„Not convinced“ statt „Nie wieder!“


Bagdad – Vor dem irakischen Sondertribunal für die Verbrechen des Regimes von Ex-Präsident Saddam Hussein hat ein Zeuge berichtet, wie Soldaten während des Schiiten-Aufstandes von 1991 auf grausame Art und Weise Frauen und Kinder getötet haben. Wie die Nachrichtenagentur Aswat al-Irak meldete, habe der Zeuge, der damals 15 Jahre alt gewesen sei, nach eigener Aussage beobachtet, dass den Zivilisten die Hände gefesselt wurden.

Anschließend habe man sie in große Tüten gesteckt und in einen Fluss geworfen, um sie zu ertränken. Einer Frau, die einen Säugling auf dem Arm getragen habe, hätten die Soldaten das Baby auf die Brust gebunden, bevor sie beide zusammen in einen Sack gesteckt und in den Fluss geworfen hätten.

Nach diesen nicht wirklich neuen Erkenntnissen wollen wir uns noch mal in Erinnerung rufen, wie Joschka Fischer stellvertretend für die Irakkriegsgegner einst den Sturz dieser Mörderbande bewertete:

Aber unsere Entscheidung gegen den Irak-Krieg war eindeutig richtig. […] Wir waren nie überzeugt, dass die Gründe für den Irak-Krieg zureichend waren und die Sache zu Ende gedacht ist, und wir sehen uns heute durch die Entwicklung bestätigt.

~ von Paul13 - Mittwoch, 9. Januar 2008.

49 Antworten to “„Not convinced“ statt „Nie wieder!“”

  1. @ Rene

    „Wohl eher nicht nicht!!!“

    Doppelte Verneinung bedeutet Zustimmung.

  2. @ Chewey

    Das war wohl eher ein Schreibfehler seinerseits. Dafür kann er nichts, anders als für die absurde Behauptung, Schröder und Fischer hätten die Befreiung des Irak nicht abgelehnt, wenn Bush auf den Gang zur UNO verzichtet und das ganze mit einer humanitären Begründung unilateral durchgezogen hätte.

  3. @ Paul

    „Das war wohl eher ein Schreibfehler seinerseits.“

    Vielleicht. Vielleicht nicht. Vielleicht lernt er ja auch noch ein bisschen was dazu… ;-)

    „Dafür kann er nichts, anders als für die absurde Behauptung, Schröder und Fischer hätten die Befreiung des Irak nicht abgelehnt, wenn Bush auf den Gang zur UNO verzichtet und das ganze mit einer humanitären Begründung unilateral durchgezogen hätte.“

    Tja, wenn man bedenkt, dass die Europäer Bush überhaupt erst vor die UNO getrieben haben, um dann, zumindest was Schröder betrifft, nicht mal das Ergebnis abzuwarten (Goslar), dann kann man schon verstehen, dass Bush über Schröder „that guy cheated on me“ gesagt haben soll. Das ist Rene keine Erwähnung wert. Allerdings hat er schon recht damit, dass humanitäre Gründe zunächst nicht im Vordergrund standen. Dass aber Fischer in der Rückschau, als die Massengräber schon gefunden waren, dazu nicht das kleinste bisschen aufgefallen oder ein Umdenken wert gewesen ist, spricht schon für eine ganz spezielle Art von „Moral“. Gilt ebenso für die Massenmedien.

  4. @ Rene

    „Und: Fischer hat auch die Massengräber angesprochen“

    Wo denn? Beleg?

  5. @Paul
    Erwartest Du, dass die Leute aufhören die Verbrechen schönzureden und abzulenken? Die UN-Resolution 688 wird durch solche Leute bewusst verschwiegen oder verdrängt (ich glaube, die meisten kennen die gar nicht). Obwohl Bush die UNR explizit als Grund für das Eingreifen bei seiner UN-Rede 2002 genannt hatte. Aber was sind schon Fakten :-)

    @Chewey
    Ich glaube an dieser Stelle passt auf die Kommentare einiger Leute ein indisches Sprichwort:
    „Der Wissende weiß und erkundigt sich, aber der Unwissende weiß nicht einmal, wonach er sich erkundigen soll.“
    Erwarte nicht zu viel ;-)

  6. @S1IG
    Wenn die UNO so unmißverständlich hinter Bush gestanden hätten dann wäre ja auch eine neue Res. machbar gewesen. War sie aber nicht. Zumal in 688 ja steht dass alle Mitglieder die territorielle Integrität und die Souveränität des Irak zu achten haben. Und ich denke wir hatten die Frage schon einmal aber wer stellt den Bruch einer UN-Resolution fest? Da bist Du mir ja auch noch eine Antwort schuldig…
    @Rene
    Und es mag sein dass eine andere Argumentation Bush vor Schröders Nein und Deiner Kritik gerettet hätte. Einen Regimechange im Irak hätte er von den UN aber nie gebilligt bekommen. Und anders wäre das da oben nicht zu verhindern gewesen.
    @Paul
    Wenn wir uns schon einig sind dass genau DAS DER und der beste Grund war den Irak zu besetzen und einen Übergang zur Demokratie zu schaffen: Warum stellt Bush das nicht viel prominenter vor seinem Wahlvolk vor? Oder vor der Welt? (Keine wissentliche Frage!)

  7. Der Irakkrieg kam schlicht in einer strategisch ungünstigen Zeit. Die Sache ist deshalb bis heute ein PR-Desaster. Die Bilder aus Abu Ghraib haben auch nicht unbedingt geholfen.
    Militärisch gesehen sieht die Sache weniger destaströs aus. Und auch der Alleingang gegen die UN öffnete ein neues Kapitel. Die UN ist nicht mehr der Ort, wo sich die Gute dieser Welt in philantropischer Absicht zusammensetzt. Momentan sieht es eher nach dem Gegenteil aus und je schneller dieser Zirkus abgelöst wird, desto besser.

  8. Interessant ist, dass vor dem Kosovokrieg alle Medien von Massengräbern sprachen und vor dem Irakkrieg nicht. Dabei hat Saddam jedes Jahr so viel Iraker umgebracht wie der gesamte Kosovokrieg.
    Es war doch allgemein bekannt, was passierte, wenn Saddam einen Anfal (erinnert an eine bestimmte Koransure..) bekam. Oder die 2000 neu eingeführten Strafen wie das Herausschneiden der Zunge oder das Ausstechen von Augen waren auch bekannt.

    Warum nicht „humanitäre Intervention“ statt „Angriffskrieg“?

  9. @daniel
    LOL!

    „Wenn die UNO so unmißverständlich hinter Bush gestanden hätten dann wäre ja auch eine neue Res. machbar gewesen. „
    Wieviel Resolutionen denn noch? Wieviel Jahre denn noch Massenmord? Saddam wurde über Jahre jede Chance gegeben – das sind doch alles nur Ausreden und Ablenkung.

    „Und ich denke wir hatten die Frage schon einmal aber wer stellt den Bruch einer UN-Resolution fest? Da bist Du mir ja auch noch eine Antwort schuldig…“
    Wann hatten wir die Frage? Ich Dir was schuldig? LOL! Deine Behauptungen mit Telefonaten usw. steht im Raum – stimmt! Du besitzt dir Frechheit hier von Schuldigkeit zu reden? Welche Zeug nimmst Du?

    „Warum stellt Bush das nicht viel prominenter vor seinem Wahlvolk vor? Oder vor der Welt?
    Hat er doch vor der UNO 2002 – einfach dem Mann mal zuhören!

    @David
    Der Einmarsch in de Irak und der Sturz Saddams kam einfach viel zu spät. Ein PR-Desaster – mag sein. Aber wenn ich solche Berichte über Massenmord lese, dann ist doch das PR-Destaster nebensächlich oder? ;-)

  10. @Tyrion
    Weil sich viele Leute mit dem Mantra „Bush evil, Neocons böse, Blut für Öl“ im Hinterkopf, einfach einen Dreck um solche Themen gekümmert haben.
    Das gilt auch für die Gründe für ein Einmarsch. Die Ausnahme für diese Regel hat(te) das Kürzel WMD.

  11. @S1IG
    Ja wer stellt den Bruch denn fest? Ich bin Dir nichts schuldig, Du hast „Deine“ Zitate und Du hast „Deine“ Links. Also: Hosen runter und mal was zum Thema gesagt.
    Und nochmal – und weil es zu „vom Thema ablenken“ so gut passt: Sag mal was zu „War sie aber nicht. Zumal in 688 ja steht dass alle Mitglieder die territorielle Integrität und die Souveränität des Irak zu achten haben“, oder rate einfach mal eine andere Resolution herbei. Irgendeine die Du nicht gelesen hast passt bestimmt.

  12. @daniel
    Du bist mir nichts schuldig, aber rede dann nicht von Schuldigkeit :-) Du hast bis heute Dein Geschwätz von „(zweifelhaften) Telefonaten die man nicht zeigen kann usw.“ nicht belegt. Wie auch…

    Und Deine Aussage zu 688 ist auch nicht korrekt – Beweise das Gegenteil! Hinweis: Dein Statement ist nur Rahmenbedingung und nicht unter den Punkten der 688 zu finden! Die Resolution 688 stellt Forderungen an das Saddam-Regime und nicht an den Rest der Welt. Schön zu sehen, dass Du mit Bauerntricks Saddam in Schutz nimmst…

    Aber zu Deiner Frage: „Ja wer stellt den Bruch denn fest?“ – das wurde u.a. durch Bill Clinton in einem Brief an den Kongress im September 1993 getan. Nun kannst Du gerne behaupten, dass der Mann unrecht hatte/gelogen hat/usw. und das Saddam die Resolutionen immer fleissig eingehalten hat. Die Toten und Massengräber sagen aber was anderes.

    Es gab zahlreiche Folge-Resoultionen – was hat Saddam gemacht: Gelogen, Betrogen, Menschen ermordert, Terroristen unterstützt usw. Immer noch „Not convinced“ und immer noch ein paar Resolutionen mehr?

  13. @S1IG
    Nein und nein! Das habe ich aber gesagt.
    Und meiner Frage bist Du ausgewichen: Wer stellt den Bruch einer Resolution fest? Der Sicherheitsrat. Wenn Clinton oder Bush oder ich oder Du das tun, dann hat das etwa die gleiche Relevanz. Ist es denn so schwer zu sagen: „Mir geht der korrupte, antisemitische und durch nichts legitimierte Haufen der sich UN schimpft am Südpol vorbei“? Das würde reichen und Du müsstest Dich mit den belanglosen Realitäten hier nicht auseinandersetzen.
    688 stellt Forderungen an Saddam und stellt die territorielle Integrität des Staates und die Unantastbarkeit seiner Regierung fest. Wie kann das Grundlage eines Regime-Changes sein? Und – und das ist das letzte was ich dazu sage: ICH HABE ES BELEGT!!!

  14. @daniel
    „Nein und nein! Das habe ich aber gesagt.“
    Was bitte? Korrekt!

    Wenn ich feststelle – auf Grund von Fakten, Berichten von Inspekteuren usw. – dass der Irak, die Resolution gebrochen hat – was ist daran falsch? Man mag nicht auf mich hören – das ist richtig. Wenn das Clinton oder Bush sagen, dann ist das was anderes.
    Deswegen gab es Folgeresolutionen, weil Saddam immer wieder den Anforderungen der UN nicht nachgekommen ist. Nach vielen Jahren der Diplomatie und vielen Resolutionen sagte Clinton 1998: „I made it equally clear that if Saddam failed to cooperate fully we would be prepared to act without delay, diplomacy or warning,[…]“. Schade das er damals den Drecksack nicht weggeblasen hat! Zu dieser Zeit hat niemand den Bruch von 688 und der damit zusammehängenden Resolutionen bezweifelt. Warum war das 4 Jahre später auf einmal anders? GWB hat einfach nur das beendet, was Clinbton versäumt hatte zu tun. Dazu noch einmal das bekannte Zitat:
    „Earlier today I ordered America’s armed forces to strike military and security targets in Iraq. They are joined by British forces,“
    wo war der Aufschrei wegen der territorielle Integrität? Da war noch alles OK? Kein Problem mit 688?

    „ICH HABE ES BELEGT!!!“
    Bloss das in dem Transcript nichts von „zweifelhaften Telefonaten“ steht, die Powell vor der UN nicht zeigen wollte/konnte. Darum ging es – schön korrekt bleiben.

  15. @daniel und S1iG
    Die Frage wer einen Bruch von internationalen festzustellen hat ist interessant und langweilig. Eigentlich ist der Sicherheitsrat dafür zuständig, andererseits sind die Resolutionen öffentlich zugängig und jeder, der der zum Beispiel englischen Sprache und der Logik mächtig ist und einige Informationen aus der Welt hat kann einen Bruch feststellen, zum Beispiel Clinton oder S1iG. Nun passiert es häufiger, dass der Sicherheits seine eigenen Regeln nicht befolgt (oder die Logik oder die Wahrheit vergewaltigt) und nicht das tut was jedem klar denkenden und informierten Menschen offensichtlich erscheint. Das zeigt das dieses Prozedere, dass der Sicherheitsrat den Bruch von Resolutionen zu befinden hat, nicht funktioniert. Es kann auch kaum funktionieren, wenn man Entscheidigungen die bei Gerichten liegen sollten einer Versammlung von Regierungen überläßt.
    Im übrigen finde ich das Verhalten der USA im und vor dem Irakkrieg rechtlich gesehen gar nicht so fragwürdig, man muss nur zugestehen, dass die Mitgliedsstaaten ein Recht auf eingreifen haben, wenn es Um Leben und Tod geht und die eigentlich zuständige UNO nicht handelt. In normalen Rechtsstaaten hat man so ein Recht durchaus.

  16. @Chewey
    Rene und Realität
    „Eine humanitären Begründung hätte sich Schröder und Fischer gar nicht entziehen können, bereits mit Blick auf Kosovo.“
    Au weia, da will man ja mit Jelzin fragen:
    Wo lebst Du, Rene?

  17. @Paul
    Danke, sehr wahr.
    Das schlimme an der damaligen deutschen Regierung war ja nicht, dass beim Irakkrieg nicht mitmachen wollten, sondern dass sie die USA mit Dreck beworfen haben und die Opfer Saddams verhöhnt haben.
    Übrigens ist das „not convinced“ statt „nie wieder“ durchaus ein Argument dafür, dass die Amerikaner das mit der Demokratisierung nicht so richtig können. Seltsamerweise hat kein Kriegsgegner den Mißerfolg der USA bei der Demokratisierung Deutschlands als Argument vorgebracht. Im Irak scheinen die Amerikaner zumindest die Idee, dass es sich lohnt für Demokratie und Freiheit zu kämpfen besser verbreiten zu können als in Deutschland, das nenne ich Fortschritt.

  18. @ Chewey

    Sätze wie „Wir waren nie überzeugt, dass die Gründe für den Irak-Krieg zureichend waren“ überfordern unseren Rene offenbar, sonst wäre ihm aufgefallen, daß einer dieser Gründe Ereignisse wie das obengenannte waren, das ja auch dann zutreffend wäre, wenn alle anderen falsch wären.

  19. @ daniel

    „Wenn wir uns schon einig sind dass genau DAS DER und der beste Grund war den Irak zu besetzen und einen Übergang zur Demokratie zu schaffen: Warum stellt Bush das nicht viel prominenter vor seinem Wahlvolk vor? Oder vor der Welt? (Keine wissentliche Frage!)“

    Erstens hat er das versucht, und nicht nur er, sondern sogar schon Clinton. Und zweitens hat er den Schwerpunkt später anders gelegt, weil die UNO das eben ausdrücklich NICHT unterstützt hätte.

    Die ursprünglichen „regime change“-Forderungen gingen lange zurück und ich erinnere mich noch sehr gut, wie einer der Vorwürfe des Sommers 2002 gegen Wolfowitz & Co. war, daß sie Saddam aus Prinzip stürzen wollten. Später drehte man den Vorwurf um 180° in Richtung WMD-Lüge. Welche von beiden Gruppen sind jetzt die Vollidioten?

    Chirac und seine Freunde haben Bush dann gedrängt, vor die UNO zu gehen, obwohl die den Sturz von Diktatoren bloß weil sie Diktatoren sind nicht zuläßt. Das Ergebnis ist bekannt.

    Aber immerhin scheinen wir uns einig zu sein, daß die Beseitigung von Terrorregimen ein hinreichender Grund ist, genau das zu tun. Da unterscheidest Du Dich von der Mainstream-Linken, die das im Falle von amerikafeindlichen und antiwestlichen Diktaturen vehement bestreitet.

  20. @ Tyrion

    Absolut richtig! Und das waren dann wie unser Joschka oft dieselben Leute.

  21. @ daniel

    „Wer stellt den Bruch einer Resolution fest?“

    Wieso Resolution? Das Waffenstillstandsabkommen von 1991 hätte schon gereicht. Da hat Saddam von Anfang an gegen verstoßen, daß hätte zu jeder Zeit in den kommenden 12 Jahren einen erneuten Einmarsch der SUA gerechtfertigt, ohne daß man die UNO-Kasper auch nur darüber informiert.

  22. @ Schmock

    „Das schlimme an der damaligen deutschen Regierung war ja nicht, dass beim Irakkrieg nicht mitmachen wollten, sondern dass sie die USA mit Dreck beworfen haben und die Opfer Saddams verhöhnt haben.“

    Ganz genau! Niemand brauchte deutsche Truppen. Die hätten eh nur im Weg gestanden. Etwas diplomatischer Begleitschutz und ein gezücktes Scheckbuch als Wiedergutmachung an den Irak hätte schon gereicht. Zumindest aber hätte die Achsel des Friedens in Goslar einfach mal das Maul halten können, wenn er schon nicht weiß, auf welcher Seite man im Konflikt zwischen Demokratien und Diktaturen zu stehen hat.

  23. WMD waren die alleinige Begruendung? Na da haben wir mal wieder den Allumfassend informierten MSM Leser aus Deutschland.
    Ich kann mich an kaum eine Rede erinnern (die alle nachzulesen sind) in der nicht ueber Massenmord, Tyranei und sonstiges gesprochen wurde. Das alleine von der Rede General Powells vor der UN abhaengig zumachen (in der er kaum etwas anderes gesagt hat was nicht ueber Jahre schon in den Zeitungen stand) ist mehr als laecherlich.
    Wer betreibt hier also Realitaetsverweigerung?
    Fischer und Schroeder haetten sich einer Humantiaeren Intervention nicht entziehen koennen?
    Das ist ja wohl mehr als laecherlich.
    Sie haben sich entzogen und und zwar aus Wahltaktischen Gruenden.
    Nicht mehr und nicht weniger.
    Die Kroenung war ja wohl dabei noch das er so getan hat als ob irgendjemand ernsthaft Deutsche Soldaten anfordert hat.
    Im Gegentei er hat sogar noch um die peinlichkeit auszubuegeln ein NBC Battalion nach Kuwait geschickt bei der die deutschen Soldaten im Falle eines Angriffs auf die Koalitionstruppen im Wirkungsbreich in einem mehr als peinliche Lage gebracht hat.
    Die deutschen Manschaften derAirborne Aufklaerern in der AWACS haetten sich ja noch rausreden koennen wenn es publik geworden waere.
    Deutschland hat es sich in dieser Zeit mit mehr als den USA versaut auch wenn das immer schoen geredet wird.
    Von der derzeitigen Meinung innerhalb der NATO mal ganz zu schweigen. Bei Hollaendern, Briten, Norwegern und Canadiern rangieren die deutschen zu Zeit ganz weit unten.

  24. @ Schmock / Paul

    Das Lustige ist ja, dass Rene zum x-ten Mal das hohe Lied der UNO und des Völkerrechts singt und gleichzeitig den Kosovo-Krieg als positives Beispiel einer humanitären Intervention hinstellt. Na, Rene, wo war denn da die zugehörige UN-Resolution?

    @ Rene

    „Ich denke, das googlen wird Dir leicht fallen“

    Aha. Ich soll mir zusammengoogeln, was nicht existiert. Donniwetti, da hast du es mir ja gegeben :-)

  25. @ S1IG

    In einem muss ich Daniel recht geben: Es hätte höchstwahrscheinlich keine weitere UNO-Resolution gegeben, die den Resolutionsbruch oder gar Gewaltanwendung beschlossen hätte. Deshalb stimmt es schon: Entweder man sagt, man scheißt auf die UNO, weil sie nichts taugt, oder man folgt ihr. Aber zur Legitimierung auf Resolutionen hinzuweisen, und sie dann im entscheidenden Moment als nicht mehr notwendig anzusehen, ist etwas inkonsequent.

    @ Paul

    „Wieso Resolution? Das Waffenstillstandsabkommen von 1991 hätte schon gereicht.“

    Das stimmt 100%ig. Aber die Bush-Administration ist eben den anderen Weg gegangen, sicher weil es sonst keine Koalition der Willigen gegeben hätte, und ist damit in die Bedrouille geraten. Das stimmt leider auch.

  26. Ach, Rene, wann kommt eigentlich den schicker „Mitarbeiter des Monats“-Text? Ich bin für Blog Comedy immer zu haben ;-)

  27. @Chewey
    Kein Frage – da kann und will ich keinen Einspruch einlegen. War dass aber das Thema? Es ging doch im Beitrag um Kriegsgründe. Das da einige Leute Defizite haben, haben die betreffenden Personen deutlich gezeigt.

    Ob nun noch eine oder 100 UN-Resolutionen notwendig waren, ist doch egal. Bei Clinton hat keiner „Keine WMD“ oder was anderes geschrien – das wurde durch 688 und den nachfolgenden bzw. dazugehörigen UNRs gedeckt. Vier Jahre später war Saddam dann kein Massenmörder mehr? Es ist doch so wie Du und Paul sagen, das Waffenstillstandsabkommen hätte gereicht. Das Gejammer der üblichen Verdächtigen hätte ich höen wollen. Genug Kraft zum Heulen hatten die ja beim Kosovo gespart ;-)

    Aber wie schon einmal gesagt – noch viel besser wäre es gewesen, wenn Clinton Saddam das Licht ausgeknipst hätte!

    P.S. Schon genug Taschentücher bereitgelegt? Ich meine für die Tränen durchs Lachen bei der nächste Blog-Commedy-Runde!

  28. „Eine humanitären Begründung hätte sich Schröder und Fischer gar nicht entziehen können, bereits mit Blick auf Kosovo.“
    Der Satz ist noch aus einem anderen Grund Klasse. Ich stelle mir vor wie George Bush vor dem Bundestag spricht und mit einer humanitären Begründung ein eingreifen im Sudan fordert, dabei gibt er zu, dass die USA durch ihr Irak-Schlamassel (oder besser Irak-Debakel) gebunden sind und keine Truppen schicken können, weswegen Deutschland die Mission leiten soll. Ich sehe es vor mir wie haufenweise Mitglieder der SPD und der Grünen, nach dem Kosovo-Einsatz nun dem Sudan-Einsatz zustimmen, Joschka Fischer und Gerhard Schröder GWB zustimmen und das Zögern und den Unwillen der Kanzlerin kritisieren und wie der Spiegel und andere Leitmedien dem geläuterten Präsidenten zustimmen und sich freuen, dass er es endlich verstanden hat.

  29. @ S1IG

    „noch viel besser wäre es gewesen, wenn Clinton Saddam das Licht ausgeknipst hätte!“

    Oh ja! Und ich glaube, Hillary möchte im Augenblick auch nicht unbedingt an bestimmte Sprüche erinnert werden ;-)
    Wenn man bedenkt, dass Clinton sogar Bin Laden vor dem 11. September im Fadenkreuz hatte und die Aktion im letzten Moment abgeblasen hat… Gut, man kann es ihm nicht vorwerfen, aber trotzdem: verpasste Möglichkeiten.

    „Schon genug Taschentücher bereitgelegt?“

    Ich kann’s kaum mehr erwarten! Ist ja fast (aber nur fast!) besser als Seinfeld.

    @ Schmock

    Cool! Geniales Szenario! Nur mit den von dir angesprochenen Reaktionen, also ich weiß nicht… Ich tippe eher auf: „Diese unverschämten Amis sollen sich mal lieber um ihre eigenen Angelegenheiten kümmern und aufhören uns zu sagen, was wir zu tun haben“

  30. @Chewey
    Das mit den Vorwürfen ist schon richtig. Auch die Spekulation – dafür ist die Wenn-Wäre-Fraktion hier zuständig. Diese Kaffeesatzleser sind ja schon oft genug auf die Fresse gefallen.

    Hillary und Erinnerungenn – ein weiblicher Kerry ;-) Vielleicht weil sie ihm den Titel „Größter Flip Flopper aller Zeiten“ streitig machen will, unterstützt er Obama.

  31. @ Schmock

    Kann ich mir schon so richtig vorstellen, wie Rene nach der Sudan-Resolution des Bundestags laut ruft „Go get them, boys!“. :-)

  32. @Paul
    Ich befürchte das würde eher eine Hunnenrede.

  33. SENSATION:

    Endlich gesteht George W. Bush Fehler von historischer Tragweite ein! http://www.n-tv.de/902634.html

    i.A. Adnan

  34. Ihr dient einem neuen Faschismus

  35. @ Schmock

    Das ist ein Mißverständnis: in Darfur (Nordwestsudan) haben die USA nichts zu suchen – da gibt es gar kein Öl. Aber vielleicht könnte man die Bundesregierung etwas stärker motivieren, wenn die
    sübsudanesischen Rebellen sich einigen und deutschen Firmen ein langjähriges Transportmonopol für ihre Ölexporte über kenianisches Gebiet (anstelle der pipeline über Port Sudan) anbieten würden. Auch wenn das die Chinesen sehr traurig machen sollte – und die USA sixch fragen würden, warum sie die APLA und C0. jahrzehntelange gesponsort haben …

    Und hier noch ein alternativer Spinner, der von Land & Leuten keine Ahnung hat:
    http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/thema/644870/

    Aber schließlich geht es gegen die weltweite Front der Islamofaschisten, da kan man sich mit solchen Details nicht aufhalten!

    Anton

  36. Schmock

    sorry, sollte SPLA heißen.

  37. Auf sowas habe ich gewartet, kaum ist die EU bereit mal ein paar Soldaten zu entsenden, kommen die ersten Spinner aus den Loechern.
    Aber keine Bange die ersten Beschwerden ueber die mangelnde deutsche Bereitschaft sich ernsthaft zu beteiligen sind schon in der Luft. Kein Verlass in der NATO, kein Verlass in der EU sobald es mal ernst wird aber immer schoen dicke Backen machen.
    Also keine Angst der deutsche Michel wird sich wie immer raushalten aber alles besser wissen.

  38. Nachtrag, allerdings wohl auch besser fuers Image wenn die erste moegliche Schutzzone „uebergeben“ wird.

  39. @ Carsten

    Also Faschismusvorwürfe von Leuten, die Faschisten lieber an der Macht sehen als sie notfalls durch Waffengewalt zu stürzen, sind nicht mal mehr lächerlich.

  40. @Paul
    Sowas kann doch nun wirklich keiner ernst nehmen.
    Fuer die ist doch Faschismus schon das austellen eines Tickets wegen falsch parkens. Solche Freaks koennen doch einen faschisten nicht von einem peace chor Angehoerigen von einem Massenmoerder unterscheiden.

  41. @ auslaender / paul

    … Nicht lächerlicher als das Feldgeschrei der hiesigen Interventionisten & Weltbefreiiungsstrategen, die allen Ernstes das Geschwätz von Podhoretz, Kristol usw. ernst nehmen und wirklich glauben, dass die USA den Irak besetzt haben „um das irakische Volk zu befreien“.

    Aber auch Kolonialkriege können in die Hose gehen – vor allem, wenn man asuf die eigene Propaganda reinfällt. Denn Bush ist weder ein richtiger NeoCon, noch ein Realpolitiker, sondern einfach nur größenwahnsinnig und blöd, was eine ziemliche kostspielige Kombination für die USA war/ist.

    Die Blaupause für die amerikanische Irakpolitik nach dem Abgang Unseres allergrößten Trottels findet sich hier:
    http://www.washingtonpost.com/wp-dyn/content/article/2008/01/09/AR2008010903701.html

    Anton

    P.S. auslaender: wen interessiert es, ob irgendjemand in der NATO oder in der EU über die Deutschen mault. Mittlerweile hat selbst dubya begriffen, dass deutsche Soldaten dahin gehen, wohin das deutsche Parlament sie schickt – und kein Dritter hat dabei was zu melden. Und versprochen: dirakt nach dem (weitgehenden) abzug amerikanischer Truppen aus dem Irak wird in den USA eine Debatte über Zielsetzung und (militärische) Mittel in Afghanistan einsetzen. Denn das dieser Konflikt im Jahr 2008 endet – daran glauben nicht mal mehr dubya und Condi.

  42. Ja ja Anton ich verstehe dich und Du hast mein Conservatives Mitgefuehl. Kleiner Tipp, wer mitreden will muss auch mitmachenn oder einfach die Backen halten und austreten.
    Die deutschen jedenfalls haben mit ihrer Weigerung bei der EU Mission mit zumachen jedenfalls das recht verwirkt den Mund aufzumachen. Buendnispartner? Hah noch nicht mal inn der EU bekommen sie es hin. EVU? Europaeische Aussenpolitik? Wo? Mit wem?
    Also auch hier mein Mitgefuehl an den Vertreter dieser Forderungen. Oder war das Ivan?

  43. @ auslaender

    Mein Mitgefühl für die Vertreter der gescheiterten guten alten „hau-drauf-und-Schluss“-Politik (ivan) ist Ihnen sicher. Denn Kolonialkriege können komplizierter sein, als man am Anfang denkt. Was die Machtverhältnisse in EU und NATO betrifft, so lassen Sie uns ein paar einfache Wahrheiten festhalten:

    1. Selbst eine proamerikanische Bundesregierung (und viel USA-freundlicher als Merkel ist nicht im Angebot) wird es sich jeweils genau überlegen, welche Beteiligung an welcher militärischen Intervention den Interessen der BRD (und der EU) dient – und dabei spielt die Haltung der USA bzw. der jeweiligen US-Administration nur eine begrenzte Rolle.

    2. Wenn die europäischen Verbündeten in EU und NATO (einschließlich der Briten) eines in den letzten Jahren auf die harte Tour gelernt haben, dann dies: es war eine blöde Idee ohne jerde Vorbehalte das irakische Abenteuer der Bush-Administration mitzumachen. Und dass die militärische Strategie der Amerikaner in Afghanistan kaum zu einer Befriedung des Landes führen wird.

    3. Über die weitere Entwicklung der Europäischen Außen- und Sicherheitspolitik (GASP / CFDP) lassen Sie uns noch mal nach der Ratifizierug des neuen Vertrags reden – also ab Frühjahr / Sommer 2009. Und sicherlich geht in der EU alles langsam in vielen kleinen Trippelschritten. Aber es könnte den Amerikanern früher als Sie glauben passieren, dass sie zur Kenntnis nehmen müssen: die Zusammenarbeit der Europäer in der Rüstungsindustrie, in der Ausrüstung und Einsatzplanung – bis hin zur Führung von eterritorialen Einsätzen – findet ohne sie (d.h. ohne Beteiligung der NATO) statt.

    4. Das Verhalten der Europäer UND der Amerikaner in der Dafur-Krise bestätigt recht anschaulich meine Einschätzung, dass es bei derartigen Einsätzen nicht um Menschenrechte sondern um Schürfrechte (Zitat Pispers) geht.

    mfG
    Anton

    P.S. mein anti-interventionistisches Mitgefühl ist Ihnen (und der Alten Weltordnung) sicher.

  44. @Auslaender
    Nur so nebenbei – „hau-drauf-und-Schluss“ stammt nicht von ivan (Zitatschwäche?) – sondern das hat bekanntlich Dir gegenüber foreign policy 101 geäußert. Will uns Anton jetzt auf die alberne Nickwechselei von Ivan dem Jäergmeisterle hinweisen? Oder blickt mal jemand wieder nicht mehr durch? Auf jeden Fall erinnert das falsch zugeordnete Zitat stark an die Sternstunden unseres Ivanuschkas, als er Lenin und Stalin nicht auseinanderhalten konnte… Mein Mitgefühl hat er auf jeden Fall :-)

    @chewey
    Das ist so ne Art Spin-off der Blog-Commedy oder? ;-)

  45. @ S1IG

    weiterhin: n.sf.

    Anton

  46. @Anton
    1. Wer hat denn mit Dir gesprochen?
    2. Was kann der Rest der Welt dafür, wenn Du Dich hier zum Affen machst?
    3. Schön zu sehen, dass Du anspringst – wie ein getroffenes Hündchen.
    4. Zustimmung akzeptiert :-)
    5. Wäre dennoch schön gewesen, wenn Du gesagt hättest, warum Du Ivans dummen Nick-Spielchen auch so albern findest…

    P.S. Du hattest einen Tippfehler – es muss bei Dir „n.zf“ für „nicht zitatfähig“ heißen! :-)

  47. @ S1IG

    ZUGABE!!! :-)

  48. Also mal ehrlich, ich habe echt Mitgefuehl mit Anton.
    Keine aber wirklich keine seiner Prognosen, Hoffnungen und Wuensche ist in Erfuellung gegangen.
    Selbst der erfuellte Teilwunsch der in Erfuellung ging, Kongress und Senat haben eine Deokratische Mehrheit, war eben nur ein Teilwunsch. Die Truppen sind weiter im Iraq und Afghanistan, sie werden weiterfinanziert, gegen den Praesidenten wurde kein Amtsenhebungsverfahren eingeleitet. Sprich alles laeuft weiter wie vorher auch. Ein Ausschauss jagt den naechsten, Steuergelder werden von den Demokraten verschwendet und die Truppen werden weiterfinanziert. Nun auch der naechste Traum, das ein moeglicher Praesident Obama dann endlich auf den Politberater Anton hoert, wird auch unter einer moeglichen Praesidentschaft Obamas (den ich nicht fuer unwahrscheinlich halte)sich nicht erfuellen. Tja da bleibt nur eine tiefe Depression uebrig und die auessert sich dann schon mal in Bushmanie, Nickwechsel etc.
    Also mein Conservatives Mitgefuehl hat er.

  49. @ Auslaender

    Inzwischen rudert Toni ja auch schon unauffällig zurück und stellt dem lange vorhergesagten Rückzug der geschlagenen US-Truppen aus dem Irak ein verschämtes „weitgehend“ voran. :-)

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