Das ist ja der Hummer!


Die Linke plagt sich mit einem skurrilen Streit um die Europa-Abgeordnete Sahra Wagenknecht. Die Vorzeige-Kommunistin wurde bei einem opulenten Hummer-Essen in Straßburg fotografiert – und löschte später die Fotos.

Das ist gemein, so gemein, hundsgemein! Echten Hummer gegessen und alles ohne die Partei. Das wird die „street credibility“ bei den ausgebeuteten Proletariern, die wegen der aktuellen Neiddiskussion im Umgang mit dem Luxusleben „der da oben“ gerade eh ein bißchen empfindlich sind, nicht gerade erhöhen.

Immerhin wissen wir jetzt, daß sich das Verhältnis der Partei zum Datenschutz und dem Eigentum anderer Leute in den Jahren seit der Wende nicht wesentlich geändert hat. Aber wer weiß, vielleicht ist das alles ja auch nur der unbeholfene Versuch, „Die Linke“ fit für Koalitionen mit CDU und FDP zu machen.

Also, Parteigenossen aller Bundesländer, schlagt zu! Ihr habt nichts zu verlieren als Euren Ruf. Auch die Liebe zur Macht geht schließlich durch den Magen. Und der berühmte Guide Michelin, der immer diese schönen (roten?) Sterne für’s Essen vergibt, soll seinen hübschen Spitznamen doch nicht umsonst tragen! ;-)

~ von Paul13 - Montag, 17. Dezember 2007.

8 Antworten to “Das ist ja der Hummer!”

  1. Immerhin hat die Dame in einem Lokal gespeist,dessen Name „Aux Armes“ lautet, was, wenn ich richtig informiert bin, der Anfang der Marseillaise ist.
    Etwas revolutionärer Schwung ist also doch noch da.

  2. Es ist nicht der Anfang der Marseillaise sondern der Anfang des Refrains der Marseillaise. Ich muss mich da korrigieren.

    Also: zu den Waffen!

  3. was soll´s: hummer ist doch auch „rot“

    außerdem: sie kann doch essen was sie will. interessant wird´s nur wenn´s darum geht wer hat bezahlt ( bestochen ). und wer weiß, vielleicht ersparen wir uns ein paar ganz häßliche bilder einer politikerin wie sie „isst“. also hummer ist ja nun wirklich nicht so einfach zu essen, das hat nicht unbedingt was mit ästhetik zu tun.

  4. Also wenn, dann richtig:

    „Allons enfants de la Patrie,
    Le jour de gloire est arrivé!
    Contre nous de la tyrannie,
    L’étendard sanglant est levé. (bis)
    Entendez-vous dans les campagnes
    Mugir ces féroces soldats?
    Ils viennent jusque dans vos bras
    Egorger vos fils, vos compagnes.

    Refrain:
    Aux armes, citoyens,
    Formez vos bataillons,
    Marchons, marchons!
    Qu’un sang impur
    Abreuve nos sillons!

    Que veut cette horde d’esclaves,
    De traîtres, de rois conjurés?
    Pour qui ces ignobles entraves,
    Ces fers dès longtemps préparés? (bis)
    Français, pour nous, ah! quel outrage
    Quels transports il doit exciter!
    C’est nous qu’on ose méditer
    De rendre à l’antique esclavage!
    Refrain
    Quoi! des cohortes étrangères
    Feraient la loi dans nos foyers!
    Quoi! ces phalanges mercenaires
    Terrasseraient nos fiers guerriers.
    Grand Dieu! par des mains enchaînées
    Nos fronts sous le joug se ploieraient.
    De vils despotes deviendraient
    Les maîtres de nos destinées!

    Refrain

    Tremblez, tyrans, et vous perfides
    L’opprobre de tous les partis,
    Tremblez! vos projets parricides
    Vont enfin recevoir leurs prix! (bis)
    Tout est soldat pour vous combattre,
    S’ils tombent, nos jeunes héros,
    La terre en produit de nouveaux,
    Contre vous tout prêts à se battre!

    Refrain

    Français, en guerriers magnanimes,
    Portez ou retenez vos coups!
    Epargnez ces tristes victimes,
    A regret s’armant contre nous. (bis)
    Mais ces despotes sanguinaires,
    Mais ces complices de Bouillé
    Tous ces tigres qui, sans pitié,
    Déchirent le sein de leur mère!

    Refrain

    Amour sacré de la Patrie,
    Conduis, soutiens nos bras vengeurs.
    Liberté, Liberté chérie,
    Combats avec tes défenseurs!
    Sous nos drapeaux que la victoire
    Accoure à tes mâles accents,
    Que tes ennemis expirants
    Voient ton triomphe et notre gloire!

    Refrain

    Nous entrerons dans la carrière
    Quand nos aînés n’y seront plus,
    Nous y trouverons leur poussière
    Et la trace de leurs vertus! (bis)
    Bien moins jaloux de leur survivre
    Que de partager leur cercueil,
    Nous aurons le sublime orgueil
    De les venger ou de les suivre

    anber sonst habt ihr keine Sorgen?
    Anton

  5. Das ist auch so ein deutsches Ding, sich über so etwas aufzuregen; in Frankreich nimmt kein Mensch daran Anstoß, daß Kommunisten fein essen gehen…

  6. @ Bruno

    Aber wenn besagte Kommunisten sich gleichzeitig darüber aufregen, daß auch die Manager gut essen gehen, und sich als Vorkämpfer für den Datenschutz aufführen, um dann heimlich Bilder von fremden Kameras zu löschen, ist das schon ziemlich peinlich. Dann sollen sie wenigstens dazu stehen, daß sie den schönen Dingen des Lebens auch nicht abgeneigt sind, und es anderen ebenfalls gönnen.

  7. @Paul
    Commies futtern doch traditionell eher („sowjetischen“) Kavier – lass sie doch auch mal was richtiges („kapitalistisches“) probieren ;-)

    Aber Du hast recht – es ging nicht um das auf dem Teller, sondern um die Art wie sie reagiert hat. Peinlich ist noch positiv! Anderseits – das mit dem Hummer ist ja in bester SED-Tradition – man kann halt von alten Gewohnheiten nicht lassen…

  8. Es wäre interessant zu sehen, wie der Wunsch nach Luxus und Partezugehörigkeit korreliert sind. Bei der Spendierfreude sind die kaltherzigen Konservativen häufig vorne. Meist sind diejenigen, die die Menschen beglücken wollen, auch die unmenschlichsten in der Praxis.

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