Zuckerschock


Mehr als sechs Tonnen Bombenmaterial hat die israelische Armee sichergestellt. Die tödliche Chemie befand sich in Zuckersäcken der EU – und rollte auf einem Lastwagen in Richtung Gaza-Streifen.

[…] Die Zuckersäcke hätten das Zeichen der humanitären Hilfe der Europäischen Union getragen. „Wir prüfen den Bericht“, kommentierte ein EU-Sprecher den Fund. „Wenn die Informationen stimmen, ist dies ein illegales Vorgehen, das verurteilt gehört.“

Nein, das gehört nicht nur verurteilt, sondern vor allem ausgeschlossen. Wenn das nicht möglich ist, dann ist am ganzen System wohl etwas falsch. Die EU sollte sich also entweder Gedanken machen, wie sich das in Zukunft zuverlässig verhindern läßt, oder aber endlich damit aufhören, den Palästinensern andauernd Puderzucker in den Hintern zu blasen. Man sieht ja wozu das führt.

~ von Paul13 - Sonntag, 30. Dezember 2007.

8 Antworten to “Zuckerschock”

  1. Das sieht ja mal wieder so aus als würde die EU das Krokodill füttern um nicht selbst gefressen zu werden. Nennt man sowas jetzt in Brüssel entwicklungshilfe. Natürlich nicht, eine ungeheuerlichkeit die verurteilt werden muss klingt viel beser. Zu dämlich eine eingene Verfassung zu schließen aber wollen die palästinensern (scheinbar mit allen Mittel) helfen einen staat zu schaffen.

  2. Wobei ich es einigermaßen gewagt finde, Natriumcarbonat als „Bombenmaterial“ zu bezeichnen. Das Zeug ist eine absolute Allerweltssubstanz, die ungefähr 1000 Verwendungen hat und in jedem Supermarkt erhältlich ist. Klar man kann es auch zum Bombenbau verwenden (dann braucht man aber noch andere, schwerer erhältliche Dinge!), das kann man aber Zucker auch…

  3. Wobei ich grade sehe, daß es widersprüchliche Meldungen gibt; sollte es sich wirklich um Kaliumnitrat handeln, sähe die Sache anders aus. Weiß jemand, was jetzt stimmt?

  4. @ Bruno

    Selbst wenn es nur harmloses Zeug gewesen wäre, warum schreibt man dann nicht Natriumcarbonat drauf, sondern Zucker?

  5. Klar, das wirft Fragen auf, die ich gar nicht in Abrede stellen will. Trotzdem wäre „Bombenmaterial“ eben inkorrekt, wenn es sich nur um Natriumcarbonat handelte – was es wirklich war, weiß ich aber immer noch nicht, da es immer noch widersprüchliche Meldungen zu geben scheint.

  6. Was bitte ist an „potassium nitrate“ (Quelle: yedioth aharonot) widerspüchlich? Ich wuerde das als „Kaliumnitrat übersetzen, zu Deutsch: Salpeter. Zumindest wáre damit mal geklaert, woher der Treibstoff für die Kassam-Raketen kommt, das war mir schon lange ein Rätsel.

  7. An der Formulierung ist gar nichts widersprüchlich; bloß war in anderen Berichten eben von Natriumcarbonat (Soda, u.U. kann auch, etwas ungenau, Natron gemeint sein) und in nochmal anderen von Kaliumcarbonat (Pottasche) die Rede.

  8. Das ganze war leider kein einzelner Fall:
    http://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-3494131,00.html

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