfurt ;-)

  4. @ Auslaender

    Das kümmert die nicht. Europa ist was für Feiertagsreden, ansonsten dominiert hier knallharter Nationalegoismus.

  5. Naja, der Wahlkampf ist in weniger als 2 Wochen zu Ende. Dann dreht sich das Irrenhaus hoffentlich nicht mehr in einem so hohen Tempo.

  6. Haben denn die Nokia-Mitarbeiter unsere Solidarität überhaupt verdient ?
    Nur wer solidarisch ist und !!war!! verdient auch unsere Solidarität !
    Daher Fragen vorweg :

    1.)Wieviel Prozent der Nokia-gekündigten Mitarbeiter fahren ein Deutsches Auto ,wieviel Prozent zumindest ein Europäisches ?
    2.)wieviel Prozent haben einen Deutschen/europäischen Fernseher ?
    3.)wieviel Prozent haben eine deutsche/europäische Stereoanlage?

  7. SE – einfach zu bedienen und der Akku hält auch lange. Ein Telefon halt :-)

  8. @ S1IG

    Das K800i hatte ich vorher, und die Kamera war auch wirklich klasse (SE ist m.E. der einzige Handyhersteller, der mit den Kameras von Nokia mithalten kann), aber der Browser war unbrauchbar und irgendwie hab ich es anders als meine S60-Handies nie wirklich lieb gehabt. Deswegen hab ich’s dann ja auch verkauft.

  9. @Paul
    Mit dem SE telefoniere ich nur – für Fotos habe ich eine SR-Kamera. Da bin ich Old School ;-)

  10. Nokia. Schuldig. :-)

  11. @ S1IG

    Für eine Digicam habe ich leider keinen Platz mehr in meiner mit Jacke. ;-)

  12. @ NUB

    Ich hoffe, Du bereust wenigstens aufrichtig! ;-)

  13. Ich benutze noch ein Uralt-Nokia, da ich auf der Arbeit nicht immer eine Kamera dabei haben darf.
    Werde aber demnächst auf ein Uralt-Motorola umsteigen, weil das Gerät um einiges schlanker ist. Vielleicht mache ich das aber auch nur aus Solidarität mit den Bochumer Nokia-Arbeitern, wer weiß :)

  14. @ Der_SP

    Schleimer! ;-)

  15. Man weiß halt nie, wann man so einen Bonus nochmal brauchen kann ;)

  16. […] auf, der/die die Nation in Atem hält und an Dorfstraßen versammelt – aber eigentlich nur, weil Pauls Überschrift vom “Vaterlandsverräter” (bei Ypsen hieß das “Volksfeind”, den hat der […]

  17. @Paul

    Ich hoffe, Du bereust wenigstens aufrichtig!

    Klar, den ganzen Tag mit gesenktem Haupt umhergegangen und den Nokiaschriftzug beim Telefonieren in der Öffentlichkeit mit dem Daumen zugehalten um dem Lünchmob zu entgehen. ;-)

    Wie wär’s, wenn das Fernsehen das Thema für ein Event nutzt? Stefan Raab featuring Verdi überrollt 10.000 Nokia-Handys mit der Dampfwalze.

  18. @NUB
    Ich glaube habe Dich oder einen Deiner vielen Büßergenossen gestern gesehen ;-)

  19. @alle

    Wenn man hier mit den Nokia-Mitarbeitern Solidarität zeigen möchte, und gleichzeitig ein Zeichen für „Fördergeld-Heuschtrecken“ setzen möchte, wäre eine Unterschriften-Aktion ,mit der man die deutschen Netzbetreiber auffordert ,Nokia-Handys aus dem Programm zu nehmen, ein wirksames Mittel womöglich sogar das einzigst wirksame. Dies gilt insbesondere für den Netzbetreiber, an dem unser Staat, also das deutsche Volk die Aktienmehrheit und somit die Kontrollgewalt besitzt. Hier könnten die Politiker mal zeigen ,ob sie nur leere Phrasen schwingen oder wirklich etwas tun. Denn nur mit dem Boykott durch die Netzbetreiber ist hier ein Schritt, der Nokia merklich wehtut; an den Diskussionen stören sich die Herren doch reichlich wenig.

  20. momentan ein uraltes samsung, das mir ein freund geliehen hat, da mein altes siemens sx1 tot ist und ich mich weder für einen neuen vertrag noch für ein neues handy entscheiden kann.

    vor einer woche, haette ich noch gesagt, dass mein neues ein nokia wird, jetzt glaube ich das eher nicht. mal sehen.

  21. Motorola W375 , durch aktuelle Überlegungen habe ich mir das Nokia N93 herausgesucht,noblesse oblige.

    Ich finde diese populistische Kampagege gegen Nokia hochnotpeinlich,die darin involvierten Politiker und Publizisten wollen heute von ihren gestrigen Subventionierungsentscheidungen nichts mehr wissen. Nokia hat seine Vertragsverpflichtungen eingehalten.Basta.

  22. Man sollte die Politiker die die Subventionen für Nokia beschlossen haben boykottieren. Übrigens bei Verheugen scheint ein Umdenken einzusetzen. Ein Licht am Ende des Tunnels.

  23. Tja, die Vernichtung deutscher Arbeitsplätze erscheint als großes Problem.Dass im Kongo 2 Millionen Menschen u.a. für das in den Geräten verarbeitete Coltan ihr Leben lassen mussten kratzt niemanden.

  24. Uraltes, unzerstörbares Siemens C45, schon Dutzende Male runter gefallen und immer noch heil.

  25. SE P900 (gebrauchtes Gerät als Zwischenlösung bis zum iPhone)

    Ich finde den Einwand von Che höchst bedenkenswert.

    Ich sehe das Problem dabei nicht in der Marktnachfrage nach Coltan, sondern in der nicht vorhandenen Rechtssicherheit für die Menschen, die buchstäblich auf dem Zeug sitzen und deswegen umgebracht werden. Das macht das Zeug so billig. Ein Umstand, an dem die EU-Protektionisten garantiert nichts ändern werden.

  26. @ che2001

    Da hast Du zweifellos recht. So gesehen dürfte man sogar überhaupt keine Handies haben. Wobei das eigentlich ein Ansporn sein sollte, die Lage in Afrika endlich mal konkret zu verbessern.

  27. @ Daniel Fallenstein

    Dabei wären die Handies, auch wenn Coltan das doppelte oder dreifache kosten würde, kaum teurer. Da würden wir uns keinen abbrechen, wenn wir da mehr zahlen würden.

  28. Es wäre ja längst nicht nur das Coltan. Universelle Menschen- und Bürgerrechte und Rule of Law für „die gemeinen Afrikaner“ bedeuten auch, dass ihre Aussperrung vom Wohlstand bröckelt. Versuch das mal mit all seinen Implikationen einem Brüsseler Bürokraten oder einem Germanischen Gewerkschafter(*) schmackhaft zu machen.

    (*) Die alliteration war zu verlockend

  29. @ Daniel Fallenstein

    Nicht nur verlockend, sondern auch treffend!

  30. Statt wirklich etwas zu tun,um die Lage dort zu verbessern, wird alles unternommen, um die Leute draußen zu halten. Selbst das Ergebnis der Wahlen im Kongo wurde vorher in Paris beschlossen ;-)

    Ein fairer Preis für das Material und nicht lebensgefährliche Abbaubedingungen wären zumindest ein Anfang.

  31. @Che
    Ich bin ganz Deiner Meinung – bloss den musst Du das mit dem fairen Preis und den Abbaubedingungen den korrupten Kriegsfürsten im Kongo sagen. Vor allem den Besatzern aus den Nachbarländern.

  32. „Tja, die Vernichtung deutscher Arbeitsplätze erscheint als großes Problem.Dass im Kongo 2 Millionen Menschen u.a. für das in den Geräten verarbeitete Coltan ihr Leben lassen mussten kratzt niemanden.“

    Es gibt schon sehr eindimensionale Menschen!
    Woher kommt es eigentlich, dass im Kongo so ziemlich alles schiefgeht?
    Der Kongo ist ein unglaublich reiches Land. Da gibt es Öl, Diamanten,
    Edelhölzer, Uran, Kobalt, Kupfer und zusätzlich noch das Metall Coltan.
    Würde niemand diese Rohstoffe kaufen wäre der Kongo ein Paradies auf Erden?

    Hier ist ein Artikel aus der SZ zum Thema:
    http://www.sueddeutsche.de/ausland/artikel/983/12971/

    i.A. Adnan

  33. Die Frage ist nicht, ob jemand die Produkte kauft, sondern die Tatsache, dass im kongo die arbeitsrechtlichen/rechtsstaatlicen/zivilgesellschaftlichen Voraussetzungen für menschenwürdige Produktionsbedingungen fehlen und dass zahlreiche Global Players diese Tatsache gewissenlos ausnutzen. Und 46 Jahre Diktatur und Bürgerkrieg -meist beides zugleich – gehen auch nicht gerade spurlos am Kongo vorbei. Vom Potenzial her könnte das Land ein zweites Brasilien sein, aber dazu müsste es erst einmal zur Ruhe kommen.

  34. @ Che2001

    Das Problem ist, daß weder ein Freihandelsabkommen mit einem demokratischen Kongo wie auch die „targetted killing“-Liste für jene Warlords, die diesen demokratischen Kongo zu verhindern versuchen, hierzulande nicht mehrheitsfähig wäre.

  35. @ Adnan

    Auch im Kongo würden sich die Menschen nicht den Schädel einschlagen, wenn sie eine Perspektive hätten.

  36. Nokia. Weil es so schön in meine Brusttasche passt.

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