Kleinere Änderungen im Flugplan


Der für 2008 geplante Start des letzten Hubschraubers von der US-Botschaft in Baghdad scheint sich offenbar ein wenig zu verzögern:

Irak will US-Truppen bis 2020

Da hat unser Anton mit seinem plötzlichen Abgang ja ein gutes Gespür fürs Timing bewiesen. Aber auch irgendwie schade. Das wäre nämlich bestimmt ein lustiger Anblick gewesen, vom Botschaftsdach aus zu sehen, wie seine Kristallkugel in tausend Stücke zerspringt.

~ von Paul13 - Dienstag, 15. Januar 2008.

22 Antworten to “Kleinere Änderungen im Flugplan”

  1. @ Paul

    Och, „Anton“ „schickt“ doch bestimmt noch eine „Vertretung“, da wette ich drauf. Hat die sich hier bisher noch nicht gemeldet?

  2. Und wieder jemand der auf Anton einfach nicht hoeren will, na die werden schon sehen was sie davon haben. Pah. Grumpf.

  3. @Paul
    Naja, dass die Iraker das eine wollen und die Amerikaner etwas anderes zu geben bereit sind, das ist ja schon bekannt. Warum der Wunsch der Iraker hier jetzt plötzlich ausschlaggebend für das sein soll was die Amerikaner machen ist mir schleierhaft. Oder war das nur ein „Anti-Anton-die-Iraker-wurde-eben-doch-befreit-Post“?

  4. @ daniel

    Letzteres. :-)

  5. Das ganze ist doch nicht wirklich Neu, mal abgesehen das der Wunsch der Iraqer konkret formuliert wurde.
    Das US Truppen in der Region bleiben werden und dies auch in der Planung ist, ist auch nicht Neu. Die Frage ist nur wieviele und mit welchen Aufgaben.
    Das ganze wird ablaufen wie waerend des Kalten Krieges in Europa.
    In ein paar Jahren werden es dann nur keine REFORGER Uebungen sein sondern dann eben REFIRQ Uebungen sein.
    Fragen wird es dabei hoechstens noch bei Aktiver Praesenz und bei POMCUS geben. Wobei ich davon ausgehe das die POMCUS Einheiten in diesem Umfeld ehr weniger sein duerften. Und die USA werden bereit sein diese zu geben und zwar aus ureigentestem Interesse.

  6. @ Auslaender

    Und Anton wird froh sein, uns das nicht mehr erklären zu müssen. Weil da dürften selbst ihm die Ausreden ausgehen.

  7. @Paul
    Meinst Du? Der geht da schweigend drueber weg und laesst den „Aktivisten“ raushaengen oder erklaert wie immer, alles und jeden dann einfach zu nicht Satisfaktionsfaehig der einfach nicht auf ihn hoeren will.

  8. @ Auslaender

    Erstmal verschmelzen Rene und Anton nick-semantisch zu RENAT… vielleicht „Renate“?

  9. @ Paule & Co.

    Okay – ich bin rückfällig geworden. Aber es ist wirklich das letzte Mal. Nehmt es als Abschiedsgruss. US-Truppen bis 2020? REFIRQ?

    Sagen Sie, Paul. Waren Sie nicht der, der mir ständig gepredigt hat, die USA wären in den Iraq einmarschiert um den bösen Diktator zu stürzen, die Terroristen zu besiegen und dir armen Iraker zu befreien – und das die ganze Aktion überhaupt nichts mit bösen imperialistischen Schachzügen, regionaler Hegemonie und militärischer Kontrolle der wichtigsten Energielagerstätten der Welt zu tun hätte?

    Und nun w(s)ollen die USA noch ein paar Jahre länger bleiben? Wozu – um den ausbrechenden Frieden und die nationale Versöhnung im Irak zu beobachten? Ober von wem wird die amtierende irakische Regierung „von außen“ bedroht? Von ihren scchiitischen Nachbarn im Iran, die die schiitischen Milizen mit Ausrüstung versorgen? Oder von den arabischen Anrainerstaaten, die die sunnitischen Gruppen unterstützen? Und wie wollen 20 oder 30.000 Soldaten verhindern, was 160.000 z.Z. nicht verhindern können?

    Oder geht es dann nicht vielleicht doch um eine militärische Präsenz (permanent bases) in der Region, eine indirekte Kontrolle der irakischen Ölexporte abzusixchern und um entsprechend günstige Lieferverträge?

    Zumindestens wäre es ein halwegs rationaler Grund für die Invasion. Trotzdem eine reichlich teure Form der Außenwirtschaftspolitik.

    Zur Erinnerung: in mittlerweile 58 Monaten Besatzung haben die USA 4923 Soldaten verloren – pro Monat im Durchschnitt 85 Gefallene. Hochgerechnet bis Ende 2020 ergäbe das noch mal 13260 Tote. Da glaube ich dann doch eher an die Hubschrauber über der Green Zone, sorry, der schönen neuen US-Botschaft.

    und tschüß
    Anton

    P.S. So blöd ist nicht mal Hillary …

  10. @Paul
    Ausreden? Ich denke immer noch, es war ihm bitterer Ernst.

    @Chewey
    Renate wie hier? ;-)

  11. @ S1IG

    Weiß man’s? Sind nicht die ausgebeuteten werktätigen Massen alles „Sklaven“? ;-)

  12. @Paul

    Viel interessanter wäre aber, wie Anti-Realpolitiker und „Traumtänzer“ Paul folgende Meldung diagnostiziert:

    „US President George W Bush has praised a new law in Iraq that will allow former members of Saddam Hussein’s Baath party to return to public life.“
    http://news.bbc.co.uk/2/hi/middle_east/7185602.stm

    Also meine Probleme damit halten sich in Grenzen. ;-)

    i.A. Adnan

  13. @Chewey
    LOL! Aber manche sind vor allem Sklaven ihrer ideologischen Verblendung ;-)

  14. @ Adnan

    Das schmeckt mir als Moralapostel zwar nicht unbedingt, aber sofern die kein Blut an ihren Händen haben und es unter dem Strich Menschenleben rettet, kann ich damit leben. Bei den bloßen Mitläufern, die nur sich und ihre Familie über die Zeit retten wollten, sollte man da gerade als Deutscher nicht päpstlicher als der Papst sein.

    Der entscheidende Punkt ist aber, daß wenn die Amis das von Anfang an so gemacht hätten, ihre Kritiker ihnen genau das vorgeworfen hätten. Denk nur mal an die SPIEGEL-Berichterstattung zu genau diesem Thema in der ersten Zeit nach dem Sturz Saddams. Da war immer das falsch, was die Amis gerade gemacht haben, und kurz darauf dann das Gegenteil, wenn sie’s andersrum probiert haben. Du darfst nicht vergessen, der US-Präsident heißt Bush, der hat immer unrecht.

  15. Na ja was dieses Thema angeht kann ich mich da noch recht gut an die Kritik erinnern die folgte als man sie aus dem Amt fegte.
    Vor allem waere es da wohl besser einen Blick ins eigene Geschichtsbuch zu werfen. Und nein ich meine nicht Nachkriegsdeutschland sondern Post-DDR.
    Aber wie Paul schon sagte der Bush ist eh an allem Schuld.
    Aber Spiegel Counter macht den deutschen die unter dem US Joch zu leiden haben ja Hoffnung ;-)
    Obwohl ich Ron Paul ja fuer ein Arschloch halte das besonders bei den Rechtsgerichteten Milizen ankommt (schwarze Hubschrauber UN Schattenregierung und so) so wuensche ich so manchen Bush Hasser das der Mann mal eine Chance bekommt. Keine 100 Tage und Bush wuerde zum besten ehemaligen Praesidenten hochgespielt werden. ;-)

  16. @ Auslaender

    Das denke ich eh, wenn erst mal wieder klassische Realpolitik ohne jegliche neokonservativen Weltverbesserungsvisionen gemacht wird, wird man Bush im Rückblick plötzlich nachtrauern. Damals, als Reagen oder Clinton dran waren, wurden die hier in Europa auch heftig kritisiert. Heute sind es plötzlich wahre Lichtgestalten.

  17. @Paul
    „Das schmeckt mir als Moralapostel zwar nicht unbedingt, aber sofern die kein Blut an ihren Händen haben und es unter dem Strich Menschenleben rettet, kann ich damit leben.“

    Na da bin ich jetzt aber erleichtert.

    „Der entscheidende Punkt ist aber, daß wenn die Amis das von Anfang an so gemacht hätten, ihre Kritiker ihnen genau das vorgeworfen hätten.“

    Ich bin mir nicht sicher ob das der entscheidende Punkt ist. Man kann Bush sicherlich vieles vorwerfen, aber dass er seine Entscheidungen von einer positiven Presse abhängig gemacht hätte, das nun wirklich nicht. Man muss ja erst mal abwarten, ob das Angebot überhaupt nennenswert in Anspruch genommen wird.

    i.A. Adnan

    P.S.: Wer die Möglichkeit hat, der sollte unbedingt die aktuelle Sendung von Planet Wissen anschauen. Thema: TRAUMLAND USA? – VOM LEBEN IM LAND DER UNBEGRENZTEN MÖGLICHKEITEN. Ein echtes Sahnetörtchen des deutschen Journalismus. Also ich schicke heute noch ein Care-Paket los und arbeite einen Evakuationsplan für meine Verwandschaft aus.

  18. Bad News für die Hubschrauberfraktion:

    „Agencies see good year for Iraq

    Iraq faces a period of economic growth and political progress, according to assessments by the International Monetary Fund and the UN.“

    http://news.bbc.co.uk/2/hi/middle_east/7193174.stm

    i.A. Adnan

  19. Wie jetzt, und das von der BBC? Sind die denn jetzt auch schon von Zionisten, Imperialisten, Rassisten, Evanglikalen, Kriegstreibern und Kreuzzueglern unterwandert? Gar gekauft?
    Also mal im ernst, wenn selbst die notorisch schwarzmalende, positive Nachrichtenvermeiderin nicht mehr drum herum kommt…. dann muessen die jetzt auch gekauft sein ;-)

  20. Paul, da hast du dich aber verrannt: „Damals, als Reagen oder Clinton dran waren, wurden die hier in Europa auch heftig kritisiert. Heute sind es plötzlich wahre Lichtgestalten.“

    Clinton – klar, da stimm ich dir zu. Aber Reagan? Reagan gilt hier doch noch immer als Inbegriff des kalten, neoliberalen Kriegstreibers schlechthin. Er wird neben Thatcher doch von den allermeisten als das personifizierte Böse wahrgenommen – kein Arsch hierzulande dankt ihm sein konsequentes Eintreten für die Freiheit in Osteuropa. Selbst die Erinnerungen an seine „Mr. Gorbachev, tear down this wall!“ Rede waren am 20ten Jubiläum allerhöchstens Pflichtschuldig.

    Aber back to topic:
    Mit Prognosen bis 2020 wäre ich vorsichtig. Erstmal sollte man schauen, was die Präsidentschaftswahlen bringen. Und wenn ich sowas lese: http://gatewaypundit.blogspot.com/2008/01/barak-obama-first-action-would-be-to.html dann wird mir angst und bange zumute.

  21. @Tobias
    Du hast bei Ronny vollkommen recht :-) Es ist ein trauriger Fakt.

    Obama: Damit schneidet er sich wahrscheinlich ins eigene Fleisch ;-)

  22. Na es sind doch eh immer die gleichen die gegen Ronny gehen(Zielgruppe klicke auf meinen Nick ;-) )
    Obama wird selbst im Falle eines Wahlsieges die Truppen nicht signifikant senken. Zum einen dauert der Abzug seine Zeit zum anderen machen wir uns nichts vor, wird im Falle eines Wahlsieges Obamas sehr bald ein bedarf an weiteren Truppen in dieser Region von noeten sein. Dies werden ihm seine Berater recht schnell verklickern. Obama moechte zwar in Weisse Haus aber er moechte garantiert nicht als Carter II aus diesem gejagt werden.
    Man erinnere sich an die Politischen Aussagen des amtierenden Praesidenten zu seiner ersten Amtszeit. Die wahren so grusselig das ich selbst als Conservativer, den Mann nicht waehlen konnte und zu Hause blieb. Die Ereignise haben ihn eingeholt, und mal so unter uns, er hat das ganze besser gehandelt als ich erwartet habe. Bei der zweiten Wahl gab es keine Frage wen ich waehlen wuerde. Im uebrigen stehe ich zur Zeit vor dem gleichen Problem. ;-)

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