Der nette Onkel von nebenan


Der CIA-Report über das iranische Nuklearwaffenprogramm hat in den westlichen Medien für einige Aufregung, aber auch für Erleichterung gesorgt, weil jetzt wieder alles gut wird. Nachdem das offizielle Endergebnis des Originalberichts der Öffentlichkeit zunächst nur als englischspachiger Download zur Verfügung stand, gibt es inzwischen auch eine inoffizielle deutsche Zusammenfassung der Zusammenfassung, die hier nachfolgend dokumentiert werden soll:

———

Sehr geehrter Herr Olmert,

angesichts der von Ihnen geäußerten Besorgnis über Ihren Nachbarn, der Ihnen seit Jahren androht, Sie und ihre gesamte Familie zu erschießen, falls sie das seiner Meinung nach unrechtmäßig erworbene Haus nicht räumen, wollen wir Sie über den aktuellen Stand unserer Ermittlungen in Kenntnis setzen:

We use phrases such as we judge, we assess, and we estimate—and probabilistic terms such as probably and likely—to convey analytical assessments and judgments. Such statements are not facts, proof, or knowledge. These assessments and judgments generally are based on collected information, which often is incomplete or fragmentary.

Was wir damit sagen wollen, ist, daß wir nichts wirklich wissen, aber davon eine ganze Menge. War haben zwar weder Fakten noch Beweise, und im Prinzip sagt das alles hier – vor allem angesichts der katastrophalen Folgen eines möglichen Irrtums – gar nichts aus, aber von irgendwas muß man ja leben. Immer noch besser, als Drogen an kleine Kinder zu verticken, oder etwa nicht?

Our assessments and estimates are supported by information that varies in scope, quality and sourcing. Consequently, we ascribe high, moderate, or low levels of confidence to our assessments, as follows:

Um Mißverständnisse zu vermeiden, die entstehen könnten, wenn Sie sich auf der Basis unserer Einschätzungen beispielsweise beim Russischen Roulette verletzen (moderate-to-high survivability), hier kurz eine Erklärung, was unsere Bewertungen wirklich aussagen:

• High confidence generally indicates that our judgments are based on high-quality information, and/or that the nature of the issue makes it possible to render a solid judgment. A “high confidence” judgment is not a fact or a certainty, however, and such judgments still carry a risk of being wrong.

„wir sind uns nahezu sicher“ / „wir können das Gegenteil nicht völlig ausschließen“

• Moderate confidence generally means that the information is credibly sourced and plausible but not of sufficient quality or corroborated sufficiently to warrant a higher level of confidence.

„wir gehen schon davon aus“ / „man sollte das Gegenteil trotzdem in Betracht ziehen“

• Low confidence generally means that the information’s credibility and/or plausibility is questionable, or that the information is too fragmented or poorly corroborated to make solid analytic inferences, or that we have significant concerns or problems with the sources.

„wir sind da eher skeptisch“ / „wir halten das Gegenteil für weit wahrscheinlicher“

A. We judge with high confidence that in fall 2003, Tehran halted its nuclear weapons program1; we also assess with moderate-to-high confidence that Tehran at a minimum is keeping open the option to develop nuclear weapons. We judge with high confidence that the halt, and Tehran’s announcement of its decision to suspend its declared uranium enrichment program and sign an Additional Protocol to its Nuclear Non-Proliferation Treaty Safeguards Agreement, was directed primarily in response to increasing international scrutiny and pressure resulting from exposure of Iran’s previously undeclared nuclear work.

Das heißt, wir können nicht mit absoluter Sicherheit ausschließen, daß Ihr Nachbar auch nach dem Jahr 2003 noch versucht hat, in seiner Garage eine Pistole zusammenzubauen. Wir halten es zudem für eher unwahrscheinlich, daß er sich nicht zumindest die Option offenhält, die Arbeit an der Pistole wieder aufzunehmen. Wir sind aber seltsamerweise trotzdem fest davon überzeugt, daß unser Hinweis auf die Gesetzeswidrigkeit illegalen Waffenbesitzes, zusammen mit dem nach Bekanntwerden der Vorgänge in seiner Garage ausgesprochenen Verbot, bestimmte Luxusrestaurants aufzusuchen, Ihren Nachbarn dazu bewogen hat, nicht weiter an seiner Pistole zu basteln.

• We assess with high confidence that until fall 2003, Iranian military entities were working under government direction to develop nuclear weapons.

Wir sind uns ziemlich sicher, daß Ihr Nachbar bis zum Jahr 2003 versucht hat, sich eine Pistole zusammenzubauen.

• We judge with high confidence that the halt lasted at least several years. (Because of intelligence gaps discussed elsewhere in this Estimate, however, DOE and the NIC assess with only moderate confidence that the halt to those activities represents a halt to Iran’s entire nuclear weapons program.)

Wir können nicht mit absoluter Sicherheit ausschließen, daß er in den letzten Jahren weiter an seiner Pistole gebastelt hat. (Wir halten es aufgrund unserer eigenen Ahnungslosigkeit aber nicht für völlig undenkbar, daß er sich weiterhin aus der Stadtbibliothek Bücher über Waffenherstellung ausgeliehen und die dafür nötigen Werkzeuge erworben hat.)

• We assess with moderate confidence Tehran had not restarted its nuclear weapons program as of mid-2007, but we do not know whether it currently intends to develop nuclear weapons.

Wir halten es ja ohnehin nicht für extrem unwahrscheinlich, daß Ihr Nachbar bis zum Sommer diesen Jahres weiter an seiner Pistole gebastelt hat, aber selbst wenn, hätten wir keine Ahnung, ob er wieder damit wieder angefangen hat.

• We continue to assess with moderate-to-high confidence that Iran does not currently have a nuclear weapon.

Wir können nicht mit absoluter Sicherheit ausschließen, daß Ihr Nachbar bereits eine Pistole besitzt.

B. We continue to assess with low confidence that Iran probably has imported at least some weapons-usable fissile material, but still judge with moderate-to-high confidence it has not obtained enough for a nuclear weapon. We cannot rule out that Iran has acquired from abroad—or will acquire in the future—a nuclear weapon or enough fissile material for a weapon. Barring such acquisitions, if Iran wants to have nuclear weapons it would need to produce sufficient amounts of fissile material indigenously—which we judge with high confidence it has not yet done.

Wir halten es nicht für gänzlich undenkbar, daß Ihr Nachbar sich im Bahnhofsviertel ein paar Patronen gekauft hat, genausowenig wie daß er bereits genügend Patronen für ein ganzes Magazin hat. Wir können zudem nicht ausschließen, daß Ihr Nachbar zumindest in Zukunft versuchen wird, dort einzelne Patronen oder gar ein ganzes Magazin zu erwerben. Falls es uns jedoch gelingen sollte, den illegalen Waffenhandel im Bahnhofsviertel völlig zu unterbinden, müßte Ihr Nachbar selbst genügend Patronen herstellen, was wir ebenfalls nicht für völlig ausgeschlossen halten.

C. We assess centrifuge enrichment is how Iran probably could first produce enough fissile material for a weapon, if it decides to do so. Iran resumed its declared centrifuge enrichment activities in January 2006, despite the continued halt in the nuclear weapons program. Iran made significant progress in 2007 installing centrifuges at Natanz, but we judge with moderate confidence it still faces significant technical problems operating them.

Wir nehmen an, daß Ihr Nachbar am schnellsten an eine Pistole kommt, wenn er die Patronen selbst herstellt, so er das denn irgendwann mal tun möchte. Ihr Nachbar nahm 2006 unabhängig von der mutmaßlichen Unterbrechung des Pistolenbaus die Patronenherstellung wieder auf. 2007 machte er bei der Produktion signifikante Fortschritte, und wir erachten es nicht als unmöglich, daß er die dabei auftretenden technischen Schwierigkeiten inzwischen im Griff hat.

• We judge with moderate confidence that the earliest possible date Iran would be technically capable of producing enough HEU for a weapon is late 2009, but that this is very unlikely.

Wir halten es für nicht ausgeschlossen, daß Ihr Nachbar schon vor Ende 2009 genügend Patronen produziert hat, um seine Pistole zu laden.

D. Iranian entities are continuing to develop a range of technical capabilities that could be applied to producing nuclear weapons, if a decision is made to do so. For example, Iran’s civilian uranium enrichment program is continuing. We also assess with high confidence that since fall 2003, Iran has been conducting research and development projects with commercial and conventional military applications—some of which would also be of limited use for nuclear weapons.

Ihr Nachbar entwickelt eine Reihe von Voraussetzungen, die er zum Pistolenbau nutzen könnte, so er sich denn dazu entschließen sollte. Zum Beispiel setzt er seine Patronenentwicklung für das Sylvesterfeuerwerk unvermindert fort. Wir sind uns ferner sicher, daß Ihr Nachbar seit 2003 eine ganze Reihe von chemischen und metallurgischen Versuchen durchführt, von denen einige zugegeben für die Herstellung von Pistolen nützlich sein könnten.

E. We do not have sufficient intelligence to judge confidently whether Tehran is willing to maintain the halt of its nuclear weapons program indefinitely while it weighs its options, or whether it will or already has set specific deadlines or criteria that will prompt it to restart the program.

Wir haben keine Ahnung, ob Ihr Nachbar bereit ist, für immer auf sein Programm zur Entwicklung einer Pistole zu verzichten, oder ob er bereits bestimmte Voraussetzungen oder Anlässe festgelegt hat, die ihn dazu veranlassen werden, die Arbeit wieder aufzunehmen.

• Our assessment that Iran halted the program in 2003 primarily in response to international pressure indicates Tehran’s decisions are guided by a cost-benefit approach rather than a rush to a weapon irrespective of the political, economic, and military costs. This, in turn, suggests that some combination of threats of intensified international scrutiny and pressures, along with opportunities for Iran to achieve its security, prestige, and goals for regional influence in other ways, might—if perceived by Iran’s leaders as credible—prompt Tehran to extend the current halt to its nuclear weapons program. It is difficult to specify what such a combination might be.

Vergessen Sie einfach, was Ihr Nachbar ihnen so alles angedroht hat. Nichts wird so heiß gegessen, wie es gekocht wird. Er meint das bestimmt nicht so. Wer weiß, vielleicht werden Sie eines Tages sogar noch Freunde.

• We assess with moderate confidence that convincing the Iranian leadership to forgo the eventual development of nuclear weapons will be difficult given the linkage many within the leadership probably see between nuclear weapons development and Iran’s key national security and foreign policy objectives, and given Iran’s considerable effort from at least the late 1980s to 2003 to develop such weapons. In our judgment, only an Iranian political decision to abandon a nuclear weapons objective would plausibly keep Iran from eventually producing nuclear weapons—and such a decision is inherently reversible.

Wir gehen davon aus, daß es schwierig werden wird, Ihren Nachbarn schlußendlich zum Verzicht auf die Entwicklung einer Pistole zu bewegen, da er deren Besitz auch als Mittel ansieht, uns – also die Polizei – daran zu hindern, sein Haus zu stürmen und seine Angehörigen aus seinem Folterkeller zu befreien. Dies gilt umso mehr, führt man sich seine gewaltigen Anstrengungen der letzten 15 Jahre vor Augen, eine Pistole zu bauen. Unserer Ansicht nach wird Ihr Nachbar nur dann keine Pistole bauen, wenn er es selbst nicht will, wobei auch diese Entscheidung jederzeit revidiert werden könnte.

F. We assess with moderate confidence that Iran probably would use covert facilities— rather than its declared nuclear sites—for the production of highly enriched uranium for a weapon. A growing amount of intelligence indicates Iran was engaged in covert uranium conversion and uranium enrichment activity, but we judge that these efforts probably were halted in response to the fall 2003 halt, and that these efforts probably had not been restarted through at least mid-2007.

Wir nehmen an, daß Ihr Nachbar seine Pistole nicht nur in der von außen einsehbaren Garage, sondern auch an anderen Orten, wie beispielsweise seinem Hobbykeller oder seiner Jagdhütte zusammenbauen würde. Es gibt zunehmend Hinweise darauf, daß er dort bereits Patronen hergestellt hat, und daß er dies auch in der Zeit seit 2003 bis zum Sommer dieses Jahres getan hat, ist natürlich nicht auszuschließen.

G. We judge with high confidence that Iran will not be technically capable of producing and reprocessing enough plutonium for a weapon before about 2015.

Wir können nicht mit absoluter Sicherheit garantieren, daß er vor dem Jahre 2015 nicht auch Patronen anderen Kalibers als 9mm Parabellum herstellen kann.

H. We assess with high confidence that Iran has the scientific, technical and industrial capacity eventually to produce nuclear weapons if it decides to do so.

Wir sind uns absolut sicher, daß Ihr Nachbar über kurz oder lang in der Lage sein wird, eine Pistole zu bauen, mit der er Sie erschießen kann, wenn er das wirklich wünscht.

In der Hoffnung, Ihnen mit dieser Einschätzung die unnötigen Ängste bezüglich Ihres Nachbarn genommen zu haben, freuen wir uns über das in uns gesetzte Vertrauen, und verbleiben mit der Bitte, von weiteren Beschwerden in dieser Angelegenheit abzusehen, hochachtungsvoll

Ihre Polizei

P.S.: Es geht Sie im übrigen nicht das geringste an, ob Ihr Nachbar seine Frau schlägt oder seine Kinder verhungern läßt. Sind ja nicht Ihre. Wir bitten Sie daher, seine Privatsphäre in Zukunft zu respektieren.

———

~ von Paul13 - Mittwoch, 5. Dezember 2007.

45 Antworten to “Der nette Onkel von nebenan”

  1. @ Rene

    Obwohl Du den Unterschied offenkundig tatsächlich nicht kennst, aber zwischen „nicht wissen“ und „sich irren“ und „vorsätzlich lügen“ besteht ein kleiner Unterscheid. Ich könnte Dir da jetzt einen Rumsfeld-Klassiker über die „known knowns“ um die Ohren hauen, aber der würde Dich intellektuell sicher noch mehr überfordern.

  2. @ Paul

    Deine Übersetzungen sind nicht nur amüsant, sondern weitgehend zutreffend (den kleinen Trick mit „wir können nicht mit absoluter Sicherheit ausschließen“ lasse ich unbeanstandet, weil die Folgen der Einschätzung den Adressaten doch deutlich mehr betreffen als den Einschätzer), aber diese haut doch jetzt nicht wirklich hin, oder?

    „G. We judge with high confidence that Iran will not be technically capable of producing and reprocessing enough plutonium for a weapon before about 2015.

    Wir können nicht mit absoluter Sicherheit garantieren, daß er vor dem Jahre 2015 nicht auch Patronen anderen Kalibers als 9mm Parabellum herstellen kann.“

    Und hierzu

    „P.S.: Es geht Sie im übrigen nicht das geringste an, ob Ihr Nachbar seine Frau schlägt oder seine Kinder verhungern läßt. Sind ja nicht Ihre. Wir bitten Sie daher, seine Privatsphäre in Zukunft zu respektieren.“

    kann ich nur sagen: Es sollte den Rest des Dorfes schon etwas angehen, ob der Nachbar seine Frau schlägt oder seine Kinder verhungern lässt, aber man sollte nicht sagen, dass der Nachbar schon drauf und dran ist, mit der geladenen Wumme durch den Vorgarten zu stürmen, weil man denkt, dass das mit dem Frau schlagen sowieso niemanden im Dorf interessiert. Weil, wenn der Nachbar dann nämlich wirklich losstürmt, wird niemand mehr zuhören.

  3. Sorry aber nachdem ich nun dieses Werk zugemuete gefuehrt habe, vorallem das spannende Wording am Anfang, stelle ich fest: Die CIA (NIE)weiss mal wieder gar nichts.
    Spannend finde ich nur, das ploetzliche alle ausgerechnet den Sicherheitsdiensten der USA glauben schenken.
    Irgendwas passt doch hier nicht.
    Erst die groessten Lugener und selbst bei Wohlwollenden ,wie mir, noch zumindest dank Clinton Deppen ohne ausreichend Human Intelligence und zur Behoerde verkommen.

  4. @ Auslaender

    „Die CIA (NIE)weiss mal wieder gar nichts.“

    Wenn das so wäre, wäre das hier grob fahrlässig:

    „We judge with high confidence that Iran will not be technically capable of producing and reprocessing enough plutonium for a weapon before about 2015.“

    Genau so wie das:

    „We continue to assess with low confidence that Iran probably has imported at least some weapons-usable fissile material, but still judge with moderate-to-high confidence it has not obtained enough for a nuclear weapon.“

    Die CIA lädt mit diesen „high confidence“-Aussagen eine Menge Verantwortung auf seine Schultern. Kennst du eine Mossad-Einschätzung, die der CIA widersprechen würde?

  5. Fest steht nur eins, zur tiefsten Befriedigung deutscher Medien gibt es beim CIA (NIE) keine Israel-Lobby, die deutsche Exporte behindern können. Die WELT untertitelte heute: „Der Iran hat 2003 sein Atomwaffenprogramm auf Eis gelegt“. Jetzt wissen wir endlich das die Mullahs tatsächlich an Atomwaffen basteln und wohin die Gletscher und das Grönlandeis abgeblieben sind. Da hat man also drei bis vier Fliegen mit einer Klappe geschlagen.

  6. @ Chewey

    Die wörtliche Übersetzung würde es nur andersherum ausdrücken, aber in der Sache nicht anders.

    Bei der Sache mit der Frau und den Kindern meinte ich das natürlich nicht so, daß der Nachbar deswegen auch eine Bedrohung für andere darstellen würde, sondern so, daß man sein Haus sogar dann stürmen sollte, wenn er das nachweislich nicht tut.

  7. @ Paul

    „Patronen anderen Kalibers als 9mm Parabellum” habe ich jetzt als konventionelle Waffen interpretiert. Und die standen doch beim Report wirklich nicht zur Diskussion und würden auch keine vergleichbare Gefahr bedeuten. Aber vielleicht habe ich dich missverstanden?

    „Bei der Sache mit der Frau und den Kindern meinte ich das natürlich nicht so, daß der Nachbar deswegen auch eine Bedrohung für andere darstellen würde, sondern so, daß man sein Haus sogar dann stürmen sollte, wenn er das nachweislich nicht tut.“

    Vielleicht sollte man das wirklich tun. Aber wenn man noch andere beim Sturmkommando dabei haben will, sollte man ihnen schon reinen Wein einschenken, damit sie es selbst entscheiden können.

  8. @Chewey

    Lese Dir mal diesen Bereich durch:
    What We Mean When We Say: An Explanation of Estimative Language“

    In all cases, assessments and judgments are not intended to imply that we have „proof“ that shows something to be a fact or that definitively links two items or issues.

    In addition to conveying judgments rather than certainty, our estimative language also often conveys 1) our assessed likelihood or probability of an event; and 2) the level of confidence we ascribe to the judgment.

    Schwammig, unklar, bloss nichts sagen auf das man sie hinter her festnageln koennte. Man sagt also im Grunde genommen gar nichts.
    So kann der Haufen sich selbst noch rausreden wenn morgen ein Pilz ueber Tel-Aiv haengt oder die Iraner sagen, Okay holt das Zeug ab wir brauchen es nicht mehr.

    Zudem setzt der NIE Bericht nicht die Existenz von Atomwaffen voraus sondern es soll mit dieser Analyse versucht werden zu ergruenden ob der Iran ueberhaupt versucht Atomwaffen zu entwickeln und ob er diese bauen will.
    Letztendlich kommt der Bericht zu der Erkenntnis das man eigentlich keine Ahnung hat und eigentlich nichst genaues weis.
    Der Bericht sagt aber auch, und hier wird es widerspruechlich, das Internationaler Druck in der Vergangenheit gewirkt hat.
    Wo jetzt alle die Entwarnung sehen wollen ist mir unklar.
    Was den Mossad angeht ist er ja nicht so nett, solche Berichte in dieser Form zu veroeffentlichen. Da bleibt nur die Israelische Presse und nach dieser ist der Mossad da Gegensaetzlicher Meinung.

  9. @ Chewey

    Ach so, nein, das hab ich auch erst überlesen. Mit dem G-Punkt ;-) meinen die offenbar die Plutoniumvariante als Alternative zur Urananreicherung. Also im Prinzip das, was selbst die Syrer in ein paar Jahren hochziehen konnten.

    Die anderen würden die Profis beim Sturm des Nachbarhauses eher stören. Es wäre schon nett, wenn sie es dann wenigstens nicht meckern und hinterher ein paar Milliarden in den Weltbefreiungsfonds einzahlen würden.

  10. @ Paul

    „…und hinterher ein paar Milliarden in den Weltbefreiungfonds einzahlen würden.“

    :-) Hast du die Kontonummer? Ist doch bald Weihnachten!

    Nein, aber im Ernst: Mit Dabeisein meine ich nicht nur den Sturm selbst, sondern auch andere Maßnahmen, wie z.B. Teilnahme an Sanktionen. Die können auch jetzt noch sinnvoll sein. Möglicherweise werden sich daran sogar die Chinesen beteiligen, und z.B. mit einer moralischen Frau wie Merkel wird man auch über manches reden können. Bloß wenn sie sich verarscht vorkommt – dann sicher nicht.

  11. Der Tagesspiegel zum Thema:
    http://www.tagesspiegel.de/zeitung/Titelseite-Iran-Atomprogramm;art692,2432821

    Und solche Leserbriefe kann man dann heute dazu schreiben:
    claudius: „Die große, starke, finstere Macht sind noch immer mit großen Abstand die USA, schaut man sich die Verbrechen der letzten 60 Jahre an, all die offiziellen und inoffiziellen Kriege, Millionen von Toten, und dann zeigen die und der Autor auf den Iran?? Wieviele Angriffskriege hat den Iran in letzten 1000 Jahren geführt?“

    Man beachte die Verbrechen der letzten 60 Jahre und die Millionen von Toten. Haben sich die USA eigentlich jemals bei den Deutschen dafür bedankt, dass diese sie damals vom Faschismus befreit haben? Zeit wird’s.

  12. @ paul und der Rest

    Es bleibt schwierig und Logik ist nicht so Ihr Ding. Was sagt der NIE-Bericht der Veeinigten Amerikanischen Geheimdienste nun wirklich:

    1. Wie vermuten, dass der Iran bis 2003 ein Nukleraprogramm betrieben hat, dass zumindest die Voraussetzungen – Herstellung bzw. Vorbereitung der Herstellung von angereichertem Uran und Plutonium – für eine Atomwaffenproduktion schaffen sollte.

    2. Wir vermuten, dass internationale Druck dass die iranische Führung nach 2003 dieses Programm gestoppt oder zumindest deutlich verlangsamt hat.

    Was sagt uns diese Einschätzung über CIA & Co?
    – sie wollen von dem Ruf, willige Helfershelfer der Kriegshetzer in der Bush-Administration zu sein, weg.
    – ihr Wissen darüber, was wirklich im Iran geschieht, ist – freundlich ausgedrückt – begrenzt. Lassen Sie uns dieses Tatsache für die Zukunft festhalten.

    Spannender ist aber die Frage, was uns dieser Bericht über die Bush-Administration sagt. Kurz gefasst: Bush lügt.
    – Denn entweder wußte er vor vier Wochen nichts über den Erkenntnisstand seiner Geheimdienste zu diesem unwichtigen kleinen Problem – dann hat er nicht durch Fakten belegte Behauptungen aufgestellt und dies als belegte Tatsachen verkauft: http://www.mcclatchydc.com/227/story/21067.html

    – Ober er hat bereits vor vier Wochen die Einschätzung der Geheimdienste gekannt – dann hat er die Drohung eines III. Weltkrieges völlig ohne Fakten ausgestoßen.

    Sollrten uns Bush, Cheney und cronies uns in den nächsten Monaten etwas von proof bezüglich Iran erzählen wollen – lacht sie einfach aus. (Impeach them all).

    still not amused
    Anton

    P.S. Was sagen uns die Einschätzungen von CIA 6 friends über die Rolle Ahmadinedschads in der iranischen Führung? Richtig – mach mir den Karsai.

  13. @ Rene

    Also ICH habe keine anderen Identitäten. Gerade Du solltest Dich bei diesem Thema besser mal nicht allzu weit aus dem Fenster lehnen oder Dich ihm auch nur nähern. Ich denke wir verstehen uns. ;-)

  14. @Paul
    Ist er nicht lustig – jetzt wo es sogar ein Atomwaffenprogramm gibt, kann er nicht mehr bestreiten, dass es kein Atomprogramm seitens der Mullahs (im Iran) gibt. Wenn ihm die Taliban-Leader noch versichern, dass die nix mit Nixon zu tun hatten, wird es ihn schwer treffen. Und dann erscheint ihm eines Nachts der Adi und sagt: „Volkzgenozze Rene – der Krieg gegen meine mörderische Dikatur war gerrrrrrrrrrrrrrrrecht!“, dann bricht seine Welt total zusammen. :-)

    @Anton
    *** „[…] dann hat er die Drohung eines III. Weltkrieges völlig ohne Fakten ausgestoßen.“ ***
    Drohung? Wer? Von seiten Bushs war es eine Warnung vor einem WK3. Entweder hast Du wieder mal was nicht mitbekommen oder Du arbeitest weiter an Deinem Titel „Propagandaprinz“. :-) Ja, Ja, Ja – Deinen Kommentar und die schweigende Zustimmung zu diesen Fakten kennen wir schon. Dennoch – Du hast die Wahl zwischen beiden Optionen.

  15. @ S1IG

    „Ist er nicht lustig – jetzt wo es sogar ein Atomwaffenprogramm gibt, kann er nicht mehr bestreiten, dass es kein Atomprogramm seitens der Mullahs (im Iran) gibt.“

    Ja, es fällt schon ein wenig auf, daß er zu dieser schallendnn Ohrfeige noch kein Wort verloren hat.

  16. @Paul
    Wie auch… Die „Verteidiger“ der „Mullah-Demokratie“ bestreiten nun nicht mehr das Programm – warum? Einige haben sich ja ein Redeverbot auferlegt. Vielleicht besser, denn noch tiefer in die Sch…. wollen auch die nicht. Denn man(n) steht ja schon bis Unterkante Kinn drin ;-)

  17. @ Rene

    „Du scheinst es nicht begreifen zu wollen: Die Geheimdienste haben bis heute keinen einzigsten Beweis für ein A-Waffenprogramm geliefert.“

    Also dann haben sie aber auch keinen Beweis für dessen Nichtexistenz geliefert. Dumm gelaufen…

  18. @ Rene

    „Die Geheimdienste haben bis heute keinen einzigsten Beweis für ein A-Waffenprogramm geliefert.“

    Iran hat kürzlich der IAEA selbst den Bauplan für eine Atomwaffe übergeben. Es gibt keinen begründeten Zweifel daran, dass es bis 2003 ein Atomwaffenprogramm gegeben hat. Etwas anderes sagt auch der NIE-Report nicht. Hast du das übersehen?

  19. @Paul
    Mr. Unreal :-)

  20. @Chewey
    Hier eine Analyse von Katz in der JP
    http://www.jpost.com/servlet/Satellite?c=JPArticle&cid=1195546805590&pagename=JPost%2FJPArticle%2FShowFull

  21. @ Rene

    Bei der Frage, ob eine Atombombe über einem winzig kleinen Staat wiue Israel gezündet wird oder nicht, ist alles weniger als ein Beweis nicht ausreichend. Das solltest selbst Du verstehen.

  22. @ Rene

    Wenn ich vorher angekündigt hätte, all die üblen Dinge anzustellen, dürftest Du das auch gerne tun. Hab ich aber nicht. Das Terrorregime in Teheran hingegen schon. Also Bringschuld für die Mullahs.

  23. @ Auslaender

    Die Analyse fasst das Problem gut zusammen. Israel MUSS sicher sein und kann verständlicherweise auch mit kleinem Risiko nicht leben. Amerika hingegen braucht einen positiven Beweis, um Handeln zu können (die Weltmeinung mal außen vor gelassen, das betrifft vor allem ihre eigenen Leute), und selbst dann wird es schwierig. Egal ob Irak-WMD richtig oder falsch waren – offensichtlich gibt es da ein Problem. Und das wird m.E. nicht kleiner, wenn Bush kontrafaktisch „crying wolf“ spielt und dabei erwischt wird.
    Das Problem, dass die Intelligence der Geheimdienste in Proliferationszeiten immer wichtiger wird, hat auch der von mir gepostete Tagesspiegel-Artikel angesprochen. Aber woher nehmen und nicht stehlen? Und wann was glauben?

  24. Rene, lies nochmal diesen Kommentar:
    https://nbfs.wordpress.com/2007/12/05/der-nette-onkel-von-nebenan/#comment-2340

  25. @ Rene

    Bevor wir weiterreden, laß uns erst mal das mit Deinem Vorwurf der Fäkalsprache klären. Zitate, und zwar ein bißchen plötzlich!

  26. „Ansonsten bist Du dafür nun einmal verantwortlich.“

    Tja Paul, wenn Rene es sagt, dann wird es wohl so sein ;-)

  27. @ Rene

    Also wenn ich Dir gegenüber angeblich der Fäkalsprache verfalle, kann ich wohl schon erwarten, daß Du für derartige Behauptungen auch einen Beleg lieferst. Nicht nur weil Du auf meinem Blog bist, wo ich noch ganz andere Dinge tun kann. Wenn ich Dir derartiges unterstellen würde, würdest Du zu recht ja auch auf einem Beweis bestehen. Also, ich höre. Kann ja nicht so schwer sein.

  28. Dont feed the Troll

  29. @ Auslaender

    Eigentlich hast Du recht. Wenn er nicht bald mit der Antwort rüberkommt, wird er mangels Relevanz aus meinem Zielcomputer gelöscht.

  30. @ Paul

    Ichb will Ihnen nicht zu nahe treten. Aber seien Sie doch so nett und zeigem mir die Textstelle im report, in dem behauptet wird, es gebe eindeuige BEWEISE für die Existenz eines iranischen Atomwaffenprogramms (vor 2003). Und um das an dieser Stelle nochmals zu festzustellen: wie uns die jüngste Vergangenheit anschaulich gezeigt hat, ist die bloße Behauptung der CIA/ NSA / DIA usw. zur Existenz von WMD noch lange keine verläßlicher Beweis. Zur Erinnerung:
    „High confidence generally indicates that our judgments are based on high-quality information, and/or that the nature of the issue makes it possible to render a solid judgment. A “high confidence” judgment is not a fact or a certainty, however, and such judgments still carry a risk of being wrong.“

    @ S1IG
    Nichtexistenz – LOL! Deshalb: n. sf.

    Anton

  31. @Anton
    Wann habe ich was von Nichtexistenz in Zusammenhang mit diesem Artikel gesagt? Willst Du wieder mal Tatasachen verdrehen? Du erzählst doch schon wieder Unsinn… Ich glaube Dir fehlt eher der Druchblick. Wähle selbst! :-)

  32. @ Anton

    Ich kann mir wie so oft bei Deinen Kommentaren nur mit Mühe auf die Zunge beißen, aber ohne eine verbindliche Antwort, ob unsere 5 Israelhasser sich denn nun antisemitisch geäußert haben oder nicht, macht das Eröffnen neuer Themenfelder wenig Sinn, da dann nicht auszuschließen ist, daß Du am Ende, wenn’s wieder eng wird, einfach wieder die Aussage verweigerst.

  33. @Rene
    Da spricht der richtige – aber wenn Du der Meinung bist, dass Option 2 (Anton fehlt der Druchblick) die passende ist, dann will ich Dir nicht widersprechen.

  34. @ Rene/Realdenker/Mex und wie sie alle heißen

    Okay, jetzt reicht’s! Daß gerade DU nach Textstellen für irgendwas verlangst, und dann auch noch für Dinge, die andere gar nicht behauptet haben, ist eine bodenlose Unverschämtheut und nur noch bloße, destruktive Herumtrollerei.

    Also, Dein nächster Kommentar enthält entweder die Textstelle mit meiner angeblichen Fäkalsprache oder eine ausdrückliche Entschuldigung. Sonst wirst Du geantont, und zwar inkl. aller Deiner ehemaligen, jetzigen und zukünftigen Nicks.

  35. @ Rene

    „1) Also ich bin Rene! Aus!“

    Stimmt. Unter anderem.

    „2) Wo habe ich nun bitte eine Textstelle von Dir verlangt.“

    Du zitierst Anton mit den Worten:

    „“Aber seien Sie doch so nett und zeigem mir die Textstelle im report, in dem behauptet wird, es gebe eindeuige BEWEISE für die Existenz eines iranischen Atomwaffenprogramms (vor 2003).”“

    und kommentierst das dann so:

    „Da Paul diese Stelle nicht präsentieren können, weicht er hier schlicht aus.“

    Das war leider die falsche Antwort. N.SF.

  36. @ Paul

    Vo mir aus können Sie ruhig weiter beißen. Dies ändert nur nichts an der Tatsache, dass die Vereinigten US-Geheimdienste NICHT behauptet haben, es gebe eindeutige Beweise für die Exitenz eines iranischen Nuklearprogramms. Der letzte Fall war ja auch peinlich genug.
    Der einzige, der derartiges – von keinem Drang nach Fakten getrübt – behauptet, ist der amtierende (Vize)President. Aber Darth Cheney würde auch behaupten, dass Wasser bergauf fließt, wenn es der amerikanischen Ölindustrie nutzt.

    Anton

  37. @ Paul
    sorry aber diese Eingabemaske sucks. Cut and paste funktioniert nur ab und zu. Es hieß natürlich: NuklearWAFFENprogramm

  38. @ Anton

    Wie gesagt: Fünf Freunde und Antisemitismus sind die Zauberwörter.

  39. @ Rene

    Nice try. Aber da die Stelle mit meiner angeblichen Fäkalsprache fehlt, zu wenig und zu spät.

  40. „Vereinigten US-Geheimdienste“ – ist das so was wie die berühmten „sinnentstellende(n) Zitate“?

  41. @Paul13
    Dein „Kommentator des Monats“ lässt wohl die geistig Inkontinenten zur Hochform auflaufen.

    Ich habe das rumgetrolle einiger Kommentatoren hier ja noch nie unterhaltsam gefunden, aber in letzter Zeit muss ich mich geradezu überwinden, die Kommentarspalten zu öffnen.
    Ich fände es wirklich schade, wenn sich das hier zu einem Trollzoo mit regelmäßiger Fütterung entwickeln würde.

    Aber vielleicht setzt du ja bald ein Fütterungsverbot durch ;)
    Besser spät als nie…

  42. Nachtrag, damit sich niemand Unschuldiges angegriffen fühlt:

    Ich habe zwar in der Mehrzahl gesprochen, meine damit aber nur einen kleinen Teil der Kommentatoren (ich kenne die IP Adressen nicht, vll sind es sogar nur ein oder zwei…).
    Ich wollte auch niemanden angreifen, nur weil er viel und oft etwas schreibt. Die Kommentare von S1IG zB (dich habe ich mir jetzt nur rausgegriffen, weil du letzten Monat die meisten Kommentare hattest) haben meistens Substanz. Auch wenn er sich der exzessiven Fütterung schuldig macht ;)

  43. @SP
    Du weisst doch wie das ist – manchmal nimmt man die alten Semmeln und geht an den Dorfteich. Doch auch die sind mal alle ;-)

  44. @ Der_SP

    Ich muß Auslaender und Dir recht geben, ich laß mich zu leicht auch zu unfruchtbaren Diskussionen mit Trollen hinreißen. Ich sollte das vielleicht früher reduzieren, wenn ich merke, daß die mit gezinkten Karten spielen.

  45. @Paul
    Musste ich auch erst lernen wie Sinnlos das ist mit solchen Freaks.

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